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Schlußfolgerung
Das Thema, das wir gerade behandelt haben, stellt eine der größten Wahrheiten
dar, die man je im Leben hören kann. Es beweist nicht nur, dass die gesamte
materielle Außenwelt ein “Schattenwesen” ist, sondern macht auch begreiflich,
dass Gottes Existenz absolut ist und dass Er alles schuf. Jemand der sich dessen
bewußt ist, wird erkennen, dass die Welt kein Ort ist, wie die meisten Menschen
glauben.
Die Welt ist kein Ort der absolut ist und wirklich existiert, wie die sinnlos
auf der Straße herumlaufenden, in der Kneipe streitenden, in luxuriösen Cafés
prahlenden Menschen, die mit ihrem Hab und Gut angeben und die, die ihr Leben
für wertlose Ziele opfern, glauben. Die Welt ist ein Bild, das wir in unserem
Gehirn sehen, dessen Original wir jedoch niemals erreichen können. Die Menschen
die wir aufgezählt haben, sind Schattenwesen, die diese Wahrnehmungen im Gehirn
betrachten, aber sie sind sich dessen nicht bewusst.
Das Thema ist deshalb so wichtig, weil es die materialistische Philosophie,
die Gott ablehnt, von Grund auf zerstört. Aus diesem Grund haben Marx, Engels,
Lenin, und andere Materialisten sich aufgeregt, sind in Panik geraten und warnten
ihre Anhänger “Glaubt bloß nicht daran”. Die Welt, die sie im Gehirn erleben,
ist für sie die “Außenwelt” und die anderen offensichtlichen Beweise können
sie einfach nicht begreifen. Diese Gedankenlosigkeit ist ein Effekt ihres Mangels
an Vernunft, den Gott ihnen gab. Denn im Quran wird über die Leugnenden folgendes
gesagt: “Herzen haben sie, mit denen sie nicht verstehen. Augen haben sie, mit
denen sie nicht sehen. Und Ohren haben sie, mit denen sie nicht hören. Sie sind
wie das Vieh; ja verirren sich noch mehr. Sie sind die Achtlosen.” (Sure 7:179
– al-A’raf) Sie können dies auch selbst herausfinden, durch eigene Überlegungen.
Konzentrieren Sie sich und bedenken Sie, wie Sie die Sie umgebenden Objekte
sehen und ihre Berührung fühlen. Horchen Sie genau in sich hinein, und Sie werden
fühlen können, dass das Wesen, das in diesem Moment denkt und dieses Buch liest,
nur eine Seele ist, die die Wahrnehmungen, die Materie genannt werden, auf einem
inneren Bildschirm beobachtet. Der Mensch, der das versteht, entfernt sich von
der Dimension der materiellen Welt, die ihn täuscht, und er gelangt zur Dimension
der wahren Wesenheiten.
Diese Realität wurde von einer Reihe von Gottgläubigen und Philosophen in der
Geschichte verstanden. Auch wenn die Sichtweise des Wahdatul Wujood von der
Wahrheit abgewichen ist, weil sie diese Realität mißverstanden hat und die Existenz
aller Schöpfung bestreitet, so hat doch der große Gelehrte Imam Rabbani die
Maßstäbe für dieses Thema wieder zurecht gerückt. Imam Rabbani zufolge sind
alle Wesen “Schattenwesen”, bezogen auf Gott.
Islamwissenschaftler wie Imam Rabbani, Muhyiddin Arabi und Mawlana haben diese
Wahrheit mit den Zeichen aus dem Quran und mit ihrer eigenen Logik gefunden.
Auch einige westliche Philosophen wie George Berkeley haben diese Wahrheit mit
ihrer Logik begriffen. Imam Rabbani lehrt in seinem Mektubat (Briefe), dass
Gott das einzige und absolute Wesen ist und dass das gesamte materielle Universum
nur eine “Illusion” ist und aus Traumbildern besteht. Er schreibt:
Gott... hat die Körper der Wesen, die Er schuf, aus nichts anderem, als dem
“Nichts” erschaffen ... Er hat alles in der Dimension der Sinnesempfindung und
der Wahrnehmung erschaffen... die Existenz des Universums liegt nur in der Dimension
der Sinnesempfindung und der Wahrnehmung, nicht aber in der materiellen Dimension.
Tatsächlich existiert draußen (in der Außenwelt) kein anderer, als der erhabene
Herr (Gott). (Übersetzung ins Deutsche aus dem vereinfachten türkischen Text).205
Die Anzahl der Personen, die diese Wahrheit begriffen haben, war schon immer
begrenzt. Die großen Wissenschaftler wie Imam Rabbani haben geschrieben, dass
es ungelegen sein könnte, diese Wahrheit der Bevölkerung zu offenbaren, da viele
es nicht verstehen würden.
Aber in der Zeit, in der wir jetzt leben, ist diese Wahrheit mit den Beweisen,
die auch die Wissenschaft vorlegt, erklärbar geworden. Die Wahrheit, dass das
Universum nur ein Schattenwesen ist, wurde in der Weltgeschichte zum ersten
Mal in so einer konkreten, deutlichen und verständlichen Weise erklärt.
