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ISLAMISCHE ETHIK: EINE QUELLE DES FRIEDENS UND
DER SICHERHEIT Manche, die behaupten, etwas sei im Namen der Religion
getan worden, mgen in der Tat ein falsches Verstndnis jener Religion haben und
sie daher falsch ausben. Aus diesem Grund wre es falsch, sich eine Meinung ber
jene Religion zu bilden, indem man sich an dem Beispiel solcher Menschen orientiert.
Der beste Weg, eine Religion zu verstehen, ist ihre gttlich offenbarte Quelle
zu studieren. Die gttliche Quelle des Islams ist der Quran, der auf den Idealen
der Sittlichkeit, der Liebe, des Mitgefhls, der Demut, der Opferbereitschaft,
der Toleranz und der Friedfertigkeit begrndet ist. Ein Muslim, der im wahren
Sinn diesen Grundstzen entsprechend lebt, wird uerst hflich, bedacht, bescheiden,
gerecht, vertrauenswrdig und zuvorkommend sein. Er wird Liebe, Respekt, Harmonie
und Lebensfreude auf seine Umgebung ausstrahlen. Der Islam
ist die Religion des Friedens Im weitesten Sinn ist Terror Gewaltttigkeit,
die gegen nicht-militrische Ziele zum Zweck politischer Ziele ausgebt wird.
In anderen Worten, die Angriffsziele des Terrors sind vllig unschuldige Zivilisten,
deren einziges Verbrechen es ist, dass sie - in den Augen der Terroristen - 'die
andere Seite' vertreten. Aus diesem Grund bedeutet Terror, unschuldige Menschen
Gewaltttigkeit auszusetzen, was eine Verhaltensweise ist, die jeglicher moralischen
Rechtfertigung mangelt. Dies ist, in gleicher Weise, wie die Morde, die durch
Hitler oder Stalin begangen wurden, ein 'Verbrechen gegen die Menschheit'.

 Terroristen
zielen darauf ab, eine Welt der Gewaltttigkeit, des Konflikts, des Chaos und
der Furcht zu schaffen. | Der Quran ist ein Buch, das
den Menschen als Fhrung zum Weg der Wahrheit offenbart wurde, und in diesem Buch
gebietet Gott den Menschen, eine gute, moralische Lebensweise anzunehmen. Diese
Moral grndet sich auf Tugenden wie Liebe, Mitleid, Toleranz und Barmherzigkeit.
Das Wort 'Islam' ist von dem arabischen Wort fr 'Frieden' abgeleitet. Der Islam
ist eine Religion, die der Menschheit mit dem Ziel geoffenbart wurde, ein Leben
des Friedens zu ermglichen, in dem die unendliche Barmherzigkeit und Gnade Gottes
auf der Welt zum Ausdruck kommen knnen.

Eine Gesellschaft, in der die islamischen moralischen Werte
in hohem Ansehen gehalten werden, ist eine Gesellschaft, die sich durch Frieden,
Nachsicht, Liebe, Mitgefhl, gegenseitige Untersttzung und Freude auszeichnet.
| Allah ruft alle Menschen zu dieser islamischen Ethik
auf, durch welche Barmherzigkeit, Gnade, Frieden und Toleranz auf der ganzen Erde
erfahren werden knnen. In einem Vers der 2. Sure des Qurans spricht Allah die
Glubigen in folgender Weise an: O ihr, die ihr glaubt!
Tretet allesamt in den Zustand der Befriedung (Islam) ein und folgt nicht den
Fustapfen des Satans; er ist euch zweifellos ein offenbarer Feind. (Sure 2:208
- al-Baqara) Wie der Vers klar macht, kann Sicherheit nur durch 'Eintritt
in den Zustand des Islam' gewhrleistet werden, d.h., indem man entsprechend den
Werten des Quran lebt. Ein Muslim der die Werte des Quran in seinem Leben verwirklicht,
fhlt sich dafr verantwortlich, alle Menschen, egal ob Muslime oder Nicht-Muslime,
freundlich und gerecht zu behandeln, die Bedrftigen und Unschuldigen zu schtzen
und die 'Verbreitung von Unheil' zu verhindern. Unheil beinhaltet alle Formen
der Anarchiend des Terrors, welche Sicherheit, Wohlsein und Frieden zerstren.
Wie in einem Vers erklrt: Gewiss liebt Allah die Unheilstifter
nicht. (Sure 28:77 - al-Qasas) Einen Menschen grundlos zu tten ist eines
der offensichtlichsten Beispiele des Unheils. Allah verweist im Quran auf ein
Gebot, das Er zuvor den Juden im Alten Testament auferlegt hatte: ...
dass dem, der einen Menschen ttet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder
Korruption im Lande gestiftet hat, es angerechnet werden soll , als htte er die
ganze Menschheit gettet. Und dem, der ein Leben erhlt, soll es angerechnet werden,
als htte er die ganze Menschheit am Leben erhalten... (Sure 5:32 - al-Maida)
Wie der Vers darlegt, begeht ein Mensch, der selbst nur einen einzigen
Mitmenschen ttet, es sei denn in Vergeltung fr einen begangenen Mord oder Korruption
im Lande, ein Verbrechen, das dem gleichkommt, als htte er die gesamte Menschheit
gettet.
Im 32. Vers der Sure al-Ma'ida erklrt Allah, dass, wenn
jemand einen Menschen ungerechtfertigt ttet, es so ist, als htte er die ganze
Menschheit gettet. Jeder Mord ist eine vllige Missachtung der moralischen Lehre
des Quran. | In Anbetracht dessen wird es offenbar,
welch eine groe Snde die Morde, Massaker und Anschlge sind, die von Terroristen
ausgefhrt werden, einschlielich der, die als 'Selbstmordanschlge' bekannt sind.
