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HOFFNUNG IM QURAN

... verzweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen." (Sure 12:87 – Yusuf)





DER HOFFNUNGSVOLLE ZUSTAND DER GLUBIGEN

Hoffnung ist eine der Charaktereigenschaften der Glubigen

Gott erwhnt im Quran, dass Hoffnung eine wichtige Charaktereigenschaft der Glubigen ist und ein Zeichen ihres Glaubens. Die Menschen setzen ihre Hoffnung in Gott gemss der Strke ihres Glaubens und sie hegen ein tiefes Sehnen nach Seiner Gnade und Seiner unendlichen Belohnung, denn Er hat den Glubigen die schnsten Dinge in dieser Welt und im Jenseits versprochen. Die Gre der Hoffnung der Menschen, dies zu erlangen, entspricht ihrem Mass an Vertrauen in Gott, ihrer Nhe zu Ihm und ihrer Unterwerfung und Aufrichtigkeit. Glubige Menschen wissen, dass alles nach dem Willen Gottes geschieht, und sie fallen nicht in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Sie sind der berzeugung, dass ihre Gebete angenommen werden. Sie zweifeln daher nicht eine Sekunde daran, dass ein scheinbar schreckliches Ereignis eine Prfung ist, und dass am Ende das Beste daraus entstehen wird.

Alle Ereignisse geschehen durch Gottes Befehl "Sei!". Jedes Ereignis, jede Szene, die wir sehen und erleben, ist Gottes Wille. Nichts ist sich selbst berlassen, alles wurde entsprechend dem von Gott vorherbestimmten Schicksal erschaffen.

Glubige, die sich dessen bewusst sind, verlieren nie die Hoffnung auf Gottes Gnade und Hilfe, auch wenn sie mit einer noch so negativen Situation konfrontiert werden, oder wenn sie das qualvollste Ereignis trifft. Jene Menschen, die in ihrer Not Geduld zeigen, die die Hoffnung nicht verlieren, und Gottes Gesetze nicht missachten, werden in dieser Welt und dem Jenseits frohe Nachricht erhalten.

Gott beschreibt im Quran, dass sich die Glubigen in einem unvernderlichen geistigen Zustand der Hoffnung auf Gott befinden. Aufrichtige Glubige erkennen und schtzen Gott, wie Er im Quran beschrieben ist, und Sie erkennen somit die Gnade und die Segnungen, die Er ihnen gegeben hat. Sie wissen, dass Er Freund und Helfer der Glubigen ist; Er ist unendlich gndig und Er erbarmt sich ihrer. Er hat Seinen rechtschaffenen Dienern die frohe Botschaft einer grossen Belohnung in dieser Welt und dem Jenseits gesandt, und Er bricht Sein Versprechen nie. Glubige erkennen, dass Er nur das Beste und Gute fr sie befiehlt, dass Er ihnen die Tr der Barmherzigkeit und Rechtleitung ffnet, und dass Er ihnen unendlich viele Gelegenheiten bietet, gerechten Lohn zu erhalten.

Glubige, die das wissen, befinden sich in einem unvernderlichen Zustand der Hoffnung auf Gott, sie hoffen auf das Beste in dieser Welt und im Jenseits. In den Quranversen wird beschrieben, wie Gott den Glubigen eine gerechte Belohnung zuteilt, und ihnen Seine Gunst, Sein Wohlgefallen und Seine Gnade gewhrt.

Und diejenigen, welche glauben und des Rechte tun, Wir werden gewiss ihre Snden tilgen und sie nach ihren besten Taten belohnen. (Sure 29:7 - al-Ankabut)

Und Er erhrt diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, und verstrkt ihnen gegenber Seine Gunst. Die Unglubigen aber trifft strenge Strafe. (Sure 42:26 - asch-Shura)

Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schndliches. Gott aber verheit euch Seine Vergebung und Huld. Und Gott ist allumfassend und wissend. (Sure 2:268 - al-Baqara)

Die Gebete und Wnsche der Glubigen sind voll Hoffnung. In einem Vers wird es beschrieben wie folgt:

"... um ihren Herrn in Frcht und Verlangen anzurufen... " (Sure 32:16 al-Sadschda)

Glubige beten in der Hoffnung, dass Gott ihre Gebete anhrt, denn das Gebet ist eine Art der Verehrung, sowie ein Zeichen einer hoffnungsvollen Haltung gegenber Gott.

Die Wurzeln der Hoffnung: Unterwerfung unter das Schicksal

Viele Menschen verzweifeln, wenn sie mit einem unerwarteten, pltzlichen Ereignis konfrontiert werden. Nehmen wir als Beispiel jene, die am Arbeitsplatz erfolglos sind, die etwas verlieren, was sie lieben, oder die bei einer wichtigen Prfung durchfallen. Wenn sie solche Dinge zu ihren Zielen machen, sind sie nicht in der Lage, mit unerwarteten Ereignissen umzugehen, und sie sind sehr traurig, da sie ihre Hoffnungen darauf gesetzt hatten, dass die Ereignisse nach ihren Vorstellungen stattfinden wrden. Das Leben verluft jedoch nicht immer so, wie man es sich vorstellt oder wie man es geplant hat. Der Mensch wird von vielen unerwarteten Ereignissen berrascht. Da will eine junge Frau unbedingt Architektin werden und sie bffelt schwer fr das Eintrittsexamen. Alle Zukunftsplne sttzen sich auf die Annahme, dass sie Architektin wird. Es geschieht etwas ganz Unerwartetes; sie wird in ein anderes Programm aufgenommen. Obwohl sie geplant hat, Architektin zu werden, befindet sie sich jetzt auf einem ganz anderen Berufsweg.

Ein junger Mann, der an port sehr interessiert ist, hat Plne, sein Leben dem Sport zu widmen. Doch erleidet er eine Verletzung, die ihn zwingt, diesen Traum aufzugeben. Ein junges Paar hat ein neu erworbenes Heim mit viel Sorgfalt eingerichtet und ist pltzlich dazu gezwungen, das Haus zu verkaufen, ohne jemals darin gelebt zu haben.

Solche Ereignisse treffen die Menschen in ihrem Leben. Niemand weiss, was in der nchsten Sekunde geschehen wird. Das einzige, das wir mit Sicherheit wissen, ist die Tatsache, dass das Leben eines Menschen schon lange vor seiner Geburt vorherbestimmt ist. Alle Ereignisse im Leben eines Menschen sind von Gott in der Zeitlosigkeit beschlossen worden. Wenn der festgesetzte Zeitpunkt kommt, wird dieses Ereignis eintreten. Das Ereignis ist ein Teil des individuellen Schicksals des Menschen, so wie Gott es festgesetzt hat. So wird es geschehen.

