DIE TEMPELRITTER UND DIE FREIMAUREREI

Hinter vielen Ereignissen des Mittelalters stand eine Geheimorganisation, die den Verlauf der Geschichte maßgeblich beeinflusste.

Der ursprüngliche offizielle Name dieser Gemeinschaft war „Pauperes Commilitones Christi Templique Salomonis”, was „Die armen Kriegskameraden Christi und des Tempels Salomos” bedeutet, kurz: Die Tempelritter, oder noch kürzer: Die Templer.

Ursprünglich gegründet als Kreuzritterorden, der sich geschworen hatte, für das Christentum zu kämpfen, hielten im Lauf der Zeit perverse Lehren Einzug in sein Gedankengut und er wandte sich vollständig vom Christentum ab.

Die Mitglieder des Ordens gaben sich ihren weltlichen Interessen und Ambitionen hin und vergaßen Gott und Seine Religion.

Aufgrund ihrer militärischen Stärke und ihrer politischen Verbindungen konnten die Tempelritter ein riesiges Vermögen anhäufen.

Dadurch erlangten sie mehr Macht und Reichtum im Mittelalter, als die Kirche und die Staaten von Europa.

So konnten die Tempelritter den Herrschern und Kirchenoberhäuptern ihren Willen aufzwingen.

Sie erhielten eine Vielzahl von Privilegien.

Sie steckten hinter allen möglichen Formen von Korruption und Sündhaftigkeit.

Sie hielten perverse Zeremonien und Rituale ab.

Aus diesen Gründen wurden sie später verhaftet, verurteilt und verboten.

Doch sie gingen in den Untergrund. Wenig später tauchten Sie unter einem neuen Namen wieder auf: Freimaurer.

Bis heute ist viel gesagt worden über die Tempelritter und sehr viele Bücher wurden geschrieben über ihre Aktivitäten.

Wer waren die Templer? Wo kamen sie her? Was waren ihre Ziele? Wie wurden sie zu Freimaurern?

Wie schafften sie es, ihre stillen und geheimen Aktivitäten bis zum heutigen Tage fortzusetzen?

Wir müssen die Antworten auf alle diese Fragen in der Geschichte suchen

und diese Geschichte reicht weit zurück, zurück in die Zeit der Kreuzzüge.

Die Kreuzzüge

Als die Muslime im Jahr 638 Jerusalem einnahmen, brachten sie Frieden und Wohlstand.

Die friedvolle Umgebung wurde jedoch durch die Invasoren zerstört, die gegen Ende des 11. Jahrhunderts in die Region einfielen.

Es waren die Kreuzritter.

Der wirtschaftliche Reichtum des Ostens war schon lange für die Christen attraktiv gewesen.

Ihr Oberhaupt war Papst Urban II. Auf dem Konzil von Clermont im Jahr 1095 brachte er den Stein ins Rollen.

Er behauptete, die heiligen Stätten des Christentums seien geschändet worden und man habe christliche Pilger überfallen.

Er rief Europa zum Krieg auf unter dem Zeichen des Kreuzes.

Tatsache ist jedoch, dass seine Behauptungen vollständig erlogen waren. Die Christen im mittleren Osten lebten in Freiheit und Toleranz, und sie konnten ihren Glauben frei und ungehindert praktizieren.

Der behauptete Kriegsgrund war ein reiner Vorwand. Der Papst und die Ritterschaft, die seinem Ruf folgte, hegten ganz andere Erwartungen an diesen Krieg.
Der Historiker Donald Queller beschreibt es so:

„Die französischen Ritter wollten Land. Die italienischen Kaufleute wollten ihren Handel mit den Hafenstädten des mittleren Ostens ausweiten. Eine große Zahl Mittelloser schloß sich der Expedition an, ganz einfach, um ihrem harten Lebensalltag zu entkommen.“ (World Book Encyclopedia, "Crusades," Beitrag von Donald E. Queller 1998.)

