| KAPITEL
VIII DIE SPEZIELL ENTWORFENEN ELEMENTE DES LEBENS Es besteht ein Geist und ein Zweck hinter dem
Kosmos. Hinweise auf jene gttliche Gegenwart erscheinen darin, wie abstrakte
Mathematik die Geheimnisse des Universums durchdringen kann, was darauf hindeutet,
dass ein verstndiger Geist die Welt erschaffen hat. Die Natur ist fein darauf
abgestimmt, Leben und Bewusstsein hervorzubringen. John
Polkinghorne, Englischer Physiker 84
Bis hierher haben wir untersucht, wie alle physikalischen Gleichgewichtszustnde
des Universums, in dem wir leben, speziell darauf abgestimmt sind unser Leben
zu ermglichen. Wir haben gesehen, dass die allgemeine Struktur des Universums,
der Standort der Erde im Weltall und ihre physikalischen Eigenschaften sowie Faktoren
wie Luft, Licht und Wasser genau so gestaltet sind um genau die Voraussetzungen
zu schaffen, die fr unsere Existenz erforderlich sind. Zustzlich dazu jedoch
wollen wir uns nun auch noch die Elemente nher betrachten, aus denen unser Krper
gebildet ist. Diese chemischen Stoffe, die Grundbausteine, aus denen unsere Hnde,
Augen, Haare und alle Organe, sowie alle anderen Lebewesen - Tiere und Pflanzen
- die uns Nahrung verschaffen, zusammengesetzt sind, wurden speziell entworfen,
um den Zweck zu erfllen, dem sie dienen. Der Physiker
Robert E. D. Clark bezieht sich auf das spezielle und hervorragende Design in
den Bausteinen des Lebens, wenn er sagt: '...als ob der Schpfer uns einen Satz
von vorgefertigten Teilen fr die anstehende Aufgabe in die Hand gegeben htte.'
85 Der wichtigste dieser Grundbausteine ist der Kohlenstoff. Das
Design im Kohlenstoff In vorhergehenden Kapiteln wurde
der auergewhnliche Prozess beschrieben, wobei der Kohlenstoff, das sechste Element
der periodischen Tafel, im Herzen der Roten Riesen erzeugt wird. Wir haben auch
erwhnt, dass die Entdeckung dieses wundersamen Prozesses, als er diese machte,
Fred Hoyle veranlasste zu erklren, dass '...die Gesetze der Atomphysik ausdrcklich
und bewusst in Hinsicht auf die Konsequenzen, abgestimmt wurden, die sie innerhalb
der Sterne erzeugen.' 86 Wenn man den Kohlenstoff nher
untersucht, kann man erkennen, dass nicht nur die Entstehung dieses Elements,
sondern auch seine chemischen Eigenschaften willkrlich in solcher Weise gestaltet
wurden, um genau das zu sein, was sie sind.
|  Eine der Formen, in der reiner
Kohlenstoff in der Natur vorkommt, ist Graphit. Dieses Element ist jedoch in der
Lage, eine auerordentliche Vielfalt verschiedener Stoffe in Verbindung mit Atomen
anderer Elemente zu bilden. Die Substanz, aus der die krperliche Struktur fast
aller Lebewesen gebildet ist, besteht aus solchen Verbindungen des Kohlenstoffes
mit einigen anderen Elementen.
| Reiner
Kohlenstoff kommt in der Natur in zwei Formen vor, nmlich als Graphit oder Diamant.
Kohlenstoff geht jedoch auch Verbindungen mit vielen anderen Elementen ein, was
eine groe Anzahl von Stoffen verschiedener Art zur Folge hat. Insbesondere der
unglaublich vielfltige Bereich von organischen 'Lebenserzeugnissen'. Von der
Zellmembran zur Baumrinde, von der Augenlinse zum Hirschgeweih, vom Eiwei zum
Schlangengift, alle bestehen aus, auf Kohlenstoff basierenden, organischen Verbindungen.
Kohlenstoff, in Verbindung mit Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, in vielen
verschiedenen Proportionen und geometrischen Atomanordnungen erzeugt eine enorme
Vielfalt an Materialien mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. Manche
Kohlenstoffverbindungen bestehen nur aus einigen Atomen, wohingegen andere Tausende
oder sogar Millionen beinhalten. berdies ist kein anderes Element in der Bildung
von Moleklen von solcher Bestndigkeit und Stabilitt so anpassungsfhig wie
der Kohlenstoff, wie im David Burnies in seinem Buch mit dem Titel Life [ Das
Leben] schrieb: Der Kohlenstoff ist ein sehr ungewhnliches
Element. Ohne den Kohlenstoff und seinen ungewhnlichen Eigenschaften wre es
sehr unwahrscheinlich, dass es Leben auf der Erde gbe.87 Der
englische Chemiker Nevil Sidgwick schreibt in seinem Buch Chemical Elements and
their Compounds [Chemische Elemente und deren Verbindungen] folgendes ber den
Kohlenstoff: Der Kohlenstoff ist einzigartig unter den
Elementen hinsichtlich der Anzahl und Vielfalt der Verbindungen, die er eingehen
kann. Bisher wurden ber eine Viertelmillion davon isoliert und definiert, doch
das widerspiegelt nur ein sehr unvollkommenes Bild seines Potentials, da der Kohlenstoff
die Grundlage aller Formen lebender Materie bildet. 88 Aufgrund
sowohl physikalischer als auch chemischer Gegebenheiten wre es unmglich, dass
das Leben auf einem anderen Element als dem Kohlenstoff aufgebaut sein knnte.