Wir knnen dies mit einem tglichen Vorkommnis erklren. Stellen wir uns zwei Autos vor, die aufeinander prallen. Beide Fahrer hatten noch Sekunden vor dem Zusammenprall ein bestimmtes Fahrziel. Vielleicht wollten sie nach Hause zu ihren Familien oder zur Arbeit fahren. Beide verliessen ihr Haus zu einer bestimmten Zeit und stiegen in ihr Auto. Vielleicht zgerten sie ein bisschen, bevor sie in diese bestimmte Strasse eingebogen sind, dann haben sie sich trotzdem dazu entschlossen. Beide sind vielleicht sehr vorsichtige Fahrer. In diesem Augenblick waren sie jedoch unachtsam, nur eine Sekunde vielleicht, um die Kassette zu wechseln oder hnliches. Alles war speziell fr dieses Ereignis geplant und jedes kleinste Detail fhrte zu ihm hin.

Ereignisse geschehen innerhalb von Sekunden, ob Autounflle oder andere unerwartete Vorkommnisse. Die Ablenkung des Fahrers durch die Musik, die Kleider die getragen wurden - Gott hat jedes Detail dieses Ereignisses erschaffen und geplant. Der Mensch, der diesen Unfall hatte, trug genau diese Kleider, als er sein Haus verliess und bog genau in diese Strasse ein, und nichts htte dies verhindern knnen.

So hat Gott die Dinge vorherbestimmt. Die Menschen machen sich dann Vorwrfe: "Wenn ich nur nicht in diese Strasse eingebogen wre", oder "Wenn ich nur nicht an der Kassette herumgefummelt und mich auf die Strasse konzentriert htte". Aber eine solche Logik ist falsch und fhrt zu unendlichem Klagen und Leid. Es knnen viele verschiedene Grnde fr diesen Unfall gefunden werden, in Wirklichkeit sind der Unfall und die Grnde als Teil des Schicksals erschaffen worden.

Jemand, der mit dieser Wahrheit zum ersten Mal konfrontiert wird, mag denken: Was htte ich denn da machen knnen? Wenn ja schon alles vorbestimmt ist und Gott alles darber wei, wie soll ich dann eine solche Situation in die Hand nehmen, wenn sie kommt.

Im Quran werden diese Fragen ganz klar beantwortet; Also halten wir uns an den Quran, um die Wahrheit zu finden. Im Quran wird erwhnt, dass es am Besten ist, das Schicksal zu akzeptieren und immer das Beste darin zu sehen, nicht in Verzweiflung zu geraten und unter allen Bedingungen ein dankbarer Diener Gottes zu bleiben.

Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Beschtzer, und auf Gott sollen die Glubigen vertrauen." (Sure 9:51 - at-Tauba)

Gott ist der Schpfer aller Lebewesen und aller Dinge, und Er ist gleichzeitig der Schpfer jedes einzelnen Ereignisses mit all seinen kleinsten Details. Im Quran ist diese Wahrheit in folgendem Vers enthalten:

Derart ist Gott, euer Herr! Es gibt keinen Gott auer Ihm, dem Schpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hter aller Dinge. (Sure 6:102 - al-An'am)

Muslime, die an Gott glauben, glauben auch an eine Existenz im Jenseits; sie frchten Gott und unterwerfen sich ihrem Herrn, Der alles erschaffen hat. Sie unterwerfen sich Ihm gnzlich, was immer ihnen zustsst, und Sie verzweifeln nie, denn sie wissen, dass alles unter Seiner Kontrolle steht; Er ist ihr bester Freund und Beschtzer. Muslime wissen, dass es falsch ist, die Hoffnung zu verlieren oder in Panik zu geraten, denn jedes Ereignis und jeder Zustand ist von Gott, dem perfekten Schpfer, erschaffen worden. Das Ereignis ist somit perfekt erschaffen worden, und auch wenn das Ereignis negativ erscheinen mag, so weiss doch jeder Glubige, dass aus allem etwas Gutes kommen wird.

Glubige und unglubige Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf Ereignisse. Eine Glubige kommt zu spt zu einem Interview, welches ihrer Meinung nach gut fr sie wre und sie verpasst somit eine einzigartige Mglichkeit. Sie ist jedoch der berzeugung, dass alles schon vorgeplant ist, und dass ihr Zusptkommen ganz unter Gottes Kontrolle steht. Sie sieht etwas Positives in diesem unerwarteten Ereignis, dankt Gott dafr und hofft auf ein gutes Ende. Sie weiss, dass es falsch ist, dieses Ereignis einem Verkehrschaos oder einem platten Reifen zuzuschreiben. Wenn Gott es gewollt htte, wre kein Verkehrschaos gewesen oder der Reifen wre nicht geplatzt.

Diese und hnliche Bedingungen sind die scheinbaren Grnde fr das Zusptkommen. Wichtiger als diese scheinbaren Grnde ist jedoch Gottes gttlicher Plan, der dieses Ereignis weit vorher verfgt hat. Das Schicksal hat sich somit erfllt, gemss Gottes Willen.

Im oben erwhnten Beispiel hat Gott verfgt, dass die betroffene Frau ihr Interview verpassen wird. Demnach ist es unmglich, dass sie rechtzeitig htte dort sein knnen.

Alle Hindernisse bauen sich auf, weil es Gottes Wille ist, dass etwas Gutes fr den Glubigen passieren soll. Wenn Menschen die Unterwerfung voll verstehen wollen, mssen sie Gott als ihren einzigen Freund und Beschtzer annehmen und sich in voller Aufrichtigkeit an Ihn wenden. Eine der eindruckvollsten Charaktereigenschaften, die Gott von seinen Glubigen verlangt, ist, dass sie nie traurig oder pessimistisch werden und nicht verzweifeln, was immer ihnen zustossen wird.

Hoffnungslosigkeit ist ein Zeichen von Unglauben oder schwachem Glauben und beweist einen Mangel an Verstndnis der Tatsache, dass alles gemss dem Schicksal stattfindet. Gott weist uns auf diesen Fehler hin, denn Verzweiflung ist ein Zustand, der den Werten im Quran genau entgegengesetzt ist. Ein solches Benehmen ist verboten, denn Gott rt den Menschen, Ihm zu vertrauen, auf Ihn zu hoffen, und immer das Gute in allen Ereignissen zu sehen.