Als nicht zu unterschätzenden Anreiz hatte der Papst zusätzlich die Lüge verbreitet, allen Teilnehmern des Kreuzzuges würden ihre Sünden vergeben.
Seine Worte erfüllten ihren Zweck.

Innerhalb kürzester Zeit wurde der Ruf in ganz Europa gehört. Eine große Armee formierte sich. Mit Begeisterung schmückten die Ritter ihre Gewänder mit dem Kreuz, dem Zeichen für ihren Kriegszug.

Die Kreuzritter zogen auf verschiedenen Wegen zu ihrem Sammelpunkt Konstantinopel, wobei sie bereits zahllose Städte und Dörfer plünderten.

Nun begann ihr Raubzug durch Anatolien. Nachdem sie die Muslime, deren Gold und Juwelen sie zu finden träumten, erschlagen und ihre Städte ausgeplündert hatten, erreichten sie Jerusalem, wo sie ihrer Grausamkeit erst recht freien Lauf ließen.

Sie schlachteten alle Muslime und Juden in der Stadt ab und schonten weder Frauen noch Kinder. In seinem Buch The Monks of War (die Mönche des Krieges) beschreibt Desmond Seward das Massaker:

Im Juli 1099 wurde Jerusalem gestürmt. Die tollwütige Grausamkeit bei der Plünderung der Stadt bewies, wie wenig es der Kirche gelungen war, atavistische Instinkte zu christianisieren. Die gesamte Bevölkerung der Stadt wurde massakriert, Juden wie Muslime, 70000 Menschen, ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder, kamen um in dem Holocaust, der drei Tage lang andauerte. Stellenweise wateten die Männer bis zu den Knöcheln im Blut der Erschlagenen und die Reiter waren blutbespritzt, als sie durch die Straßen ritten. (Desmond Seward, The Monks of War, Penguin Books, London 1972.)

Nach der Eroberung Jerusalems machten die Kreuzritter es zur Hauptstadt des von ihnen errichteten Königreichs Jerusalem, das von Palästina nach Antiochien reichte.

Dieser Staat musste organisiert werden, wenn er überleben sollte.

Zu diesem Zweck gründeten sie Ritterorden.

Die Mitglieder dieser Orden führten einerseits ein klösterliches Leben und wurden andererseits ausgebildet, um Krieg gegen die Muslime zu führen.

Einer dieser Orden war der Orden der Tempelritter.

Das Geheimnis Jerusalems

So entstand der Templerkult im heiligen Land, in Jerusalem.

Die Gründer des Ordens erhielten umfangreiche Unterstützung durch den König in Jerusalem. Der König vertraute ihnen eine der heiligsten Stätten an: den Hügel, auf dem einst der Tempel König Salomons gestanden hatte. Der Bau des Tempels war zur Zeit König Davids begonnen und nach dessen Tod unter seinem Sohn, dem Propheten Salomon, vollendet worden.

In späteren Zeiten war der Tempel zerstört worden, und der jüdische König Herodes ließ einen neuen Tempel an derselben Stelle errichten.

Dieser zweite Tempel wurde im Jahr 70 n.Chr. von den Römern zerstört.

Die Römer verbannten und vertrieben die Juden aus ihrer Heimat.

Tausend Jahre kamen und vergingen...

Obwohl nun die Al-Aksa Moschee an der Stelle des Tempels stand, waren noch tiefe Spuren der jüdischen Geheimlehre vorhanden.

Als die Templer sich auf dem Berg einrichteten, hatten diese einen tiefgreifenden Einfluss auf sie, und sie begannen, sich mit ihr zu beschäftigen.

Ihre Nachforschungen führten sie zu den Ursprüngen geheimer Traditionen, zum Kern des alten jüdischen Glaubens.

Sie stießen auf eine Lehre, die den heidnischen Aspekt des alten jüdischen Glaubens umfasste, die Kabbala.

