DER PROPHET MOSES

Der Text des Dokumentars mit dem Titel "Der Prophet Moses”

Der Nil…

Ägypten ist mit seiner über 5000 Jahre alten Vergangenheit eine der ältesten Zivilisationen der Welt, und wurde an den Ufern des Nils gegründet, einer Region, die man damals als „Unteres Ägypten“ kannte.

Die Ägypter eigneten sich ein fortgeschrittenes Wissen über Mathematik, Astronomie, Architektur und Kunst an.

Sie bauten Paläste und die Pyramiden, deren Geheimnisse noch bis zum heutigen Tage nicht gelöst wurden.

Das Alte Ägypten, das nach Außen hin so zivilisiert schien, war in Wahrheit ein totalitäres Regime, dass auf den Tränen und dem Blut von unschuldigen Menschen errichtet war.

Tatsächlich beschreibt Allah das Alte Ägypten im Quran als ein gutes Beispiel für ein System der Tyrannei. In einem Vers des Quran wurde erwähnt, dass der grausamste Herrscher Ägyptens - der Pharao, seine eigene sogenannte Gottheit mit diesen Worten erklärt:

"O mein Volk! Gehören das Königreich von Ägypten und diese Ströme, die es durcheilen, nicht mir? Schaut ihr euch denn nicht um?" (Quran, 43:51)

Die Bevölkerung von Ägypten beteten Götzen an, die sie selbst hergestellt hatten, und erhoffen den Segen von diesen Statuen.

Die Könige, die sich selber als göttlich ansahen, heirateten ihre eigenen Schwestern, damit ihre Abstammung nicht mit ordinären Menschen „beschmutzt“ wurde.

Sie erlegten dem Volk die “göttlichen Verordnungen” auf, die sie aufgrund ihrer eigenen Neigungen und Wünsche herausgaben, und ließen jeden beseitigen, der sich ihrer Herrschaft widersetzte.

Diese Könige waren die Pharaonen, die die Ägyptische Zivilisation für hunderte von Jahren beherrschten.

Die Macht der Pharaonen über die Bevölkerung Ägyptens war so groß, dass sich ihnen jeder unterwarf.

Diese Könige waren die Herrscher, Besitzer und Verwalter des gesamten Staates, des Landes und des Nils. Jegliche Art der Produktion in diesem Land wurde unter strenge Kontrolle gestellt und gehörte Pharaonen.

Die Pharaonen nutzten diese Vorteile zu Ungunsten der unteren Schichten schamlos aus.

Die Nicht-Ägypter waren Sklaven.

Monarchie und Sklaverei gab es in jeder Epoche der Geschichte, aber die Sklaven in Ägypten litten so sehr, wie es von keiner anderen Zivilisation bekannt war.

Jeder Pharao in der Geschichte des Alten Ägyptens hatte sich Tempel und Städte errichten lassen, um seine Macht und seinen Reichtum zu demonstrieren.

Tausende Sklaven wurden auf grausame Weise während der Errichtung dieser Städte zu Tode gearbeitet. Sie dürften sich nicht ausruhen. Sklaven wurden nie als ein Teil der ägyptischen Bevölkerung angesehen, während die Bevölkerung Ägyptens im Saus und Braus lebte.

Diese Sklaven waren die Kinder Israels, die von der direkten Blutlinie des Propheten Abraham abstammten.

Die Unterdrückung der Kinder Israels nahm solche Ausmaße an, dass sogar deren Zahl kontrolliert wurde.

Frauen, die zum dienen geeignet waren, wurden am Leben gehalten, neugeborene Jungen grausam getötet. Allah beschreibt diesen Zustand in einem Vers, der an die Kinder Israels gerichtet ist:

Und gedenkt, dass Wir euch vor dem Volke Pharaos retteten, das euch mit schlimmer Pein heimsuchte. Sie erschlugen euere Knaben und ließen nur eure Mädchen am Leben: Dies war eine große Prüfung von euerem Herrn. (Quran, 2:49)

Es war solch eine Umgebung, in die Allah einen Boten entsendete, der mit dieser Unterdrückung und Grausamkeit aufräumen würde, die Menschen ermahnte, auf den rechten Weg zurückzukehren und die Kinder Israels aus der Sklaverei befreien sollte.
Dieser Bote war der Prophet Moses.