Allah teilt uns im folgenden Vers mit, wie diese grausame Form des Terrorismus
im Jenseits bestraft wird: Die Anklage richtet sich nur
gegen die, welche den Menschen Unrecht tun und Ausschreitungen auf der Erde begehen,
zu denen sie kein Recht haben. Ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil. (Sure
42:42 - asch-Schura) All dies zeigt deutlich, dass es dem Islam vllig
entgegen steht, Terrorakte gegen unschuldige Menschen zu organisieren, und dass
kein Muslim solch ein Verbrechen verben knnte. Im Gegenteil sind Muslime dafr
verantwortlich, diesen Leuten das Handwerk zu legen, 'Ausschreitungen auf der
Erde' abzuschaffen und allen Menschen berall auf der Welt Frieden und Sicherheit
zu bringen. Islam kann nicht mit Terrorismus in Einklang gebracht werden; ganz
im Gegenteil, er bietet die Lsung zu dem Problem des Terrorismus und den Weg
zu seiner Verhinderung an. Allah hat das Bse verdammt
Allah hat dem Menschen befohlen, kein bel zu begehen: Unterdrckung, Grausamkeit,
Mord und Blutvergieen sind allesamt verboten. Die, die dieses Gebot Allahs nicht
befolgen, werden als 'den Fustapfen des Satans folgend' beschrieben, und haben
eine Haltung angenommen, die im Quran als offenbar sndig erklrt wurde. Folgende
Verse sind einige der vielen, die sich auf dieses Thema beziehen: Und
diejenigen, die ihr Bndnis mit Allah brechen, nachdem sie es eingegangen waren,
und trennen, was Allah zu verbinden gebot, und Unheil auf Erden anrichten, auf
ihnen lastet ein Fluch und eine ble Wohnstatt erwartet sie. (Sure 13:25 - ar-Ra'd)
... Esst und trink von dem womit Allah euch versorgt hat
und verderbt nicht die Erde, indem ihr Unheil anrichtet. (Sure 2:60 - al-Baqara)
Und richtet kein Verderben auf der Erde an, nachdem sie
mangellos gestaltet worden war, und betet zu Ihm in Gottesfurcht und Vertrauen!
Gewiss ist Allahs Barmherzigkeit denen nahe, die Gutes tun. (Sure 7:56 - al-A'raf)
Diejenigen, die denken, dass sie irgend einen Erfolg erzielen knnen, indem
sie bel, Aufruhr und Unterdrckung verursachen und unschuldige Menschen tten,
verfallen einen groen Irrtum. Gott hat alle blen Taten, einschlielich Terrorismus
und Gewalt verboten, und diejenigen, die derartige Handlungen begehen verurteilt,
wie aus dem folgenden Vers hervorgeht: ...Allah gibt dem
Handeln der Unheilstifter sicherlich kein Gelingen. (Sure 10:81 - Junus)
Es
gibt offensichtlich vielerlei Grnde fr die Terrorakte, die bis heute Hunderttausende
von Menschen das Leben gekostet haben. Diejenigen, die solche Handlungen begehen,
haben keine Gottesfurcht; sie sind der Moral, die die Religion befiehlt vollstndig
entfremdet. | Heute jedoch geschehen Terrorakte,
Vlkermord und Massaker berall auf der Welt. Unschuldige Menschen werden auf
brutale Weise gettet, und Lnder, in denen Gemeinschaften zum Hass gegeneinander
angestachelt werden, schwimmen im Blut. Diese Grauen in Lndern mit unterschiedlicher
Geschichte, Kultur und Sozialstruktur mgen spezifische Ursachen und Grnde haben,
es ist jedoch offensichtlich, dass die grundlegende Ursache eine Distanzierung
von der Moralitt ist, die auf Liebe, Respekt und Toleranz basiert, welche die
Religion mit sich bringt. Infolge von Religionslosigkeit entwickeln sich Gesellschaften,
in denen die Menschen keine Gottesfurcht haben und nicht glauben, dass sie im
Jenseits zur Rechenschaft gezogen werden. Da sie sich dnken, niemandem Rechenschaft
ber ihre Handlungen schuldig zu sein, knnen sie ohne weiteres Mitgefhl, Moral
oder Gewissen auer Acht lassen. Das Aufkommen von Heuchlern, die den Namen
Gottes und der Religion bentzen, aber sich tatschlich organisieren, um bel
anzurichten, das von Allah verdammt wurde, wird im Quran erwhnt. Ein Vers berichtet
von neun einflussreichen Mnnern in einer Stadt, die ihren Plan, den Propheten
zu ermorden, mit einem Schwur im Namen Allahs besiegelten: Und
es waren neun Mchtige in der Stadt, welche Unheil im Lande anrichteten, anstatt
Wohlergehen anzustreben. Sie vereinbarten: 'Lasst uns vor Allah schwren, dass
wir an ihm und seiner Familie in der Nacht ein Attentat verben, und dann seinem
Sippenltesten sagen, dass wir die Vernichtung seiner Familie nicht bezeugten
und dass wir gewiss die Wahrheit sagen!' Uns so machten sie ein Komplott, doch
sie ahnten nicht, dass auch Wir einen Plan hatten. (Sure 27:48-50 - an-Naml) Wie
dieses, im Quran beschriebene Ereignis zeigt, bedeutet die Tatsache, dass Menschen
'im Namen von Allah' Dinge tun, oder sogar in Seinem Namen schwren - in anderen
Worten, eine 'religise' Sprachform verwenden - nicht, dass ihre Handlungen der
Religion entsprechen. Ganz im Gegenteil kann das, was sie tun, dem Willen Gottes
und der Ethik der Religion vllig entgegengesetzt sein. Die Wahrheit zeigt sich
in ihrem Handeln. Wenn ihre Taten darauf abzielen, dass sie 'Unheil anrichteten,
anstatt Wohlergehen' wie der Vers darlegt, dann steht fest, dass diese Menschen
nicht wahrhaft religis sein knnen, und dass ihr Ziel nicht ist, der Religion
zu dienen. Jemand, der Allah frchtet und die wahre Ethik des Islams verstanden
hat, kann unmglich Gewaltttigkeit oder Verbrechen untersttzen, oder an dahingehenden
Aktivitten teilnehmen. Aus diesem Grund ist der Islam die realistische Antwort
auf den Terrorismus. Wenn die hohen moralischen Prinzipien des Quran erklrt werden,
wird es undenkbar fr die Menschen, den echten Islam mit denjenigen in Verbindung
zu bringen, die Gruppen untersttzen, deren Zielsetzung Hass, Krieg und Chaos
ist, oder diesen angehren, weil Allah es verboten hat, Unheil zu stiften: Und
sobald er sich von dir abwendet, sucht er, im Lande Unheil zu stiften und die
Zivilisation der Menschheit zu zerstren, doch Allah verabscheut Korruption. Und
wenn er zur Gottesfurcht ermahnt wird berkommt ihn frevelhafte Arroganz. Die
Hlle ist angemessen fr ihn - welch eine ble Lagerstatt! (Sure 2:205, 206 -
al-Baqara) Wie aus den obenerwhnten Versen ersichtlich ist, kann jemand
der Gottesfurcht hat, unmglich auch nur der geringsten Ttigkeit, die der Menschheit
Schaden zufgen knnte, ein blindes Auge zuwenden. Jemand, der jedoch nicht an
Allah und ans Jenseits glaubt, kann sehr wohl jedes bel begehen, da er sich niemandem
gegenber zur Rechenschaft verpflichtet dnkt. Was als erstes getan werden
muss, um die Welt von der gegenwrtigen Geiel des Terrorismus zu befreien, ist,
durch Aufklrung die entarteten, irreligisen Konzepte, die im Namen der Religion
vorgebracht werden, zu beseitigen und die Menschen in der wahren Ethik des Quran
und der Furcht Gottes zu unterweisen.