Die Wurzeln der Kabbala gehen zurück auf das alte Ägypten und bilden die Basis aller Arten magischer Rituale und geheimer Wissenschaften.

Die mystischen Lehren dieses Landes, unter deren Zauber die Templer fielen, veränderten deren Glauben und Lebensweise.

Obwohl sie nach außen hin immer noch als kriegerische christliche Mönche auftraten, hatten sie längst insgeheim die kabbalistische Philosophie und Lebensweise übernommen.

In seinem Buch Morals and Dogma (Moral und Dogma) beschrieb der Freimaurer-Großmeister Albert Pike die wahren Ziele der Templer:

„Der Schwur der Templer war, die Christen zu beschützen, die kamen, um die heiligen Stätten zu besuchen. Ihr geheimes Ziel war es, den Tempel Salomons wieder aufzubauen...„ (Albert Pike, Morals and Dogma, The Roberts Publishing Co., Washington, 1871, S. 84).

Das Ziel der Templer, war, Einfluss und Reichtum zu erlangen und zu intrigieren und wenn notwendig, zu kämpfen, um die kabbalistischen Dogmen zu etablieren.
Die Templer hatten eine äusserst effiziente Organisationsstruktur.

Alles gehörte dem Orden.

Ehe und Hausbesitz waren verboten.

Sie trugen nichts als eine mit einem roten Kreuz versehene weiße Robe und sie wuschen sich niemals.

Ihr Siegel zeigte zwei Ritter, die zusammen auf einem Pferd ritten.

Obwohl sie behaupteten, dies symbolisiere ihre Bruderschaft, hatte es in Wahrheit eine andere, geheime Bedeutung.

Es repräsentierte ihre Homosexualität, ein perverses Element im Privatleben der Templer.

Die Tempelritter ziehen nach Westen

1186 nahten die letzten Tage der Tempelritter in Jerusalem. Eine muslimische Armee unter der Führung von Sultan Saladin hatte die Kreuzritter vernichtend geschlagen. Auf seinem Zug durch Palästina eroberte Saladin schließlich auch Jerusalem.

Die Kreuzritter hatten die Muslime während der 100 Jahre ihrer Regentschaft schwer unterdrückt.

Die Bevölkerung von Jerusalem war alarmiert. Sie fürchteten voller Entsetzen, dass die Muslime nun Rache nehmen würden. Doch sie erlebten eine große Überraschung.

Saladin krümmte der Zivilbevölkerung kein Haar.

Er begnadigte die Mehrheit der Christen, die er gefangen genommen hatte.

Nur die Templer wurden hingerichtet für die Massaker, die sie begangen hatten.

König Richard I von England, der sogenannte Held, in der Geschichte bekannt unter dem Namen Richard Löwenherz, war in Wahrheit ein brutaler Mörder.

1191 liess er in der Burg Akko 3000 Muslime enthaupten, unter ihnen viele Frauen und Kinder.

Er war der engste Freund der Templer.

Nach dem Verlust des heiligen Landes brauchten die Templer für eine Übergangszeit ein neues Hauptquartier.

König Richard tat, was von ihm erwartet wurde: Er verkaufte den Templern die Insel Zypern zu einem sehr günstigen Preis.

Historischen Quellen zufolge waren die Templer sehr gute Seefahrer.

Wärend ihrer Zeit im heiligen Land hatten sie Algebra und Geometrie aus jüdischen und arabischen Quellen gelernt, und inzwischen verfügten sie auch über geographische Karten.

So waren sie in der Lage, die Küsten Europas und Afrikas entlang zu segeln und sogar über das offene Meer zu reisen.

Berühmte Seefaher wie Vasco da Gama und Christoph Kolumbus waren Templer.

Das Hauptziel ihrer überseeischen Reisen war es, neue Einkommensquellen zu erschließen und neue Handelsrouten zu finden, die den Templern noch mehr Macht verleihen sollten.

