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NIEMALS VERGESSEN!
Denkt einmal daran, wieviele Einzelheiten es in euerem Leben gibt, die nicht vergessen werden drfen. Es geht am Morgen mit dem Aufstehen los und den ganzen Tag ber gibt es so viele Dinge, bei denen ihr euch immer wieder vorsagt dies darf ich nicht vergessen. Vielleicht macht ihr euch extra Notizen um Nichts zu vergessen oder greift zu andere Methoden. Manchmal mchte man nicht einmal daran denken, dass etwas, was einem wichtig erschien, vergessen wurde.
Was wrdet ihr also tun, wenn wir euch sagen wrden, dass ihr etwas vergessen haben knntet, das mindestens ebenso wichtig ist?
Wir haben dieses Buch vorbereitet, um euch an die wichtigsten Belange des Lebens zu erinnern. Denn der Mensch ist vergesslich, er gibt sich dem Lauf des Lebens hin, und wenn er seinen Willen nicht benutzt entfernt sich von den Belangen, die eigentlich seine gesamte Aufmerksamkeit erfordern. Der Mensch vergisst, dass Gott ihn in jeder Beziehung umarmt und umfasst, ihn stets beobachtet, ihm zuhrt; der Mensch vergisst, dass er die Rechnung fr alle seine Taten vor Gott ablegen wird, dass auer der Existenz von Tod, Grab, Paradies und Hlle und der Gttlichen Vorsehung nichts geschieht und dass alle Ereignisse in seinem Leben einen Nutzen haben.
Auerdem ist der Mensch ein Lebewesen, das leicht der Gedankenlosigkeit verfllt. Man kann einen Fehler machen, gedankenlos handeln, und das richtige Verhalten vergessen, das in diesem Moment erforderlich gewesen wre. Doch bei einem aufrichtigen Menschen dauert dieses Vergessen nur einen kurzen Moment, dann erinnert er sich und bereut, wendet sich wieder Gott zu und setzt sein Leben Seinen Befehlen entsprechend fort. Den Glubigen wurde im Quran folgendermaen von den Gebeten zu Gott berichtet:
... Unser Herr, strafe uns nicht fr Vergesslichkeit und Fehler... (Sure al-Baqara, 286)
Sicherlich ist die Vergesslichkeit, von der hier die Rede ist, nicht gleichzusetzen mit der Vergesslichkeit, die einem im tglichen Leben begegnet. Die Art von Vergesslichekit, von der hier gesprochen wird, bezieht sich vielmehr auf das Nicht-Denken, Nicht-Beachten und Vernachlssigen einiger Tatsachen, zu denen der Mensch intelektuell eigentlich in der Lage wre.
Was ist es also, das die Menschen durch Vergessen vernachlssigen?
Zweifellos ist das lebenswichtigste Thema, das der Mensch vergessen kann, die Existenz eines Schpfers. Ohne Ausnahme ist jeder Mensch Unserem Schpfer Gott gegenber verantwortlich. Der Mensch vergisst auch, dass er als Ergebnis dieser Verantwortung Rechnung ablegen wird, er ins Paradies oder in die Hlle gelangt, und ihn ein endloses Leben erwartet. Die Existenz von Hllenfeuer und paradiesischen Wohltaten ist so tatschlich, wie der Moment, in dem wir leben. Aber wie dem auch sei, die Menschen glauben, dass sie durch Nicht-Denken vor diesen Tatsachen fliehen knnen und betrachten sie als einen Gegenstand, der sie selbst nicht besonders interessiert, obwohl die meisten Menschen Kenntnis hiervon haben.
Doch natrlich mindert Vergessen die Verantwortung des Menschen nicht. Der Mensch ist gegenber Gott verantwortlich, Der ihn erschuf; frher oder spter wird er mit dem Tode Bekanntschaft machen, vor Unseren Hernn treten, Rechnung ablegen und im Ergebnis daran entweder endlos im Paradies oder in der Hlle leben. Ebenso wie in dem Vers Und Wir erschufen den Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist gewiss nicht zu Scherz und Zeitvertreib. (Sure al-Anbiya, 16) mitgeteilt ist, wurde alles, einschlielich dem Menschen zu einem bestimmten Zweck erschaffen. Deswegen sind die Menschen keine herrenlosen Wesen, sondern wurde erschaffen ... dass sie Mir dienen... (Sure adh-Dhariyat, 56) Doch wenn sich der Mensch von Alltagsgeschften einnehmen lt und seinen Verstand nicht benutzt, kann er diese groe Tatsache vergessen. Denn nur diejenigen, die lange ber die Ereignisse und das Wesen der Umgebung nachdenken, kommen zu diesem bedeutenden Ergebnis.
