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Die Erschaffung Des Universums


Er ist der Schpfer von Himmel und Erde...
(Sure 42:11 - asch - schura )



ENDBILANZ EIN APPELL AN DIE VERNUNFT

Die Auffassung, dass unser wunderbares Universum sich durch blinden Zufall entwickelt habe, ist verrckt. Und ich benutze den Begriff 'verrckt' nicht in seinem umgangssprachlichen Sinn als Ausdruck 'verchtlichen Nicht-Ernst-Nehmens', sondern vielmehr in seiner technischen Bedeutung von 'psychopathisch'. Solch eine Ansicht hat tatschlich sehr viel gemeinsam mit bestimmten Aspekten einer schizophrenen Denkweise.
Karl Stern, Psychiater, Universitt von Montreal 101

Am Anfang dieses Buches wurde ein Konzept erwhnt, das als 'Anthropische Prinzip' bekannt ist, und das heutzutage in der Welt der Wissenschaft weit verbreitete Anerkennung findet. Wie an jener Stelle hervorgehoben wurde, beinhaltet das anthropische Prinzip, dass das Universum nicht eine zweck- und ziellose, oder zufllig entstandene Anhufung von Materie ist, sondern im Gegenteil dass es sorgfltig und willkrlich gestaltet wurde, um dem menschlichen Leben eine Heimstatt zu bereiten.

Im Anschluss daran haben wir eine Unmenge von Indizien gesehen, die eindeutig darauf hinweisen, dass das anthropische Prinzip tatschlich eine Realitt ist. Indizien, die sich von der Geschwindigkeit mit der der Urknall sich ausbreitete, bis zum physikalischen Gleichgewicht der Atome erstrecken, von den relativen Strken der vier Fundamentalen Naturkrfte bis zu den alchemistischen Prozessen im Innern der Sterne, von den Geheimnissen der Dimensionen des Weltalls bis zum Entwurf des Sonnensystems. Und in allem, was wir betrachtet haben, trat eine auergewhnliche strukturelle Genauigkeit des Universums zutage. Wir sahen, dass die Erde, auf der wir leben, samt ihrer Atmosphre, in ihrem Aufbau und ihren Ausmaen genau so gestaltet ist, wie sie es sein muss. Wir erfuhren, wie das Licht, das uns von der Sonne her zukommt, das Wasser, das wir trinken, die Atome, die unseren Krper bilden und die Luft, die wir fortwhrend in unsere Lungen einziehen, alle erstaunlich geeignet und angepasst fr unser Leben sind.

Kurz gefasst, mit jeder Untersuchung irgend eines Aspekts des Kosmos treffen wir auf ein auergewhnliches Design, das die Frderung des menschlichen Lebens zum Zweck hat. Die Realitt dieses Designs zu leugnen, bedeutet, wie der Psychiater Karl Stern sich ausdrckt, die Grenzen des gesunden Menschenverstands zu berschreiten.

Worauf dieses Design schlieen lsst, ist ebenfalls offensichtlich. Das jedem Aspekt des Universums unterliegende Design ist sicherlich ein Beweis fr die Existenz eines Schpfers, der Kontrolle ber jedes Detail des Kosmos hat, und dessen Macht und Weisheit absolut und unbegrenzt sind, des selben Schpfers, der, wie nun durch die wissenschaftliche Besttigung der Big Bang-Theorie erwiesen ist, das Universum aus dem Nichts erschaffen hat.

Diese Schlussfolgerung, zu der die moderne Wissenschaft letztlich gelangte, ist eine Tatsache, die uns im Quran mitgeteilt wurde. Allah hat den Kosmos aus dem Nichts erschaffen und ihm seine Ordnung gegeben:

Gewiss ist Allah euer Herr, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf; dann setzte Er Sich auf den Thron. Er veranlasst die Nacht, den Tag einzuhllen, der ihr eilends folgt. Und die Sonne und den Mond und die Sterne sind durch Sein Gesetz dienstbar... (Sure 7:54 - al-A'raf)