Eine Zeit lang wurde der Vorschlag, dass Silikon eine Alternative zum Kohlenstoff
als chemische Basis des Lebens sein knnte, erwgt, doch wissen wir nun, dass
diese Vorstellung nicht realistisch ist, wie Sidgwick sagt: Wir
haben jetzt gengend Kenntnisse, um sicher zu sein, dass die Idee einer Welt,
in der Silikon anstelle von Kohlenstoff die Grundlage des Lebens wre, nicht realistisch
ist...89 Die kovalente Bindung Die
chemische Bindung, die der Kohlenstoff eingeht, um organische Verbindungen zu
bilden, wird als 'Kovalenzbindung' bezeichnet. Man spricht von einer kovalenten
Bindung, wenn sich zwei Atome ihre Elektronen 'teilen', d.h. gegenseitig zur Verfgung
stellen. Die Elektronen eines Atoms bewegen sich auf bestimmten Umlaufbahnen,
die konzentrisch um den Kern gelagert sind. Die dem Kern am nchsten liegende
Elektronenbahn kann nur zwei Elektronen unterbringen. Die folgende Elektronenbahn
kann 8 Elektronen aufnehmen und auf der dritten Bahn knnen bis zu 18 Elektronen
kreisen. Die Anzahl der Elektronen wchst weiter mit der Zufgung weiterer Umlaufbahnen.
Ein interessanter Aspekt dieser Anordnung ist, dass die Atome 'bestrebt sind',
die Anzahl der Elektronen in ihren Umlaufbahnen zu vervollstndigen. Der Sauerstoff
z.B., hat 6 Elektronen in seiner zweiten, d.h. uersten Elektronenbahn. Das macht
ihn 'geneigt', Verbindungen mit anderen Atomen einzugehen, die ihm die zwei Elektronen
zur Verfgung stellen, die ntig sind, um die Anzahl auf 8 - das volle Potential
der zweiten Bahn - zu erhhen. Warum Atome diese Tendenz haben, ist eine
Frage die bisher nicht beantwortet werden konnte, doch es ist gewiss von Vorteil,
dass diese Tendenz besteht, denn wenn sich die Atome nicht dermaen verhalten
wrden, wre das Leben nicht mglich.
| Die chemische Struktur des Methangases:
Vier Wasserstoffatome sind durch kovalente Bindungen an das Kohlenstoffatom in
der Mitte gebunden.
| Kovalente Bindungen
entstehen aufgrund dieser Tendenz der Atome, ihre Elektronenbahnen voll zu besetzen.
Zwei oder mehrere Atome knnen diese Mngel in ihren Elektronenbahnen oft beheben,
indem sie sich ihre Elektronen gegenseitig zur gemeinsamen Verfgung stellen.
Ein gutes Beispiel dafr ist das Wassermolekl (H2O), dessen Bausteine
- zwei Wasserstoffatome und ein Sauerstoffatom - eine kovalente Bindung eingehen.
In dieser Verbindung ergnzt der Sauerstoff seine zweite Elektronen-bahn auf 8
indem er je ein Elektron der beiden Wasserstoffatome mitverwendet, wobei sich
gleichzeitig die beiden Wasserstoffatome je ein Elektron vom Sauerstoff 'ausleihen',
um ihrerseits ihre jeweilige Elektronenbahn auf zwei zu ergnzen. Der Kohlenstoff
zeigt eine starke Tendenz, kovalente Bindungen mit anderen Atomen (einschlielich
weiteren Kohlenstoffatomen) einzugehen, wovon eine enorme Anzahl verschiedener
Stoffe entstehen kann. Eine der einfachsten dieser Substanzen ist Methan, ein
gewhnliches Gas, das durch eine kovalente Bindung von vier Wasserstoffatomen
an ein Kohlenstoffatom gebildet wird. Da der Kohlenstoff nur insgesamt 6 Elektronen
- 2 auf der inneren und 4 auf der ueren Bahn - hat, bindet er vier Wasserstoffatome
anstatt von zweien, wie im Fall des Sauerstoffs. Wie bereits erwhnt legt
der Kohlenstoff eine besondere Vielfalt hinsichtlich der Bildung von Verbindungen
mit anderen Elementen an den Tag, und diese Vielfalt ermglicht die Erzeugung
einer betrchtliche Anzahl von Substanzen. Die Kategorie der Verbindungen des
Kohlenstoffs ausschlielich mit Wasserstoff werden die 'Kohlenwasserstoffe' genannt.
Diese bilden eine groe Familie von organischen Verbindungen, der, Erdgas, flssiges
Petroleum, Kerosin und Schmierle angehren. Kohlenwasserstoffe, wie Ethylen und
Propylen sind die Grundfesten, auf denen sich die gesamte petrochemische Industrie
aufbaut. Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol und Terpentin sind jedem, der
mit Farben zu tun hat, gelufig. Naphthalin, das wir in Form von Mottenkugeln
in unseren Schrnken als Schutz fr unsere Kleidung aufbewahren, ist ebenfalls
ein Kohlenwasserstoff. In Verbindungen mit Chlor werden einige Kohlenwasserstoffe
als Betubungsmittel verwendet, und mit dem Zusatz von Fluor erhlt man Freon,
ein Gas, das in der Khlungsindustrie Verwendung findet. Eine andere wichtige
Klasse von Verbindungen ist die, in der der Kohlenstoff kovalente Bindungen mit
Wasserstoff und Sauerstoff eingeht. In dieser Familie finden wir unter sehr vielen
anderen Substanzen die Alkohole, wie Ethanol und Propanol, Ketone, Aldehyde und
Fettsuren. Eine weitere Gruppe von Verbindungen des Kohlenstoffs mit Wasserstoff
und Sauerstoff sind die Verschiedenen Formen des Zuckers, einschlielich Glukose
und Fruktose. Die Zellulose, die sozusagen das Skelett des Holzes ausmacht
und das Rohmaterial fr das Papier liefert, ist ein weiterer Kohlenwasserstoff,
ebenso wie der Essig, das Bienenwachs und die Ameisensure. Fast jedes Exemplar
dieses unglaublich ppigen Sortiments von Stoffen und Materialien, die natrlich
in unserer Welt vorkommen, ist 'nichts weiter' als eine jeweils andere Anordnungsvariante
von kovalenten Bindungen zwischen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Wenn
Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff solche Bindungen eingehen,
bilden sie Molekle einer Kategorie, die die Grundlage und chemische Struktur
des Lebens selbst darstellt: die Aminosuren, aus denen die Proteine aufgebaut
sind. Die Nukleotiden, aus denen sich die DNS zusammensetzt, sind ebenfalls Molekle,
die aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff gebildet werden.
