| SCHLUSSFOLGERUNG
Alle Lebewesen und Systeme, die wir bis
hierher untersuchten, zeigten uns ganz offensichtlich diese eine Tatsache:
Das gesamte Universum und alle Existenzen wurden von Allah erschaffen.
Alle Lebewesen verdanken ihr Leben Allah. Ebenso der Mensch. Derjenige,
der den Lebewesen das Leben schenkt, diese bis zu einer bestimmten Zeit
am Leben erhlt, ist Er. Derjenige, der sie ernhrt, schtzt, sie heilt,
solange sie am Leben sind, ist wieder Allah.
Die Beweise von Allahs Schpfung sind so offensichtlich, dass jedermann,
der ber ein bisschen Verstand verfgt und gewissenhaft ist, diese Tatsachen
ganz leicht erkennen kann. Aber es ist nicht genug, dass der Mensch erkennt,
dass seine Umgebung voll mit den Beweisen ist, die die Schpfung von Allah
zeigen. Im Quran wird von den Menschen, die Allahs Existenz anerkennen,
sich aber trotzdem nicht auf dem richtigen Weg befinden, so berichtet:
Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde
her? Oder wer hat Gewalt ber Gehr und Gesicht? Und wer bringt das
Lebendige aus dem Toten und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer fhrt
den Befehl?" Wahrlich, sie werden sagen: "Allah!" So sprich: "Wollt
ihr Ihn dann nicht frchten?" Dieser Gott, Das ist euer wahrer Herr.
Und was anderes bliebe ohne die Wahrheit als der Irrtum? Wie knnt ihr
nur so widersinnig sein? (Sure Yunus: 31-32)
Der Typ Mensch, von dem in dem Vers berichtet wird, ist bemerkenswert.
Die betreffenden Antworten auf die Fragen, die ber die Existenz und die
Attribute Allahs gestellt werden, sind immer richtig, und sie erkennen
an, dass alles von Allah erschaffen wird. Aber trotzdem werden sie gewarnt,
indem ihnen Fragen wie "Werden sie Allah nicht frchten?" gestellt werden.
Das zeigt uns: Die Existenz Allahs anzuerkennen, bedeutet nicht, dass
man vor dem Irrtum gefeit ist. Auch der Teufel leugnet die Existenz Allahs
nicht, aber er ist Allah gegenber ungehorsam. Ein Mensch kann aus dem
Einfluss des traditionellen Glaubens heraus die Existenz Allahs bezeugen,
ohne dass er seine Bedeutung begreift. Ebenso verhlt sich das im obigen
Vers beschriebene Modell Mensch. Diese Menschen erkennen die Existenz
Allahs nur vorgeblich an, sie denken ber diese groe Tatsache nicht nach
und knnen ihre Bedeutung nicht begreifen.
Im Quran wird dieser Fall mit diesem Vers erklrt: "Sie
schtzen Allah nicht in Seiner wahren Bedeutung ein. Seht, Allah, ist
wahrlich der Starke, der Mchtige." (Sure al-Hadsch: 74)
Doch unterscheidet sich ein Mensch, der beginnt, die Allmacht Allahs
zu begreifen, ganz erheblich von diesem Modell. Denn dieser Mensch bemerkt,
dass das ganze Universum fr einen Zweck erschaffen wurde. Der Zweck seiner
eigenen Schpfung ist es, die Realitt der Schpfung, Allahs Wunder, berall
im Universum zu sehen, deren Besitzer zu preisen, Ihn anzubeten. Allah
teilt diese Tatsache durch den Vers "Und die Dschinn und die Menschen
habe Ich nur dazu erschaffen, dass sie Mir dienen" (Sure adh-Dhariyat)
mit. Alle Wunder des Universums sind dafr da, damit sie den Menschen
daran erinnern, Allah zu dienen:
Derart ist Allah, euer Herr! Es gibt keinen Gott auer
Ihm, dem Schpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hter
aller Dinge. (Sure al-An'am: 102)
Denn wer den Menschen aus einem Wassertropfen erschaffen hat, ihn aufzieht,
ernhrt, ihm Ohren und Augen gibt, Genesung bringt, dem soll der Mensch
sicherlich dienen, zu Ihm beten und Ihm gehorchen. Man vergesse nicht,
dass das unglaubliche Abwehrsystem des Krpers, Medikamente, medizinische
Kenntnisse und auch rzte selbst allesamt Geschpfe Allahs sind.
Der deutlichste Beweis, dass ein Mensch Allah dient, ist, dass er sich
vor Ihm frchtet. Ja, ein Mensch, der tatschlich an Allah glaubt, frchtet
Allah und htet sich vor Ihm. Denn er fhlt die Macht Allahs und Seine
groe Pracht, indem er Allahs Wunder berall im Universum sieht.
Auerdem erlernt ein an Allah glaubender Mensch noch eine andere Wirklichkeit
aus Seinem Buch: Dieses Universum und diese Welt wurden nur fr eine vorbergehende
Zeit erschaffen. Der Mensch wird hier fr eine kurze Zeit bleiben. Dann
wird er entsprechend dem Satz "O Mensch, du bemhst
dich mhsam um deinen Herrn. Und du wirst Ihm wirklich begegnen!"
