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DIE UNVERNUNFT DER GOTTLOSIGKEIT

Sehnen sie sich etwa nach der Gesellschaftsordnung der ra der Unwissenheit zurck? Und wer ist ein besserer
Gesetzgeber als Allah fr ein Volk, das fest im Glauben gegrndet ist?
(Sure 5:50 - al-Ma'ida)


ngste und Zwangsvorstellungen der Ignoranz

Ignorante Leute knnen die Tatsache, dass Allah es ist, der absolute Allmacht ber alle Dinge besitzt, einfach nicht begreifen. Aus diesem Grund entwickeln sie schon in ihrer Kindheit irrationale ngste vor allen mglichen Dingen, was spter im Leben zu einer stndigen Quelle fr Probleme und Schwierigkeiten wird. Jedes Ereignis, das ihnen in ihrem Leben begegnet, wird zu einer Quelle schierer Bengstigung und sie sind stets anfllig dafr. Sie frchten sich z.B. vor anderen Menschen, ebenso wie unvorhergesehene Ereignisse, wie Erdbeben, Gewitter und Orkane ihnen Todesfurcht einflen.

Allah gibt das Beispiel derer, die anderen Gttern als Allah huldigen:

Allah prgt ein Gleichnis von einem Mann, der mehreren Herren gehrt, die unter sich im Zwiespalt sind, und (von) einem Mann, der einem einzigen Herrn gehrt. Sind sie beide einander gleich? Alles Lob gebhrt Allah. Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht. Sicher wirst du sterben und auch sie werden sterben; dann, am Tage der Auferstehung, werdet ihr gewiss vor eurem Herrn miteinander streiten. (Sure 39:29-31 - az-Zumar)

Man kann tatschlich eine Liste der Situationen aufstellen, vor denen sich die Leute frchten, die der Ignoranz verfallen sind. Es sind die Umstnde, die sie als eine echte Bedrohung ihres Wohlseins betrachten. Die Vorstellung zu erkranken, gekndigt zu werden, Pleite zu machen, nicht heiraten oder keine Kinder haben zu knnen, zusammen mit vielen Zwangsvorstellungen, Zweifeln, ngsten, Phantasiebildern, Gedanken und Sorgen ber die Zukunft versetzen ihr Leben in einen hllischen Zustand. Abgesehen von diesen haben sie noch stndig wiederkehrende Gedanken und ngste, die sie nicht kontrollieren knnen, obwohl sie erkannt haben, dass diese unntig und unbegrndet sind. Unter diesen irrationalen ngsten sind auch aberglubische Ideen; sie frchten sich vor der Dunkelheit oder gehen z.B. schwarzen Katzen aus dem Weg oder vermeiden es unter einer Leiter zu gehen, da sie glauben, das bringe Unglck.

Auf den folgenden Seiten wollen wir verschiedene Aspekte dieser ngste und die Verwirrung und den Verlust, die sie in dieser Welt und in der kommenden verursachen, weiter untersuchen.

Die Furcht vor Untreue

Ignorante Leute vertrauen niemandem, nicht einmal ihren engen Familienangehrigen. Sie halten es fr durchaus mglich, dass irgend jemand von diesen sie eines Tags betrgen knnte, wenn dessen Interessen auf dem Spiel stnden. Angesichts der Tatsache, dass sie sich nicht Allah hingegeben haben, wie die Menschen, die dem Quran folgen, sind ihre Bedenken durchaus begrndet.

Es wre in der Tat falsch, vllige Zuverlssigkeit und Treue von jemandem zu erwarten, der weder Gottesfurcht noch Glauben ans Jenseits hat, da es nur der Glauben, den man im Herzen birgt, ist, der den Weg der Wahrhaftigkeit erffnet.

Eine grundstzliche Gegenmanahme, um sich vor den verheerenden Folgen der Treulosigkeit zu schtzen, ist 'niemandem zu vertrauen'. Die lebenslange Furcht vor Vertrauensbruch wird fast zu einer Zwangsvorstellung fr sie und uert sich in herkmmlichen Phrasen, wie 'traue niemandem, nicht einmal deinem Vater!'

Indem sie diesen Ratschlag immer im Gedchtnis bewahren, vertrauen sie niemandem, auer sich selbst, doch das bietet dennoch keine Abwehr gegen die Treulosigkeit der Leute, die sie umgeben. Zeitungen sind jeden Tag aufs neue voll von Berichten ber die verschiedensten Flle von Vertrauensbruch. Im Geschftsleben betrgen sich Partner gegenseitig. Es ist nicht erstaunlich zu hren, dass ein Buchhalter z.B., der lange Jahre in einer Firma gedient hat, seinen Chef eines Tages um eine betrchtliche Geldsumme betrgt. Manchmal versuchen selbst Shne ihren Vater zu betrgen.

Solche Flle sind nicht nur auf materielle Dinge beschrnkt. Eine Frau z.B. denkt sich nichts dabei, intime und persnliche Geheimnisse ihres Manns in ihrem Freundeskreis preiszugeben. Oder Ehepaare reden mit engen Freunden schlecht ber ihre Ehepartner hinter deren Rcken und ebenso sind sie sich gegenseitig untreu trotzdem sie verheiratet sind.