Glubige Menschen, denen negative Ereignisse zustossen, die verletzt werden oder alles verlieren, zeigen in solchen Situationen einen unterwrfigen und geduldigen Charakter, weil sie wissen, dass Gott jedes Ereignis erschaffen hat. Jedes Geschpf ist von Ihm in voller Perfektion erschaffen und ins Leben gerufen worden. Gott, Der alles erschaffen hat, hat auch die Menschen erschaffen, sowie ihre individuellen Schicksale. Auch unwichtigere Ereignisse, die ein Mensch in einem fernen Land erfhrt, sind unter Gottes Kontrolle, denn Er sieht alles und jeden und Er hrt alles. Alles ist unter Gottes Kontrolle; daher ist es falsch zu verzweifeln, denn das Ereignis wird stattfinden, ob man es will oder nicht. Ereignisse finden aus einem guten Grund statt. Wichtig ist, dass man das Gute daran sieht. Jene, die das tun, werden sehen, wie perfekt und einwandfrei die Ereignisse von Gott erschaffen sind, und es wird ihnen helfen, einen noch tieferen Glauben zu finden.

Das gleiche gilt auch fr Hoffnung und Verzweiflung. Hoffnung geht Hand in Hand mit Verstand und Vernunft, whrend Verzweiflung beidem entgegen steht. Ein Beispiel: Jemand fllt bei einer Prfung durch, obwohl er hart dafr gelernt hat. Nehmen wir an, dass dieses Ereignis diesen Menschen vllig niederschmettert, und er verzweifelt. Ein solcher Zustand ist nicht von Vorteil und die daraus entstehenden Sorgen und der Kummer schaden seinem Krper und seiner Seele.

Gott will nur das Beste fr ihn. Vielleicht ist es besser fr ihn, sich auf die Aufnahmeprfung vorzubereiten, anstatt ins College zu gehen. Vielleicht htten sich der gewhlte Beruf oder die gewhlte Universitt als schdlich fr sein zuknftiges Leben herausgestellt. Es kann sein, dass er an eine bessere Universitt geht oder dass er einen anderen Beruf whlt, der besser fr seine Zukunft ist.

In ihrem Leben erleben die Menschen Ereignisse, die nicht unbedingt ntzlich erscheinen. Sie knnen keine Arbeit finden, die ihnen gefllt, verlieren Geld, das sie unbedingt brauchen, verlieren etwas, das ihnen nahe steht, oder verlieren durch Diebstahl Gegenstnde, die sie nur nach Jahren harter Arbeit kaufen konnten. Solche Ereignisse passieren allen Menschen. Gott sagt ganz klar, dass Er die Menschen mit ihrer Seele und ihrem Guthaben prft. Unser Prophet (saws) sagt in einem seiner Hadithen:

"Was immer Gott nimmt, ist fr Ihn, und was immer Er gibt, ist fr Ihn. Alles, was Sein ist, berdauert nur eine begrenzte Zeit (in dieser Welt), und so sollten die Menschen geduldig sein, und auf den Lohn Gottes hoffen." (Sahih Bukhari)

Somit erhalten jene, die Geduld zeigen, Gutes, whrend jene, die rebellieren und verzweifeln, die Verlierer sind.

Es ist entscheidend, die Bedeutungen von Hoffnung und Geduld zu verstehen, um ins Paradies zu gelangen. Positiv zu denken ist obligatorisch, wie auch im folgenden Vers ausgesagt wird:

... verzweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes Erbarmen verzweifeln nur die Unglubigen." (Sure 12:87 - Yusuf)

Gott verlangt von uns, dass wir eine solche Haltung annehmen; wir mssen somit zu der Erkenntnis kommen, dass Er Verzweiflung ungern sieht. Wir mssen Gott als unseren Freund ansehen und Seinem Willen gem handeln.

Gottes unendliche Gaben und Belohnungen erfordern unser Vertrauen in Ihn und unsere Hoffnung auf Seine Barmherzigkeit

Ein weiterer Faktor, der die Unterwerfung der Glubigen zu Gott verstrkt, ist, sich Gedanken ber Sein Attribut, das Liebevollste (Al-Wadood), zu machen. Gott erschafft die Menschheit und gibt der Menschheit. Er gibt den Menschen, was immer sie wollen; bringt sie zum Lachen und lsst sie sehen und denken; hrt sie an, wenn sie beten und nimmt ihre Gebete an und gibt zahllose andere Gaben und Belohnungen.

Gott hat die schnsten und schmackhaftesten Speisen und Getrnke erschaffen. Er hat Erdbeeren, Bananen, Zwetschgen, Orangen, Wassermelonen, Honigmelonen, Tomaten, Karotten, Paprika, Mais, Schokolade und Tausende andere Gensse erschaffen, die den Menschen so viel Freude bereiten. Zustzlich hat er die Tiere erschaffen, die von den Menschen so geliebt werden, sowie alle Pflanzen, Bume, Ozeane, Strnde, Sport, Musik, Film, Autos und viele andere Dinge.

Trotzdem ist der Grossteil der Menschen undankbar, unterwirft sich Gott nicht vollstndig und fllt somit in Verzweiflung. Diese Haltung ist in folgendem Vers beschrieben:

Und Er gibt euch etwas von allem, um das ihr Ihn bittet. Und wenn ihr die Gnadenerweise Gottes aufzhlen wolltet, knntet ihr sie nicht berechnen. Der Mensch ist wahrlich ungerecht und undankbar! (Sure 14:34 Ibrahim)

Gott hat der Menschheit alles gegeben, was sie will. Wenn wir ehrlich darber nachdenken, so knnen wir dieser Wahrheit zustimmen. Dafr erwartet Gott, dass wir uns Ihm unterwerfen; und nicht, dass wir durch Seine Gaben verwhnt werden und in Verzweiflung geraten, sobald wir sie verlieren. Bleibt weltlichen Ambitionen fern und wendet Euch Ihm zu mit heiteren Gemt; denkt ber unser wahres und ewiges Leben im Jenseits nach und fhrt Euer Leben dementsprechend.

In den Zeichen Gottes kann jeder erkennen, dass diese Welt ein Ort der Prfung ist. Die Erde ist nicht unser wirkliches Zuhause, sie ist nur ein Ort, der uns auf das wirkliche, ewige Zuhause vorbereitet, ein Ort, wo wir uns geistig und moralisch entwickeln knnen. Alle Menschen werden verschieden schwere Prfungen bestehen mssen; sie mssen sich jedoch zuerst Gottes Willen unterwerfen, um fr die Prfungen bereit zu sein.