Kurz gesagt, die kovalenten
Bindungen, die der Kohlenstoff eingehen kann, bilden einen Groteil der Grundlage
fr die Existenz des Lebens. Wenn Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff
nicht so 'bestrebt' wren, sich ihre Elektronen zur gemeinsamen Verwendung gegenseitig
zur Verfgung zu stellen, wre das Leben tatschlich nicht mglich. Was
es dem Kohlenstoff ermglicht, solche Bindungen einzugehen, ist eine Eigenschaft,
die die Chemiker als 'Metastabilitt' bezeichnen, was wrtlich 'Umformungsbestndigkeit'
bedeutet. Der Biochemiker J.B.S. Haldane beschreibt diese Eigenschaft folgendermaen: Ein
metastabiles Molekl ist ein solches, das durch eine Umwandlung verfgbare Energie
freisetzen kann, doch gengend stabil ist um auf die Dauer fortzubestehen, es
sei denn, dass es durch Wrme, Bestrahlung oder in Verbindung mit einem Katalysator
erregt wird. 90  |
WASSER und METHAN:
ZWEI VERSCHIEDENE BEISPIELE VON KOVALENTEN
BINDUNGEN In dem obig abgebildeten Wassermolekl
besteht eine kovalente Bindung zwischen den beiden Wasserstoffatomen und dem einen
Sauerstoffatom. In dem unten abgebildeten Methanmolekl bilden vier Wasserstoffatome
kovalente Bindungen mit einem einzigen Kohlenstoffatom. |
Was diese etwas technische Definition aussagt, ist, dass der Kohlenstoff
eine ziemlich einzigartige Struktur hat, die es ihm unter normalen Bedingungen
sehr leicht macht, kovalente Bindungen einzugehen. Doch hier begegnen wir
einer sehr interessanten Situation, denn der Kohlenstoff ist nur innerhalb einer
sehr begrenzten Temperaturspanne 'metastabil'. Insbesonders Kohlenstoffverbindungen
werden uerst unbestndig, wenn die Temperatur ber 100C ansteigt.
Diese Tatsache begegnet uns stndig in unserem alltglichen Leben, so dass wir
sie als ganz normal erachten. Wenn wir z.B. Fleisch braten, verndern wir im Grunde
genommen nur die Struktur seiner Kohlenstoffverbindungen. Doch hier sollte man
einen sehr wichtigen Punkt beachten; das gebratene Fleisch ist vollstndig 'tot',
d.h. sein chemischer Aufbau unterschiedet von dem, was er ursprnglich war, als
es Teil eines lebenden Organismen war. In der Tat werden die meisten Kohlenstoffverbindungen
bei Temperaturen ber 100C 'denaturalisiert'. Der Groteil aller Vitamine, z.B.
zerfllt bei dieser Temperatur, Zucker unterliegt ebenfalls strukturellen nderungen
und verliert einen Teil seines Nhrwerts, und um 150C beginnen Kohlenstoffverbindungen
zu brennen. In anderen Worten, falls die Kohlenstoffatome kovalente Bindungen
mit anderen Atomen bilden sollen, und die resultierenden Verbindungen bestndig
sein sollen, darf die vorherrschende Temperatur hchstens 100C betragen. Die
untere Grenze dagegen ist etwa 0C. In Temperaturen, die betrchtlich darunter
liegen ist organische Biochemie unmglich. Im Fall anderer Verbindungen
herrscht grundstzlich eine andere Situation vor. Die meisten anorganischen Verbindungen
sind nicht metastabil, und ihre Bestndigkeit ist von Temperaturvernderungen
nicht in bedeutender Weise beeinflut. Man kann das leicht beobachten, wenn man
ein Stck Fleisch aufspiet und ber das Feuer hlt. Je lnger man das Fleisch
braten lsst, desto brauner wird es bis es ganz verkohlt und schlielich Feuer
fngt, lange bevor irgend etwas mit dem metallenem Spie geschieht. Das gleiche
wrde geschehen, wenn anstelle des Metalls Glas oder Stein verwendet wrden. Man
msste die Temperatur um viele hundert Grade erhhen bevor sich die Struktur dieser
Materialien zu verndern begnne. Sie mgen nun bereits die hnlichkeit
zwischen der Temperatur-spanne bemerkt haben, innerhalb der der Kohlenstoff bestndige
kovalente Bindungen bilden kann, und den, auf unserem Planeten vorherrschenden
Temperaturbedingungen. Wie bereits an anderer Stelle erwhnt, variieren die Temperaturen
im Weltall zwischen Millionen von Graden im Zentrum der Sterne und dem absoluten
Gefrierpunkt (-273.15C), doch die Erde, die als Lebensraum fr den Menschen geschaffen
wurde, besitzt ein Klima, das genau dieser schmalen Temperaturspanne entspricht,
innerhalb der die Bildung von Kohlenstoffverbindungen erfolgen kann, welche ihrerseits
die Grundbausteine des Lebens darstellen. Diese interessanten 'Zuflle'
sind hier jedoch noch nicht zuende. Die genau gleiche Temperaturspanne ist es,
in der das Wasser in flssigem Zustand ist. Wie im vorhergehenden Kapitel errtert,
ist flssiges Wasser, eines der Grunderfordernisse des Lebens, und um flssig
zu bleiben, bentigt es genau die selben Temperaturen, welche auch die Kohlenstoffver-bindungen
zu ihrer Entstehung und Erhaltung brauchen. Es gibt kein Naturgesetz, das diese
bereinstimmung erfordern wrde, und somit kann sie nur ein Hinweis darauf sein,
dass die physikalischen Eigenschaften des Wassers und des Kohlenstoffs und die
klimatischen Bedingungen der Erde in einander angepater Harmonie erschaffen wurden. Die
schwachen chemischen Bindungen Kovalenten Bindungen sind nicht die einzige
Art von chemischer Bindung, durch welche die Molekle aus denen lebende Materie
aufgebaut ist, stabil erhalten bleiben. Es gibt eine andere, davon unterschiedliche
Kategorie von Bindungen, die als "schwachen chemischen Bindungen" bezeichnet werden. Die
schwachen chemischen Bindungen sind ungefhr 20 mal schwcher als die kovalenten
Bindungen - daher ihr Name - doch sie sind fr die Prozesse der organischen Chemie
in keiner Weise von weniger Bedeutung. Diese schwachen Bindungen ermglichen es
den Proteinen, die die Grundbausteine lebender Materie bilden, ihre unbedingt
erforderlichen, komplizierten rumlichen Strukturen beizubehalten. Um das
zu erklren mssen wir kurz auf den Aufbau der Proteine eingehen. Die Proteine
werden allgemein als 'Ketten' von Aminosuren dargestellt. Obwohl dieses Metapher
grundstzlich zutreffend ist, ist es dennoch unvollstndig, weil der Ausdruck
'Kette von Aminosuren' fr die meisten Leute die Vorstellung von etwas, wie einer
Halskette an der Perlen aufgereiht sind, hervorruft, whrend die Aminosuren,
die ein Protein bilden, tatschlich eine rumliche Struktur haben, eher wie ein
Baum mit sten und Blttern.