Aus diesem Grund wird das 21. Jahrhundert ein Wendepunkt in der Geschichte werden,
in dem die Menschen die Heilige Wahrheit erkennen und sich Gott widmen werden,
dem einzigen und absoluten Wesen. Im 21. Jahrhundert werden der materialistische
Glaube des 19. Jahrhunderts in den Abfalleimer der Geschichte geworfen und Gottes
Dasein und Seine Schöpfung erkannt werden. Tatsachen, wie Raumlosigkeit und
Zeitlosigkeit werden verständlich, die Menschheit wird von den dichten Vorhängen,
die ihnen Jahrhunderte die Sicht versperrt haben, von Betrug und Aberglauben,
erlöst werden.
Diese unumkehrbare Entwicklung wird kein Schattenwesen aufhalten können.
KAPITEL 18
DIE RELATIVITÄT DER ZEIT UND DIE REALITÄT DES SCHICKSALS
Mit dem, was wir bisher erläutert haben, ist es unbestreitbar geworden, dass
wir niemals direkten Kontakt mit dem dreidimensionalen Raum der Realität haben
und dass wir unser ganzes Leben im Geiste verbringen. Das Gegenteil zu behaupten,
wäre weit entfernt von Logik und Wissenschaft. Es gibt keinen gültigen Beweis,
dass die physische Welt vorhanden ist.
Diese Tatsache widerlegt die Grundprämisse der materialistischen Philosophie,
die auch die Grundlage der Evolutionstheorie ist, und besagt, dass die Materie
absolut und ewig sei. Die zweite Hypothese auf der die materialistische Philosophie
beruht, ist die Annahme, dass die Zeit absolut und ewig sei. Diese Annahme ist
in gleichem Maß ein Aberglauben, wie die erstere.
Die Wahrnehmung der Zeit
Die Empfindung, die wir “Zeit” nennen, ist eigentlich ein Vergleichsverfahren
eines Moments mit dem anderen. Dies können wir mit einem Beispiel erläutern:
Wenn wir beispielsweise gegen einen Gegenstand schlagen, gibt es ein bestimmtes
Geräusch. Wenn wir fünf Minuten später wieder gegen denselben Gegenstand schlagen,
gibt es wieder das gleiche Geräusch. Die Dauer zwischen dem ersten und dem zweiten
Geräusch nimmt man als Zeit wahr. Eigentlich besteht das erste Geräusch, wenn
man das zweite Geräusch hört, nur aus einer Illusion im Gehirn. Es ist nur eine
Information, welche im Gedächtnis ist. Man bekommt die Zeitempfindung, in dem
man “das Erlebte im Gedächtnis mit dem jetzigen Moment den man lebt” vergleicht.
Wenn es diesen Vergleich nicht gäbe, gäbe es auch keine Zeitempfindung.
Genauso macht jemand einen Vergleich, wenn er jemanden beobachtet, der durch
die Tür hereinkommt und sich danach auf das Sofa setzt. Die Bilder der Person,
die man beobachtet, wie sie die Tür aufmacht und auf das Sofa zugeht, sind nur
Informationen, die sich im Gehirn befinden. Die Zeitempfindung entsteht, wenn
man zwischen diesem Wissen und dem Hinsetzen der Person einen Vergleich zieht.
Zeit entsteht, indem man zwischen Erinnerungen Vergleiche anstellt. Wenn jemand
kein Gedächtnis hat, kann das Gehirn solche Interpretationen nicht machen und
so hat er auch keine Zeitempfindung. Der Grund, dass ein Mensch sagt, “Ich bin
30 Jahre alt”, ist, dass er zu den vermeintlichen 30 Jahren Erinnerungen im
Gehirn angesammelt hat. Wenn er kein Gedächtnis besäße, würde er nicht denken,
dass diese Zeitspanne vergangen sei, sondern wäre nur mit dem “Moment”, den
er erlebt, konfrontiert.
Die wissenschaftliche Erklärung für Zeitlosigkeit
Wir zeigen einige Beispiele von Wissenschaftlern und Denkern, die ihre Meinungen
dazu erläutert haben, um dies verständlicher zu machen. Der berühmte Nobelpreisträger,
Professor der Genetik und Denker François Jakob, schreibt in seinem Buch Le
Jeu des Possibles (Spiel der Möglichkeiten) über den Rückfluß der Zeit:
Filme die rückwärts laufend gezeigt werden, ermöglichen es uns, uns eine Welt
vorzustellen, in der die Zeit rückläufig ist. Eine Welt, in der die Milch sich
vom Kaffee trennt und aus der Tasse ins Milchkrügchen springt; eine Welt, in
der Lichtstrahlen von Wänden ausgestrahlt werden um in einer Falle (Gravitätszentrum)
gesammelt zu werden, anstatt von einer Lichtquelle auszuströmen; eine Welt,
in der ein Stein in erstaunlichem Zusammenspiel mit unzähligen Wassertropfen
aus dem Wasser springt und in ansteigender Flugbahn in der Hand des Menschen
landet. In solch einer Welt jedoch, in der die Zeit solche entgegengesetzten
Eigenschaften besäße, würden auch die Vorgänge in unserem Gehirn und die Art
und Weise, in der unser Gedächtnis Information zusammenstellt, in gleicher Weise
rückläufig funktionieren. Das Gleiche trifft auf die Vergangenheit und die Zukunft
zu, und die Welt würde uns genauso erscheinen, wie sie uns gegenwärtig erscheint.206
Da unser Gehirn an eine bestimmte Reihenfolge gewöhnt ist, verläuft die Welt
nicht wie oben beschrieben, und wir denken sie läuft vorwärts. Aber eigentlich
ist dies nur eine Entscheidung, die im Gehirn getroffen wird, und sie ist relativ.