Jene Menschen, die sich ihrem Schicksal geduldig unterwerfen und die beste Haltung zeigen, werden in dieser Welt und im Jenseits erfolgreich sein, und sie werden mit viel Gutem belohnt werden. Jene jedoch, die mit dem Strom schwimmen, die der wahren Natur ihres Schicksals keine Beachtung schenken und auf eine Art und Weise reagieren, die sich nicht mit dem Quran vereinbaren lsst, unterdrcken sich selbst und werden sich weit entfernt finden von Gottes Barmherzigkeit.

Gott sagt ganz klar, dass Er mit den Menschen, die dieser Welt zu sehr verhaftet sind, die sich Sorgen um die Zukunft machen, die nach weltlichen Gaben streben und die arrogante Meinung vertreten, dass sie alles unter Kontrolle haben, und dann beim kleinsten Hindernis verzweifeln und Undankbarkeit zeigen, nicht zufrieden ist:

Und wahrlich, wenn Wir dem Menschen aus Unserer Barmherzigkeit manches gewhren, ihm aber dann entziehen, dann verzweifelt er und ist undankbar. Aber, wenn Wir ihm nach einem Unheil, das ihn betroffen hat, manches Gute bescheren, spricht er: "Das bel ist von mir gewichen!" Siehe, er ist frhlich und prahlt. Auer jenen, die standhaft sind und das Rechte tun. Fr sie ist Verzeihung und groer Lohn. (Sure 11:9-11 - Hud)

Das Geheimnis des Vertrauens, das der Glubige in allen Situationen in Gott setzt, sowie deren Freude und Begeisterung, liegt in ihrem Glauben an Gott und im Vertrauen auf Gott. Sie verstehen, dass Gott hinter jeder scheinbar schwierigen Situation steht, und sie verstehen die Tatsache, dass nur Er gibt und nimmt.

Gottes wunderschne Versprechen an die Glubigen erfordern, dass die Glubigen hoffnungsvoll bleiben

Gott verspricht den Glubigen grossartige Gaben im jetzigen Leben und im Jenseits, und die Menschen erhoffen sich diese Gaben gemss der Stufe ihres Glaubens an Gott und ihrer Nhe zu Gott, sowie dem Grad ihrer Unterwerfung und Aufrichtigkeit. Diese Gaben bieten ihnen die Mglichkeit, Gott nher zu kommen, sich Ihm dankbar zu zeigen, und die Offenbarung Seiner ewigen Attribute und Schnheit zu bezeugen. Aus diesem Grund erhoffen sie sich grosse Gaben von Gott. Das Gewissen jener, die einen festen Glauben an Ihn haben und so handeln, wie Er es von ihnen verlangt, ist rein. Sie hegen grosse Hoffnung, denn unser Herr hat versprochen, sie fr ihre Bindung an Ihn in dieser Welt mit dem Paradies zu belohnen. Diese Hoffnung erkennt man an der Seligkeit, Frhlichkeit und Begeisterung, die diese Menschen zeigen, eine Begeisterung, als wren sie schon ins Paradies eingetreten. Sie haben sich unserem Herrn angefreundet, indem sie sich anstrengten und versuchten, Ihn zu erfreuen, sich zu verbessern und immer Gutes zu verfolgen. Am Ende werden sie zu Ihm zurck kehren. Glubige, die diese Begeisterung in sich tragen, sind hoffnungsvoll, dass sie, indem sie ihren Herrn erfreut haben, zu Ihm ins Jenseits kommen werden.

Gott bringt den Glubigen die guten Nachrichten seiner Untersttzung und des Paradieses und Er hat verkndet, dass Er alle Muslime, die Seinen Weg befolgen, belohnen wird. Muslime, die wissen, dass sie fr jede gute Tat, die sie vollbringen, fr Gte und gutes Benehmen und fr ihre Befolgung der Quranischen Richtlinien belohnt werden, erfahren die Schnheiten der Unterwerfung, des Vertrauens, der Geduld und des Glaubens.

Glubige, die sich dieser Tatsachen bewusst sind, befinden sich immer in einem positiven Zustand gegenber Unserem Herrn und hoffen auf die schnsten und besten Segnungen in dieser Welt und im Jenseits. Gott verspricht den Glubigen in mehreren Versen eine Belohnung, Barmherzigkeit und Wohlwollen:

Und diejenigen, welche glauben und des Rechte tun, Wir werden gewiss ihre Snden tilgen und sie nach ihren besten Taten belohnen. (Sure 29:7 - al-'Ankabut)

Und Er erhrt diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, und verstrkt ihnen gegenber Seine Gunst. Die Unglubigen aber trifft strenge Strafe. (Sure 42:26 - asch-Shura)

Die Prfungen, denen die Muslime unterzogen werden, beinhalten Sorgen, Not und Elend, sowie Unterdrckung, und Inhaftierung. Viele Muslime sind auch gettet worden. Trotzdem werden Muslime, die unterdrckt werden, um sie von ihrem Glauben abzubringen, nie verzweifeln. Ihre Begeisterung und berzeugung nehmen nicht ab, entgegen den Erwartungen der Unglubigen. Denn die Muslime erinnern sich an den Vers, der beschreibt, dass die Unglubigen versuchen werden, die Glubigen zu unterdrcken, und sie sind Gott dankbar. Unglubige Menschen frchten sich davor, Glubige fhlen die Schnheit ihrer Religion und denken ber Gottes Versprechen nach.

Im Quran verspricht Gott den Glubigen den vollstndigen Sieg ber die Unglubigen; er verspricht ihnen Sicherheit und Frieden, unter der Voraussetzung, dass sie Ihm keine Gtzen beigesellen:

Verheien hat Gott denen von euch, die glauben und das Rechte tun, dass Er sie zu Statthaltern (Seiner Macht) auf Erden einsetzen wird, so wie Er es denen, die vor ihnen lebten, gewhrte; und dass Er ihnen ihre Religion, so wie Er sie fr sie gutgeheien hat, befestigen will; und dass Er ihre Furcht in Sicherheit verwandeln will. "Sie sollen Mir alleine dienen; Sie sollen Mir nichts an die Seite stellen." Und wer danach unglubig ist, das sind die Missetter. (Sure 24:55 - an-Nur)

Glubige Menschen, die Unterdrckung und Verschwrungen ausgesetzt sind, haben einen unerschtterlichen Glauben an Gott und den Quran; Sie erinnern sich an dieses Versprechen und zeigen Geduld, Hoffnung und Freude.