Es ist nicht verwunderlich, dass die 'Entdeckung' dieser Wahrheit durch die Wissenschaft einige Wissenschaftler sehr beunruhigt hat und fortfhrt, das zu tun. Diese Wissenschaftler setzen Wissenschaft dem materialistischen Denken gleich; sie sind davon berzeugt, dass Wissenschaft niemals mit Religion vereinbar ist, und dass 'wissenschaftlich zu sein' gleichbedeutend damit ist, ein Atheist zu sein. Es wurde ihnen whrend ihrer Ausbildung stets eingetrichtert, dass das Universum und alles Leben, das es enthlt, als Ergebnis von ungeplanten Zufallsereignissen, ohne irgend welches Vorhaben und Design, erklrt werden knne. Wenn solche Leute dann pltzlich mit der offenkundigen Tatsache der Schpfung konfrontiert werden, muss sie das natrlich in Verwirrung und Frustration strzen.

Um diese Bestrzung der Materialisten besser verstehen zu knnen, wollen wir uns kurz mit der Frage nach dem 'Ursprung des Lebens' beschftigen.

Der Ursprung des Lebens

Der Ursprung des Lebens, d.h., die Frage, wie die ersten Lebewesen auf der Erde ins Dasein gekommen waren, ist eines der grten Dilemmas, mit dem die Materialisten seit der letzten 150 Jahre konfrontiert sind. Was ist der Grund dieser Peinlichkeit? Eine einzige lebende Zelle, die kleinste Einheit des Lebens, hat eine unvergleichlich weiterreichende Komplexitt, als selbst die grten technologischen Errungenschaften, deren sich die Menschheit rhmen kann. Die Gesetze Wahrscheinlichkeitsrechnung machen es eindeutig klar, dass nicht einmal ein einziges Protein jemals durch Zufall htte entstehen knnen, und wenn das fr die Proteine gilt, welche nur die Grundbausteine der Zelle darstellen, ist die zufllige Bildung einer vollstndigen Zelle absolut undenkbar. Das ist natrlich ein Beweis fr die Schpfung.

Da wir dieses Thema in anderen unserer Bcher ausfhrlicher behandelt haben, wollen wir hier nur einige Beispiele auffhren.

In einem vorhergehenden Kapitel dieses Buches wurde erlutert, dass eine zufllige Entstehung der, im Universum vorherrschenden Gleichgewichtszustnde unmglich ist. Wir wollen nun aufzeigen, dass das gleiche auch fr die zufllige Entstehung selbst des einfachsten lebenden Organismus gilt. Eine Studie ber dieses Thema wurde von Robert Shapiro unternommen, der ein Chemieprofessor an der New Yorker Universitt ist und als Spezialist auf dem Gebiet der DNS gilt. Shapiro (der brigens selbst ein Darwinist und Evolutionist ist) stellte eine Berechnung an, um die Wahr-scheinlichkeit dafr zu ermitteln, dass alle 2000 Arten von Proteinen, die in einem einfachen Bakterium enthalten sind, zufllig entstanden sein knnten. (Im menschlichen Krper befinden sich ungefhr 200.000 Arten von Proteinen.) Nach Shapiros Berechnung stehen die Chancen dazu eins zu 1040000. (Wollte man diese Zahl, die keine Entsprechung im Universum hat, voll ausschreiben, so msste man vierzigtausend Nullen hinter die Ziffer eins setzen.)102

Es gibt 2000 Arten von Proteinen in einem einfachen Bakterium. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese alle durch Zufall entstanden sind, ist eins zu 1040000.
Im Menschen gibt es ungefhr 200.000 verschiedene Arten von Proteinen. Das Wort 'unmglich' mutet fast als eine Untertreibung an, um die Chancen einer zuflligen Entstehung derselben damit zu beschreiben.