In Wirklichkeit wissen wir nicht, wie die Zeit läuft und ob sie überhaupt läuft.
Das zeigt, dass die Zeit nicht absolut, sondern nur eine Empfindung ist.
Dies hat auch einer der größten Physiker, Albert Einstein am Ende seiner allgemeinen
Relativitätstheorie begründet. In seinem Buch The Universe and Dr. Einstein
(Einstein und das Universum) schrieb Lincoln Barnett zu diesem Thema folgendes:
Zusammen mit absolutem Raum hat Einstein auch das Konzept der absoluten Zeit
– als einen unveränderlichen, unhaltbaren universellen Zeitfluß der aus unendlicher
Vergangenheit in unendliche Zukunft läuft – abgelehnt. Ein Großteil der die
Relativitätstheorie umgebenden Undurchsichtigkeit, rührt daher, dass der Mensch
sich sträubt, zu erkennen, dass Zeitempfindung, ebenso wie Farbenempfindung,
eine Form der Wahrnehmung ist. Ebenso wie der Raum nur eine mögliche Anordnung
von materiellen Objekten ist, so ist die Zeit nur eine mögliche Anordnung von
Ereignissen. Die Subjektivität der Zeit wird am besten durch Einsteins eigene
Worte erklärt: "Die Erfahrungen eines Individuums erscheinen uns als eine
angeordnete Folge von Geschehnissen. In dieser Folge erscheinen die einzelnen
Ereignisse, an die wir uns erinnern, entsprechend den Kriterien 'vorher' und
'nachher' angeordnet zu sein. Es gibt daher für das Individuum eine Ich-Zeit,
oder subjektive Zeit. Diese ist als solche nicht meßbar. Ich kann natürlich
den Ereignissen Zahlen in der Weise zuordnen, dass die größere Zahl dem späteren
Ereignis zugehörig ist, anstatt dem früheren".207
Einstein selbst wies darauf hin, wie Barnetts in seinem Buch zitiert: "Raum
und Zeit sind Formen der Intuition, die in keiner Weise mehr vom Bewußtsein
getrennt werden können als unsere Konzepte von Farben, Form und Größe".
Entsprechend der allgemeinen Relativitätstheorie hat "Zeit keine unabhängige
Existenz, anders als die Anordnung der Ereignisse, durch die wir sie messen".208

Unsere subjektive Zeitwahrnehmung entsteht aus dem Vergleich eines Moments mit einem anderen Moment. Wir stellen
uns zum Beispiel vor, dass bestimmte Zeitintervalle vergehen zwischen der Aussaat eines Samens, dem Blhen der
Blumen der daraus entstehenden Pflanze und dem Pflcken der Blumen und deren Arrangement in einem Bukett - und
das nennen wir "Zeit". Doch in Wahrheit ist es eine Wahrnehmung, die entsteht, wenn man das, was "in diesem
Moment" geschieht, bestimmten Ereignissen gegenber stellt, die zuvor passiert sind. |
Da die Zeit nur aus Wahrnehmungen besteht, ist sie vom Wahrnehmenden abhängig,
also ist sie ein relativer Begriff.
Die Geschwindigkeit des Zeitablaufs ändert sich je nach den Referenzen, mit
denen wir unsere Vergleiche anstellen. Denn im Körper des Menschen befindet
sich keine Uhr, die den Zeitablauf in absoluter Genauigkeit anzeigt. So wie
Barnett beschreibt, “Wenn es keine Augen gibt, die die Farben bestimmen, dann
gibt es auch keine Farben”. Genauso sind der Moment, die Stunde oder der Tag
ein “Nichts”, wenn es kein Ereignis gibt welches die Zeit anzeigt.209

Im Traum macht man die Erfahrung, dass Zeit relativ ist. Obwohl
Traumerfahrungen Stunden zu dauern scheinen, sind Trume nur Minuten,
manchmal nur Sekunden lang. |
Die Relativität der Zeit erlebt man sehr deutlich im Traum. Auch wenn wir das
Gefühl haben, dass die Ereignisse im Traum Stunden gedauert haben, hat alles
in Wirklichkeit nur ein paar Minuten oder sogar nur ein paar Sekunden gedauert.