Diese Einstellung bereitet den Unglubigen grossen Kummer. Das Vertrauen, das die Glubigen in Gott haben, flsst den unglubigen Menschen eine undefinierbare Angst und Furcht ein. Der Unglubige fhlt den Zorn Gottes und die Qualen, die auf ihn warten, sei es auf dieser Welt oder in der nchsten.

Im Quran sehen wir, dass die Muslime immer eine Haltung der Hoffnung einnehmen. Aufrichtige Glubige schtzen ihren Herrn, wie im Quran beschrieben, und sie erkennen Seine Barmherzigkeit und Sein Wohlwollen. Jene, die sich an die Gebote des Quran halten, wissen, dass Gott der Freund und Helfer der Glubigen ist, dass Er unendlich barmherzig und gndig ihnen gebenber ist. Er bringt Seinen aufrichtigen Dienern die gute Nachricht von grossartiger Belohnung in dieser Welt und im Jenseits, und Seine Versprechen sind sicher. Weiterhin sehen sie, dass Gott nur das Beste fr sie will, die Tore der Barmherzigkeit und der Fhrung weit ffnet und ihnen unzhlige Gelegenheiten gibt, bei denen sie Sein Wohlgefallen verdienen knnen.

Die Hingabe und Hoffnung der Muslime auf ihren Herrn, Der immer die gute Nachricht der Glckseligkeit bringt, ist wie folgt beschrieben:

Muhammad ist der Gesandte Gottes. Seine Anhnger sind streng gegen die Unglubigen, aber barmherzig untereinander. Du siehst sie sich verneigen und niederwerfen im Streben nach Gnade von Gott und Seinem Wohlgefallen... (Sure 48:29 - al-Fath)

Als Gegenleistung fr Gottes Versprechen versuchen die Muslime jene Haltung aufrecht zu erhalten, die Gott Freude bereitet: die Gebote, die Sein Botschafter bermittelt hat, zu befolgen und sich zu bemhen, eine Moral zu verfolgen, die Gott am meisten Freude bereitet. Gottes Diener wissen, dass mitleidvolles, tolerantes, faires, aufrichtiges, geduldiges, hoffnungsvolles, bescheidenes und aufopferungsvolles Benehmen Gott grosse Freude bereitet; Sie konkurrieren somit untereinander um ihre moralische Auszeichnung. Sie tun das, weil Gott von ihnen verlangt, dass sie sich untereinander messen, in der Hoffnung, ins Paradies zu gelangen:

Und wetteifert um die Verzeihung eueres Herrn und einen Grten, der weit ist wie die Himmel und die Erde, bereitet fr die Gottesfrchtigen. Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrcken und den Menschen vergeben - und Gott liebt die Gutes Tuenden. Und diejenigen, die Gottes gedenken und fr ihre Snden um Verzeihung flehen, wenn sie etwas Schndliches getan oder wider sich gesndigt haben - und wer vergibt die Snden, wenn nicht Gott? - und die nicht im (Bsen) verharren, das sie wissentlich taten: Ihr Lohn ist Verzeihung von ihrem Herrn und Grten, durcheilt von Bchen, ewig darin zu verweilen; und herrlich ist der Lohn der (Gutes) Wirkenden. (Sure 3:133-136 - al-Imran)

Wetteifert miteinander um die Verzeihung eueres Herrn und das Paradies, dessen Weite der Weite der Himmel und der Erde entspricht, bereitet fr diejenigen, welche an Gott und Seinem Gesandten glauben. Das ist Gottes Wohltat, die Er gewhrt, wem Er will. Und Gott ist von unermesslicher Gte. (Sure 57:21 - al-Hadid)

Gott verspricht Seinen ehrlichen Dienern ein schnes Leben in dieser Welt, sowie berlegenheit, Sieg und ein unendliches Leben voller Schnheit im Jenseits.

In den Grten von Eden, im Reich des Verborgenen, welche der Erbarmer Seinen Dienern verhie. Frwahr, Sein Versprechen geht in Erfllung. (Sure 19:61 - Maryam)

Verheien hat Gott den Glubigen, Mnnern und Frauen, Grten, durcheilt von Bchen, ewig darin zu verweilen, und schne Wohnungen in den Grten von Eden. Aber das Wohlgefallen Gottes ist das grte (Glck). Das ist die groe Glckseligkeit! (Sure 9:72 - at-Tauba)

Gott hat das Paradies als ein Werkzeug der Freude und Hoffnung fr die Glubigen gemacht, whrend sie in dieser Welt verweilen. Das Paradies ist ein Ort unvorstellbarer Schnheit, jenseits unserer Wnsche. Dies ist die Barmherzigkeit Gottes, ein Ort, der in Worten nicht beschrieben werden kann.

Dort kann der Muslim tun und lassen, was immer sein Herz begehrt. Dort leben sie mit ihren Lieben glcklich zusammen, fr immer und ewig. Das Paradies ist fehlerfrei, es ist frei von materialistischen und sprituellen Mngeln. Im Quran wird es beschrieben als ein Ort wo "Flsse fliessen", "soweit das Auge reicht, sieht man Herrlichkeit und ein grossartiges Knigreich" und wo die Belohnungen nie "versiegen". Gott erwhnt im Quran, dass "sie (die Glubigen) dort alles haben werden, das sie sich jemals gewnscht haben und woran sich ihre Augen erfreuen". (Sure 43:71 - az-Zukhruf). Das Paradies ist somit ein Ort von spiritueller Belohnung. Gott informiert uns, dass man dort kein seichtes Gerede hren kann, es gibt dort keinen Unmut, keine Wut oder Rache, sondern nur freudige und frhliche Bestrebungen. Bei ihrer Ankunft werden die Glubigen mit Gottes Friedensgru willkommen geheien.

O du Seele voll Ruhe, Kehre zu deinem Herrn zurck, zufrieden und (Ihn) zufriedenstellend, Und tritt ein unter Meine Diener, Und tritt ein in Mein Paradies! (Sure 89:27-30 - al-Fadschr)

In anderen Versen sind die Freude und Begeisterung, sowie die Dankbarkeit der Glubigen fr Gott wie folgt beschrieben:

Und sie werden sagen: "Alles Lob gebhrt Gott, Der uns Sein Versprechen wahrgemacht hat und uns das Paradies erben lie, so dass wir dort wohnen knnen, wie immer es uns beliebt. Wie herrlich ist der Lohn derer, die Gutes wirken!" Und du wirst die Engel den Thron rings umgeben sehen, das Lob ihres Herrn verkndend. Und zwischen ihnen wird in Wahrheit entschieden. Und es wird gesprochen werden: "Preis sei Gott, dem Herrn der Welten!" (Sure 39:74-75 - az-Zumar)

Die Nachricht des Paradieses zu erhalten, ist das grsste Geschenk, das man erhalten kann. Glubige Menschen beten deshalb, dass diese Realitt nicht aus ihrem Bewusstsein verschwinden mge und dass sie immer daran erinnert werden. "Die Freude des Paradieses ist eine grosse Wohltat, die die Muslime in dieser Welt bekommen. Genau wie jene Menschen, die die Nachricht erhalten, dass sie ein riesiges Vermgen geerbt haben, erfahren Glubige, die die Nachricht des ewigen Paradieses erhalten, eine groe Freude. Sie sind sich bewusst, wie schnell das Leben auf dieser Welt zu Ende geht und dass der Zeitpunkt nahe ist, an dem sie ins versprochene Paradies eintreten werden.