DIE GEBURT MOSES’

Moses wurde in eine Familie geboren, die zu den versklavten Kindern Israels gehörte. Seine Mutter befürchtete, dass ihr Sohn von den Soldaten des Pharaos getötet werden würde. Doch Allah sagte Moses Mutter, was sie zu tun habe. Bevor die Männer des Pharaos das Baby töten könnten, sollte sie ihn in einen Korb legen und diesen auf dem Wasser des Nils aussetzen.
Die Strömung schwemmte Moses an den Palast des Pharaos:

Und Pharaos Leute fanden ihn, damit er ihnen zum Feind und Kummer werden würde; denn Pharao, Haman und ihr Heer waren fürwahr Sünder. Pharaos Frau sprach: "Er ist mir und dir ein Augentrost. Tötet ihn nicht! Vielleicht nützt er uns (irgendwie) oder nehmen wir ihn als Sohn an", sie waren ahnungslos. (Quran, 28:8-9)

So retteten der Pharao und dessen Familie Moses aus dem Fluss und adoptierten ihn, so wie es die Entscheidung Allahs vorgesehen hatte. Moses wuchs wie ein adliger Ägypter im Palast des Pharaos auf.

MOSES FLIEHT AUS ÄGYPTEN

Er wurde älter, und Allah segnete ihn mit Wissen und Weisheit. Eine Begebenheit, die einen Wendepunkt in seinem Leben bedeutete, war ein Kampf, in den er verwickelt war.

In diesem Kampf schlug sich der Prophet Moses auf die Seite des Mannes, der von seinem Stand war, ohne zu untersuchen, wer im Recht sei. Obwohl er diesen nicht absichtlich töten wollte, starb der andere Mann an Moses Schlag. Moses merkte, dass er einen Fehler begangen hatte, und tat Buße, indem er Zuflucht bei Allah suchte.

Er flehte Allah an, ihm die begangene Sünde zu vergeben. Er schwor, sich nie wieder auf die Seite der Sündigen zu begeben.

Doch Moses hatte einen Ägypter getötet. Die Ägypter würden Rache schwören. Wie uns der Quran mitteilt, verbrachte Moses die Nacht in einem Versteck.

Der Pharao und seine führenden Männer beratschlagten über die Strafe für Moses, sogar die Möglichkeit seiner Hinrichtung. Jemand, der diese Diskussion mithörte, warnte Moses. Daraufhin verließ er die Stadt und floh aus Ägypten.

Er wandte sich nach Ost-Ägypten, nach Midian, hinter der Wüste Sinai gelegen.

Während ihm all dies geschah, vertraute Moses Allah und betete zu Ihm. Auf seinem Weg nach Midian sagte er:

"... Hoffentlich leitet mich mein Herr auf den rechten Weg." (Quran, 28: 22)

Moses traf zwei Frauen an einem Gewässer in Midian. Die Frauen waren ängstlich wegen der anderen Schäfer dort und konnten ihre Herde nicht tränken.

Moses kam den Frauen zur Hilfe und tränkte deren Herde.

Der Vater der beiden Frauen wollte Moses für seine Dienste bezahlen.

Er lud ihn ein, zu bleiben und für ihn zu arbeiten. Er wollte ihm eine seiner Töchter zur Frau geben. Moses nahm das Angebot an.

DIE ERSTE OFFENBARUNG

Moses ehrte die Vereinbarung, die er mit dem alten Mann getroffen hatte und blieb für viele Jahre in Midian. Als die Vereinbarung ein Ende nahm, verließ Moses mit seiner Familie Midian.

Auf ihrer Reise sah Moses ein Feuer in der Ferne lodern, auf der Seite des Berges Sinai, an der er mit seiner Familie entlang ging. Als er es erreichte, rief Allah Moses, und gab ihm folgende Offenbarung:

"O Moses! Wahrlich, Ich bin dein Herr. Ziehe darum deine Schuhe aus! Siehe, du bist im heiligen Tal Tuwa. Und Ich habe dich auserwählt. Höre was geoffenbart wird! Siehe, Ich bin Allah. Es gibt keinen Gott außer Mir. Darum diene Mir und verrichte das Gebet im Gedenken an mich. (Quran, 20:11-14)

Dies war die erste Offenbarung, die Moses erhielt. Von nun an war er ein Bote Allahs. Allah befahl Moses, seinen Stab hinzuwerfen. Der Stab verwandelte sich plötzlich in eine Schlange.