|  Die
Verantwortlichkeit der Glubigen
Diejenigen,
die kein Interesse fr Ereignisse haben, sofern diese sie nicht direkt betreffen,
sind der Einsicht beraubt, welche Selbstlosigkeit, Bruderschaft, Freundschaft,
Ehrlichkeit und Dienstbereitschaft begleitet, und welche die Religion dem Menschen
verleiht. Zeitlebens sind solche Menschen bestrebt, nur ihre eigene Selbstsucht
zu befriedigen, worauf sie all ihre Mittel vergeuden, und sich dabei der Gefahren,
welche die Menschlichkeit bedrohen, total unbewusst sind. Im Quran jedoch lobt
Allah die Moralitt derer, die sich bemhen, ihre Umwelt und die Lebensqualitt
zu verbessern; die sich um die Ereignisse kmmern, die in ihrem Einflussbereich
stattfinden, und die den Menschen den rechten Weg weisen. In einem Vers des Qurans
werden in einem Gleichnis diejenigen, die anderen niemals Gutes bieten, mit denen,
die immer auf dem Weg der Gte wandeln verglichen: Und Allah
prgt ein Gleichnis von zwei Mnnern, von denen der eine stumm ist, nichts auszurichten
vermag und eine Last fr seinen Herrn ist; womit er ihn auch beauftragt, er bringt
kein gutes Ergebnis. Gleicht er etwa dem, der Gerechtigkeit gebietet und auf einem
geraden Weg ist? (Sure 16:76 - an-Nahl) Wie der Vers darauf
hinweist, sind offensichtlich die, die sich 'auf dem rechten Weg' befinden, diejenigen,
welche ihre Religion ernst nehmen, in bewusster Gottesfurcht leben, geistlichen
Werten Bedeutung beimessen und eifrig bestrebt sind, der Menschheit von Nutzen
zu sein. Allgemein gesprochen sind solche Leute dazu da, der Menschheit zu dienen,
und die Menschheit bezieht groen Nutzen von ihnen. Aus diesem Grund ist es sehr
wichtig fr Menschen, ber die wahre Religion zu erfahren und entsprechend der
moralischen Grundstze zu leben, die im Quran, der letzten Offenbarung Allahs,
dargelegt wurden. Im Quran stellt Allah die Verhaltenswei-sen jener Menschen heraus,
die dieser hohen Ethik entsprechend leben: ... und sicherlich
hilft Allah dem, der fr Ihn eintritt; Allah verfgt ber absolute Strke und
Macht. Denen, die, wenn Wir ihnen eine Stellung auf Erden geben, den Gottesdienst
einrichten und die Wohlfahrtsabgaben entrichten und das Erstrebenswerte gebieten
und das Verabscheuungswrdige verbieten. Doch Allah bestimmt den Ausgang aller
Dinge. (Sure 22:40, 41 - al-Hadsch) |
Allah befiehlt uns, Gutes zu tun Ein Muslim
ist jemand, der die Gebote Allahs einhlt und gewissenhaft versucht, sein Leben
entsprechend der Ethik, des Friedens und der Harmonie zu gestalten, die der Quran
propagiert, welche die Welt zu einem schneren Platz machen und zu wahrem Fortschritt
fhren. Sein Ziel ist es, die Menschen zum Schnen, zur Gte und zum Wohlsein
zu fhren. Im Quran heit es: ... tue Gutes, so wie Allah
dir Gutes getan hat, und trachte nicht nach Korruption auf der Erde; sicherlich
liebt Allah die Unheilstifter nicht! (Sure 28:77 - al-Qasas)

Diejenigen, die das Leben von Zivilisten und ins besondere
von Kindern bedrohen, sollten sich die Frage stellen: Welches Verbrechen verbten
diese Kinder? Glauben sie etwa, dass sie fr eine, gegen unschuldige Menschen
begangene Grausamkeit in der Gegenwart Gottes keine Rechenschaft ablegen mssen?
| Jemand, der den islamischen Glauben annimmt, wnscht
Allahs Wohlgefallen und Barmherzigkeit zu gewinnen und Zugang zum Paradies zu
finden. Darum muss er sich ernsthaft bemhen und whrend er in dieser Welt lebt
sich eine Moral zueigen machen, die vor Allah vertretbar ist. Die deutlichsten
Erscheinungen solch einer Moral sind Barmherzigkeit und Anteilnahme, Gerechtigkeit,
Ehrlichkeit, die Bereitschaft zu vergeben, Demut, Geduld und Opferbereitschaft.
Der Glubige zeigt sich seinen Mitmenschen gegenber zuvorkommend, versucht, Gutes
zu tun und Gte zu verbreiten. In Seinem heiligen Wort befiehlt Allah: Und
Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist nicht anders
als in Realitt, und die Stunde wird sicherlich kommen! Sei daher bereit, mit
gromtiger Nachsicht zu vergeben. (Sure 15:85 - al-Hidschr) ... und erweist den
Eltern Wohlttigkeit, sowie den Verwandten, den Waisen, den Bedrftigen, dem nahen
und dem fernen Nachbarn, dem Weggefhrten, dem Reisenden und den Leibeigenen.