In der Annahme, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines Glubigen etwa 60 Jahre ist, wird der 30-jhrige noch 30 Jahre und der 40-jhrige noch 20 Jahre zum Leben haben. Doch auch wenn man hundert Jahre lebt, ist der Tod unausweichlich; Doch mit Gottes Erlaubnis wird man das Paradies erreichen, welches ewig ist. Man wird in Ewigkeit mit seinen Lieben zusammenleben, und man wird Zeuge von Gottes Offenbarungen sein und ein glckliches Leben in unbeschreiblicher Reinheit fhren, voller Gaben, die in dieser Welt noch nie gesehen worden sind.

Mehr noch, diese ewigen Gaben knnen ganz leicht erworben werden, indem man die Gebote Gottes befolgt, die Verehrung Gottes verwirklicht und gemss den Quranischen Richtlinien lebt, immer in der freudigen Hoffnung, diese Gaben erlangen zu knnen. Ein solcher Lebensstil wird dem Menschen die grsste Freude bereiten, die er auf dieser Welt erleben kann. Was Gott von seinen Dienern verlangt, ist in den folgenden Versen beschrieben:

Bei der Zeit! Der Mensch kommt bestimmt ins Verderben, auer denen, welche glauben und Gutes tun und sich gegenseitig zur Wahrheit anhalten und sich gegenseitig anhalten zur Geduld. (Sure 103:1-3 - al-Asr)

Diese Verse zeigen, dass die Menschen gute Taten vollbringen und andere Menschen dazu auffordern mssen, Gottes Gebote zu befolgen, damit die Menschheit die Belohnung des Paradieses verdient. Zustzlich verspricht Gott Seinen aufrichtigen Dienern auch Gaben in dieser Welt und sagt ganz klar, dass Er aufrichtige Muslime mit einem guten Leben segnet. Gott erwhnt in einem Vers wie folgt:

Denen, die Gutes taten, wird Gutes und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder Schwrze noch Schmach bedecken. Sie sind die Bewohner des Paradieses und werden ewig darin verweilen. (Sure 10:26 - Yunus)

Auch zu denen, welche gottesfrchtig waren, wird gesprochen: "Was hat euer Herr hinabgesandt?" Sie werden antworten: "Gutes!" Diejenigen, die Gutes tun, erhalten Gutes im Diesseits. Aber die Wohnung des Jenseits ist besser. Und wahrlich, herrlich ist die Wohnung der Gottesfrchtigen. (Sure 16:30 - an-Nahl)

Dies sind Gottes Verprechen an die Glubigen in dieser Welt und im Jenseits. Viele Verse erklren, dass Seine Versprechen endgltig und real sind:

"Gottes Verheiung ist gewiss wahr." (Sure 35:5 - Fatir; Sure 31:9 - Luqman; Sure 10:55 - Yunus; Sure 30:60 - ar-Rum).

Diese Versprechungen sind der wichtigste Faktor fr die Glubigen, um sicher zu stellen, dass sie immer eine positive Einstellung behalten und nie verzweifeln oder Angst und Kummer leiden. Jene, die auf Gottes Versprechen und das Paradies hoffen, werden ihre Religion mit der grssten Begeisterung, Aufregung und Aufmerksamkeit praktizieren.

"Auf das Beste" von Gott zu hoffen

Positiv zu sein, beinhaltet die vllige Unterwerfung zu Gott, gleich in welcher Situation und unter welcher Bedingung sich die Ereignisse entfalten und in welche Richtung sie gehen. Es bedeutet auch, dass man sich allen Situationen ohne Angst und Furcht stellt, ohne den kleinsten Zweifel, dass alle Ereignisse fr die Glubigen zum Besten geraten werden.

Eine der wichtigsten Charakterzge der Glubigen ist, dass sie sich in allen ihren Angelegenheiten an Gott wenden und sich voll und ganz ihrem Schicksal ergeben. Auch wenn es nicht so ausgeht wie man es geplant hat, nicht das erhlt was man sich wnscht oder jemanden verliert, den man aufrichtig geliebt hat - kurzum - unter allen Bedingungen wenden sie sich an Gott und sehen das Beste in jedem Ereignis. Man wird einen Glubigen nie sagen hren: "Warum ist mir das geschehen?" oder "Wenn dies oder jenes nur nicht passiert wre!", denn sie sind von Anbeginn mit Gott zufrieden und haben sich ihrem Schicksal ergeben.

Glubige Menschen beten um das Beste von Gott, mit der Erkenntnis, dass sie nicht im voraus wissen, was das Beste fr sie ist, denn ber solches Wissen verfgt nur Gott. Ein Beispiel: Glubige, die dem Islam voll ergeben sind, wnschen, dass eine andere Person den Islam akzeptiert und praktiziert, und Sie beten zu Gott, dass dieses Ereignis eintrifft. Es ist klar, dass sie eine gute Absicht haben und nur das wollen, was gut und legitim ist. Trotzdem akzeptieren sie, dass Gott am Besten weiss, was gut ist. Da der Mensch den Glauben nur erfahren kann, wenn Gott es so will, erkennen die Glubigen, dass jene Menschen, die sie so lieben, keine Fhrung erhalten. Sie kommen zu der Schlussfolgerung, dass darin etwas Gutes sein muss. Sie werden daher nicht traurig und fallen nicht in Verzweiflung. Gott hat diese Tatsache in folgendem Vers klar erklrt:

Du kannst gewiss nicht jeden rechtleiten, den du liebst, sondern Gott leitet recht, wen Er will. Und Er kennt am besten diejenigen, welche sich rechtleiten lassen. (Sure 28:56 - al-Qasas)

Nehmen wir ein anderes Beispiel: Es ist ganz natrlich, dass Glubige es bevorzugen, unter Gleichgesinnten zu sein, denn sie beschtzen einander und sind ihre engsten Freunde, Brder und Schwestern. Jeder einzelne hat sich Gott und Seiner Religion hingegeben und geben einander Seligkeit. Aber es ist vielleicht nicht immer mglich, zusammen zu sein. Vielleicht befinden sie sich weit entfernt von ihren Lieben, um dem Islam zu dienen, oder wie es zur Zeit des Propheten (saws) war, sind gezwungen auszuwandern, um der Unterdrckung durch die Unglubigen zu entkommen. Es ist sehr gut, in der Gesellschaft von Glubigen Menschen zu sein, aber angesichts von Leid und Unterdrckung standhaft zu bleiben, fhrt vielleicht zu noch grsserer Belohnung und besseren Dingen.