Es ist offenkundig, was Shapiros Zahl bedeutet: Die materialistisch-darwinistische 'Erklrung', dass das Leben sich infolge von Zufllen entwickelt habe, ist mit Sicherheit ungltig. Chandra Wickramasinghe, ein Professor fr angewandte Mathematik und Astronomie an der Universitt von Cardiff kommentiert folgendes zu Shapiros Ergebnis:

Die Wahrscheinlichkeit, dass Leben sich spontan aus unbelebter Materie gebildet hat ist Eins zu einer Zahl mit vierzigtausend Nullen dahinter... Sie ist gro genug um Darwin und die gesamte Evolutionstheorie zu begraben. Es gab keine vorzeitliche Brhe, weder auf diesem Planeten, noch auf irgend einem anderen, und wenn der Ursprung des Lebens nicht Zufall war, muss er demzufolge das Erzeugnis einer bezweckenden Intelligenz gewesen sein.103Der Astronom Sir Fred Hoyle kommt zum gleichen Schluss:

In der Tat, solch eine Theorie (dass Leben durch eine hhere Intelligenz zusammengestellt wurde) ist so offensichtlich, dass man sich nur wundern kann, warum sie nicht weit verbreitet als selbstverstndlich akzeptiert wird. Die Grnde dafr sind eher psychologischer, als wissenschaftlicher Natur.104

Sowohl Hoyle, als auch Wickramasinghe sind Mnner, die whrend eines betrchtlichen Teils ihrer jeweiligen Karriere Wissenschaft von einem materialistischen Standpunkt aus angingen, doch als sie die Wahrheit konfrontierte, nmlich dass das Leben erschaffen worden war, hatten sie den Mut, sich das einzugestehen und sie zu akzeptieren. Heutzutage haben sich viele andere Biologen und Biochemiker von der Fiktion, dass das Leben ein Zufallsprodukt sein knne, abgewandt.

Diejenigen, die immer noch dem Darwinismus anhangen, die immer noch daran festhalten, dass das Leben ein Ergebnis des Zufalls ist, befinden sich tatschlich in einem Zustand der Konsternierung. wie wir zu Anfang dieses Kapitels erwhnten. Geradeso, wie der Biochemiker Michael Behe es meinte, als er erluterte: "Die daraus erfolgende Erkenntnis, dass das Leben von einer berlegenen Intelligenz gestaltet worden war, kommt als ein Schock fr uns im 20. Jahrhundert, die wir gewohnt sind, das Leben als ein Ergebnis einfacher Naturgesetze zu betrachten" 105 Der Schock, den jene Leute empfinden, ist es, sich geistig mit der Realitt der Existenz Allahs zurechtfinden zu mssen, der sie erschaffen hat.

Das Dilemma, dem diese Anhnger des Materialismus anheim fallen, ist unvermeidlich, denn sie verleugnen eine Realitt, die sich ihnen klar erffnet. Allah beschreibt die Verworrenheit derjenigen, die an den Materialismus glauben, im Quran:

Beim Himmel mit den Bahnen der Gestirne! Gewiss, eure Aussagen stehen in gegenseitigem Widerspruch. Derjenige, der sich davon abwendet, wird davon ferngehalten. Verdammt sind die Verleumder die Mutmaungen anstellen, und die in ihrer Verblendung unachtsam sind. (Sure 51:7-11 - adh-Dhariyat)

Hier ist es unsere Aufgabe, diejenigen Leute, die unter dem Einfluss der materialistischen Philosophie die Gefilde des gesunden Menschenverstands verlassen haben, zur Vernunft und zu einer nchternen, unvoreingenommenen Betrachtungsweise zurckzurufen. Wir mssen sie auffordern, all ihre Vorurteile beiseite zu legen und in logischer Denkweise ber das auergewhnliche Design des Kosmos und des ihm innewohnenden Lebens nachzusinnen, und dieses als den deutlichsten Beweis dafr anzunehmen, dass all dies tatschlich die Schpfung Allahs ist.

Der eigentliche Autor dieses Aufrufes sind nicht wir, sondern Allah selbst. Allah, der die Himmel und die Erde aus dem Nichts erschaffen hat, fordert den Menschen auf, seinen Verstand zu benutzen:

Gewiss ist Allah euer Herr, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich dann auf dem Thron niederlie: Er waltet ber die gesamte Angelegenheit. Es gibt keinen Frsprecher, auer wenn Er es gestattet. Das ist Allah, euer Herr, so dient Ihm! Wollt ihr euch denn nicht besinnen? (Sure 10:3 - Yunus)

In einem anderen Vers wird der Mensch in folgenden Worten angesprochen:

Ist der, der die Schpfung hervorbringt, dem gleich, das nichts erschafft? Wollt ihr euch denn nicht besinnen? (Sure 12:17 - an-Nahl)