Um das leichter zu verstehen, stellen wir uns vor, wir säßen in einem speziell
hergerichteten Zimmer, welches nur ein Fenster hat und verbringen darin einige
Zeit. Im Zimmer soll auch eine Uhr sein, die uns die Zeit angibt. Gleichzeitig
sollen wir durch das Fenster sehen können, wie die Sonne in bestimmten Abständen
auf- und untergeht. Nach ein paar Tagen werden wir gefragt, wie lange wir dort
geweilt haben. Unsere Antwort wird die Information sein, die wir daraus gezogen
haben, den Sonnenauf- und -untergang beobachtet und auf die Uhr geschaut zu
haben. Angenommen, wir hätten berechnet, dort drei Tage verbracht zu haben.
Wenn derjenige, der uns in dieses Zimmer gebracht hat, kommt und sagt, “Du hast
in diesem Zimmer nur zwei Tage verbracht; der Sonnenauf- und -untergang war
künstlich und die Uhr wurde absichtlich schneller eingestellt”, dann haben alle
unsere Berechnungen keinen Wert mehr.
Dieses Beispiel zeigt uns, dass unser Wissen über die Geschwindigkeit des Zeitablaufs
nur von den Referenzen der wahrnehmenden Person abhängig ist.
Die Relativität der Zeit ist eine wissenschaftlich bewiesene, konkrete Wahrheit.
Die allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein legt offen dar, dass
der Zeitablauf sich nach der Geschwindigkeit und nach der Entfernung zum Anziehungsort
eines Körpers ändert. Je stärker die Geschwindigkeit steigt, desto kürzer und
gedrängter ist die Zeit; und mit geringerem und langsameren Verlauf kommt sie
zu einem Punkt, als ob sie fast stehenbleiben würde.
Das erklären wir mit einem Beispiel von Albert Einstein. In diesem Beispiel
wird einer von zwei Zwillingen auf der Erde bleiben, und der andere wird mit
Lichtgeschwindigkeit auf eine Reise durch den Weltraum geschickt. Wenn er zurückkehrt,
wird er seinen Zwilling auf der Erde mehr gealtert vorfinden. Der Grund dafür
ist, dass die Zeit für den Zwilling der im All war, langsamer ablief. Das gleiche
Beispiel bei einem Vater und seinem Sohn; “Wenn der Vater 27 und der Sohn 3
Jahre alt ist und der Vater kehrt nach 30-Erdenjahren wieder auf die Welt zurück,
ist er 30 und der Sohn 33”.210
Der Grund für die Relativität ist nicht etwa, dass die Stunden schneller oder
langsamer schlagen, sondern dass die materiellen Systeme bis hin zum kleinsten
Teil der Atome in unterschiedlichen Geschwindigkeiten arbeiten. In einer Atmosphäre,
in der die Zeit so gekürzt wird, sind die Rhythmen der Herzschläge, Zellteilungen
und Gehirnfunktionen langsamer. Der Mensch führt sein tägliches Leben fort,
ohne zu merken dass die Zeit sich verlangsamt.
Die Relativität im Quran

Zeit ist ein Konzept, das vollstndig von dem abhngt, der sie wahrnimmt. Whrend
eine bestimmte Zeitperiode fr einen Menschen lang zu sein scheint, kann sie fr jemand
anderen kurz erscheinen. Um zu verstehen, welche Empfindung die Richtige
ist, brauchen wir Instrumente wie Uhren und Kalender. Ohne sie ist es unmglich,
Zeit korrekt zu beurteilen. |
Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zeigen uns, dass die Zeit keine absolute
Wahrheit ist, wie die Materialisten glauben, sondern eine relative Wahrnehmung.
Das Interessante daran ist, dass der Quran diese Wahrheit, die die Wissenschaft
erst im 20. Jahrhundert entdeckt hat, 14 Jahrhunderte vorher angekündigt hat.
Im Quran sind Hinweise, die die Relativität der Zeit zeigen.
Es ist möglich, in vielen Quranversen die wissenschaftlich erwiesene Tatsache
zu erkennen, dass die Zeit eine psychologische Wahrnehmung ist, die von Ereignissen
und Konditionen abhängt. Zum Beispiel erklärt der Quran, dass die Zeitspanne
eines ganzen Menschenlebens nur sehr kurz ist:
Eines Tages wird Er euch rufen, und ihr werdet Ihm mit Lobpreisung antworten
und glauben, ihr hättet nur kurze Zeit verweilt. (Sure 17:52 – al-Isra’)
Und an dem Tage, an dem Er sie versammelt, wird es ihnen sein, als hätten sie
nur eine Stunde des Tages verweilt und als kennten sich alle. Dann werden die
verloren sein, welche die Begegnung mit Gott geleugnet hatten und nicht rechtgeleitet
wären. (Sure 10:45 – Yunus)
In vielen Versen wird erklärt, dass die Zeitempfindung der Menschen unterschiedlich
ist und der Mensch eine sehr kurze Zeit als sehr lang empfinden kann. Die Gespräche
bei der Befragung im Jenseits sind ein Beispiel dafür:
Er wird fragen: “Wieviele Jahre wart ihr auf Erden?” Sie werden sagen: “Wir
waren wohl einen Tag oder nur den Teil eines Tages dort. Frag die, welche rechnen
können.” Er wird sprechen: “Ihr wart nur ganz kurz da, wenn ihr es nur wüsstet.”