Wir wissen von dem Propheten und von Glubigen, die von jenen, die den Quran zurckwiesen, ins Exil geschickt oder eingekerkert wurden. In solchen Situation verlieren die Glubigen nie die Hoffnung, denn sie wissen, dass ein solches Ereignis vorteilhaft fr sie ist. Ihr Ziel ist es, die beste Moral in allen Situationen aufrecht zu erhalten, um Gottes Wohlgefallen und Seine Belohnung zu erlangen. Sie erfahren eine grosse Freude, indem sie sich, wo immer sie sich befinden, an Gott wenden und Ihn verehren.

Die unterwrfige Haltung der Glubigen unter allen Bedingungen zeigt, wie aufrichtig sie in ihrem Glauben sind. Auch wenn sie von der schlimmsten Krankheit befallen sind oder wenn die Umstnde ihre Anwesenheit an den rauhesten Orten erfordert, so bleiben sie immer hoffnungsvoll und dem Schicksal ergeben, immer daran denkend, dass eine gttliche Vernunft hinter jeder Situation steht und dass Gutes daraus entstehen wird.

Die Tr der Reue steht immer offen

Gott sagt ganz klar, dass die Menschen, die einen Fehler aus Unwissenheit begehen und sich dann voll Aufrichtigkeit an Gott wenden und um Seine Vergebung bitten, verziehen werden. Solange die Menschen aufrichtig bereuen, was sie getan haben, drfen sie die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit nie verlieren, ungeachtet der Grsse der Snde. Diese Wahrheit wird im folgenden Vers ausgedrckt:

Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit; seht, Gott verzeiht die Snden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Sure 39:53 - az-Zumar)

Auch unser Prophet (saws) sagt, dass Gott die Reue der Glubigen akzeptiert:

Wenn Ihr unschuldig seid, wird Gott eure Unschuld bald enthllen. Wenn Ihr eine Snde begangen habt, bereut vor Gott und bitte Ihn um Vegebung, denn wenn der Mensch seine Snde eingesteht und Gott um Vergebung bittet, nimmt Gott seine Reue an. (Bukhari)

Dies ist eine der grssten Nachsichtigkeiten, die der Islam gewhrt. In Verzweiflung zu fallen, wenn man einen Fehler gemacht hat und sich einzubilden, dass man selbst nicht in der Lage ist, sich wieder aufzurichten, obwohl die Religion diese Nachsicht gewhrt, ist eine falsche Einbildung. Jene Menschen, die Gottes Nachsicht keine Beachtung schenken, unterdrcken ihre Seele und vernachlssigen gleichzeitig eine Anforderung des Islams.

Die Toleranz des Quran verhindert Verste, die in vielen unwissenden Gesellschaften normal sind. Zum Beispiel, wird das lcherlich machen und erniedrigen von Menschen, die Fehler machen, nicht vorkommen in einer Gesellschaft, in der ein Verhalten entsprechend dem Quran vorherrscht. Im Gegenteil, wo solche Manieren selbstverstndlich sind, werden die Menschen, die zu Gott zurckgekehrt sind und Ihn als aufrichtige Glubige um Vergebung gebeten haben, ein Leben in Frieden und Glaubenseifer fhren.

Die berlegenheit eines Menschen kann nur beurteilt werden anhand seiner Frmmigkeit, an dem Ma, in dem er sich Gott und dem Quran hingegeben hat.

Whrend in unwissenden Gesellschaften den Fehlern der Menschen grte Bedeutung beigemessen wird, werden die Snden und Fehler, die ein Mensch in der Vergangenheit gemacht hat, in Gesellschaften, in denen die Ideale des Quran vorherrschen, nicht einmal erwhnt. Wichtig ist, Gottes Vergebung zu erlangen. Jemanden zu tadeln, gar zu verdammen, der von Gott das Versprechen der Vergebung seiner Snden erhalten hat, ist unter gar keinen Umstnden zu rechtfertigen.

Sich selbst fr fehlerlos, sndlos, gleichsam perfekt zu halten, bedeutet nichts anderes, als Gttlichkeit zu beanspruchen. Doch die Menschheit ist anfllig fr Snden, weil Menschen schwache Kreaturen sind. Gott hat klar gemacht, dass Er immer bereit ist, zu vergeben und ehrliche Reue zu akzeptieren. Es ist daher nicht mit dem Quran zu vereinbaren, wenn jemand in Verzweiflung fllt, weil er auf sein Ego gehrt und gesndigt hat, ganz gleich ob wissentlich oder unwissentlich. Glubige ziehen ihre Lehre daraus, wenn sie einen Fehler gemacht haben, sie erkennen die Wahrheit, wenn sie ihre Handlungen bedauern, sie suchen sofort Zuflucht bei Gott und tun ihr Bestes, denselben Fehler nicht noch einmal zu begehen.

Nun versuchen Glubige zweifellos sehr sorgfltig, Fehler und Snden zu vermeiden und die von Gott gesetzten Grenzen zu beachten. Trotzdem knnen Glubige sndigen. Doch wenn dies geschehen ist, wenden sie sich an Gott und suchen um Vergebung nach. Aus diesem Grund sind Gottes Namen wie "Der die Reue annehmende" (at-Tawwab), "Der Allvergebende" (al-Ghafur) und "Der Wohlttige" (ar-Rahman), solchen Glubigen gelufig, die ihre Fehler bereuen und sich Gott zuwenden.