Da floh Moses. Doch Allah sagte ihm, dass er nichts fürchten müsse, sondern dass er sicher sei.

Moses hob seinen Stab auf. Der Stab würde später das erste Wunder sein, dass er gegen den Pharao einsetzte.

Allah zeigte Moses ein zweites Wunder.

Er steckte seine Hand unter sein Hemd, und als er sie wieder hervorbrachte, war sie ganz weiß, ohne Makel.

Mit diesen Wundern und Seinen Geboten schickte Allah Moses zum Pharao.

Auch machte er Moses Bruder, Harun, zum Propheten und zu Moses Begleiter:

So geht zu ihm und sagt: “Fürwahr, wir sind die Gesandten deines Herrn. So entlasse uns mit den Kindern Israels und quäle sie nicht länger. Wir sind zu dir mit einer Botschaft von deinem Herrn gekommen. Frieden ist mit jedem, welcher der Rechtleitung folgt!“ (Quran, 20:47)

Moses trat mit diesen Worten vor den Pharao, aber der Pharao versuchte diese Worte abzutun, anstatt ihnen Beachtung zu schenken.

Der Pharao und die seinen dachten, dass Moses die Macht ergreifen wolle, indem er die traditionellen Religion Ägyptens ändern wolle. Denn der Pharao und seine engsten Vertrauten zogen sehr viele Vorteile aus ihrer Religion. Sollte diese Religion sich ändern, würde der Pharao viel Macht verlieren.

Moses Absicht war nicht, die Herrschaft Ägyptens an sich zu reißen. Moses Bitte war es, die Kinder Israels zu befreien, die unter den schlimmsten Bedingungen leben mussten.

Als Antwort auf diese Bitte gab der Pharao Moses zu verstehen, dass dieser im Palast aufgewachsen sei, und fragte ihn nach dem Mann, den er getötet hatte. Moses Antwort zu diesen Misshandlungen war die eines wahren Gläubigen, der sich bedingungslos dem Schicksal unterwarf, und der sich seiner Absichten voll bewusst war:

"Er (Moses) antwortete: "Ich tat es wohl, als ich noch auf Abwegen war. Und ich floh vor euch, weil ich mich vor euch fürchtete. Doch mein Herr schenkte mir Weisheit und machte mich zu einem der Gesandten." (Quran, 26:20-21)

Da er sich in einer schwierigen Position befand, sprach der Pharao, dass Moses besessen sei. Er drohte Moses sogar mit dem Gefängnis, sollte dieser die vermeintliche Göttlichkeit des Pharaos nicht anerkennen.

Bei diesen Worten offenbarte seine Beweise, die Zeichen seiner Prophetenschaft.

Da warf er seinen Stab hin und, siehe, er wurde zu einer Schlange. (Quran, 26:32)

Der Pharao und die seinen behaupteten, dass das, was sie gesehen hatten, nur durch Magie bewerkstelligt werden konnte.
Sie machten sich auf, Gegner für Moses zu finden, den sie der Zauberei verdächtigten. Diese Nachricht erreichte die größten Zauberer des Landes.
Moses wählte ein Festival als Zeitpunkt dieses Treffens. Denn er wollte, dass die gesamte Bevölkerung Ägyptens die Wahrheit bezeugen sollte.
Die Zauberer des Pharaos waren bereit ihr Können zu demonstrieren. Die von ihnen auf den Boden geworfenen Seile und Stäbe schienen sich tatsächlich auf Moses zu zu bewegen. Diese Begebenheit wird im Quran wie folgt beschrieben:

Da verspürte Moses in sich Angst aufsteigen. Wir sprachen: "Fürchte dich nicht! Siehe, du wirst obsiegen. Wirf nur, was du in deiner Rechten hältst. Es wird verschlingen, was sie fabriziert haben. Sie brachten es nur mit einem Zaubertrick zustande. Aber Zauberern ergeht es nicht wohl, wo auch immer." (Quran, 20:67-69)

Dann warf Moses seinen Stab auf den Boden. Das Ergebnis war für die Zauberer erschreckend. Während diese die Bevölkerung dadurch täuschten, dass sie Gegenstände aussehen ließen als würden sie sich bewegen können, zeigte der Stab Moses keine Reaktion auf deren Zaubersprüche.