Kovalente Bindung: Die Atome sind fest
miteinander verkettet. |

Schwache
chemische Bindung: Eine organische Verbindung wird durch nicht kovalente Schwachbindungen
(dargestellt durch die unterbrochenen Linien) in ihrer einzigartigen dreidimensionalen
Form erhalten. | Die kovalenten Bindungen
halten die Atome der Aminosuren zusammen, whrend die schwachen chemischen Bindungen
die lebenswichtige rumliche Struktur dieser Aminosuren gewhrleisten. Ohne diese
Schwachbindungen gbe es keines jener Proteine, und ohne Proteine gbe es natrlich
auch kein Leben. Ein weiterer interessanter Aspekt dieser Angelegenheit
ist, dass der Temperaturbereich, in dem die schwachen chemischen Bindungen ihre
Funktion erfllen knnen, wiederum der ist, der auf der Erde vorherrscht. Das
ist sehr bemerkenswert, denn die physikalische und chemische Natur der Schwachbindungen
und die der kovalenten Bindungen sind vollstndig unterschiedlich und unabhngig
voneinander; in anderen Worten, es gibt keinerlei natrliche Grnde dafr, dass
sie die gleiche Temperatur bentigen sollten, und dennoch ist dem so; beide Bindungsarten
knnen nur innerhalb dieser schmalen Temperaturspanne gebildet werden und bestndig
bleiben. Wenn dem nicht so wre, wenn die kovalenten Bindungen und die schwachen
chemischen Bindungen in stark verschiedenen Temperaturbereichen stabil wren,
wre die Gestaltung der erforderlichen komplexen, dreidimensionalen Strukturen
der Proteine wiederum unmglich. Alles, was wir ber die ungewhnlichen
chemischen Eigenschaften des Kohlenstoffatoms in Erfahrung brachten, zeigt, dass
eine allumfassende Harmonie zwischen diesem Atom, das den Grundbaustein des Lebens
darstellt, dem Wasser, das ebenfalls unentbehrlich fr das Leben ist, und dem
Planeten Erde, welcher die Heimsttte dieses Lebens ist, vorherrscht. In seinem
Buch Nature's Destiny [Das Schicksal Der Natur] hebt Michael Denton dieses Zusammentreffen
von notwendigen Vorausset-zungen folgendermaen hervor: In
dem enormen Temperaturspektrum welches der Kosmos entfaltet, gibt es diesen winzigen
Sektor in dem (1) flssiges Wasser, (2) eine berwltigende Vielfalt an metastabilen,
organischen Verbindungen, und (3) schwache chemische Bindungen zur Stabilisierung
der dreidimensionalen Strukturen komplexer Molekle mglich sind. 91 Unter
allen bisher beobachteten Himmelskrpern herrschen nur auf der Erde Temperaturen
vor, die innerhalb dieser schmalen Bandbreite liegen, darber hinaus gibt es nur
auf der Erde ein solch grozgiges Vorkommen an Kohlenstoff und Wasser, den beiden
wichtigsten Grundbausteinen des Lebens. All das deutet klar darauf hin,
dass das Kohlenstoffatom mit seinen ungewhnlichen Eigenschaften speziell fr
das Leben entworfen wurde, und dass unser Planet speziell dafr geschaffen wurde,
ein auf Kohlenstoff gegrndetes Leben zu beherbergen. Das
Design im Sauerstoff Wir haben gesehen, inwieweit der Kohlenstoff der wichtigste
Grundbaustein aller lebenden Organismen ist, und dass er speziell dazu entworfen
worden zu sein scheint, um diese Funktion zu erfllen. Die Existenz aller auf
Kohlenstoff basierenden Lebensformen ist jedoch noch an eine andere Voraussetzung
gebunden - Energie. Energie ist eine unbedingte Notwendigkeit des Lebens. Die
grnen Pflanzen erhalten ihre Energie durch den Vorgang der Photosynthese von
der Sonne. Fr alle anderen Lebewesen der Erde - einschlielich uns Menschen -
ist die einzige Energiequelle ein Prozess, der 'Oxidation' genannt wird - der
wissenschaftliche Begriff fr 'Verbrennung'. Sauerstoff-atmende Organismen erhalten
ihre Energie, indem sie die pflanzliche oder tierische Nahrung, die sie aufnehmen,
'verbrennen'. Wie aus dem Begriff 'Oxidation' hervorgeht, ist diese Verbrennung
eine chemische Reaktion, in der Stoffe oxidiert werden, d.h. sie reagieren und
verbinden sich mit Sauerstoff. Aus diesem Grund ist der Sauerstoff ebenso wichtig
fr das Leben, wie Kohlenstoff und Wasserstoff. Die grundstzliche Formel
fr den Verbrennungsvorgang (Oxidation) sieht etwa so aus: Kohlenstoffverbindung
+ Sauerstoff > Wasser + Kohlendioxyd + Energie Was diese Formel aussagt,
ist, dass bei der Verbindung von Kohlenstoffverbindungen mit Sauerstoff - unter
entsprechend gnstigen Voraussetzungen - eine Reaktion stattfindet, bei der neben