Gewiss liebt Allah den nicht, der arrogant und selbstherrlich ist. (Sure 4:36
- an-Nisa) ... Untersttzt euch gegenseitig in Rechtschaffenheit
und Gottesfurcht und ermutigt einander nicht zur Snde und Feindschaft und frchtet
Allah; Allah ist gewiss streng im Vergelten. (Sure 5:2 - al-Ma'ida) Wie
aus diesen Versen klar hervorgeht, mchte Allah, dass diejenigen, die an Ihn glauben,
sich ihren Mitmenschen gegenber zuvorkommend verhalten und miteinander zusammenarbeiten,
wo es darum geht, das Gute zu frdern und das ble zu vermeiden. In einem anderen
Vers erklrt Allah: 'Wer etwas Gutes vollbracht hat, dem
wird es zehnfach vergolten und wer sich bles zu Lasten kommen lie, dem wird
es nur im gleichen Ma vergolten. Und es geschieht ihnen kein Unrecht.' (Sure
5:2 - al-Mai'da) In Seinem Buch beschreibt Allah Sich Selbst als
den, Der wei, was 'im Innersten der Brust' verborgen ist, und warnt die Menschen,
'alles bel zu vermeiden'. Ein Muslim, was soviel bedeutet als 'jemand der sich
Allah ergeben hat', muss daher offensichtlich ein Mensch sein, der sein bestes
tun wird, den Terrorismus zu bekmpfen.
In der moralischen Lehre des Islams sind die wichtigsten
Eigenschaften Liebe, Mitgefhl, gegenseitige Untersttzung, Opferbereitschaft,
Toleranz und Nachsicht. In einer Gesellschaft, in der diese Ethik in Wahrheit
realisiert wird, knnen Gewaltttigkeit und Konflikt nicht Fu fassen.
| Ein Muslim verhlt sich gegenber den Ereignissen,
die um ihn herum geschehen, nicht unbeteiligt, und wird niemals die Einstellung
haben, dass nichts von Bedeutung ist, solange es ihm nicht schadet, und zwar deshalb,
weil er sich Allah ergeben hat. Er ist Sein 'Stellvertreter' und ein Botschafter
des Guten, und kann somit in der Gegenwart von Grausamkeiten und Terrorismus nicht
unbeteiligt zusehen. In der Tat, der Muslim ist der grte Feind des Terrorismus,
durch den Menschen gettet werden, die kein Unrecht getan haben. Der Islam ist
gegen alle Erscheinungsformen des Terrorismus und ist bestrebt, ihn von vornherein,
d.h. schon auf der Ebene der Idee zu verhindern. Er fordert, dass zwischen den
Menschen Frieden und Gerechtigkeit vorherrschen und gebietet dem Menschen Zwietracht,
Konflikt und Bses zu vermeiden. Allah befiehlt
uns, gerecht zu sein Die wahre Gerechtigkeit, die im Quran beschrieben
wird, befiehlt dem Menschen, gerecht zu sein, nicht unter Menschen zu diskriminieren,
die Rechte der Menschen zu schtzen, unter keinen Umstnden Gewaltttigkeit zu
billigen, dem Unterdrckten gegen den Unterdrcker beizustehen und dem Bedrftigen
zu helfen. In der Entscheidung eines Streits erfordert es diese Gerechtigkeit,
dass die Rechte beider Parteien gewahrt werden, dass alle Gesichtspunkte des Konflikts
beurteilt werden, dass keinerlei Vorurteile einen Einfluss ausben, und dass Objektivitt,
Ehrlichkeit, Toleranz, Barmherzigkeit und Anteilnahme gebt werden. Jemand z.B.,
der Ereignisse nicht in gemigter Weise beurteilen kann und zwischen seinen Gefhle
und Emotionen schwankt, wird nicht in der Lage sein, vernnftige Entscheidungen
zu treffen und unter dem Einfluss solcher Gefhle bleiben. Jedoch jemand, der
mit Gerechtigkeit vorgeht, muss all seine persnlichen Gefhle und Ansichten beiseite
legen. Er muss alle Parteien mit Gerechtigkeit behandeln, wenn sie um Hilfe bitten,
um unter allen Umstnden die Seite des Rechts zu vertreten und nicht vom Weg der
Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit abzuweichen. Man sollte die Werte des Qurans in
solcher Weise verinnerlichen, dass man in der Lage ist, die Interessen anderer
Menschen vor den eigenen zu bercksichtigen, und Gerechtigkeit zu verfechten,
selbst wenn dies nachteilig fr die eigenen Interessen ist. Im 42. Vers
der 5. Sure (al-Ma'ida) befiehlt Allah: '... wenn du Recht
sprichst, richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit.' An anderer Stelle befiehlt
Allah den Glubigen gerecht zu handeln, selbst wenn es sich gegen sie selbst richtet:
O ihr, die ihr glaubt, errichtet die
Gerechtigkeit (als ein Leitprinzip)! Seid Zeugen fr Allah, selbst wenn es sich
gegen euch selbst oder euere Eltern und Verwandten richtet, ob arm oder reich,
Allah ist beiden nher. Und folgt nicht den Begierden, die euch vom Recht abwenden.
Wenn ihr die Wahrheit verdreht oder euch davon abwendet, so ist es Allah sicherlich
bekannt, was ihr tut. (Sure 4:135 - an-Nisa) Allah gibt im Quran eine ausfhrliche
Darstellung der Gerechtigkeit und weist die Glubigen an, welche Haltung sie angesichts
der Ereignisse, die ihnen begegnen, einnehmen mssen, und auf welche Weise die
Gerechtigkeit auszuben ist. Solch eine Anleitung ist eine Gnade Allahs und eine
groe Erleichterung fr die Glubigen. Aus diesem Grund sind die, die glauben,
dafr verantwortlich, kompromisslose Gerechtigkeit walten zu lassen, sowohl um
Allahs Wohlgefallen zu erlangen, als auch um ihr Leben in Frieden und Sicherheit
zu fhren. Die Gerechtigkeit, die Allah im Quran befiehlt, ist die Gerechtigkeit,
die einheitlich auf alle Menschen, ohne Anbetracht der Sprache, Rasse oder Kultur
anzuwenden ist. Die Gerechtigkeit im Sinn des Qurans ndert sich nicht je nach
dem Ort, der Zeit und den Menschen. Auch in unserer Zeit gibt es Menschen in allen
Teilen der Welt, die grausamer und ungerechter Behandlung aufgrund ihrer Hautfarbe
oder Rasse ausgesetzt sind. Allah informiert uns jedoch im Quran, dass
der Zweck in der Schpfung unterschiedlicher Stmme und Vlker ist, 'dass sie
einander kennenlernen'. Unterschiedliche Nationen oder Vlker, die alle Allahs
Untertanen sind, sollten sich kennenlernen, d.h. ihre unterschiedlichen Kulturen,
Sprachen, Traditionen und Fhigkeiten erforschen. Kurz gesagt, der Zweck der Schpfung
der verschiedenen Rassen und Nationen ist nicht Konflikt und Krieg, sondern kulturelle
Bereicherung. Solche Abwechslungen sind eine Gabe der Schpfung Gottes. Die Tatsache,
dass einer grer als ein anderer ist, oder dass seine Haut gelb oder wei ist,
gibt ihm weder eine hhere Stellung ber andere, noch einen Grund sich zu schmen.