(Sure 23:112-114 – al-Mu’minun)
In anderen Versen wird angedeutet, dass die Zeit an unterschiedlichen Orten
unterschiedlich abläuft:
... Und siehe, ein Tag bei deinem Herrn ist wie Tausend Jahre von denen, mit
denen ihr rechnet. (Sure 22:47 – al-Hadsch)
Die Engel und der Geist steigen zu Ihm in einem Tage, der fünfzigtausend Jahre
dauert. (Sure 70:4 – al-Ma’aridsch)
Er lenkt alle Dinge - vom Himmel bis zur Erde. Zu guter Letzt steigt alles zu
Ihm empor an einem Tage, dessen Maß Tausend Jahre von denen sind, die ihr zählt.
(Sure 32:5 – al-Sadschda)
Diese Verse sind eindeutige Erklärungen über die Relativität der Zeit. Dass
der Quran diese Tatsache schon vor 14 Jahrhunderten erklärte, zeigt deutlich,
dass er von Gott gesandt wurde, Der Herrscher über Raum und Zeit ist.
Die Erzählungen in vielen anderen Quranversen offenbaren, dass Zeit eine Wahrnehmung
ist. Zum Beispiel behütet Gott die Gefährten der Höhle, eine Gruppe von Gläubigen,
die im Quran erwähnt wird, in einem über drei Jahrhunderte dauernden tiefen
Schlaf. Nach dem Erwachen dachten sie, sie hätten nur kurz geschlafen und konnten
nicht feststellen, wie lange sie tatsächlich geschlafen hatten:
Da verhüllten Wir ihre Ohren in der Höhle für viele Jahre. Dann weckten Wir
sie auf, um wissen zu lassen, wer von den beiden Parteien die Zeitdauer ihres
Verweilens am besten zu erfassen vermochte. (Sure 18:11, 12 – al-Kahf)
Und so weckten Wir sie auf, damit sie einander befragten. So fragte einer von
ihnen: “Wie lange seid ihr nun hier geblieben?” Sie sprachen: “Wir blieben einen
Tag oder den Teil eines Tages.” (Andere) sagten: “Euer Herr weiß am besten,
wie lange ihr hier gewesen seid...” (Sure 18:19 – al-Kahf)
Die in dem untenstehenden Vers geschilderte Situation beweist ebenso, dass Zeit
eine psychologische Wahrnehmung ist.
Oder den, welcher an einer Stadt vorüberging, die wüst in Trümmern lag. Er sprach:
“Wie kann Gott dieser nach ihrer Zerstörung wieder Leben verleihen?” Da ließ
ihn Gott Hundert Jahre gestorben sein. Dann erweckte Er ihn und fragte: “Wie
lange warst du abwesend?” Er antwortete: “Ich verweilte einen Tag oder den Teil
eines Tages.” Er sprach: “Nein, du bliebst Hundert Jahre weg! Betrachte deine
Speise und deinen Trank: sie sind nicht verdorben. Und betrachte deinen Esel!
Wir machten dich so zu einem Zeichen für die Menschen. Und betrachte die Knochen,
wie Wir sie zusammensetzen und alsdann mit Fleisch bekleiden.” Und als ihm dies
alles klargemacht worden war, sagte er: “lch weiß (jetzt), dass Gott aller Dinge
mächtig ist.” (Sure 2:259 – al-Baqara)
Der obige Vers betont eindeutig, dass Gott, Der die Zeit erschaffen hat, von
ihr nicht abhängig ist. Der Mensch andererseits ist an die Zeit gebunden, die
Gott bestimmt. Der Mensch ist – wie in dem Vers beschrieben – sogar unfähig,
zu wissen, wie lange er geschlafen hat. Deswegen wäre es sehr unvernünftig,
die Zeit als absolut zu betrachten, wie es die Materialisten in ihrer deformierten
Mentalität tun.
Das Schicksal
Die Relativität der Zeit bringt uns eine wichtige Wahrheit nahe: Zeit ist variabel,
ein Zeitabschnitt der für uns Millionen Jahre dauert, kann in einer anderen
Zeitdimension nur ein paar Sekunden dauern. Sogar der große Zeitabschnitt zwischen
dem Anfang und dem Ende des Universums kann in einer anderen Zeitdimension nicht
mal eine Sekunde, sondern nur einen “Augenblick” dauern.