Wasser und Kohlendioxyd eine betrchtliche Menge an Energie erzeugt wird. Diese
Reaktion findet sehr leicht mit Kohlenwasserstoffen statt. Glukose (ein Zucker
und daher auch ein Kohlenwasserstoff) wird fortwhrend in unserem Krper verbrannt,
um die Energieversorgung aufrechtzuerhalten. Interessant dabei ist, dass
die Elemente Kohlenstoff und Wasserstoff, welche die Kohlenwasserstoffe bilden,
fr das Zustandekommen der Oxidation am geeignetsten sind. Unter allen Elementen
ist es der Wasserstoff, der sich am ehesten mit dem Sauerstoff verbindet und dabei
zudem die grte Menge an Energie freisetzt. Wenn man einen 'Brennstoff' haben
will, der mit Sauerstoff reagiert, gibt es keine bessere Wahl, als den Wasserstoff.
In Hinsicht auf seinem 'Brennwert' steht der Kohlenstoff nach dem Wasserstoff
und dem Bor an dritter Stelle. In seinem Buch The Fitness of the Enviroment [Die
Zweckdienlichkeit der Umwelt] kommentiert Henderson ber die, hier zu Tage tretende,
auergewhnliche Zweckdienlichkeit in folgenden Worten: Genau
jene chemischen Umwandlungen, die aus vielen anderen Grnden am besten dazu geeignet
zu sein scheinen, als physiologische Vorgnge zu fungieren, stellen sich heraus,
eben diejenigen zu sein, die in der Lage sind, dem Strom des Lebens den grten
Energiezufluss zuzuleiten.92 Das
Design im Feuer (oder 'Warum wir nicht geradewegs in Flammen aufgehen') Wie
oben ausgefhrt, ist die grundstzliche Reaktion, die Sauerstoff atmende Organismen
mit der, ihnen lebenswichtigen Energie versorgt, die Oxidation von Kohlenwasserstoffen.
Diese schlichte Tatsache jedoch wirft eine 'brennende' Frage auf: Wenn unsere
Krper hauptschlich aus Kohlenwasserstoffen bestehen, warum oxidieren diese dann
nicht ebenso? Oder anders ausgedrckt: Warum gehen wir nicht geradewegs in Flammen
auf, wie ein Zndholz? Unser Krper ist stndig mit dem Sauerstoff der Luft
in Berhrung, und dennoch oxidiert er nicht und fngt kein Feuer - warum nicht? Der
Grund fr diesen scheinbaren Widerspruch ist, dass die molekulare Form des Sauerstoffs
(O2) ein gewisses Ma an Trgheit besitzt. (In dem Sinn, in dem Chemiker den Ausdruck
'Trgheit' verwenden, bedeutet das Widerstreben oder die Unfhigkeit einer Substanz,
mit anderen Substanzen chemisch zu reagieren.) Damit jedoch erhebt sich eine weitere
Frage: Wenn molekularer Sauerstoff so eine Trgheit besitzt uns nicht zu entznden,
wie wird das gleiche Molekl dazu bewegt, innerhalb unserer Krper an chemischen
Reaktionen teilzunehmen?
| 
| Diese
Frage, mit der sich Chemiker seit Mitte des 19. Jahrhunderts befassten, blieb
bis zur zweiten Hlfte des 20. Jahrhunderts unbeantwortet, als durch biochemische
Forschung die Existenz einiger Enzyme im menschlichen Krper entdeckt wurde, deren
ausschlieliche Funktion es ist, den Sauerstoff in der Atmosphre zu chemischen
Reaktionen zu veranlassen. In einer Reihe von uerst komplizierten Stufen verwenden
diese speziellen Enzyme Eisen- und Kupferatome, die in unseren Krpern vorhanden
sind, als Katalysatoren. Ein Katalysator ist eine Substanz, die eine chemische
Reaktion unter solchen Bedingungen einleitet bzw. beschleunigt unter denen sie
andernfalls nicht, oder nur sehr trge stattfinden wrde (z.B. niedrige Temperatur
etc.).93 Es liegt hier eine sehr interessante Situation
vor: Der Sauerstoff ist ein Element, das Oxidation und Verbren-nung verursacht
und normalerweise wre zu erwarten, dass es auch unseren Krper verbrennt. Um
das zu verhindern wurde der, in der Atmosphre vorhandene molekulare Sauerstoff
(O2) mit einem betrchtlichen Ma chemischer Trgheit ausgestattet,
d.h. es reagiert nicht so leicht mit anderen Stoffen. Andererseits jedoch hngt
unser Krper von der oxidierenden Eigenschaft des Sauerstoffs fr seine Energieversorgung
ab, und deshalb wurden unsere Zellen mit einem komplizierten Enzymsystem ausgestattet,
das dieses Gas in eine hohe Reaktionsbereitschaft versetzt. In
diesem Zusammenhang sollte auch hervorgehoben werden, dass dieses Enzymsystem
ein hervorragendes Beispiel von schpferischem Design darstellt, fr das kein
Evolutionskonzept, das daran festhlt, dass das Leben sich als Ergebnis von Zufallsereignissen
entwickelt hat, jemals hoffen kann eine Erklrung zu finden.94 Es