Die roten Kreuze auf den Segeln ihrer Schiffe waren Tatzenkreuze, dieselben, wie die der Templer.

Nach dem Fall von Jerusalem setzten die Templer Segel nach Europa.

Die einstmals „armen Kriegskameraden Christi“ betätigten sich nun als Bankiers und Staatsmänner und wurden allmählich zu den reichsten Männern Europas.

Sie wurden zu einer starken wirtschaftlichen Kraft, tätigten Bankgeschäfte, transferierten Gelder, vergaben Kredite und erhielten Zinsen.

Obwohl Wucher verboten war, hatten sie keine Bedenken, Zinsen zu nehmen für das Geld, das sie verliehen.

Tatsache aber ist, dass Zinsen in allen offenbarten Religionen ungesetzlich sind. Gott offenbart dies im Qur’an:

Die, welche Zins verzehren, sollen nicht anders dastehen als einer, den der Satan erfasst und niedergeschlagen hat. Dies, weil sie sagen: "Kauf ist das gleiche wie Zinsnehmen." Allah hat den Kauf erlaubt, aber Zinsnehmen verboten. Wer eine Ermahnung (wie diese) von seinem Herrn erhält und dann (mit Zinsnehmen) aufhört, der darf das Erhaltene behalten. Seine Sache ist bei Allah. Wer es aber von neuem tut – die sind die Bewohner des Feuers und werden ewig darin verweilen. (Qur’an, 2: 275)

Die Autoren Alan Butler und Stephen Dafoe beschreiben das Geschäft des Geldverleihs der Organisation so:

Die Templer waren Finanzexperten, und sie benutzten Instrumente wirtschaftlichen Handelns, die im Europa ihrer Zeit völlig unbekannt waren. Ganz klar hatten sie diese Fähigkeiten von jüdischen Quellen gelernt, doch sie hatten eine viel größere Freiheit, ihr Finanzimperium auszuweiten, worum sie jeder jüdische Financier ihrer Zeit außerordentlich beneidet haben würde. (Alan Butler, Stephen Dafoe, The Templar Continuum (Das Templer Kontinuum) Templar Books, Belleville-Ontario 1999, S. 70.)

Sie besaßen Hunderte von Schlössern in ganz Europa.

Außerdem hatten die meisten Könige jener Zeit Schulden bei ihnen.

„Der Thron von England war bei dem Orden erheblich verschuldet. König Johann hatte seine Schatztruhen zwischen 1260 und 1266 geleert, um seine militärischen Operationen zu finanzieren und Heinrich III lieh sich ebenfalls hohe Summen von den Templern. (Eleanor Ferris, The Financial Relations of the Knights Templars to the English Crown (Die finanzielle Verflechtung der Tempelritter mit der englischen Krone), S. 10.)

Ihr Finanzmacht machte die Templer äusserst einflussreich. Als zum Beispiel Innozenz der II mit ihrer Hilfe zum Papst gewählt worden war, gab er den Templern das Privileg, ihre eigenen Kirchen zu bauen und zu unterhalten.

Dies führte zu einer Architektur, mit der sie ihrer Weltanschauung Ausdruck verleihen konnten.

So entwickelten sie ihren eigenen Baustil: die Gothik

Der Prozess gegen die Templer

Die Templer wandten sich mehr und mehr vom religiösen Glauben und den Praktiken der Kirche ab. Die Philosophie und der Lebensstil, die sie nach außen hin verborgen hatten, kamen langsam ans Licht. Gerüchte über ihre Lebensweise breiteten sich aus.

Die Perversionen, die in den Schlössern vor sich gingen, in die sich die Templer zu ihren geheimen Zeremonien zurückzogen, sorgten sowohl unter der Bevölkerung, als auch unter den Königen Europas, insbesondere beim König von Frankreich, für Unbehagen.

Der neue Papst war nun sicher, dass diese Gruppe, über die er keinerlei Autorität erlangen konnte, ein irreligiöses Leben führte und beseitigt werden musste.

