| DIE ROLLE ATHEISTISCHER
IDEOLOGIEN
BEIM AUFSTIEG DES TERRORS
Bei der Behandlung einer Krankheit ist die Diagnose sehr wichtig, um
ein positives Ergebnis zu erhalten. Die nach der Diagnose beginnende Behandlung
hat bis zum Ende der Krankheit sorgfltig und bestimmt fortgesetzt zu
werden, da ansonsten ein Wiederauftreten der Krankheit unausweichlich
ist. Das gleiche gilt fr eine Krankheit der Gesellschaft. Beim Kampf
gegen ein gesellschaftliches Problem sind zuallererst die Grnde fr das
Auftreten des Problems festzustellen, denn ansonsten sind die angewandten
Manahmen dazu verurteilt, nur vorbergehender Natur zu sein. Einer der
wichtigsten Grnde, weshalb Menschen gegenber gesellschaftlichen Problemen
keine tiefgreifenden Lsungen finden, besteht darin, dass diese Grnde
nicht richtig diagnostiziert werden.
Beim Terrorismus werden die Grnde meist in dinglichen Ereignissen gesucht
und dementsprechend richtet sich deren Bekmpfung auf oberflchliche Ziele.
Deshalb ist es unmglich, beim Kampf gegen den Terrorismus dauerhaften
Erfolg zu erzielen. Um die Welt vom Terror zu befreien, mu zuerst die
Hauptursache ausfindig gemacht werden, die zur Herausbildung von Terroristen
fhrt, und dann mu diese vollstndig behoben werden.
Die verwirrte Logik des Terroristen
|
| Ein Terrorist glaubt, sein Ziel nur auf dem Wege der Gewalt erreichen
zu können. Er will die Menschen in seiner Umgebung ängstigen
und gibt sich, um diese Angst zu erzeugen, als ein unerbittlicher,
mitleidloser, aggressiver Charakter, der keine Zugeständnisse
macht. |
Es ist unmglich, das Problem des Terrors ausschlielich durch militrische
und sicherheitstechnische Manahmen lsen zu wollen. Denn militrische
Manahmen allein lsen mit groer Wahrscheinlichkeit noch mehr Gewalt
aus, so dass sich das Blutvergieen in einem Teufelskreis immer weiter
fortsetzen wird. Auch sicherheitstechnische Manahmen gewhren niemals
absoluten Schutz vor Terror. Beim Kampf gegen den Terror ist es notwendig,
die Gedanken eines Terroristen, seine Einstellung zum Leben und zu den
Menschen zu verstehen und auch, wie die Rechtfertigung der Gewalt stattfindet.
Mit diesen Kenntnissen kann der Kampf erffnet werden.
Ein Terrorist ist der berzeugung, Erfolg nur auf dem Wege der Gewalt
erreichen zu knnen. Er wnscht, dass sich die Menschen in seinem Umfeld
vor ihm frchten und zeigt sich deshalb mit einem mitleidlosen, grausamen,
konzessionslosen und aggressiven Charakter. Jeder Mensch, der nicht mit
seinen Ideen bereinstimmt, ist fr ihn ein Feind. Einen Feind betrachtet
er jedoch nicht als einen Menschen, sondern als ein zu beseitigendes Ziel.
Der Psychotherapeut Philip Chard, Journalist bei der Zeitung Journal
Sentinel untersuchte, wie Terroristen die Grausamkeiten gegen wehrlose
Menschen rechtfertigen und beschreibt in seinem Artikel mit dem Titel
"Terrorists view us as targets, not as humans" (Terroristen sehen uns
als Ziele, nicht als Menschen) folgendermaen die Logik der Terroristen:
Wissenschaftler haben die psychologischen Grnde untersucht, die hinter
dem Verhalten von Terroristen stehen. Das Interessante dabei ist, dass
sie die Fhigkeit haben, ihre Opfer nur als quasi statistischen Gegenstand,
als Objekt zu betrachten, das als Mensch lediglich auf ihrer Opferliste
auftaucht.
Sie suchen weder eine menschliche Beziehung zu ihren Opfern noch die
Aufnahme von Beziehungen, wie sie zwischen Freunden oder Liebenden blich
sind. Ganz im Gegenteil bemhen sie sich darum, die Opfer nur als Figuren
in einem politischen Schachspiel zu betrachten. Terroristen verstehen
sich selbst deshalb auch nicht als Menschen, die andere Menschen auslschen.
Mit Leichtigkeit und ohne irgendetwas dabei zu fhlen, erniedrigen sie
uns in ihrer Gedankenwelt zu nicht-menschlichen Zielobjekten, um uns so
tten zu knnen, als ob es sie nichts anginge...