Auch wenn der Mensch nur an seine eigene Erschaffung denkt, bemerkt er die Wohltaten, die Gott ihm schenkte und gelangt zu dem Bewutsein, dass er sich darum bemhen muss, seine Bindung zu Unserem Herrn zum Ausdruck zu bringen. Denn als der Mensch noch nichts war, begann er das Leben als eine winzigkleine, mit dem bloen Auge noch nicht erkennbare Zelle, und wurde durch die stndige Teilung und milliardenfache Vermehrung der Zellen zu einem Menschen mit hervorragenden Organen. Doch das Wichtigste ist, dass dieses Wesen, als es noch nichts war, bereits ber eine Seele verfgte. Ein Tropfen Wasser wurde zu einem Stck Fleisch und dann zu einem denkenden und sprechenden Wesen; dies bedeutet, dass Gott den Menschen aus dem Nichts erschuf. Doch trotzdem vergessen manche Menschen, dass sie erschaffen wurden, bringen verquere Beispiele gegen Gott vor und verleugnen Unseren Herrn. Von dieser Situation berichtet Gott folgendermaen in den Versen:
Und er stellt mit Uns Vergleiche an und vergisst dabei, dass er selbst eine Schpfung ist. Er spricht: "Wer belebt die Gebeine, wenn sie zerfallen sind?' Sprich: "Leben wird ihnen Der wiedergeben, Welcher sie zum ersten Mal erschuf, denn Er kennt jegliche Schpfung. (Sure Ya Sin, 78-79)
Mchtet auch ihr eine solche Situation vermeiden und euch Unserem Herrn gegenber nicht undankbar verhalten, dann denkt nach und lasst euch nicht vom Alltag mitreien. Denn der Mensch erinnert sich nur an Gott, wenn er nachdenkt, und nur dann gelangt er zu dem Bewutsein, dass er Ihm gegenber eine Verantwortung hat; nur wenn er nachdenkt, erinnert er sich daran, dass die Welt fr ihn nur ein kurzer Aufenthaltsort ist und er eine Rechnung ber all das ablegen muss, was er hier getan hat. Nur wenn der Mensch nachdenkt, vergisst er nicht.
An dieser Stelle ist es sinnvoll auf einen Punkt hinzuweisen: Keines der Themen, auf die wir euch in diesem Buch hinweisen, ist von der Art, die man wre gut, wenn ich es nicht vergessen wrde nennen knnte. Kein einziges dieser Belange drft ihr aus euerem Gedchtnis lschen. Denn fr die Dauer eueres Erinnerns verehrt ihr Gott, wie es erforderlich ist und stellt Ihn zufrieden. Vergesst auch nicht, dass ihr nur auf diese Weise Rettung vor der Welt und am Jungsten Tag erlangen knnt.
Gott prft euch und zeigt euch zwei Wege, von denen ihr frei sind, einen zu whlen; doch vergesst nicht, dass der eine Weg zu endloser Qual, der andere zu endloser Glckseligkeit fhrt.
Und ihm die beiden Wege gezeigt? Und doch nimmt er nicht den steilen Weg! Und was lsst dich wissen, was der steile Weg ist? Die Freilassung eines Gefangenen! Oder whrend der Hungersnot zu speisen Eine verwandte Waise Oder einen Armen, der im Staub liegt! Dann wird er zu denen gehren, die glauben und zu Geduld und Barmherzigkeit mahnen: Das sind die Gefhrten der Rechten. Diejenigen aber, die Unsere Botschaft verwerfen, das sind die Gefhrten der Linken. ber ihnen schlgt ein Feuer zusammen. (Sure al-Balad, 10-20)
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