Im Oktober 1307 beschlossen König Philipp IV von Frankreich und Papst Clemens V, die Tempelritter zu verhaften.

Manche Ordensangehörige wurden eingekerkert, andere wurden hingerichtet.

Einer der Hingerichteten war der Großmeister des Ordens, Jacques de Molay.

Eine Bulle von Papst Clemes V vom 22. März 1312 verfügte, den Templerorden aufzulösen und ihn aus den offiziellen Aufzeichnungen zu löschen.

Die Ordensmitglieder, die gefangen wurde, machten während der sich über 5 Jahre hinziehenden Verhöre furchterregende Geständnisse.

Durch die Geständnisse wurde klar, dass die Templer Gott und die theistischen Religionen vollständig ablehnten und dass sie sich der Perversion der Teufelsanbetung, dem Satanismus, verschrieben hatten.

Sie beteten eine ziegenköpfige Figur namens Baphomet an, die als die Quelle des Bösen in der schwarzen Magie gilt.

Der Orden hatte seine Teufelsanbetungszeremonien unter größter Geheimhaltung über Jahrhunderte hinweg betrieben.

Die Missachtung religiöser Symbole, die den Christen als heilig galten, war ein rituelles Element dieser Zeremonien geworden.

Der letzte, der diesen Zeremonien vorstand, war Großmeister Jacques de Molay gewesen. Die Kirchen, die die Tempelritter gebaut hatten, waren der Beweis für den heidnischen Glauben, den sie angenommen hatten.

Dies ist Rosslyn Chapel bei Edinburgh… eine der Kirchen der Templer.

Heidnische Motive, die den heidnischen Glauben widerspiegeln, sind überall eingraviert.

Das Siegel der Templer in einer Ecke der Kapelle; das Motiv der beiden Ritter auf einem Pferd.

Eine Darstellung der Teufelsfigur Baphomet und anderer mysthischer Symbole, die den heidnischen Glauben kennzeichnen.

Die Symbole werden später bei den Freimaurer Logen wieder auftauchen.

In Mimar Sinan, dem Magazin für Mitglieder der türkischen Freimaurer Logen, steht folgendes über Rosslyn Chapel:

In der Kapelle gibt es so viele Dekorationen, die heidnische Elemente aufweisen, dass ein Priester, der 1589 den Baron von Rosslyn taufte, in seinen Erinnerungen klagte: Da die Kapelle angefüllt ist mit heidnischen Götzen, ist sie kein Ort, um die heiligen Sakramente zu spenden.“ Am 31. August 1592 liess Baron Oliver St.Claire of Rosslyn aufgrund des Drucks, der auf ihn ausgeübt worden war, den in heidnischem Stil erbauten Altar der Kapelle zerstören. (Tamer Ayan, The Oldest Known Masonic Institution - the Scottish Royal Order (Die älteste bekannte schottische Freimaurer Institution – Der schottische königliche Orden) Mimar Sinan, 1998, Nr.110, S..18-19)

Die Nachfolger der Templer: Freimaurer

Offiziell gab es die Templer nicht mehr, doch sie überlebten im Geheimen.

Eine Anzahl Ritter, die der Verhaftung entkommen waren, floh in das einzige europäische Königreich, dass die katholische Kirche nicht anerkannte: Schottland...

In jener Zeit führten Schotten und Engländer Krieg gegeneinander. Die Templer erwarben sich erhebliche Freiheiten, indem sie sich in diesem Konflikt auf die Seite der Schotten schlugen.

Sie infiltrierten die Steinschleiferzunft, einen der einflussreichsten zivilen Verbände jener Zeit.

Später wandten sich diese Zünfte der Philosophie zu und betätigten sich politisch; sie wurden zu geheimen Freimaurerlogen.

Der „Schottenritus“, die erste Freimaurerloge der Templer in Schottland, ist der älteste bekannte Zweig der Freimaurerei.