Fr
Terroristen gelten die von ihnen verfolgten Ziele - welche auch immer
diese sein mgen - als hinreichend heilig, edel oder von der Art, dass
fr sie alles riskiert werden muss. Deshalb glauben sie sich selbst bei
von ihnen veranstalteten Massakern im Recht. Fr Terroristen zhlen nicht
Menschenleben, sondern politische Ergebnisse. Fr sie ist nicht der Mord
wichtig, sondern die Wirkung des Mordes. Terroristen wollen Hoffnung,
Begeisterung und Lebensart einer Gruppe von Menschen oder einer ganzen
Gesellschaft tten. Terroristen tten Menschen, weil sie glauben, dass
dies der schnellste und direkteste Weg ist, um ihre Ziele zu erreichen.xii
Terroristen empfinden gegenber dem Tod von Menschen also nicht die
geringste Trauer; sie denken ganz im Gegenteil, dass sie umso erfolgreicher
sind, je mehr unschuldige Menschen sterben und freuen sich am Erfolg ihres
Tuns. Ohne Mitleid mit unschuldigen Menschen knnen sie diese erschieen
und Bomben auf kleine Kinder werfen. Blutvergieen wird ihnen zur Freude.
Zeigt einer von ihnen auch nur die geringste Spur von Mitleid wird er
sofort als Verrter abgestempelt. Selbst untereinander bekmpfen sie sich
mit Waffen, und Fraktionen innerhalb der Gruppe fhren blutige Angriffe
gegeneinander aus.
Die oben beschriebene Logik der Terroristen resultiert aus materialistischen
und darwinistischen Ideen. Der Darwinismus, der den Menschen als Tier
betrachtet und die Entwicklung der Lebewesen mit dem berlebenskampf in
der Natur in Verbindung bringt und der die Ansicht verteidigt, dass in
diesem Kampf nur der Starke berleben, der Schwache aber untergehen und
sterben wird, dieser Darwinismus macht die Quintessenz des kranken Gedankengebudes
des Terrorismus aus.
Die Ideologie des Terrorismus grndet sich auf dem Darwinismus
|
| Das Entsetzen des Terrors ist in nahezu allen Ländern der Welt
spürbar. Entsprechend den Angaben des amerikanischen Außenministeriums
stiegen weltweit die Terroranschläge im Jahr 2000, verglichen
mit dem Jahr 1999 um 8%. |
Dem Darwinismus zufolge findet in der Natur fortwhrend ein berlebenskampf,
eine Kampfhandlung statt. Gem der Evolutionstheorie unterdrcken die
Starken die Schwachen und aus diesem Grund wre die Entwicklung mglich.
Charles Darwin, der Begrnder dieser Ideologie, fhrte das Schlagwort
vom "berlebenskampf" in die "Rassenlehre" ein und zwar mit den Begriffen
der "begnstigten Rasse" (die Arier Europas) und der "minderwertigen Rassen"
(Rassen Asiens und Afrikas). Die Idee Darwins vom "berleben des Strkeren"
legalisierte zahlreiche Gedankenstrmungen, die die Menschheit zu Ha,
Feindschaft, Auseinandersetzung und Krieg fhren.
Der Darwinismus indoktriniert immer noch mit dem Betrug, die Menschen
seien nichts weiter als eine hher entwickelte Tierart, das Ergebnis des
blinden Zufalls und es gebe keinen Schpfer. Entsprechend dieser Theorie
entstand unter der Einwirkung von Wind, Regen und Blitzen ein lebendiges
Wesen, als es auf der Erde nur lebloses Gestein, Erde und Gase gab. Diese
Behauptung der Evolutionstheorie steht jedoch den Grundregeln der Biologie
entgegen und ist ein groer Betrug, der sich im Widerspruch zu Verstand
und Logik befindet. Menschen, die diese Einflsterungen aus den Schulbchern
lernen, in Filmen sehen und in Bchern lesen, glauben fr sich keine Verantwortung
bernehmen zu mssen. Mit darwinistischer Logik erzogene Menschen erachten
jede Art von Bosheit fr legal, wenn sie nur dem Erfolg dient, und betrachten
das Leben als einen unbarmherzigen Kriegsschauplatz; sie wurden einer
Gehirnwsche unterzogen mit Ideen, die es ihnen erlauben, einander wie
Tiere zu behandeln und es als vllig normal betrachten, einander zu tten.
Menschen, die mit diesen grausamen Gedanken erzogen wurden, haben das
20. Jahrhundert in ein Jahrhundert der Gewalt verwandelt. Gesttzt auf
den Darwinismus frderten sie Kampf und Krieg und erklrten dies sogar
zu einer der wichtigsten Manahmen. Die "dialektische Auseinandersetzung"
wurde zur Rechtfertigung fr die Morde der kommunistischen Ideologen.