Wenn Glubige Fehler machen und bereuen, denken sie ber ihre Fehler nach, wobei sie sich ihres Schicksals bewut werden. Ihre Fehler sind in ihrem Schicksal festgelegt worden, damit sie an dieser Welt wachsen und Gott nher kommen knnen. Wenn sie um Vergebung bitten, werden ihre Fehler zu einem Mittel, mit dessen Hilfe Sie belohnt werden knnen, denn nachdem sie geschworen haben, diesen speziellen Fehler aufzugeben und sich durch Reue den Werten des Quran zuzuwenden, so wird dieser Fehler tatschlich den Rang des aufrichtigen Glubigen im Jenseits erhhen. Denn Glubige wachsen an ihren Fehlern und werden sich ihrer Unzulnglichkeiten und Schwchen besser bewusst; das Wichtige ist, die Snde aufzugeben, sofort zu bereuen und wirklich zu bedauern, was man getan hat.

Glubige, die sndigen und danach bereuen und um Gottes Vergebung bitten, sollten also nicht von Kummer und Hoffnungslosigkeit berwltigt werden, denn die Hoffnungslosigkeit missfllt Gott. Nachdem man einen Fehler gemacht hat, sollte die Begeisterung, Leidenschaft, und Freude der Glubigen nicht abnehmen. Im Gegenteil, sie sollte sich vergrern.

Ein Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Furcht finden

Das richtige Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Furcht zu finden, ist ein sehr wichtiger Faktor, wenn es darum geht, einen guten Charakter zu erlangen. Die Hoffnung ermglicht den Glubigen, die Religion mit Begeisterung, Anstrengung, Leidenschaft, Freude und Hingabe zu praktizieren. Die respektvolle Furcht vor Gott fhrt dazu, dass sie mit grsster Vorsichtigkeit die Grenzen beachten, die Gott gesetzt hat, die Dinge, vor denen Gott sie gewarnt hat, streng vermeiden und peinlich genau sind, wenn es darum geht, was erlaubt und was verboten ist. Die Begeisterung und Insbrust, die durch eine positive Einstellung entsteht, zusammen mit der Ernsthaftigkeit, der whlerischen Natur und Empfindlichkeit, die durch die Furcht vor Gott entsteht, sind Wege, um den Charakter der Glubigen zu verbessern und Gott nher zu kommen.

Der Quran zeigt, dass Gott von Seinen glubigen Dienern will, dass sie nicht verzweifeln und immer hoffnungsvoll und voll Selbstvertrauen sind, ebenso wie Er verlangt, dass sie in Ehrfurcht vor Seiner Herrlichkeit stehen und eine respektvolle Furcht Ihm gegenber besitzen.

Jene, die eine angemessene Furcht vor Gott besitzen, werden sich nicht ber die Grenzen hinauswagen, die Er gesetzt hat und Sie besitzen einen guten Charakter. Whrend sie auf Seine Vergebung und Barmherzigkeit, sowie ihre Aufnahme ins Paradies hoffen, besitzen sie gleichzeitig eine grosse Furcht for Ihm, denn ein Platz im Paradies ist niemandem garantiert und niemand ist von Seiner Bestrafung ausgeschlossen. Glubige sind verpflichtet, ihr Bestes zu tun und auf Gottes Barmherzigkeit zu hoffen.

Ehrfurcht vor Gottes Herrlichkeit zu haben und Ihn zu frchten, hat einen positiven Einfluss auf die Verehrung. Jene Menschen, die diese Furcht besitzen, werden noch hrter daran arbeiten, ins Jenseits zu kommen und versuchen, gute Taten zu vollbringen. Jene Menschen, die nur eine schwache Furcht besitzen, werden wahrscheinlich annehmen, dass sie trotzdem ins Paradies kommen werden oder dass sie frher oder spter Vergebung erhalten werden. Demzufolge wird ihre Verehrung nicht mit dem gleichen Mass an Liebe und Begeisterung ausgefhrt, wie jene Menschen, die eine angemessene Furcht vor Gott besitzen. Jene Menschen, die Gott frchten, sind nie mit der Anzahl guter Taten zufrieden und versuchen, Ihn noch mehr zu erfreuen. Sich nur wenig anzustrengen, trotz der unzhligen Gelegenheiten, die einem geboten werden, sowie den Wnschen seines Egos nachzugeben, kann den Wert der anderen guten Taten aufs Spiel setzen.

Eine Seele kann, so steht es im Quran, nur ein Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Furcht finden, wenn sie aufrichtig gegenber Gott ist. Es ist ganz klar, dass jene Menschen, die die Existenz Gottes und das Leben nach dem Tod anerkennen, mit jenen vereint sein wollen, die Ihn auf dieser Erde erfreuen und ins Paradies kommen. Jene, die sich aufrichtig an Ihn wenden, werden Seine berlegenheit und Perfektion in jeder einzelnen Seiner Schpfung fhlen, und Sie werden natrlicherweise grossen Respekt und enorme Ehrfurcht fr Ihn empfinden. Diese Furcht fhrt dazu, dass sie mit grsster Vorsicht versuchen werden, innerhalb der Quranischen Regeln zu handeln, und mit dem Frieden und Vertrauen, der aus dem Gehorsam zu Gott entsteht, knnen sie auf das Paradies hoffen. Somit mssen aufrichtige Glubige ein natrliches Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Furcht aufrecht erhalten.

Gott hat speziell auf die Tatsache hingewiesen, dass glubige Menschen diese zwei Charaktereigenschaften besitzen. Beides sind ntige Bedingungen, um Glauben zu haben, und wenn man diese Eigenschaften mit Strke im Herzen fhlt, werden sie die Glubigen auf den rechten Weg fhren und Seligkeit in diesem Leben und im Jenseits bringen.

Gott verlangt von den Glubigen, dass ein Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Furcht aufrecht erhalten wird, wenn sie sich an Ihn wenden und beten:

Und stiftet auf Erden kein Verderben, nachdem in ihr Ordnung herrscht. Und ruft Ihn an in Furcht und Verlangen. Siehe, Gottes Barmherzigkeit ist denen Nhe, die Gutes tun. (Sure 7:56 - al-A'raf)

Sie erheben sich vom Nachtlager, um ihren Herrn in Frcht und Verlangen anzurufen, und spenden von Unseren Geben. (Sure 32:16 - as-Sajda)

Mit diesem Ratschlag Gottes beten die Glubigen in der Hoffnung, dass sie das Paradies erlangen werden, und gleichzeitig beten sie mit einer starken Ehrfurcht vor Gott. Ein Gebet unseres Propheten (saws) beschreibt genau diesen Zustand:

O Gott! Dir unterwerfe ich mich, alle meine Angelegenheiten vertraue ich Die an, und ich vertraue auf Dich und Deinen Segen mit Hoffnung und Gottesfurcht. (Bukhari)

 

 
    

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