Jeder Charakterzug einer Person ist ein Ergebnis der zweckmigen Schpfung Gottes,
doch in Allahs Sicht haben diese Variationen keine wertbestimmende Bedeutung.
Der Glubige wei, dass Vorrang nur in der Furcht Gottes und durch Standfestigkeit
im Glauben an Allah erreichbar ist. Auf diese Tatsache wird im folgenden Vers
hingewiesen: O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem
mnnlichen und einem weiblichen Wesen und machten euch zu Gemeinschaften und Stmmen
damit ihr euch gegenseitig erkennen mgt. Der Vortrefflichste unter euch vor Allah
ist der Gottesfrchtigste. Allahs Wissen ist wahrlich absolut; es ist Ihm alles
bekannt . (Sure 49:13 - al-Hudschurat) Wie Allah uns in dem Vers zu verstehen
gibt, erfordert das von Ihm empfohlene Verstndnis der Gerechtigkeit, eine einheitliche,
tolerante und wohlwollende Behandlung aller, ohne jegliche Diskriminierung. Abneigung
gegen eine Gruppe hindert die Glubigen nicht daran, Gerechtigkeit walten zu lassen
Hass und Zorn sind die Hauptquellen des bels, und werden sehr leicht zum
Hindernis daran, gerechte Entscheidungen zu treffen, klare Gedanken zu fassen
und sich vernnftig zu verhalten. Der Mensch neigt dazu, anderen, denen er feindselig
gesinnt ist, alle Arten des Unrechts zuzufgen. Er mag jenen Taten vorwerfen,
die sie nie begangen haben, oder falsche Aussagen gegen sie machen, obgleich ihm
deren Unschuld bekannt ist. Aufgrund solcher Feindschaften knnen Menschen zum
Opfer unertrglicher Unterdrckung werden. Einige Menschen verweigern anderen,
mit denen sie Meinungsverschiedenheiten haben, entlastende Zeugenaussagen, obwohl
sie wissen, dass jene unschuldig sind, oder halten Beweise zurck, welche jene
entlasten wrden. Zudem genieen sie Schadenfreude an dem Elend, Unrecht oder
Leiden, dem jene Menschen dann ausgesetzt sind, und andererseits ist ihre grte
Beunruhigung, dass sich die Unschuld jener Menschen erweisen knnte und ihnen
Gerechtigkeit widerfahren mge. Aus diesen Grnden ist es fr Menschen in
korrupten Gesellschaften sehr schwierig einander zu vertrauen. Die Menschen frchten
sich davor, dass sie irgendwann von irgend jemandem zu Fall gebracht werden. Da
sie gegenseitiges Vertrauen verloren haben, verlieren sie auch menschlichen Regungen,
wie Toleranz, Mitgefhl, Brderlichkeit und das Gefhl der Zusammengehrigkeit,
und beginnen, Abneigung gegeneinander zu entwickeln. Die Gefhle jedoch,
die jemand in seinem Herzen gegenber einer Person oder einer Gemeinschaft hegt,
sollten nie die Entscheidungen eines Glubigen beeinflussen. Ungeachtet dessen,
wie unmoralisch oder feindseelig die Person, deren Angelegenheit er betrachtet,
sein mag, legt der Glubige alle persnlichen Gefhle beiseite, und handelt und
entscheidet gerecht und empfiehlt das, was gerecht ist. Seine Gefhle gegenber
jener Person werfen keinen Schatten auf seine Weisheit und Gewissenhaftigkeit.
Sein Gewissen inspiriert ihn stets, Allahs Geboten und Ermahnungen zu entsprechen,
und niemals Anstand und Hflichkeit ausser Acht zu lassen, weil Gott das im Quran
befohlen hat. Folgender Vers besttigt das: O ihr, die
ihr glaubt, seid standhaft fr Allah als Zeugen in Gerechtigkeit, und lasst eure
Abneigung gegen gewisse Leute euch nicht dazu hinreien Ungerechtigkeit zu begehen.
Seid gerecht - es entspricht mehr der Furcht Gottes. Seid euch Allahs Gegenwart
bewusst. Allah ist es sicherlich bekannt, was ihr tut. (Sure 5:8 - al-Ma'ida)
Wie in dem Vers dargelegt, entspricht es am ehesten der Furcht Gottes,
eine gerechte Haltung einzunehmen. Ein glubiger Mensch wei, dass er Allahs Wohlgefallen
nur erreichen wird, wenn er gerecht handelt. Jeder, der Zeuge seines guten Charakters
wird, vertraut diesem Menschen, fhlt sich wohl in seiner Gegenwart und betraut
ihn mit jeder Verantwortlichkeit und Aufgabe. Solche Menschen werden selbst von
ihren Feinden mit dem Respekt behandelt. Ihre Einstellung mag sogar manche Menschen
zum Glauben an Gott fhren. Der Islam verteidigt
geistige Freiheit Der Islam ist eine Religion, welche die Freiheit der
Ideen, des Gedankens und des Lebens gewhrt. Im Islam bestehen Gebote zur Verhinderung
und Unterbindung von Spannungen, Streitigkeiten, bler Nachrede und selbst negativen
Gedanken unter den Menschen. Im gleichen Ma wie der Islam Terror und jegliche
Form der Gewaltttigkeit ablehnt, untersagt er, selbst die geringfgigste Anwendung
von jeglichem ideologischen Zwang. Es besteht kein Zwang
in der Religion! Korrektes Verhalten wurde nunmehr klar gegen Verirrung abgegrenzt...
(Sure 2:256 - al-Baqara) So ermahne! Deine Aufgabe ist
es nur zu ermahnen. Du kannst sie nicht zwingen. (Sure 88:21 f - al-Ghaschija)
 
Ungeachtet dessen, welcher Religion oder Glaubensrichtung
ein anderer Mensch angehren mag, sei er ein Jude, Christ, Buddhist oder Hindu,
die Muslime werden im Quran dazu angehalten, ihm gegenber tolerant und nachsichtig
zu sein, und ihn gerecht und menschlich zu behandeln. |
Jemanden zu zwingen, an eine Religion zu glauben oder ihre Glaubensformen
und Praktiken anzunehmen, widerspricht vllig dem Geist und Wesen des Islams,
dem gem wahrer Glaube nur aus freiem Willen und unter absoluter Gewissensfreiheit
mglich ist. Natrlich knnen Muslime sich gegenseitig dazu anhalten und ermutigen,
die moralischen Grundstze des Qurans zu verwirklichen; alle Glubigen sind damit
betraut, den Menschen den ethischen Reichtum des Qurans in unaufdringlicher, ansprechender
Weise zu erffnen. In Einklang mit dem folgenden Vers sind sie dazu aufgefordert,
die Schnheiten der Religion zu erlutern: 'Lade zum Weg
deines Herrn mit Weisheit und schner Ermahnung ein...' (Sure 16:125 - an-Nahl).