Es gibt eine verblüffende Ähnlichkeit zwischen beiden Organisationen. Wenn wir Freimaurer Rituale mit denen der Templer vergleichen, taucht eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf.

Freimaurersymbole wie der Salomontempel, Meister Hiram, dem Alten Testament zufolge der Baumeister des Tempels, der Beruf des Steinschleifers und andere auf dem Alten Testament beruhende Symbole und kabbalistische Lehren, Zeremonien und Gelöbnisse stehen alle in der Tradition der Templer.

Dies sind die Hauptsymbole der Freimaurerei. Der rechte Winkel und der Zirkel, die von den Steinschleifermeistern benutzt wurden. Für die Freimaurer und Tempelritter hatten sie aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte eine besondere Bedeutung.

Auch ihre Organisationsstrukturen weisen solche Ähnlichkeiten auf. Die Titel der höchsten Positionen der schottischen Freimaurer, „Ritter des Tempels“, „Beschützer des Tempels“ und „Ritter der Rache“, waren dieselben wie die der Templer Jahrhunderte zuvor.

Als die Templer zu Freimaurern wurden, verfügten sie wieder über eine machtvolle Organisation.

Unter dieser Tarnung breiteten sie sich über ganz Europa aus.

Neben den Freimaurern schufen die Templer auch die Organisation der Rosenkreuzler. Ihre Zwecke waren die Alchemie und die Magie.

Die Beziehung zwischen den Rosenkreuzlern und den Templern wird beispielsweise so beschrieben:

„Das Rosenkreuz entstand aus dem roten Kreuz der Templer. Mirabeau, der sich als Freimaurer in einer Position befand, aus der er während seines Aufenthalts in Deutschland vieles über die Geheimbünde dieses Landes herausfinden konnte, stellt definitiv fest, dass die Rosenkreuzler nichts anderes waren als der alte Orden der Tempelritter, die sich auf diese Weise verewigt hatten.“ (Mirabeau, Histoire de la Monarchie Prussienne (Geschichte der preussischen Monarchie) Ausgabe. 76, zitiert aus Secret Societies, Nesta H. Webster, Boswell Publishing Co., Ltd., London 1924.)

Einer der berühmtesten Angehörigen der Rosenkreuzler war der englische Staatsmann und Denker Sir Francis Bacon, der auch Großmeister der englischen Templer war.

Bacon legte das Staatswesen, von denen die Templer träumten, in seinem Buch „Das Neue Atlantis“ dar.

Ziel ihrer Aktivitäten war, mit Hilfe der mystischen Mächte der Templerlehre die Welt zu beherrschen.

Eine weitere Organisation der Templer war der geheime Illuminatenorden. Führer dieser Sekte war der fanatische Atheist Adam Weishaupt

Alle diese Organisationen, die hinter den Kulissen von den Templern geleitet wurden, hatten ein gemeinsames Ziel: den religiösen Glauben zu zerstören und die atheistische und materialistische Weltsicht der antireligiösen Philosophie der Templer der ganzen Welt aufzuzwingen.

Zu diesem Zweck wurde die erste große sozialistische Bewegung vorbereitet und in Aktion gesetzt:Die französische Revolution.

Graf Cagliostro, der hinter den Kulissen der Revolution eine Rolle spielte, war ein Freimaurer.

Cagliostros’ Ziel war es, die existierenden Monarchien in Europa eine nach der anderen abzuschaffen, indem er revolutionäre Ideen verbreitete und zur Revolution aufhetzte. Er arbeitete als Agent für die Loge. Cagliostro gestand alles, als er gefangen wurde. In seinem Geständnis sagte er, dass die Freimaurer die Revolution in ganz Europa verbreiten wollten und dass sie das halb vollendete Werk der Templer vollenden und die Kirche und jeden religiösen Glauben zerstören wollten.

