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SCHLUFOLGERUNG
Joseph’s aufrichtige Gebete
In diesem Buch haben wir diskutiert, wie sehr der Prophet Joseph Gott
zugetan war, wie er von Ihm beschützt wurde und wie er Ihm oftmals
dankte. Der folgende Vers zeigt dies mit diesen inspirierenden Worten,
die Gott ihm eingab:
Mein Herr, du gabst mir die Herrschaft und lehrtest
mich die Deutung des Geschehenen. Schöpfer der Himmel und der
Erde, Du bist mein Hort in dieser Welt und in der nächsten; lass
mich zu Dir verscheiden als ein Gottergebener und vereine mich mit
den Gerechten." (Sure Joseph 12:101)
Joseph war sich immer bewußt, daß alle Eigenschaften, die
er besaß, die materiellen Vorteile und sein Wissen und seine Vernunft
ihm von Gott gegeben worden waren. Doch wer die wahre Religion zurückweist,
wer glaubt, alles durch eigene Bemühungen zu erreichen, erhöht
sich nur selbst und ist undankbar gegen Gott’s Segnungen.
Das Gebet Josephs aus dem obigen Vers ist ein weiterer Ausdruck des
Glaubens und seiner Gottesfurcht. Obwohl er ein von Gott auserwählter
Prophet war, wollte er als Gläubiger sterben und der Gemeinschaft
der Rechtschaffenen zugehören. Was die eigene Position im Jenseits
angeht, so gibt es keine Garantien dafür. Joseph hatte eine ehrliche
Gottesfurcht und er wandte sich an Ihn, wenn er Ihn brauchte.
Das ist das Verhalten, das dem Gläubigen ansteht. Wer sich selbst
des Paradieses für wert hält, wer behauptet, als geliebter
Diener Gottes definitiv im Jenseits gerettet zu werden, und wer in seinem
Hochmut andere Menschen herabwürdigt, ist in einem haltlosen Zustand.
Der wahre Gläubige unterwirft sich immer Gott, er ist immer auf
der Hut davor, Sein Wohlgefallen nicht zu verlieren und er handelt mit
der Bescheidenheit, die solches Bewußtsein mit sich bringt.
Die Pflicht eines jeden Muslims ist es, ein aufrichtiger, unterwürfiger,
bescheidener Gläubiger zu sein, wie der Prophet Joseph, und aufrichtig
zu beten: "So nimm mich bei meinem Tod als Muslim zu Dir und vereine
mich mit den Rechtschaffenen.“
In diesem Buch haben wir das Leben des Propheten Joseph im Licht der
Details untersucht, die im Quran gegeben werden. Unsere einzige verläßliche
Quelle über sein Leben ist die uns von Gott gelieferte. Darüber
hinaus haben wir kein Recht, auch nur ein einziges Wort hinzuzufügen
oder zu streichen. Gott hat darauf hingewiesen und enthüllt, daß alles,
was über den Propheten berichtet wurde, tatsächlich aus Unbekanntem
besteht. Die Geschichte des Propheten Joseph endet mit den Worten:
Dies ist eine Schilderung von (dir) Unbekanntem, die
Wir dir offenbaren. Du warst ja nicht zugegen, als sie sich absprachen
und ihre Pläne schmiedeten. (Sure Joseph 12:102)
Gott gibt uns eine wichtige Weisheit mit dieser Information, die wir
in unserem eigenen Leben anwenden können, und er hat es uns dadurch
auch leichter gemacht, die Propheten der Vergangenheit als Vorbilder
zu nehmen, da wir sie besser kennenlernen können.
Mit Ausnahme wahrer Träume, die, wie wir am Beispiel von Joseph’s
Leben gesehen haben, keine normalen, alltäglichen Ereignisse sind,
haben wir keine Gelegenheit, den Propheten Joseph oder den Propheten
Jakob oder irgendeinen der anderen Propheten zu sehen, solange wir auf
dieser Welt sind. Doch das genaue Studium des Quran und die Beschäftigung
mit dem Leben der Propheten kann sie uns näher bringen und uns ermöglichen,
mit ihnen vertraut zu werden und uns ihr überlegenes Wahrnehmungsvermögen,
ihre Spiritualität und ihre Nähe zu Gott zunutze zu machen.
Jeder, der dieses Buch liest, muß genauestens darüber nachdenken.
Man muß die Weisheit der Propheten Jakob und Joseph erwägen
und herausfinden, wie man diese Weisheit zu einem Teil des eigenen täglichen
Lebens machen kann. Wer die Hoffnung verliert, wer sagt: "Das wird
sehr schwierig werden, und es gibt nichts, was wir tun können“,
wenn er die mißliche Lage der Muslime sieht, muß wissen,
daß dies eine sehr große Unachtsamkeit ist. Wir sollten uns
an die Geduld, die Entschlossenheit und an den unerschütterlichen
Glauben des Propheten Joseph erinnern, der einen Brunnen hinabgeworfen,
als Sklave verkauft, verleumdet und jahrelang unschuldig inhaftiert wurde.
So kann man sich von Defätismus und Verzweiflung freimachen. Erinnern
wir uns daran, daß Joseph durch die Großmut und Gnade Gottes
in einem einzigen Augenblick von den Folgen der Desaster, die über
ihn hereingebrochen waren, befreit worden ist und von diesem Moment an
große Segnungen erfuhr.
Man darf niemals vergessen, daß es wie zu Zeiten Josephs einen
tadellosen Göttlichen Plan gibt und daß Gott alles, was geschieht
in seiner unendlichen Weisheit fürsorgliche erschafft. Vergessen
wir auch niemals, daß Gott die Macht hat über alle Dinge,
und daß Er immer denen hilft, die glauben und sich ihm aufrichtig
hingeben, die versuchen, ihm auf das Allerbeste zu dienen und die Seinem
Propheten folgen. Er läßt den Gläubigen Seine Segnungen
zuteil werden, wenn sie sie am allerwenigsten erwarten, und Er hilft
ihnen in unvorhersehbarer Weise. Die einzige Pflicht des Menschen ist
es, Gott auf der Basis dieser Wahrheiten anzubeten und sein Leben entsprechend
zu führen. |