Genau hier liegt die Quelle, die viele Menschen nicht richtig verstehen können
und die die Materialisten gar nicht verstehen und daher völlig abstreiten. Schicksal
bedeutet, dass Gott alle Geschehnisse der Zukunft bereits weiß, so wie die der
Vergangenheit. Eine große Mehrheit der Menschen fragt sich, wie Gott alles schon
vorher wissen kann und begreift die Wahrheit des Schicksals nicht. Doch Ereignisse,
die noch nicht eingetreten sind, sind nur für uns noch nicht eingetreten. Gott
ist völlig unabhängig von Raum und Zeit. Er ist derjenige, Der beides schuf.
Deswegen sind für Gott Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart gleichgültig, vor
Ihm hat alles bereits stattgefunden und ist vollendet.
Lincoln Barnett beschreibt in seinem Buch The Universe and Dr. Einstein (Einstein
und das Universum), wie die Relativitätstheorie diese Wahrheit andeutet. Nach
Barnetts Aussage können alle Wesen, nur von “einem kosmischen Verstand mit ganzer
Erhabenheit” in ihrer vollen Bedeutung begriffen werden.211 Der von Barnett
als “kosmischer Verstand” beschriebene Wille sind das Wissen und die Intelligenz
Gottes, Der der Herrscher über das ganze Universum ist. So wie wir von einem
Lineal, Anfang, Mitte, Ende und all die dazwischen liegenden Einheiten als ein
Gesamtes problemlos in einem einzigen Moment erkennen können, kann Gott die
Zeit, von der wir abhängig sind, von Anfang bis zum Ende als einen Moment sehen.
Die Menschen aber erleben die Vorfälle nur, wenn die Zeit dafür kommt und werden
Zeugen des Schicksals, welches Gott für sie erschaffen hat.
Dabei sollten wir uns auch einmal der Oberflächlichkeit der fälschlichen Auffassungen,
die in der Gesellschaft zum Thema Schicksal herrschen, zuwenden. In dieser verkehrten
Auffassung steckt ein Aberglaube. Zwar glauben die Menschen, dass Gott ihnen
ein Schicksal vorschrieb, jedoch denken sie, dass sie ihr Schicksal manchmal
ändern können. Beispielsweise machen sie die Aussage: “Jemand hat sein Schicksal
besiegt”, wenn einer einem Unfall knapp entrinnt. Jedoch kann niemand sein Schicksal
ändern. Jemand, der dem Tod entronnen ist, ist deshalb nicht gestorben, weil
es nicht sein Schicksal war, zu dem Zeitpunkt zu sterben. Diejenigen, die sich
selbst mit der Aussage “Ich habe mein Schicksal überwunden” betrügen und sich
diese Psyche aneignen, tun das deshalb, weil auch das in ihrem Schicksal geschrieben
steht.
Denn das Schicksal ist das Wissen Gottes, der die gesamte Zeit kennt und über
Zeit und Raum herrscht. Alles ist schon im Schicksal geschrieben und geschehen.
Dass die Zeit für Gott eine Ganzheit ist, kann man auch aus den Erklärungen
des Quran erkennen. Geschehnisse, die noch in unserer Zukunft passieren werden,
sind im Quran als geschehen erzählt. Zum Beispiel erzählen die Verse im Quran
die Ereignisse, wie die Menschen im Jenseits zur Rechenschaft gezogen werden,
als ein bereits erlebtes und beendetes Geschehnis.
Und da wird in die Posaune gestoßen, und schon werden alle in den Himmeln und
auf Erden ohnmächtig, außer denen, welche Gott davon ausnimmt. Dann wird noch
einmal hineingestoßen, und siehe, sie erheben sich und erkennen. Und die Erde
wird im Lichte ihres Herrn leuchten. Dann wird das Buch vorgelegt. Dann werden
die Propheten und die Zeugen gebracht und wird zwischen ihnen in Wahrheit entschieden.
Und es wird ihnen kein Unrecht geschehen… Doch die Ungläubigen werden in Scharen
zur Hölle getrieben… Doch diejenigen, welche ihren Herrn gefürchtet hatten,
werden in Scharen in das Paradies geführt… (Sure 39:68-73 – az-Zumar)
Einige andere Verse über dieses Thema sind folgende:
Und jede Seele wird mit einem Treiber und einem Zeugen kommen. (Sure 50:21 –
Qaf)
Und der Himmel wird sich spalten; denn an diesem Tag wird er brüchig geworden
sein. (Sure 69:16 – al-Haqqa)
Und Er wird sie für ihre Standhaftigkeit mit einem Garten und (Kleidern aus)
Seide belohnen. Dort werden sie sich auf Ruhekissen lehnen und dort weder (brennende)
Sonne noch schneidende Kälte erleben. (Sure 76:12, 13 – al-Insan)
Und die Hölle anschaulich gemacht wird für den, der (sie) sieht. (Sure 79:36
– an-Nazi’at)
Doch an diesem Tage werden die Gläubigen die Ungläubigen verlachen. (Sure 83:34
– al-Mutaffifin)
Und die Sünder werden das Feuer sehen. Da werden sie die Vorahnung haben, dass
sie hineingeworfen und kein Entrinnen daraus finden werden. (Sure 18:53 – al-Kahf)
Wie wir sehen, werden die Ereignisse, die uns nach dem Tod erwarten, im Quran
als erlebte und geschehene Ereignisse erzählt. Denn Gott ist nicht an unsere
Zeitdimension gebunden. Gott hat all diese Ereignisse in der Zeitlosigkeit gewünscht,
die Menschen haben sie ausgeführt und die Ereignisse wurden erlebt und beendet.