Gleichzeitig jedoch mssen sie sich auch dieses Verses bewusst sein: 'Du
bist nicht dafr verantwortlich, dass sie der Fhrung folgen, sondern Allah leitet
recht, wen Er will...' (Sure 2:272 - al-Baqara). Sie werden nie zu Zwangsmitteln
greifen oder irgendeinen uerlichen oder psychologischen Druck ausben, noch
werden sie versuchen, jemanden mit weltlichen Privilegien zur Religion zu locken.
Wenn sie eine negative Erwiderung auf ihr Einladen erfahren, werden die Muslime
im Sinn der Sure al-Kafirun reagieren, die mit diesen Worten schliet: 'Euch
sei eure Religion und mir die meine' (Sure 109:6 - Al Kafirun). Die
Welt, in der wir leben, enthlt Gesellschaften aller Religionen und berzeugungen:
Christliche, jdische, buddhistische, hinduistische, atheistische, deistische
und selbst heidnische Naturreligionen. Muslime, die in solch einer Welt leben,
mssen tolerant gegenber allen Glaubensrichtungen sein, auf die sie treffen mgen
und eine nachsichtige, gerechte und humanitre Verhaltensweise an den Tag legen.
Es ist eine Verantwortlichkeit der Glubigen, die Menschen zur Schnheit der Religion
Allahs einzuladen, indem sie Frieden und Toleranz frdern. Die Entscheidung, diese
Qualitten anzunehmen oder abzulehnen - zu glauben oder sich abzuwenden - liegt
bei den anderen. Jene zum Glauben zu zwingen oder zu versuchen, ihnen etwas aufzudrngen,
ist eine Verletzung der quranischen Ethik. In der Tat, Allah weist die Glubigen
im Quran darauf hin: Und htte dein Herr es gewollt, so
wrden insgesamt alle, die auf Erden leben, glauben. Willst du dann die Menschen
unter Zwang zu Glubigen machen? (Sure 10:99 - Yunus) Wir
wissen bestens, was sie sagen, doch du hast keine Zwangsgewalt ber sie. So ermahne
den, der Meine Verheiung frchtet mit dem Quran. (Sure 50:45 - Qaf) Ein
Gesellschaftsmodell, in dem die Menschen gezwungen werden religisen Verpflichtungen
nachzukommen, ist dem Islam vllig kontrr. Glaube und Gottesdienst knnen nur
dann einen Wert haben, wenn sie Gott aus freier individueller Willensentscheidung
heraus dargebracht werden. Wenn ein System die Menschen zum Glauben und zur Verrichtung
religiser Pflichten zwingt, sind die Menschen nur aus Furcht vor diesem System
'fromm'. Religion kann aus ihrer eigenen Sicht heraus nur dann Gltigkeit haben,
wenn sie in einer Umgebung der Gewissensfreiheit gelebt wird und Gottes Wohlgefallen
zum Ziel hat. Die Geschichte des Islams ist voll von Beispielen toleranter
muslimischer Herrscher, die alle Religionen respektierten und persnlich fr die
Errichtung religiser Freiheit eintraten. Thomas Arnold, ein im Dienst der indischen
Regierung ttiger britischer Missionar, beschrieb die liberale Einstellung des
Islams in diesen Worten: ... Es sind jedoch keinerlei organisierten
Versuche, einer Konvertierung der nicht- muslimischen Bevlkerung zum Islam, oder
einer systematischen Verfolgung, um die christliche Religion zu vertilgen, bekannt.
Htten die Kalifen beschlossen, eine dieser Verfahrensweisen anzuwenden, so htte
das Christentum ebenso einfach verfolgt werden knnen, wie Ferdinand und Isabella
den Islam aus Spanien vertrieben haben, oder wie Louis XIV den Protestantismus
in Frankreich strafbar machte, oder wie die Juden 350 Jahre lang von England gebannt
worden waren. Die stlichen Kirchen in Asien waren von der Gemeinschaft mit dem
Rest des Christentums vllig abgeschnitten, und niemand hat je in Bezug auf sie
einen Finger erhoben, um sie als hretische Gemeinschaften anzuprangern. Das tatschliche
berleben dieser Kirchen bis in die heutige Zeit ist ein starker Beweis der allgemein
toleranten Haltung der mohammedanischen Regierungen ihnen gegenber.1
 
Im Jahr 1492 n. CH. wurden die Juden, die ablehnten, zum
Christentum berzutreten, von Knig Ferdinand und Knigin Isabella aus Spanien
verbannt (oben). Die Juden wurden im Osmanischen Reich aufgenommen, das ihnen
zu einem Zufluchtsort islamischer Gerechtigkeit und Toleranz wurde. |
Allah verbietet die Ttung unschuldiger
Menschen Einen Mensch ohne gerechtfertigten Grund zu tten, ist eine der
grten Snden, die der Quran beschreibt: ...
dem, der einen Menschen, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Korruption
im Lande gestiftet hat, ttet, es angerechnet werden soll, als htte er die ganze
Menschheit gettet. Und dem, der ein Leben erhlt, soll es angerechnet werden,
als htte er die ganze Menschheit am Leben erhalten. Und unsere Gesandten kamen
zu ihnen mit deutlichen Beweisen, doch selbst dann ergingen sich viele von ihnen
daraufhin in Malosigkeiten auf Erden. (Sure 5:32 - al-Ma'ida)
Und
die, die keine anderen Gtter neben Allah anrufen und kein Menschenleben tten,
das Allah unantastbar gemacht hat, es sei denn entsprechend des Rechts, und die
keine Unzucht betreiben. Wer dies jedoch tut, begegnet einer schmerzliche Strafe.