Da warfen sich die Zauberer anbetend nieder und riefen: "Wir glauben an den Herrn von Aaron und Moses!" (Quran, 20:70)

Dieses Wunder durch den Propheten Moses war ein Grund, warum die Zauberer anfingen an Allah zu glauben. Aber der Pharao war so arrogant, dass er den wahrhaft Gläubigen mit dem Tod drohte:

Der Pharao sprach: "Glaubt ihr etwa an Ihn, bevor ich es euch erlaubte? Er ist wohl euer Meister, der euch die Zauberei gelehrt hat! Wahrlich, ich lasse euch euere Hände und Füße wechselseitig abhacken und euch an Palmenstämmen kreuzigen. Ihr sollt wahrlich erfahren, wer von uns strenger und nachhaltiger straft." (Quran, 20:71)

Die Antwort der Zauberer an den Pharao zeigte ihren wahren Glauben und Courage:

Sie antworteten: "Wir geben dir keineswegs den Vorzug vor den deutlichen Zeichen, die zu uns kamen, oder vor unserem Schöpfer. Beschließe, was du beschließen magst, du vermagst nur über das irdische Leben zu beschließen.” (Quran, 20:72)

“Siehe, wir glauben an Unseren Herrn, auf dass Er uns unsere Sünden verzeihe und die Zauberei, zu der du uns gezwungen hast. Allah ist gewiss am besten und beständigsten." (Quran, 20:73)

Die Niederlage der Zauberer durch den Propheten Moses, und deren Glaubenswandel zeigt deutlich die verzerrte Natur des pharaonischen Systems. Der Pharao konnte darauf nichts mehr erwidern, verweigerte aber hartnäckig und arrogant die Existenz Allahs und die Prophetenschaft des Moses.

DIE ZEIT DER PLAGEN

Nun sandte Allah Plagen über den Pharao und die Seinen, starrköpfig in ihrer ablehnenden Haltung. Zuerst kam eine lange Dürreperiode über Ägypten.  Agrarprodukte waren kaum verfügbar und eine Hungersnot kam auf.

Überall im Land herrschten katastrophale Zustände. Trotz dieser Zustände gingen der Pharao und sein engster Vertrautenkreis nicht von ihren perversen polytheistischen Praktiken ab; sie waren weiterhin eifrig der Religion der Vorfahren ergeben.

Aber das war nicht alles, was über sie kam. Allah überzog die Bevölkerung mit einer Vielzahl an Plagen. Nach der Dürre sandte er mächtige Regenfälle und Stürme, die man so vorher noch nie in Ägypten erlebt hatte.

Heuschrecken und Läuse zerstörten die Felder und die Ernte. Insekten überzogen die Städte wie eine schwarze Wolke.

Jede Stadt in Ägypten war von Fröschen geplagt. Diese waren überall... in den Häusern und auf den Straßen.

Das Wasser des Nil und in den Brunnen wurde rot wie Blut. Die Bevölkerung Ägyptens dürstete.

Dennoch blieben sie bei ihrer Ablehnung. Als eine Tortur der nächsten folgte, versuchten der Pharao und die Seinen Moses zu täuschen, mit einer List, die zum Scheitern verurteilt war:

Und sobald eine Plage sie traf, sprachen sie: "O Moses, bete für uns zu deinem Herrn! Er hat doch ein Versprechen von dir angenommen. Wahrlich, wenn du uns von der Plage befreist, glauben wir dir und entlassen mit dir die Kinder Israels." Sobald Wir aber die Plage von ihnen genommen hatten und der (neue) Termin für sie verstrichen war, brachen sie ihr Wort. (Quran, 7:134-135)

All diese Plagen, die im Quran beschrieben werden, sind durch archäologische Funde bestätigt worden. Die Ipuwer Papyrusrolle, die Anfang des 19. Jahrhunderts gefunden wurde, beschreibt die Ausmaße der Katastrophe in Ägypten:

Seuchen im ganzen Land. Blut überall… Das Wasser in jedem Fluss ist Blutrot geworden… Das Land wurde seiner Müdigkeit überlassen… Der Palast wurde im Nu zerstört… Neun Tage lang konnte man den Palast nicht verlassen. Keiner konnte das Gesicht des anderen sehen… (Warnungen des Ipuwer)

Schließlich befahl Allah Moses die Kinder Israels aus Ägypten fortzuführen. Wie Allah es befohlen hatte, verließen Moses und seine Leute Ägypten heimlich bei Nacht. Der Pharao schäumte vor Wut. Er sah sich als Besitzer und Allah der Kinder Israels. Außerdem würde er eine große Anzahl an Arbeitskräften verlieren. Er schickte seine Streitmacht den Kindern Israels hinterher.

Die Kinder Israels kamen bei ihrer Flucht vor dem Pharao und seinen Männern an das Ufer eines Meeres. Zu dem Zeitpunkt waren der Pharao und seine Truppen nahe genug, die Kinder Israels sehen zu können. Panik und Verzweiflung machten sich unter den Anhängern Moses breit, denn es gab keine Fluchtmöglichkeit. Aber Moses war Allah ergeben:

Er sprach: "Keineswegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen." (Quran, 26:62)

Von Allah befohlen, schlug Moses seinen Stab auf das Wasser. Auf wundersame Weise teilte Allah das Meer und hinterließ einen trockenen Weg in der Mitte, auf dem die Kinder Israels sofort weitereilten.

Der Pharao und seine Soldaten folgten den Kindern Israels ins Meer. Als aber die Kinder Israels sicher das andere Ufer erreicht hatten, schloß das Meer sich wieder.

Der Pharao und seine Armee ertranken. Im letzten Augenblick versuchte der Pharao Buße zu tun, aber seine Buße wurde nicht angenommen. Diese Begebenheit wird im Quran wie folgt beschrieben:

Und Wir führten die Kinder Israels durchs Meer. Da folgte ihnen Pharao mit seinen Heerscharen in wütender Feindschaft. Als sie am Ertrinken wären, rief er: "Ich glaube, dass es keinen Gott gibt als den, an welchen die Kinder Israels glauben, und ich bin einer der Gottergebenen!" Wie? Jetzt! Und zuvor rebelliertest du und warst einer derer, die Verderben stiften! Aber Wir wollen heute doch deinen Leib retten: damit du für die Späteren ein Warnzeichen seiest. Denn wahrlich, viele der Menschen achten nicht auf Unsere Botschaft. (Quran, 10:90-93)

Wissenschaftler haben lange geforscht, um herauszufinden, wie sich das Rote Meer geteilt haben könnte, so wie es im Quran und in der Tora beschrieben wird.

Eine bahnbrechende Entdeckung durch diese Forschung war ein Meeresrücken am Grunde des Roten Meeres. Dieser Meeresrücken liegt im Golf von Akaba, einem Ausläufer des Roten Meeres. Einer Interpretation zufolge führte der vom Propheten Moses gewählte Weg über diesen Meeresrücken.
Wissenschaftlern zufolge könnte ein starker Wind aus dem Osten diesen Meeresrücken sichtbar gemacht haben.

Doron Nof, Professor für Ozeanographie an der Universität von Florida, baute ein maßstabsgetreues Model dieses Meeresrückens, um seine These zu begründen. Er machte ein Experiment, bei dem er das Modell starkem Wind aussetzte, und tatsächlich tat sich ein trockener Pfad auf.
Moses Überquerung des Roten Meeres kann in der Tat so stattgefunden haben.

Archäologische Funde werfen nicht nur ein Licht auf die Teilung des Roten Meeres, sondern auch auf das Ertrinken des Pharaos und seiner Armee.

Jahrelang haben Wissenschaftler nach Spuren der Armee des Pharaos in den Tiefen des Roten Meeres gesucht. Ihre Forschung hat zu einigen interessanten Rückschlüssen geführt.

Diese Aufnahmen wurden am Golf von Akaba gemacht. Die Sandoberfläche ähnelt einem Meeresrücken im Wasser. Der wichtigste Beweis jedoch ist das Seegras, das hier und da auftaucht.

Das Seegras muss sich an ein solides Fundament anhängen, um überleben zu können. Am wichtigsten aber ist, dass dieses Seegras die Form des Materials annimmt, an das es sich heftet, auch wenn dieses danach verschwindet.