gibt noch eine weitere Manahme, die getroffen wurde, um unsern Krper vom Verbrennen
abzuhalten, und zwar das, was der englische Chemiker Nevil Sidwick 'die charakteristische
Trgheit des Kohlenstoffs' nennt.95 Das bedeutet, dass der Kohlenstoff
unter normalen Temperatur- und Druckbedingungen nicht sehr bestrebt ist, mit dem
Sauerstoff zu reagieren. In chemischer Fachsprache ausgedrckt mag dies alles
etwas esoterisch anmuten, doch was hier ausgesagt wird ist eine Gegebenheit, die
jedem, der im Winter einmal einen Herd, gefllt mit groben Holzscheitern oder
Kohle, anheizen musste, oder im Sommer die Holzkohle an einem Bratrost entznden
wollte, bekannt ist. Um ein Feuer in Gang zu bringen muss man einige vorbereitende
Manamen treffen (Papier und dnne Holzspne, Fcher oder Blasbalg, oder einen
leicht entzndbaren Brennstoff), oder man kann auch das Brennmaterial z.B. mit
einem Schwei- oder Bunsenbrenner stark erhitzen, doch sobald das Brennmaterial
einmal in Brand gert, reagiert der darin enthaltene Kohlenstoff sehr rasch mit
dem Sauerstoff, und groe Energiemengen werden freigesetzt. Aus diesem Grund ist
es ohne die Hilfe einer anderen Hitzequelle so schwierig ein Feuer in Gang zu
bringen, doch nachdem das Brennmaterial in Brand gesetzt ist, entsteht seht viel
Wrme, sodass sich die anderen Kohlenstoffverbindungen in der Umgebung ebenfalls
entznden wodurch sich das Feuer verbreitet. Wenn man sich etwas grndlicher
mit dieser Angelegenheit befasst, erkennt man, dass das Feuer selbst ein hchst
interessantes Design hat. Die chemischen Eigenschaften des Sauerstoffs und Kohlenstoffs
sind so gestaltet, dass diese beiden Elemente nur dann miteinander reagieren,
wenn bereits eine groe Wrmemenge zugegen ist. Das ist auch sehr gut so, denn
wenn dem nicht so wre, wre das Leben auf der Erde ziemlich unertrglich wenn
nicht vollkommen unmglich. Wenn Sauerstoff und Kohlenstoff etwas reaktionsfreudiger
in Bezug zueinander wren, wre die pltzliche Selbstentzndung von Menschen,
Bumen oder Tieren ein allgemein blicher Vorfall, der immer dann stattfnde,
wenn das Wetter etwas zu warm werden wrde. Jemand, der z.B. eine Wste durchqueren
muss, knnte in der Mittagshitze pltzlich in Brand geraten und auch Pflanzen
und Tiere wren der gleichen Gefahr ausgesetzt. Selbst wenn das Leben unter solchen
Bedingungen mglich wre, wre es gewiss kein Vergngen. Wenn Sauerstoff
und Kohlenstoff andererseits etwas weniger reaktionsbereit wren als sie es sind,
wre es wesentlich schwieriger, ein Feuer auf dieser Welt zu entznden: in der
Tat, es wre vielleicht sogar unmglich. Und ohne das Feuer wren wir nicht nur
auerstande uns zu erwrmen, sondern es ist auch hchst wahrscheinlich, dass es
niemals eine technologische Entwicklung auf unserem Planeten gegeben htte, die
sehr weitgehend auf Metallbearbeitung beruht, und weder die Gewinnung noch die
Bearbeitung von Metallen wre ohne die vom Feuer erzeugte Hitze mglich. Aus
all dem geht wiederum hervor, dass auch die chemischen Eigenschaften des Kohlenstoffs
und des Sauerstoffs genau so gestaltet wurden, um den Bedrfnissen des Menschen
am besten zu entsprechen. Michael Denton hat dazu folgendes zu sagen: Diese
ungewhnliche Reaktionstrgheit der Kohlenstoff- und Sauerstoffatome bei normalen
Temperaturen, zusammen mit den enormen Energiemengen die ihre gegenseitige Reaktion
beinhaltet, wenn diese erreicht ist, ist von groer Bedeutung in Bezug auf die
Anpassung des Lebens auf der Erde. Diese auergewhnliche Verbindung stellt nicht
nur den hher entwickelten Lebensformen das ausgedehnte Energiepotential der Oxidation
in einer kontrollierten und geordneten Weise zur Verfgung, sondern sie ermglichte
dem Menschen ebenfalls die kontrollierte Nutznieung des Feuers sowie die Ausnutzung
der gewaltigen Verbrennungsenergien in der Entwicklung der Technologie.96 In
anderen Worten, sowohl der Kohlenstoff als auch der Sauerstoff wurden mit solchen
Eigenschaften geschaffen, die dem menschlichen Leben am besten angepasst sind.
Die Eigenschaften dieser beiden Elemente ermglichen uns, ein Feuer zu entznden
und dieses Feuer auf gnstigste Weise zu nutzen. Zudem ist die Erde sehr reich
an Quellen fr, zur Verbrennung geeignetem Kohlenstoff (wie das Holz der Bume).