(Sure 25:68 - al-Furqan) Wie aus den obigen Versen ersichtlich, droht denjenigen,
die unschuldige Menschen ohne Grund tten, eine drastische Strafe. Allah teilt
uns mit, dass vor Ihm die Ttung einer einzigen Person ebenso verwerflich ist,
wie die Ttung der ganzen Menschheit. Niemand, der die von Allah gesetzten Grenzen
respektiert, kann auch nur einem Mensch Schaden zufgen, geschweige denn Tausende
unschuldige Menschen massakrieren. Diejenigen, die annehmen, sie knnten dem Gericht
und der Bestrafung in dieser Welt entgehen, werden letztlich nie erfolgreich sein,
denn sie werden in der Gegenwart Allahs Rechenschaft fr ihre Taten ablegen mssen.
Aus diesem Grund sind die Glubigen, die wissen, dass sie nach ihrem Tode Rechenschaft
fr ihre Taten ablegen mssen, sehr bedacht, die Grenzen Allahs nicht zu berschreiten.
Allah befiehlt den Glubigen, mitleidsvoll und barmherzig
zu sein Im folgenden Vers wird die islamische Ethik erklrt: Dann
wird er zu denen gehren, die glauben und einander zu Geduld und Barmherzigkeit
anhalten: Das sind die Gefhrten der Rechten. (Sure 90:17-18 - al-Balad) Wie
aus diesem Vers ersichtlich, ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Moralitt,
die den Glubigen am Tag des Gerichts zur Errettung und zum Eingang ins Paradies
verhelfen wird, 'denen zuzugehren, die einander zu Geduld und Barmherzigkeit
anhalten'.
Die
Ethik des Islams stellt allen Menschen ein friedvolles Leben, Wohlsein, Liebe
und Freude in Aussicht... | Die wahre Quelle
der Barmherzigkeit ist die Liebe zu Allah. Die Liebe eines Menschen zu Allah fhrt
ihn dazu, dass er auch fr die Geschpfe, die Er erschaffen hat, Liebe empfindet.
Jemand, der Allah liebt, empfindet eine direkte Verbundenheit und Nhe zu den
Dingen, die Er erschaffen hat. Diese starke Liebe und Nhe, die er fr seinen
Herrn empfindet, der ihn und die gesamte Menschheit erschaffen hat, leitet ihn
an, moralische Vorzge aufzuzeigen, wie sie im Quran befohlen werden. Wahre Barmherzigkeit
tritt zutage, indem er diese Moral lebt. Dieses Modell der Moralitt, das eine
Flle der Liebe, Barmherzigkeit und Opferbereitschaft beinhaltet, wird in diesen
Versen beschrieben: Und die unter euch, die gut gestellt
und vermgend sind, sollen nicht schwren, Verwandten, Bedrftigen und denen,
die um Allahs Willen ausgewandert sind, nichts zu geben, sondern sie sollen nachsichtig
sein und vergeben. Wre es euch nicht lieb, dass Allah euch vergibt? Und Allah
ist stets zur Vergebung bereit und beraus barmherzig. (Sure 24:22 - an-Nur) Und
die, die bereits in der Sttte (Medina) ansssig und im Glauben gefestigt waren,
lieben die, welche auswanderten und bei ihnen Zuflucht nahmen, und fhlen in ihren
Herzen kein Verlangen nach dem, was jenen zuteil wurde und geben ihnen den Vorzug
ber sich selbst, auch wenn sie dadurch selbst Mangel erleiden. Wer jedoch von
seiner eigenen Habsucht erlst ist, der hat wahren Erfolg erzielt. (Sure 59:9
- al-Haschr) ... die, die Zuflucht und Hilfe gewhrten,
sie sind die wahrhaft Glubigen. Ihnen wird Vergebung und eine grozgige Versorgung
zuteil. (Sure 8:74 - al-Anfal) Und dient ausschlielich
Allah und assoziiert nichts mit Ihm und erweist den Eltern Wohlttigkeit, sowie
den Verwandten, den Waisen, den Bedrftigen, dem nahen und dem fernen Nachbarn,
dem Weggefhrten, dem Reisenden und den Leibeigenen. Gewiss liebt Allah den nicht,
der arrogant und selbstherrlich ist. (Sure 4:36 - An-Nisa) Die
Wohlfahrtsabgaben sind bestimmt fr die Armen und Bedrftigen sowie fr die, die
in der Verwaltung derselben beschftigt sind, und fr die, deren Herzen gewonnen
werden sollen, zum Freikauf von Leibeigenen und zur Tilgung von Schulden, fr
Allahs Zwecke und fr mittellose Reisende. Dies ist Allahs Gebot und Allah besitzt
Wissen und Weisheit. (Sure 9:60 - at-Tauba)

... whrend der Terrorismus eine Gesellschaft anstrebt,
in der Gewaltttigkeit, Furcht, Besorgnis und Chaos vorherrschen. |
Diese hohe Stufe der Moral, die, wie im Quran
beschrieben, von den Glubigen verlangt wird, rhrt von ihrer tiefen Liebe zu
Allah. Aufgrund ihrer Hingabe an Ihn halten sie sich gewissenhaft an die moralischen
Mastbe, die Allah im Quran niedergelegt hat. Die Glubigen versuchen nie, den
Menschen das Gefhl zu vermitteln, etwas schuldig zu sein, aufgrund der Anteilnahme
die sie ihnen erweisen und der Hilfe, die sie ihnen anbieten - sie erwarten nicht
einmal, dass ihnen gedankt wird. Ihr eigentliches Ziel ist, Allahs Wohlgefallen
durch ihr moralisches Verhalten zu erlangen, da sie wissen, dass sie am Jngsten
Tag ber die Befolgung dieser moralischen Gebote Rechenschaft ablegen mssen.
Allah hat im Quran ausdrcklich offenbart, dass die Hlle der Lohn derer sein
wird, die es bewusst ablehnen, durch ihre Lebensweise die Ethik des Quran zu verwirklichen:
'Was hat euch in das Hllenfeuer gebracht?' Sie werden
antworten: 'Wir waren nicht unter denen die ihre Gebete verrichteten, und denen,
die die Armen speisten. (Sure 74:42-44 - al-Muddaththir) 'Ergreift
ihn und fesselt ihn! Dann lasst ihn das Feuer spren! Dann legt ihn in eine Kette
von siebzig Gliedern und fhrt ihn hinein! Er war es, der nicht an Allah, den
Erhabenen glaubte, noch sich um die Speisung der Notdrftigen bemhte. (Sure 69:30-34
- al-Haqqa) Hast du den gesehen, der die Vergeltung leugnet?