Es gibt sicher unzhlige Beispiele, die man hier auffhren knnte. Indem sie sehr oft solchen Fllen begegnen, fhlen sie sich stndig bedroht, dass eine dieser Katastrophen sie eines Tages heimsuchen mag.

Die Angst vor der Armut

Eine bedeutende Schwche der Ignoranten ist ihre Furcht vor der Armut. Einer der Hauptgrnde fr solch eine Angst ist das unerleuchtete System, das auf materiellem Wohlstand begrndet ist. Sie halten daran fest, dass sie mithilfe von Geld ein erflltes, glckliches und gesundes Leben fhren knnen. Ohne dieses, so glauben sie, sind sie vieler Lebensnotwendigkeiten, sowie verschiedener Begnstigungen beraubt, wie etwa gesellschaftlicher Stellung, welche eng mit Wohlstand verknpft ist.

Was interessant dabei ist, ist das Vorhandensein von wohlhabenden Leuten, die auch von dieser Angst geqult sind und stndig unter groer Spannung leben. Sie gehen oft so weit, dass sie z.B. vermeiden selbst fr lebensnotwendige Bedrfnisse Geld auszugeben. Obwohl sie bereits gengend Geld angehuft haben, um damit ein Leben lang auszukommen, arbeiten sie schonungslos, um noch mehr zu verdienen, da sie glauben, es sei umsichtig, Geld in ihren Bankkonten anzuhufen. Dies ist im Grunde genommen die Methode, wobei sie versuchen ihre ngste vor der Zukunft zu beschwichtigen.

Und dennoch kommen ihre Errungenschaften nie ihren Erwartungen gleich; whrend sie sich vornehmen, ein erflltes Leben auf dieser Welt zu haben, entwickeln sich die Dinge ganz anders und letztlich befinden sie sich in einem Zustand grenzenloser Langeweile, die sie nur verunsichert.

Sowohl sich vor der Armut zu frchten, wie knauserig zu sein, sind Folgen von mangelndem Gottvertrauen. Allah warnt den Menschen vor dieser Furcht.

Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schndliches, Allah aber verheit euch Seine Vergebung und Gunst und Allah ist Allumfassend und Allwissend. (Sure 2:268 - al-Baqara)

Die einzige Mglichkeit, diese ngste zu vermeiden, ist unbedingter Gehorsam gegenber Allah, denn die Furcht vor Allah lsst alle anderen ngste bedeutungslos werden.

Ein wahrer Glubiger lebt in dem Verstndnis der Tatsache, dass Allah es ist, der ihn zur Befriedigung all seiner Bedrfnisse versorgt und deshalb hegt er niemals Kummer und Besorgnis ber solche Dinge. Da er wei, dass Allah uerst grozgig zu Seinen Dienern ist, beschftigt er seinen Geist nur mit dem Gedenken Allahs und empfindet niemals Angst vor der Zukunft.

Die Furcht vor dem Altern

Jung und hbsch zu sein stehen an der Spitze der Liste von begehrenswerten Eigenschaften, denen die Gesellschaft Bedeutung beimisst. Whrend seines ganzen Lebens ist es das Hauptanliegen des Menschen, seine Gesundheit zu erhalten, doch er muss sich oft eingestehen, dass dies sich letztlich als ein nutzloses Unterfangen herausstellt. Zu altern und dabei das frische Aussehen der Jugend zu verlieren und von den Gebrechen des Alters heimgesucht zu werden sind unumgngliche Tatsachen des Lebens und gehren damit zu den vorrangigen Quellen des Kummers fr die ignoranten Leute. Frauen geben ihren ngsten davor unbefangen Ausdruck, whrend Mnner es meist vermeiden, zu zeigen, was sie tief im Inneren fhlen. Die zutage tretenden Anzeichen des Alterns beeinflussen sie sehr mageblich. Altern macht in gewisser Weise allen extravaganten Manieren ein Ende. Daher sind sie um so mehr bekmmert, je mehr sich die Anzeichen des fortschreitenden Alters mit jedem neuen Tag in ihren Gesichtern und Krpern bemerkbar machen, doch wie sehr sie sich auch bemhen, knnen sie diesem natrlichen Vorgang niemals Einhalt gebieten.

Das Leben im hohen Alter unterscheidet sich sicherlich vllig von dem, was es einst war. Greisenalter ist der Abschnitt im Leben eines Menschen, wenn er von anderen als eine Last empfunden wird. Diejenigen, die alte Leute versorgen, lassen sie es fhlen, dass sie eine Quelle von Unannehmlichkeiten sind. Solch eine Einstellung erzeugt unterschiedliche Gefhle der Bengstigung in ihnen. Sie frchten sich davor, in ein Altersheim geschickt zu werden oder verlassen zu werden und zu vereinsamen, jedoch diese Befrchtungen sind in der Tat begrndet. In einer Gesellschaft, wo die Menschen Allah gegenber ungehorsam sind, mangelt es dem System vollstndig an Mitgefhl und Gerechtigkeit und deshalb verwirklichen sich ihre grten ngste oft.