Dass die kleinen wie die großen, alle Vorfälle, unter Gottes Wissen in einem
Buch eingetragen sind, wird im Quran so verkündet:
Du verfolgst kein Geschäft und trägst nichts aus dem Quran vor und ihr betreibt
nichts, ohne dass Wir Zeuge eueres Verhaltens sind. Deinem Herrn bleibt auch
nicht das Gewicht eines Stäubchens auf Erden und im Himmel verborgen. Und nichts
ist kleiner oder größer als dies, ohne dass es in einem Buch klar verzeichnet
stünde. (Sure 10:61 – Yunus)
Die Besorgnis der Materialisten
Die vorangegangenen Erklärungen über die Wirklichkeit der Materie, Zeit- und
Raumlosigkeit, sind deutliche Wahrheiten. Es handelt sich dabei auf gar keinen
Fall, um eine Philosophie oder eine Gedankenrichtung, sondern um eine offensichtliche,
unvermeidliche Wahrheit. Neben dem, dass es die technische Wahrheit ist, lassen
auch logische und folgerichtige Beweise keine Alternative in dieser Angelegenheit
zu: Das Universum mit seiner Materie und die Menschen darin sind illusionäre
Wesenheiten, und zwar eine Gesamtheit der sinnlichen Wahrnehmungen unseres Verstandes,
mit deren wirklichen Realität wir niemals direkt in Kontakt treten können.
Die Materialisten haben aber Schwierigkeiten das zu verstehen. Wenn wir zum
Beispiel Politzers Bus-Beispiel betrachten: Obwohl Politzer die technische Wahrheit,
dass man die Grenze der Sinne nicht überschreiten kann, kannte, hat er dies
nur für bestimmte Vorfälle akzeptiert. Das heißt, für Politzer haben sich die
Geschehnisse im Gehirn abgespielt bis zu dem Punkt, an dem der Bus den Betreffenden
anfuhr. Dann gelangten die Geschehnisse auf einmal nach außerhalb des Gehirns
und bekamen eine materielle Wirklichkeit. Der Denkfehler ist hier offen erkennbar.
Politzer macht denselben Fehler, wie der Materialist Samuel Johnson, der sagte,
“Ich trete gegen einen Stein und es tut weh, also existiert er” und konnte es
nicht verstehen, dass der Schmerz, der bei dem Unfall zu empfinden ist, nur
aus Wahrnehmungen besteht.
Der Grund, warum sie dies nicht verstehen wollen, ist ihre unbewußte Furcht
vor der Tatsache, der sie sich gegenüber sehen würden, falls sie es verstünden.
Lincoln Barnett spricht über die Furcht, die allein schon die Wahrnehmung dieses
Themas bei materialistischen Wissenschaftlern auslöst:
Während die Philosophen die objektive Welt als eine Schattenwelt darstellen,
haben die Wissenschaftler die Grenzen der menschlichen Sinne mit Angst und Verzweiflung
erahnt.212
Jede Erwähnung der Tatsache, dass wir keinen Kontakt mit der wirklichen Materie
herstellen können, und dass Zeit eine Wahrnehmung ist, erregt große Furcht beim
Materialisten, denn dies sind die einzigen Entitäten, die er als absolut ansieht.
In gewissem Sinn sind sie für ihn Götzen, die er anbetet; denn er glaubt, dass
er mittels Evolution durch Materie und Zeit erschaffen wurde.
Wenn er fühlt, dass er das Wesen des Universums, in dem er lebt, nicht erkennen
kann, nicht nur die Welt, sondern auch seinen eigenen Körper, andere Menschen,
andere materialistische Philosophen, von deren Ideen er beeinflußt ist, wird
er überwältigt von dem Schrecken, den dies bei ihm auslöst. Alles, worauf er
vertraut und an das er glaubt, verschwinden plötzlich. Er hat ein Vorgefühl
der Verzweiflung, die er in reiner Form und voller Bedeutung am Jüngsten Tag
erleben wird, wie es im folgenden Vers geschildert ist: “Und an jenem Tage werden
sie Gott ergeben sein, und ihre Phantasiegebilde werden ihnen entschwinden.”
(Sure 17:87 – an-Nahl)
Von diesem Punkt an versucht dieser Materialist sich selbst zu überzeugen, dass
er externe, wirkliche Materie sehr wohl erreichen kann, und er fängt an, “Beweise”
dafür zu fabrizieren. Er schlägt die Faust gegen die Wand, tritt gegen Steine,
schreit und kreischt. Doch er kann der Realität niemals entkommen.