All das deutet darauf hin, dass das Feuer und die Brennstoffe speziell zur Untersttzung
fr das menschliche Leben erschaffen wurden. Im Quran gibt Allah dem Menschen
folgendes zu bedenken Er (ist es), Der euch aus dem grnen
Baum Feuer gibt; und daher knnt ihr damit Feuer machen (Sure 36:80 - Ya Sin)
Die ideale Lslichkeit des Sauerstoffs Die
Nutzung des Sauerstoffs durch unseren Krper ist weitgehend durch die Lslichkeit
dieses Gases im Wasser bedingt. Der Sauerstoff, der beim Einatmen in unsere Lungen
gelangt, wird unmittelbar im Blut aufgelst. Das Hmoglobin, ein im Blut vorhandenes
Protein bindet diese Sauerstoffmolekle und transportiert sie zu den Zellen des
Krpers, wo sie mit Hilfe jenes zuvor erwhnten speziellen Enzymsystems verwendet
werden, die als Brennstoff vorgesehenen Kohlenstoffverbindungen (die in den Mitochondrien
der Zellen gespeichert sind und als ATP bezeichnet werden) zu oxydieren und ihre
Energie freizusetzen. Alle komplexen Organismen erhalten ihre Energie auf
diese Weise, wobei das Funktionieren dieses Systems insbesondere von der Lslichkeit
des Sauerstoffs abhngt. Wenn der Sauerstoff nicht gengend lslich wre, wrde
nicht genug Sauerstoff ins Blut aufgenommen werden und die Zellen knnten nicht
gengend Energie erzeugen um ihren Bedarf zu decken. Wenn sich der Sauerstoff
andererseits zu leicht auflsen wrde, gbe es einen berschuss an Sauerstoff
im Blut, was zu einem Zustand fhren wrde, der als 'Sauerstoffvergiftung' oder
'O2 -Toxikose' bekannt ist. Der Lslichkeitsgrad von Gasen im
Wasser unterscheidet sich um ein vielfaches, so dass der, des am leichtesten lslichen
Gases eine Million mal hher ist, als der des Gases, das sich am schlechtesten
auflst, und kaum ein Gas hat den gleichen Lslichkeitsgrad wie irgend ein anderes.
Die Lslichkeit von Kohlendioxid im Wasser, z.B. ist zwanzig mal hher als die
des Sauerstoffs. Unter all den unterschiedlichen Lslichkeitsgra-den ist der des
Sauerstoffs genau derjenige, der den Erfordernissen des menschlichen Lebens am
besten genge tut. Was wren die Folgen, wenn die Lslichkeit des Sauerstoffs
etwas schlechter oder besser wre? Wir wollen zuerst die erste hypothetische
Situation betrachten. Wenn sich der Sauerstoff schlechter im Wasser (und damit
auch im Blut) auflsen wrde, wrde weniger Sauerstoff in den Blutstrom gelangen
und die Zellen wrden einen Sauerstoffmangel erleiden. Dies wrde Lebewesen mit
hohem Stoffwechsel, wie den Menschen, das Leben sehr erschweren, denn egal wie
oft und tief wir ein- und ausatmen wrden, wir wren stetig der Gefahr des Erstickens
ausgesetzt, weil den Krperzellen nicht gengend Sauerstoff zugefhrt werden wrde. Wenn
der Sauerstoff andererseits leichter lslich wre, wren wir, wie obig bereits
kurz erwhnt, der Gefahr der Sauerstoffvergiftung ausgesetzt. Der Sauerstoff ist
im Grunde genommen eine sehr gefhrliche Substanz; wenn ein Organismus zuviel
davon abbekommt, kann das tdliche Folgen haben. Ein Teil des Sauerstoffs im Blut
reagiert mit dem Wasser des Bluts; wenn der Gehalt des aufgelsten Sauerstoffs
zu hoch wird, bilden sich uerst reaktionsfreudige, schdliche Nebenprodukte.
Eine der Funktionen des komplizierten Systems der Blutenzyme ist es, dies zu verhindern.
Wenn der Sauerstoffspiegel jedoch zu hoch steigt, knnen die Enzyme nicht mehr
mithalten, und das htte zur Folge, dass wir uns mit jedem Atemzug ein wenig mehr
vergiften wrden und dieser schleichenden Vergiftung in kurzer Zeit erlegen wren.
Der Chemiker Irwin Fridowich bemerkt folgendes zu diesem Thema: Alle
atmenden Organismen sind in einer grausamen Zwickmhle verstrickt. Der selbe Sauerstoff,
der ihr Leben unterhlt ist giftig fr sie, und ihr stets gefhrdetes berleben
hngt lediglich von raffinierten Abwehrmechanismen ab.97 Was
uns von diesen Gefahren der Vergiftung durch einen berschuss an Sauerstoff, und
der Erstickung aufgrund von Sauerstoffmangel schtzt, ist, dass der Lslichkeitsgrad
des Sauerstoffs und die komplizierten Enzymsysteme des Krpers mit sorgfltiger
Przision genau so geplant und erschaffen wurden um ihre Aufgaben erfllen zu
knnen, oder, um noch deutlicher zu sein, Allah hat nicht nur die Luft, die wir
atmen geschaffen, sondern auch die physiologischen Systeme, die es ermglichen,
dass wir diese Luft verwenden knnen, und beide in vollendeter Harmonie einander
angepasst. Die anderen Elemente Natrlich sind
Kohlenstoff und Sauerstoff nicht die einzigen Elemente, die speziell fr die Ermglichung
des Lebens gestaltet wurden. Elemente wie Wasserstoff und Stickstoff, die einen
Groteil der Krper lebender Organismen ausmachen, besitzen ebenfalls bestimmte
Eigenschaften, die das Leben erst ermglichen; in der Tat, in der periodischen
Tafel der Elemente scheint es kein einziges Element zu geben, das nicht irgend
eine Aufgabe zur Untersttzung das Lebens erfllt. In
der periodischen Tafel gibt es 92 verschiedene Elemente, vom Wasserstoff (dem
leichtesten) bis zum Uranium (dem schwersten). (ber das Uranium hinaus gibt es
noch andere Elemente, doch diese kommen nicht natrlich vor, sondern wurden laboratorisch
erzeugt und sind zudem alle unbestndig.) Fnfundzwanzig dieser zweiundneunzig
Elemente sind von unmittelbarer Notwendigkeit fr das Leben und elf davon, nmlich
Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Natrium, Magnesium, Phosphor,
Schwefel, Chlor, Kalium und Kalzium, machen etwa 99,9 % des Krpergewichts der
meisten lebenden Organismen aus. Die anderen vierzehn Elemente (Vanadium, Chrom,
Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Molybdn, Bor, Silikon, Selen, Fluor
und Jod) kommen in lebenden Organismen nur in sehr kleinen Mengen vor, erfllen
jedoch lebenswichtige Funktionen. Drei andere Elemente - Arsen, Zinn und Wolfram
kommen in manchen Organismen vor, wo sie Funktionen ausfhren, die bisher noch
nicht vollkommen erklrt werden konnten. Drei weitere Elemente - Brom, Strontium
und Barium - sind bekannt in den meisten Organismen vorhanden zu sein, doch ihre
Funktionen blieben bisher ein Rtsel.98 Dieses breite
Spektrum beinhaltet Atome aus jeder der verschiedenen Gruppen der periodischen
Tafel, deren Elemente entsprechend der Eigenschaften ihrer Atome gruppiert sind.