Der kommunistische Terror forderte im 20. Jahrhundert ungefhr 120 Millionen
Menschenleben. Die darwinistischen Phantastereien vom "berlebenskampf
zwischen den Rassen" und "der natrlichen Selektion" wurden dagegen zum
Fundament des Nationalsozalismus. Adolf Hitler, der verkndete, dass nur
die bergeordneten Rassen auf der Welt berleben wrden, riss mit seinem
faschistischen Terror die ganze Welt in einen Strudel aus Mord und Krieg.
Im 2. Weltkrieg, der als Ergebnis deutscher Besatzungs- und Kriegspolitik
ausbrach, fanden etwa 55 Millionen Menschen den Tod. Die Nachfolger im
21. Jahrhundert betrachten wieder Gewalt als den einzigen Weg und wnschen,
dass dieses als ein Jahrhundert des Terrors in die Geschichte eingeht.
Die Theorie des Darwinismus, der Mensch sei ein aggressives Tier, von
der so viele indoktriniert sind, hat Schreckliches ber die Menschheit
gebracht. Terrorattacken sind nur das Echo. Die darwinistischen Parole,
nur der Strkste knne berleben, die Verherrlichung von Gewalt, das Gutheien
von Konflikten, und die Ansicht, Krieg sei eine notwendige Tugend, mssen
ein fr alle Mal auf den Mllhaufen der Geschichte geworfen werden. Nur
so kann den Ideologien, die Konflikt und Gewalt untersttzen, entgegen
getreten werden.
 |
Die drei gttlichen Religionen (Judentum, Christentum, Islam), an die
der Groteil der Menschen auf der Welt glaubt, sind gegen Gewalt bei der
Lsung von Konflikten. Alle drei gttlichen Religionen wollen die Sicherung
von Frieden und Ruhe auf der Erde und sind gegen das Tten unschuldiger
Menschen; Tyrannnei und Folter. Kampf und Gewalt werden als Begriffe betrachtet,
die Gott fr den Menschen als unmoralisch, anormal und unerwnscht darstellte.
Der Darwinismus jedoch sieht und zeigt Kampf und Gewalt als unbedingt
notwendige, natrliche, rechtmige Begriffe. Deshalb liegen die Wurzeln
des Terrors, der unsere Welt umfngt, versteckt im Atheismus sowie im
Darwinismus und Materialismus, die die Entsprechung des Atheismus in unserem
Zeitalter sind.
Wenn man bedenkt, dass heute in nahezu jedem Land der Welt der Darwinismus
in den Schulen als wissenschaftliche Tatsache gelehrt wird, dann ist die
Ausbildung einer neuen terroristischen Jugend unausweichlich. Aus diesem
Grund ist es auerordentlich dringlich, die Jugendlichen von diesen Einflsterungen
fern zu halten, die lauten, dass sie nur ein Zufallsprodukt seien, dass
ihre Vorfahren Tiere waren, dass sie Gott gegenber nicht verantwortlich
seien, dass sie unabhngige Wesen seien und dass sie nur durch Krieg und
Auseinandersetzung gewinnen und berleben knnen. Denn es ist unausweichlich,
dass mit solchen Ideen aufgewachsene Jugendliche streitschtig, unbarmherzig,
egoistisch und gewaltbereit werden. Diese Jugendlichen knnen mit Leichtigkeit
den Einflsterungen anarchistischer und terroristischer Ideologien erliegen
und danach so grausam werden, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken,
kleine Kinder oder ihre eigenen Geschwister ermorden knnen und jede Art
von Aktionen unternehmen, die Gewissen und Verstand normaler Menschen
entgegenstehen. Insbesondere sind alle Beweise fr die Mngel der terroristischen
Logik ans Tageslicht zu bringen. In wirkungsvollster Weise ist den Menschen
zu erklren, dass alle diejenigen vllig falsch liegen, die den Darwinismus
verteidigen und an ihn glauben. Der Mensch ist nicht frei und ohne Verantwortung.
Es gibt unseren Schpfer, Der den Menschen erschaffen hat, Der ihn jeden
Moment beobachtet, seine Gedanken kennt und Der ihn nach seinem Tod zur
Rede stellt und alles vergilt, was er getan hat. Unser Herr hat uns im
Unterschied zu den Tieren mit Seele, mit Verstand, Willen, Entscheidungs-
und Urteilsfhigkeit erschaffen. So kann ein willensschwacher Mensch,
der wegen eines Vorkommnisses in heftige Wut gert und der sich selbst
und sein Gegenber als Tier betrachtet, diesem ohne weiter nachzudenken
Schaden zufgen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob das Gegenber ein
kleines Kind oder ein wehloser Mensch ist. Ein Mensch allerdings, der
wei, das er eine von Gott gegebene Seele besitzt, und der ber Gewissen
und Intelligenz verfgt, kann in jeder Situation seinen Zorn beherrschen.