Das von den Wissenschaftlern gefundene Seegras zeigte aber andere Eigenschaften. Es gab keine Steine oder Felsen in dieser Gegend. Dennoch ähnelte das Seegras den Reifen der Streitwagen der Armee des Pharaos. Noch erstaunlichere Funde wurden geborgen, als die Forschung weitergingen: Ein bronzener Reifen eines Streitwagens wurde im Sand gefunden!

Dieser Reifen stammt mit aller Wahrscheinlichkeit von der Armee des Pharaos, die in den Fluten versunken ist.

DAS GELOBTE LAND

Moses und sein Volk suchten einen Ort, an dem sie sicher leben konnten. Während ihrer Reise jedoch zeigten viele Kinder Israels Schwäche im Glauben und der Moral.
Die Kinder Israels waren dem Einfluss der ägyptischen Kultur ausgesetzt gewesen, und hatten einige der perversen Riten und Ideen übernommen. Die Begegnung mit einem götzendienenden Stamm brachte die Tendenz zur Götzenbildung ans Licht. SIe baten Moses ihnen ein Götzenbild zur Verehrung zu errichten:

Und Wir führten die Kinder Israels durch das Meer. Dann kamen sie zu einem Volk, das seinen Götzen ergeben war. Sie sprachen: "O Moses, mache uns einen Gott wie ihre Götter!"

Er sprach: "Ihr seid wirklich ein unbelehrbares Volk;  Das, was sie anbeten, geht gewiss zu Grunde, und was sie tun, ist ohne jeden Wert."

Er sprach: "Soll ich euch einen anderen Gott suchen als Allah, Der euch vor aller Welt bevorzugte?" (Quran, 7: 138-140)

Der Prophet Moses und sein Volk wanderten in Richtung des Berges Horeb. Nach dem Quran hatte Allah dort eine “Verabredung” mit ihnen auf der rechten Bergseite. Der Prophet Moses verbrachte 40 Tage auf dem Berg.

Moses ließ ungeduldig seinen Stamm zurück und ging frühzeitig los. Er ließ seine Leute unter der Obhut von Aaron. Auf dem Berg sprach Allah abermals mit Moses. Er gab ihm Steintafeln, auf denen er Seine Gebote geschrieben hatte, und befahl den Menschen diese strikt einzuhalten.
Zu diesem Zeitpunkt nutzten die Ungläubigen unter den Kindern Israels die Gelegenheit, die sich durch die Abwesenheit des Propheten Moses ergab. Trotz aller Wunder, die ihnen gewährt wurde, errichteten sie ein Götzenbild, und verehrten dieses. Dieses Götzenbild war ein goldenes Kalb.
Moses wusste von diesem Fehltritt seiner Leute nichts. Allah berichtete ihm von dieser Sünde, und von der Existenz eines Pharisäers namens Samaritan.
Da kehrte Moses zu seinen Leuten zurück. Der Stamm verehrte das Götzenbild und leugnete die Existenz Allahs.
Moses beendete diese Zwietracht, die Samaritan verschuldet hatte: Zuerst jagte er ihn davon, dann zerstörte er das falsche Götzenbild, das dieser errichtet hatte:

Er (Moses) sprach: "Verschwinde! Dein Los in dieser Welt soll sein, dass du rufst: »Nicht berühren! « Und (im Jenseits) ist für dich ein Termin, dem du nicht entgehen wirst. Und betrachte deinen »Gott«, den du so sehr verehrt hast. Wahrlich, wir verbrennen ihn und streuen ihn dann als Staub ins Meer." Euer Gott ist fürwahr Allah, außer Dem es keinen Gott gibt. Er umfasst alle Dinge mit Seinem Wissen. (Quran, 20:95-97)

Moses befahl seinen Leuten, sofort zu beichten und um Allahs Vergebung für ihre Fehler zu bitten. Wie es in den Versen des Quran geschrieben steht, akzeptierte der allmächtige Allah die Buße der Israeliten.

Nachdem sie Ägypten verlassen hatten, versprach Allah ihnen eine Heimat. Ihre Reise war auf dem Weg dorthin. Jedoch machte das Volk dem Propheten Moses fortwährend Schwierigkeiten.