Das bedeutet, dass jede Elementgruppe der periodischen Tafel in einer oder der
anderen Weise notwendig fr das Leben ist. J. J. R. Frausto da Silva und R. J.
P. Williams machen in ihrem Buch The Biological Chemistry of the Elements [Die
biologische Chemie der Elemente] die folgende Aussage: Die
biologischen Elemente scheinen praktisch von allen Gruppen und Untergruppen der
periodischen Tafel ausgewhlt worden zu sein... und das bedeutet, dass praktisch
alle Arten von chemischen Eigenschaften mit den Lebensvorgngen verbunden sind,
innerhalb der, durch Umweltbedingun-gen gesetzten Grenzen.99 Selbst
die schweren radioaktiven Elemente am Ende der periodischen Tafel wurden in den
Dienst des menschlichen Lebens gestellt. In seinem Buch Nature's Destiny [Das
Schicksal der Natur] erklrt Michael Denton ausfhrlich die entscheidende Rolle,
die jene radioaktiven Elemente, wie Uranium bei der Gestaltung der geologischen
Struktur der Erde spielen. Natrlich auftretende Radioaktivitt hngt eng mit
der Tatsache zusammen, dass der Kern der Erde in der Lage ist, seine Wrme zu
erhalten. Diese Hitze erhlt den, aus Eisen und Nickel bestehenden Kern flssig.
Dieser flssige Kern ist es, der das Magnetfeld der Erde erzeugt, das neben der
Erfllung anderer Aufgaben, hilft, den Planeten vor gefhrlichen Strahlungen und
stellarem Bruchmaterial aus dem Weltall zu beschtzen, wie bereits an anderer
Stelle erwhnt wurde. Selbst die Edelgase und die seltenen Erdalkalimetalle, keines
von welchen mit der Untersttzung des Lebens etwas zu tun haben zu scheint, sind
scheinbar deshalb vorhanden, um das Erfordernis einer ununterbrochenen Fortsetzung
der sich stufenweise erhhenden Anzahl der Elektronen in den Umlaufbahnen der
Atome zu erfllen und damit das Spektrum der natrlich vorkommenden Elemente bis
zum Uranium auszudehnen. 100 Kurz
gesagt, alle Elemente, von deren Existenz wir wissen, dienen irgend einem Zweck
in Hinsicht auf das Leben des Menschen. Keines von ihnen ist 'unntz' oder 'berflssig'.
Diese Gegebenheit ist ein weiterer Beweis dafr, dass das Universum von Allah
fr die Menschheit erschaffen wurde.
Schlussfolgerung Jede
chemische oder physikalische Gegebenheit des Universums, die wir bisher untersucht
haben, stellte sich heraus, genau dem zu entsprechen, das sie sein muss, um das
Leben zu ermglichen bzw. zu frdern. Und dabei haben wir in diesem Buch nur die
Oberflche der berwltigenden Masse an Indizien und Beweisen fr diese Tatsache
angescharrt. Wie tief wir auch in die Einzelheiten gehen, oder wie weit wir den
Bereich unserer Untersuchungen ausdehnen, machen wir immer diese generelle Beobachtung:
In jedem Aspekt des Universums gibt es einen Zweck, der dem Leben des Menschen
untergeordnet ist, und jedes Detail ist in makellosem Design und vollkommener
Ausgeglichenheit und Harmonie der Erfllung dieses Zwecks angepasst. Das
stellt zweifelsohne einen Beweis fr die Existenz eines erhabenen Schpfers dar,
der das Universum zu diesem Zweck erschaffen hat. Welche Eigenschaft der Materie
auch immer wir untersuchen, wir knnen darin das allumfassende Wissen und die
unendliche Weisheit und Allmacht Allahs erkennen, der die Materie aus dem Nichts
ins Dasein brachte. Alles beugt sich Seinem Willen und deswegen ist jedes Teil
in vollkommener Harmonie allem anderen. Das ist das Ergebnis, zudem die
Wissenschaft des 20. Jahrhunderts schlielich gelangte, und dennoch ist es nur
die Besttigung einer Tatsache, die den Menschen bereits vor ber vierzehnhundert
Jahren im Quran offenbart worden war. Allah erschuf jedes Detail des Kosmos um
die Vollkommenheit Seiner Schpfung zu offenbaren. Der Quran drckt das in dieser
Weise aus: Segensreich ist Der, in Dessen Hand die Herrschaft
ruht; und Er hat Macht ber alle Dinge...Der die sieben Himmel in Sphren erschaffen
hat. Du kannst keine Disharmonie in der Schpfung des All-Barmherzigen sehen.
So wende den Blick nochmals zurck: erblickst du irgendeinen Mangel? Dann wende
den Blick noch ein zweites Mal zurck und dein Blick wird nur ermdet und geschwcht
zu dir zurckkehren. (Sure 67:1, 3, 4 - al-Mulk) |