Mit der französischen Revolution begann eine Zeit des Terrors, die Schreckensherrschaft der Jakobiner, von denen die meisten Freimaurer waren. Zehntausende wurden auf die Guillotine geschickt, insbesondere Männer der Religion und Befürworter der Monarchie.

Der französische König wurde hingerichtet.

Als er guillotiniert wurde, rief einer der Zuschauer: „De Molay, jetzt bist du gerächt!“

Nach über 400 Jahren hatten die Templer Rache genommen für ihren Großmeister Jacques de Molay und ihre anderen Brüder, die lebendig verbrannt worden waren.

Doch dies sollte weder der erste, noch der letzte gewesen sein.

Jack the Ripper

Ein wichtiges Glied in der Kette der illegalen politischen Aktivitäten der Freimaurer waren die berüchtigten Morde von Jack the Ripper.

Diese Mordserie fand 1888 in London statt. Innerhalb von neun Wochen wurden 5 Prostituierte grausam getötet, ihre Körper in Stücke geschnitten.

Der Mörder wurde nie gefunden. Jedoch tauchten Beweise auf, dass diese Morde einen politischen Hintergrund hatten und dass sie von einer geheimen Organisation koordiniert worden waren. Der berühmte Autor Stephen Knight enthüllt diese Beweise in seinem Buch Jack the Ripper: Die endgültige Aufklärung.
Knight zufolge waren die Freimaurer diese geheime Organisation.

Der 2001 nach dem Buch gedrehte Hollywood Film „From Hell“ (Aus der Hölle) brachte diese Ansicht wieder auf die Tagesordnung.

Der Film beleuchtet die Beziehung zwischen den Jack-the-Ripper-Morden und der Freimaurerei.

Zu der Zeit, als die Morde ausgeführt wurden, stand die britische Monarchie am Rand eines riesigen Skandals.

Der Thronerbe hatte eine Prostituierte geheiratet. Falls das bekannt werden würde, wären die Monarchie und die Freimaurer in großer Gefahr gewesen.

Die Freimaurer, die alle staatlichen Organe kontrollierten, töteten die Frau und ihre Freundinnen, die ebenfalls Prostituierte waren, um diese Gefahr zu beseitigen.

Die für die Morde verantwortlichen waren Freimaurer, aus diesem Grund wurde alles verschleiert. Die Mordserie wurde als das Werk eines verrückten Frauenhassers zu den Akten gelegt.

In dem Film „From Hell“ wird ein geheimes Treffen der Freimaurer nachgestellt.

Der Film zeigt auch die Einweisung eines neuen Mitglieds der Sekte und die entsprechende Aufnahmezeremonie in die Loge.

Die Jack-the-Ripper-Morde sind ein wichtiger Beweis für die Macht der Freimaurer in den staatlichen Organen.

P 2

Ein Ereignis des Jahres 1981 brachte die Freimaurerei erneut ins Licht der Öffentlichkeit.

Der italienischen Polizei fiel während einer Ermittlung eine Liste der Mitglieder der Freimaurerloge „Propaganda Due“, kurz P2 genannt, in die Hände.

Die Liste enthielt die Namen ranghoher Beamter, der Polizeichefs von vier großen italienischen Städten, von Industriellen, Bankvorständen, der Herausgeber einer bekannten Zeitung und mehrerer Fernsehstars.

Ganz oben auf der Liste stand der Name Licio Gelli.

Gelli war ein militanter Faschist, ein glühender Anhänger Mussolinis, der mit den faschistischen italienischen Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg gekämpft hatte.

Nun war er der Großmeister der P2 Loge.

Die Ermittler fanden heraus, dass die Loge eine führende Rolle im Staatswesen spielte, dass sie großen Anteil an der Korruption in Italien hatte und dass sie der mächtigste Arm der italienischen Mafia war.