Während ihrer Reise durch die Wüste gab Allah ihnen wunderbares Essen, damit die Kinder Israels nicht verhungerten. Dies wird im Quran beschrieben als „Manna und Wachteln“. Bald jedoch beklagten sich die Israeliten darüber:

Und als ihr sagtet: "O Moses! Wir ertragen ein und dieselbe Speise nicht länger. Bitte deinen Herrn für uns, dass Er uns hervorbringe, was die Erde sprießen lasst an Gemüse und Gurken und Knoblauch und Linsen und Zwiebeln!", fragte er: "Wollt ihr das Bessere für das Schlechtere eintauschen? Fort mit euch nach Ägypten, dort findet ihr das Verlangte!..." (Quran, 2:61)

Die Ignoranz der Israeliten setzte sich auch dann fort, als sie das gelobte Land erreicht hatten.

Als Moses ihnen sagte, dass sie in das gelobte Land einziehen sollten, ohne zurück zu blicken, sagten sie, dass dort Ausländer lebten. Sie gingen sogar noch weiter:

Sie sprachen: "O Moses! Wir werden niemals eintreten, so lange sie drinnen sind. Gehe, du und dein Herr, und kämpft; wir bleiben hier sitzen." (Quran, 5:24)

Da flehte Moses seinen Herrn an und bat, Ihn ihn und seinen Bruder Aaron vor diesen anmaßenden Menschen zu retten:

Er (Moses) sprach: "Mein Herr! Siehe, ich habe nur Macht über mich selbst und meinen Bruder, scheide uns daher von diesem frevelhaften Volk!" Er (Gott) sprach: "Wahrlich, vierzig Jahre lang soll es ihnen verwehrt sein! Umher irren sollen sie auf der Erde! Bekümmere dich nicht um das frevelhafte Volk." (Quran, 5:25-26)

Die Kinder Israels waren vom gelobten Land für vierzig Jahre ausgeschlossen, wegen ihrer Anmaßung Allah und Seinem Gesandten gegenüber.

Zu seinen Lebzeiten unternahm der Prophet Moses viele Ansätze, seinen Leuten und der Bevölkerung von Ägypten die wahre Religion nahe zu bringen, und die Menschen von ihrem falschen Glauben zu befreien. Er überwand jedes Hindernis, dass man ihm in seinen Weg legte. Er versuchte Allahs Botschaft zu verkünden, sogar auf die Gefahr hin, sein eigenes Leben zu verlieren. Während dieser Zeit war er Allah mit unendlichem Vertrauen und Glauben ergeben. Ganz gleich, was passierte, er ersuchte Seine Hilfe.

ZUSAMMENFASSUNG

Viele Jahre seines Lebens versuchte Moses die Botschaft Allahs seinen Leuten zu verkünden. Er strebte danach, seinen Stamm vor der Anbetung von Götzenbildern zu retten, und sie zur wahren Religion zu führen. Sein Ziel war es, die Menschen zu warnen und sie vor dem Fegefeuer der Hölle zu retten, eine Mission, die er allein deswegen ausführte, um die Gnade Allahs zu erlangen.

Aus diesem Grund hat er dem Pharao getrotzt und versucht, seiner Bevölkerung den Aberglauben abzugewöhnen. Nichtsdestotrotz wurde er das Objekt der Grausamkeit des Pharao und seiner eigenen Leute. Er war jedoch ein edler Diener, der nur die Gnade Allahs erhalten wollte, und unser Herr rettete ihn vor allen Schwierigkeiten, die man ihm entgegenbrachte.

Man kann Schlussfolgerungen aus der Undankbarkeit der Kinder Israels ziehen, einer Schar, die den Fussspuren ihres Propheten nicht folgte, die der ihr anvertrauten Religion nicht vertraute, und so pervers war, zu sagen: “Du und dein Herr sollen hingehen und für uns kämpfen.” Allah hat die Menschheit vor der Anmaßung der Kinder Israels gegenüber ihrem Prophten gewarnt:

O ihr, die ihr glaubt! Seid nicht wie jene, welche Moses ein Leid zufügten. Allah sprach ihn von dem frei, was sie ihm vorwarfen, und er war bei Allah hochgeachtet. (Quran, 33:69)

2010-04-27 03:22:55

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