(Sure al-Inschiqaq: 6) Allah begegnen. Er wird mit einem neuen Krper
das ewige Leben im Jenseits beginnen. Es hngt von seinen Taten ab, die
er auf der Welt ausgefhrt hat, ob er dieses Leben im Paradies, voll mit
zahllosen Schnheiten oder in der Hlle unter groen Bestrafungen fhren
wird. Wenn er auf der Welt Allah gehorcht, Ihm dient und Seinem Weg folgt,
dann wird er mit Allahs Wohlgefallen und dem Paradies belohnt werden.
Widersetzt er sich Allah, gibt es fr ihn im Jenseits nur Schande und
die Strafe des Feuers.
Dies ist die grte Tatsache der Welt und fr einen Menschen kann es
nichts wichtigeres als das geben...
Doch sind einige Menschen geneigt, diese Tatsache absichtlich zu bersehen,
die Existenz Allahs nicht anzuerkennen oder nur anzugeben, sie anzuerkennen,
dabei aber das Jenseits zu vergessen. Dieser Fall wird im Quran aus dem
Mund des Propheten Yusuf so erklrt: "... Die Entscheidung
liegt allein bei Allah. Befohlen hat Er, dass ihr Ihn allein anbetet.
Das ist der wahrhafte Glaube, jedoch wissen es die meisten Menschen nicht."
(Sure Yusuf: 40). In einem anderen Vers wird es so mitgeteilt: "...
jedoch die meisten Menschen wissen nicht Bescheid. Sie kennen nur die
uerlichkeiten des irdischen Lebens, aber des Jenseits sind sie achtlos."
(Sure ar-Rum: 6-7) Diese Menschen kennen nur die "uerlichkeiten" des
Lebens, wie es im Vers mitgeteilt wird. Zum Beispiel wissen Sie mglicherweise
ber Mode oder konomie sehr gut Bescheid. Aber sie knnen Allahs Wunder,
die es berall gibt, nicht sehen oder die Allmacht Allahs nicht bemerken.
Mglicherweise geben sie vor, die Existenz Allahs anzuerkennen, aber das
ist ein entarteter Glaube: Mit den Worten eines Verses haben sie "Allah
geringschtzig den Rcken gezeigt". (Sure Hud: 92)
Wie in den Versen betont wird, bildet diese Gruppe die breite Mehrheit
der Menschen. Die Mehrheit der Gesellschaft in der wir leben, bemerkt
dementsprechend Allah und das Jenseits gar nicht. Aus diesem Grund ist
die gesellschaftliche Ordnung, die sie annehmen, ein System, das sich
darauf sttzt, Allah nicht anzuerkennen und Seine Existenz absichtlich
zu bersehen. Obwohl diese achtlosen Menschen als "gebildet" erscheinen,
sind sie ganz heidnisch, und darum wird die Gesellschaft, die solche Menschen
bilden, als "die Dschahiliya-Gesellschaft" bezeichnet, was soviel wie
"Gesellschaft des Trichtseins" bedeutet.
Die Menschen dieser Gesellschaft bemerken Allah nicht. Aus diesem Grund
hat Allah den Quran den Menschen als eine Rechtleitung
(Quran 2:2) herabgesandt. Der Quran teilt den Menschen die Tatsachen mit,
die sie nicht wissen und ldt sie ein, Allah zu kennen und Ihm zu dienen.
Dass der Quran sich unter den Menschen verbreitet, wird sich mit Hilfe
der Menschen, die an den Quran glauben, verwirklichen. Die Glubigen sind
entsprechend den zahlreichen Befehlen Allahs dafr verantwortlich, den
Quran den anderen Menschen zu erklren und sie zum richtigen Weg einzuladen.
So haben auch wir versucht, in diesem Buch manche Themen, auf die Allah
im Quran aufmerksam macht, zu behandeln. Wir bemhten uns darum, die Menschen
auf einen kleinen Teil der zahllosen Wunder Allahs auf der Erde aufmerksam
zu machen. Wir haben versucht, die groen Tatsachen ein wenig klarzumachen,
die die Dschahiliya-Gesellschaft, die Allah verga, nicht sehen kann.
Jetzt hat ein Mensch, der dieses Buch oder irgendein anderes Buch liest,
das geschrieben wurde, um zum Weg des Quran einzuladen, zwei Mglichkeiten:
Die erste ist, sich dem Weg Allahs zuzuwenden. Wenn der, der uns erschaffen
hat, Er ist, dann sind wir verantwortlich dafr, Ihm zu dienen. Ein Mensch
kann in einer Periode seines Lebens an irgendeinem Tag ber diese Tatsache
nachdenken und von seinem frheren Leben Abschied nehmen, in dem er Allah
nicht kannte. Er bittet Allah um Nachsicht und fr ihn beginnt ein neues
Leben.
Die zweite Mglichkeit jedoch ist, dass er den Deckel des Buches schliet,
und fortfhrt, als ob nichts passiert sei. In einem solchen Fall wird
der betreffende Mensch fortfahren, wie die meisten Menschen zu leben,
die Allah nicht bemerken und sich dem System der Dschahiliya-Gesellschaft
unterwerfen.
Die erste Mglichkeit ist der Weg, der den Menschen zur endlosen Glckseligkeit
fhrt. Am Ende des zweiten Weges gibt es nur Pein, Verlust, Hoffnungslosigkeit
und Bestrafung.
Der Mensch hat die Wahl... |