Es ist nmlich derjenige, der den Waisen abweist und die Speisung der Notdrftigen
nicht frdert. (Sure 107:1-3 - Al Ma'un) Noch ermahnt ihr
einander, die Notdrftigen zu Speisen. (Sure 89:18 - Al Fadschr) Wie aus
den obigen Versen hervorgeht, besitzt der Muslim, der im Quran beschrieben wird,
eine liebevolle und mitfhlende Natur. Niemand, der diese moralischen Qualitten
besitzt, kann Terrorismus oder Gewalttaten, die gegen unschuldige Menschen gerichtet
sind, billigen. Die Charakterzge der Terroristen sind genau das Gegenteil der
quranischen Moralitt. Ein Terrorist ist ein rcksichtsloser Mensch, der die Welt
mit Hass betrachtet und morden, zerstren und Blut vergieen will. Ein Muslim,
der in der Ethik, wie sie im Quran offenbart wurde, erzogen wird, nhert sich
jedem mit der im Islam geforderten Liebe, er respektiert alle mglichen Ideen
und ist stets bemht Harmonie zu stiften, wo Zwietracht herrscht, Spannungen zu
verringern, alle Seiten zu bercksichtigen und sich gemigt zu verhalten. In
Gesellschaften, die sich aus derartigen Menschen zusammensetzen, herrscht eine
hher entwickelte Kultur, die Menschen erfreuen sich eines hheren Niveaus an
sozialer Ethik, Harmonie, Gerechtigkeit und Wohlstand als selbst in den modernsten
Staaten der heutigen Welt beobachtet werden knnen.

Islamische Moralitt gebietet den Muslimen, die Rechte der
Waisen und der Armen und Notleidenden zu schtzen, sich gegenseitig zu untersttzen
und einander wohlgesinnt zu sein. | Allah
hat Nachsicht und Toleranz befohlen Das Konzept der Nachsicht und Toleranz,
das in den Worten 'be Nachsicht' (Sure 7:199 - al-A'raf)
beschrieben ist, gehrt zu den grundstzlichsten Lehren des Islams. Wenn
man die islamische Geschichte betrachtet, kann man sehr klar erkennen, wie Muslime
dieses wichtige Element der quranischen Ethik in die Praxis des sozialen Lebens
bersetzt haben. Wie wir in spter folgenden Teilen dieses Buchs im Einzelnen
betrachten werden, haben die Muslime berall dort, wohin sie gelangten eine Atmosphre
der Freiheit und Toleranz mit sich gebracht. Sie ermglichten es Menschen mit
vllig unterschiedlichen Religionen, Sprachen und Kulturen, in Frieden und Harmonie
unter einem Dach zusammen zu leben, wobei Sicherheit und Freiheit fr jedes Mitglied
der Gesellschaft gewhrleistet waren. Damit boten sie denen, die von ihnen abhngig
waren, die Vorteile des Wissens, des Wohlstands und einer gleichen und sozialen
Position. Einer der wichtigsten Grnde fr das jahrhundertelange Bestehen des
Osmanischen Reichs, das sich ber weite Gebiete erstreckte, war die Atmosphre
der Toleranz und des Verstndnisses, die dem Islam zueigen ist. Die Muslime, die
sich jahrhundertelang durch ihre Toleranz und zuvorkommende Natur auszeichneten,
waren stets die gerechtesten und barmherzigsten Herrscher. Innerhalb dieses multinationalen
Gefges konnten alle ethnischen Gruppen frei entsprechend ihrer eigenen Religionen
und Traditionen leben.
In Gesellschaften, in denen die islamische Ethik realisiert
wird, knnen Kirchen, Moscheen und Synagogen voll funktionsfhig friedlich nebeneinander
bestehen. Diese Ansicht von drei Andachtssttten in einem Asyl fr Obdachlose
zeigt, wie das Streben nach Frieden durch die, in der moralischen Lehre des Islams
geforderte Toleranz und Gerechtigkeit verwirklicht wird. |
Toleranz im wahren Sinn kann der Welt nur Frieden und Wohl bringen,
wenn sie entsprechend der Richtlinien realisiert wird, wie sie im Quran dargelegt
sind. Auf diese Tatsache weist der folgende Vers hin: 'Eine
gute Handlung und eine ble gleichen sich bestimmt nicht. Weise das ble mit etwas
Besserem zurck, so wird derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft bestand,
wie ein inniger Freund werden.' (Sure 41:34 - Fussilat). Gott hat
Nachsicht und Vergebungsbereitschaft im Quran durchwegs als eine vorzgliche Eigenschaft
beschrieben und im folgenden Vers hat Er die erfreuliche Verheiung gegeben, dass
dementsprechendes Verhalten belohnt wird: 'Und die Vergeltung
fr eine ble Handlung ist ihresgleichen bel. Doch wer Nachsicht bt und Schlichtung
erstrebt, dessen Belohnung obliegt Allah; Er liebt gewiss nicht die, die Unrecht
begehen.' (Sure 42:40 - Asch-Schura). In einem anderen Vers hat Er die
Glubigen so beschrieben: 'Die, die sowohl im Wohlstand
als auch in der Not spenden, ihren rger berwinden und Nachsicht gegen die Menschen
ben. Allah liebt die, die Gutes tun.' (Sure 3:134 - Al-Imran). Allah offenbart
im Quran, dass es ein tugendhaftes Verhalten ist, jemanden zu verzeihen, selbst
wenn er Unrecht begangen hat. Ein Vers zu diesem Thema lautet: ...
Und es wird nie enden, dass du auf Verrat ihrerseits stt, von wenigen Ausnahmen
abgesehen. Doch sei nachsichtig gegen sie und vergib ihnen! Gewiss liebt Allah
die, die Gutes tun. (Sure 5:13 - al-Ma'ida) All dies zeigt, dass die Moralitt,
die der Islam der Menschheit empfiehlt, der Welt die Tugenden des Friedens, der
Harmonie und Gerechtigkeit bringt. Die Barbarei, die als Terrorismus bekannt ist
und gegenwrtig die ganze Welt so sehr beschftigt, ist das Werk ignoranter und
fanatischer Menschen, die der Ethik des Quran vollstndig entfremdet sind, und
absolut nichts mit Religion zu tun haben. Die Antwort zu diesen Individuen und
Gruppen, die versuchen, ihre Grausamkeiten unter dem Deckmantel der Religion zu
vollbringen, ist die wahre Moralitt die der Quran lehrt. In anderen Worten, der
Islam und die Ethik des Quran sind die Erlsung vom Fluch des Terrorismus und
nicht seine Verfechter.
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