Die Schpfung der Himmel und der Erde ist gewiss gewaltiger als die Schpfung der Menschen, doch die meisten Menschen sind sich dessen nicht gewahr.
(Sure 40:57 - Ghafir)

Die moderne Wissenschaft selbst hat die Tatsache der Schpfung nachgewiesen. Nun ist es an der Zeit, dass die Welt der Wissenschaft diese Realitt auch wahrnimmt, und die Konsequenzen daraus zieht. Diejenigen, welche die Existenz Allahs leugnen oder ignorieren, und das gilt insbesondere fr diejenigen, die dies unter der Vorgabe tun, der Wissenschaft getreu zu sein, sollten einsehen, in welch tiefem Irrtum sie sich befinden, und sich ermutigen lassen, sich von diesem Abweg abzuwenden.

Andererseits beinhaltet diese, durch die Wissenschaft besttigte Wahrheit, eine Ermahnung fr diejenigen Menschen, die eingestehen, dass sie an die Existenz eines gttlichen Wesens glauben, welches das Universum erschaffen hat, doch deren Glaube nur oberflchlich ist, insofern, als sie sich nicht in vollem Mae die Tatsache der schpferischen Allmacht Allahs vergegenwrtigen, und sich nicht der sich daraus ergebenden Folgen bewusst sind. Aus diesem Grunde versumen sie es vielleicht die Verantwortung die dieser Glaube mit sich bringt, voll zu erfllen. Allah erwhnt solche Menschen im Quran:

Sage: "Wem ist die Erde, und jeder, der auf ihr ist, zu Eigen - wenn ihr Wissen davon habt?" Sie werden sagen: "Allah."
Sage: "Wollt ihr euch denn nicht besinnen?"
Sage: "Wer ist der Erhalter der sieben Himmel und der Herr des Gewaltigen Throns?" Sie werden sagen: "Allah." Sage: "Wollt ihr denn nicht gottesfrchtig sein?"
Sage: "Wer ist es, in Dessen Hnden die Herrschaft ber alle Dinge liegt, und Der Schutz gewhrt, aber vor Dem es keine Zuflucht gibt - wenn ihr Wissen davon habt?" Sie werden sagen: "Allah."
Sage: "Wie seid ihr dann so verblendet?"
Wohl haben Wir ihnen die Wahrheit zugnglich gemacht, doch sie verharren im Leugnen. (Sure 23:84-89 - al-Mu'minun)

Erkannt zu haben, dass Allah eine Realitt ist, und dass Er alles erschaffen hat, und dennoch dieser Wirklichkeit gegenber gleichgltig zu bleiben, ist tatschlich eine Art von Verblendung. Allah ist es, der das Universum und die Welt, auf der wir leben, in Vollkommenheit fr uns erschaffen hat, und danach auch uns ins Leben gerufen hat. Jeder Mensch sollte das als die fundamentale Realitt seines Lebens erkennen, neben der alles andere zweitrangig ist. Allah, der Erhabene, ist der uneingeschrnkte Eigner und Herr der Himmels und der Erde, und alles dessen, was sie beinhalten und der Mensch sollte sich nicht gegen diese Realitt struben, sondern Allah als seinen Herrn und Eigner anerkennen, und Ihm dienen, wie es Ihm gebhrt. Diese Botschaft teilt Allah uns in diesen Worten mit:

Der Herr und Erhalter der Himmel und der Erde und all dessen, was zwischen beiden liegt ist Er. So diene Ihm, und sei beharrlich in Seinem Dienst. Kannst du etwas nennen, das Ihm gleich kme? (Sure 19:65 - Maryam)

 
   
    

ANMERKUNGEN
101 Jeremy Rifkin, Algeny, New York: The Viking Press, 1983, S. 114
102 Robert Shapiro, Origins: A Sceptics Guide to the Creation of Life on Earth, New York, Summit Books, 1986. S. 127
103 Fred Hoyle, Chandra Wickramasinghe, Evolution from Space, New York, Simon & Schuster, 1984, S. 148
104 Fred Hoyle, Chandra Wickramasinghe, Evolution from Space, S. 130

 

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