So wie Materialisten die Realität aus ihren Vorstellungen verbannen wollen,
möchten sie andere Menschen dazu bringen, dasselbe zu tun. Sie erkennen: Wenn
das wahre Wesen der Materie allgemein bekannt würde, dann würde die Primitivität
ihrer eigenen Weltsicht für alle sichtbar werden. Nichts würde übrig bleiben,
womit sie ihre Ansichten begründen könnten. Diese Furcht ist die Erklärung dafür,
warum sie so sehr verstört werden durch die hier dargelegten Fakten.
Gott sagt, die Furcht der Ungläubigen werde sich intensivieren im Jenseits.
Am Tag des Gerichts wird ihnen folgendes geschehen:
Und eines Tages versammeln Wir sie allesamt. Dann werden Wir zu denen, die Gott
Partner gaben, sprechen: “Wo sind euere Partner, die ihr (als vorhanden) behauptet?”
(Sure 6:22 – al-An’am)
Im Jenseits werden die Ungläubigen Zeugen davon sein, wie ihr Besitz, ihre Kinder,
Verwandten und Bekanntenkreise, die sie für wirklich gehalten und Gott gleichgestellt
hatten, sie verlassen und verschwinden. Gott schildert diese Situation in dem
Vers: “Schau, wie sie sich selber belügen, und wie das, was sie ersannen, ihnen
entgleitet.” (Sure 6:24 – al-An’am)
Der Lohn der Gläubigen
Während die Tatsache, dass Materie und Zeit Wahrnehmungen sind, die Materialisten
in große Angst versetzt, verhält es sich für die Gläubigen genau umgekehrt.
Menschen, die glauben, empfinden eine große Freude, wenn sie das Geheimnis der
Materie erkannt haben, denn diese Wahrheit ist der Antwortschlüssel zu allen
Fragen. Mit diesem Schlüssel können alle Geheimnisse geöffnet werden. Man wird
viele Punkte leicht versehen können, bei deren Verständnis man vorher Schwierigkeiten
hatte.
Wie bereits vordem erwähnt, können Fragen, nach dem Tod, dem Paradies, der Hölle,
dem Jenseits, den wechselnden Dimensionen und wichtige Fragen wie "Wo ist
Allah?", "Was war vor Allah?", "Wer schuf Allah?",
"Wie lange dauert der Aufenthalt im Grab?", "Wo sind das Paradies
und die Hölle?" und "Wo befinden sich das Paradies und die Hölle gegenwärtig?",
einfach beantwortet werden. Und man begreift, mit welch einem System Allah das
ganze Universum aus dem Nichts erschuf. Die Fragen nach dem "Wo?"
und "Wann?" verlieren sogar gänzlich an Bedeutung durch dieses Geheimnis,
denn es bleiben weder Zeit noch Raum. Wenn man die Raumlosigkeit begreift, erkennt
man auch, dass die Welt, das Paradies und die Hölle tatsächlich an ein und dem
selben Ort vorhanden sind. Wenn man die Zeitlosigkeit begreift erkennt man,
dass alles zu ein und dem selben Zeitpunkt geschieht; es gibt kein Warten auf
irgend etwas und keine Zeit die verstreicht, denn alles ist bereits geschehen
und vollendet.
Wenn der Gläubige dieses Geheimnis bis in seine Tiefen ergründet, wird die Welt
zum Paradies für ihn. Alle plagenden materiellen Sorgen, Beunruhigungen und
Ängste weichen von ihm. Er erkennt, dass der gesamte Kosmos einen alleinigen
Herrscher hat, der die physische Welt je nach Seinem Belieben verändert, und
dass alles, was er als Mensch zu tun hat ist, sich Ihm zuzuwenden. Dann gibt
er sich Allah völlig hin und "weiht" sich Seinem Dienst. (Sure 3:35
– Al ‘Imran)
Wer dieses Geheimnis verstanden hat, dem ist der größte Gewinn der Welt zuteil
geworden.
Mit diesem Geheimnis wird auch eine andere große Wahrheit, die im Quran erwähnt
wird, verständlich. Die Wahrheit, dass Gott dem Menschen “näher als die Halsschlagader”
(Sure 50:16 – Qaf) ist. Jeder weiß, dass sich die Halsschlagader innerhalb des
Körpers befindet. Was kann dem Menschen näher sein als sein Inneres. Dieser
Punkt, ist durch die Realität der Raumlosigkeit leicht erklärbar, und auch dieser
Vers kann in der Erkenntnis dieses Geheimnisses wesentlich besser verstanden
werden.
Dies ist die reine Wahrheit, und es sollte für jedermann feststehen, dass der
Mensch außer Allah keinen anderen Helfer und Versorger hat. Es existiert nichts
außer Allah. Er ist das einzig absolute Wesen, bei dem man Zuflucht suchen,
um Hilfe bitten und auf Lohn hoffen kann.
Wohin wir uns auch drehen, Gottes Antlitz ist überall... |