Die P2 war in Bombenanschläge und Morde verwickelt und unterhielt enge Beziehungen zu der berüchtigten Gladio Organisation. Dokumente, die der parlamentarischen Untersuchungskommission vorlagen, enthüllten, dass die P2 eine internationale Organisation war, die praktisch überall Enfluss nahm, vom Waffenhandel bis hin zu den Rohölpreisen.

Die italienische Presse berichtete ausführlich über die illegalen Aktivitäten der P2.

Die P2 Loge setzte die Freimaurertradition mit ihren abnormen Zeremonien und der politischen Einflussnahme fort.

Nach dem Korruptionsskandal mit seinen Verbindungen zur Freimaurerei wurde die Operation „Clean Hands“ (Saubere Hände) gestartet, doch ohne Erfolg. Die Freimaurer wussten nur zu gut, wie sie ihre Spuren verbergen konnten.

Die P2 ist nur eines der Beispiele, wie die Freimaurer sich im Staat breitmachen.

Es gibt hunderte Freimaurerlogen auf der ganzen Welt, die insgeheim illegale Aktivitäten ausführen, die nie ans Licht kommen.

Das Endziel ist die Beherrschung der Welt durch die Freimaurer, ein Ziel, das sie von den Templern geerbt haben.

Der Lauf der Geschichte und aktuelle Dinge sind nicht immer das, was sie scheinen und dass es dunkle Ziele hinter Prozessen und Ereignissen gibt, die so aussehen, als seien sie auf natürliche Weise entstanden.

Wie Allah in der Qur’an-Sure 16 enthüllt, gibt es „Jene, die böse Taten planen“, und sie haben manchmal einen größeren Einfluss, als man erwartet.

Die Tempelritter gehören zu ihnen, sie sind niemals verschwunden, und sie existieren noch heute als die Freimaurer.

Logen, die sich in Amerika unter dem Namen Tempelritter treffen, sind als Zweig der Freimaurerei aktiv.

Die Templer treten unter verschiedenen Namen und Masken auf, doch sie agieren alle mit derselben Zielsetzung, und sie versuchen, die Richtung der Welt nach ihren Interessen zu verändern, indem sie ihre Macht erhöhen. Sie haben dazu alle erdenklichen Methoden angewendet, und sie tun es noch heute.

Das Hauptziel ihrer Aktivitäten, die sie im Namen der Freimaurerei verfolgen, ist es, die überholte materialistische Philosophie zu verbreiten, die sie von heidnischen Lehren übernommen haben, um die heiligen Religionen zu beseitigen. Darum unterstützen sie atheistische Theorien wie Darwin’s Evolutionstheorie, Materialismus und Humanismus und sie versuchen, die Wissenschaft, die Kunst, die Medien, Literatur und Musik für ihre Zwecke zu nutzen.

Im Qur’an beschreibt Gott die, die der wahren Religion und richtigen moralischen Werten widersprechen, als Verderber, und Er schildert ihr Ende so:

Und diejenigen, die nicht glaubten und von Allahs Weg abwendig machten, sollen von Uns Strafe über Strafe dafür erhalten, dass sie Verderben stifteten. (Qur’an, 16: 88)

Die Pflicht aller Menschen mit gutem Gewissen ist es, angesichts solch dunkler Mächte, die das Verderben organisieren und eine systematische Kampagne gegen die Religion und die Gläubigen führen, den intellektuellen Kampf aufzunehmen.

Gegen die irrigen Philosophien, die diese dunklen Kräfte der Menschheit aufzwingen wollen, stehen die moralischen Werte des Qur’an.

Gläubige, die ihre Verantwortung wahrnehmen, erlangen die Ehre, ein Werkzeug Gottes zu sein, für die sich Sein Versprechen aus dem Qur’an erfüllt:

Aber nein! Wir schleudern die Wahrheit gegen die Lüge, und sie zerschmettert sie, und siehe, da vergeht sie. Wehe aber euch wegen dessen, was ihr über (Ihn) aussagt. (Qur’an, 21: 18)
2009-02-20 19:11:15

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