Seine Denkfhigkeit und sein Gewissen sind immer intakt, und es gibt nicht
das kleinste Vorkommnis, ber das er Gott keine Rechenschaft ablegen kann.
Gott teilt im Quran mit, dass Er die Menschen dazu anregt, sich sowohl
vor der Bosheit wie auch vor den Bsen in Acht zu nehmen (Sure 91:7-10
- asch-Schams). Es ist kein imaginrer evolutionrer Prozess, der moralischer
Degeneration und Verbrechen zugrunde liegt. Unmoral und Verbrechen stammen
von der bsen Seite der menschlichen Natur, die nur besiegt werden kann
durch die persnliche Ergebenheit in die moralischen Werte, die Gott die
Menschheit durch die Religion gelehrt hat. Wenn die Menschen keinen Glauben
an Gott haben und nicht glauben, dass sie sich je vor Ihm verantworten
mssen fr ihre Handlungen, dann haben sie keinen Grund, Bses in Form
von Habgier und Unehrlichkeit und in Form von Krieg, rassistischen Massakern,
Bandenkmpfen und brutalen bergriffen auf Schwchere zu vermeiden. Auf
weniger dramatischem Niveau ist es der Grund dafr, warum Menschen dem
Hungertod berlassen werden, fr die ausufernde Ungerechtigkeit und Rcksichtslosigkeit
in der heutigen Welt. Bei denen, die den Menschen nur als eine Tierart
sehen, ist kein Ende der Grausamkeit abzusehen, denn sie glauben, dass
sie wie die Tiere in einem berlebenskampf stehen. Sie glauben selbst
nicht an Gott und das Jenseits, also wirken sie auf andere ein, ihren
Glauben ebenfalls aufzugeben.
Jeder Mensch trgt die Seele, die ihm Gott eingeblasen hat und ist dem
Schpfer gegenber verantwortlich, Der ihn aus dem Nichts erschuf. Gott
erinnert im Quran diejenigen, die glauben herrenlos zu sein, folgendermaen
daran, dass sie nach dem Tode erneut auferstehen werden:
Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden?
War er denn nicht ein Tropfen ausflieenden Samens? Dann war er (als Embryo)
ein sich Anklammerndes, und so schuf Er lhn und formte ihn und machte
aus ihm Mann und Frau als Paar. Hat Er denn nicht die Macht, die Toten
lebendig zu machen? (Sure 75:36-40 - al-Qiyama)
Das
Unterrichten des Darwinismus in den Schulen als eine wissenschaftliche
Tatsache und die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in der
darwinistischen Philosophie ist gleichbedeutend mit dem Heranbilden
von neuen terroristischen Brennpunkten. Die Jugendlichen, die den
Einflüsterungen ausgesetzt werden, dass Kampf und Auseinandersetzung
ein Teil des Lebens sind, werden Schritt für Schritt zu Individuen
herangezogen, die sich an Gewalt erfreuen und Brutalität für
alltäglich halten. |
Bisher betonten wir, dass der Terrorismus eine gewaltsame Ideologie
verherrlicht und fr jedes Problem eine gewaltsame Lsung finden will;
gleichzeitig machten wir klar, dass der Darwinismus eine der grundlegenden
Sttzen des Terrorismus ist. Aus diesem Grund ist das Vernichten einer
der grundlegenden Sttzen des Terrorismus gleichbedeutend mit dem Verschwinden
der darwinistischen Ideologie, die den Menschen als Tier betrachtet, die
lehrt, dass nur der physisch strkere Mensch sein Leben fortfhren kann
und die das Leben als eine Kampfarena betrachtet. Dabei ist der wichtigste
Weg, die Menschen vor dem bel des Terrors zu bewahren, deren geistige
Bildung. Bleibender Frieden in der Gesellschaft ist nur mglich, wenn
die Individuen die gute gute Moral lernen und beginnen, nach dieser Moral
zu leben. Manahmen und Regeln, die zustzlich getroffen werden, um das
Leben der Gesellschaft zu organisieren, knnen nur flankierend wirksam
sein, dem bel des Terrors jedoch allein nicht grundstzlich abhelfen
knnen.
(Kurze)
Nutznießung dieser Welt – und schon kommt ihre Heimkehr
zu Uns. Dann geben Wir ihnen die strenge Strafe zu kosten, weil
sie nicht glaubten.
(Sure 10:70 – Yunus) |
|