Ein weiterer Grund fr die Angst vor dem Altern ist, dass der Mensch dadurch an den Tod erinnert wird, der das Ende dieses Lebens bedeutet. Jeder Blick in den Spiegel deutet die Verkrzung der Zeit an, die einem in dieser Welt verbleibt. Das wird einem Unglubigen gewiss zur Qual. Fr einen Menschen, der nicht ans Jenseits glaubt, ist die Beendigung seines Lebens und die Verwesung seines Krpers in der Erde eine Sackgasse ohne Umkehrmglichkeit. Da er alles auf dieses Leben gesetzt hat, hat er schreckliche Furcht davor, es zu verlieren.

Die Glubigen dagegen frchten sich weder davor, alt zu werden, noch vor den Schwchen, mit denen ihnen hohes Alter erwartungsgem zu schaffen machen wird. Der Grund dafr ist, dass sie nicht versuchen, Anerkennung und soziale Stellung durch gutes Aussehen zu ergattern. Sie sind sich bewusst, dass sich ein Glubiger in der Gegenwart Allahs Lob aufgrund seiner moralischen Vervollkommnung verdient, und nicht durch sein Aussehen. Und auf der anderen Seite bringen ihnen ihre Freunde, aufgrund ihrer Nhe zu Allah, Liebe und Achtung entgegen.

Auch die enge Verbindung von Alter und Tod versetzt einen Glubigen nicht in Schrecken. Fr ihn ist das Jenseits ein Neubeginn, der Beginn eines unvergleichlich besseren Lebens mit einer nie zuvor erlebten Erfllung, das in alle Ewigkeit fortdauern wird. Ein Mensch, der seine frheren Jahre damit verbringt, Gutes zu tun um das Paradies und Allahs Wohlgefallen zu erlangen, verbringt seinen Lebensabend in Freude und Zufriedenheit.

Die Furcht vor Krankheit

Diejenigen, die eine starke Gebundenheit an dieses Leben haben, bergen eine innerliche Unruhe und Furcht, die sie vollends bestrzt, wenn sie an die Mglichkeit denken, krank zu werden. Sie sind der Ansicht, dass Krankheitserreger, wie Mikroben und Viren, Lebensformen sind, die getrennt und unabhngig von Allah existieren. Aus diesem Grund sind diese Mikroorganismen ein stndiger Albtraum fr die ignoranten Leute.

Krank zu sein bedeutet im Grunde genommen, den Freuden der Welt verlustig zu werden. Selbst eine Grippe ist ein Hindernis fr viele Ttigkeiten und eine Verschwendung eines Teils der ohnehin begrenzten Lebenszeit. Krankheiten halten den Menschen vom Reisen, von Vergngungen und vom Geschft ab. Das ist gewiss eine betrchtliche Einbue in dem vorherrschenden System.

Da die falsch unterrichteten ignoranten Leute Krankheit an sich als ein Missgeschick ansehen, sind sie oft darber bengstigt, krank zu werden. Die Einstellung der Glubigen dagegen, hinsichtlich dieser Sache ist vollkommen anders. Sie sind sich von vornherein bewusst, dass dieses Leben mit Bestimmtheit eines Tages auf irgendeine Weise zu Ende gehen wird. Wenn sie daher einer Krankheit entgehen, wissen sie, dass z.B. ein Unfall jederzeit ihr Leben verndern kann und sie vergessen nie, dass der natrliche Prozess des Alterns ihrer Gesundheit frher oder spter unabwendbare Verluste zufgen wird. Darber hinaus sind sie sich bewusst, dass kein Virus und kein Bakterium irgend jemandem ohne die Genehmigung Allahs irgendeinen Schaden zufgen kann. Wenn sie daher erkranken, wissen sie, dass dies von Allah zu einem bestimmten Zweck so verordnet wurde. Die Hingabe an Allah beschert dem Menschen vollstndige Erlsung von der Angst vor Krankheit. Gewiss treffen sie alle Manahmen um sich guter Gesundheit erfreuen zu knnen, doch wenn sie krank werden, erweisen sie sich als geduldig und zeigen moralische Vollkommenheit, wie der folgende Vers schildert.

... Diejenigen, die ihren gegebenen Versprechen und Bndnissen treu sind und diejenigen, die in Elend, Krankheit und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfrchtig sind. (Sure 2:177 - al-Baqara)

Die ignorante Gesellschaft lebt in Furcht vor dem Tod

Eine der Hauptschwchen der ignoranten Gesellschaft ist die Angst vor dem Sterben. Obwohl die Leute mit dieser Furcht leben, wobei sie versuchen, den Gedanken daran zu vermeiden, vernachlssigen sie die eine, fundamentale Tatsache: ungeachtet dessen, wie sehr sie sich bemhen, entrinnt ihnen das Leben Sekunde um Sekunde. Dass es kein Entweichen vom Tod gibt, ist auf diese Weise dargestellt:

Wo immer ihr seid, wird euch der Tod einholen, selbst wenn ihr in hochragenden Festungen wrt... (Sure 4:78 - an-Nisa)

Sage: "Der Tod, vor dem ihr flieht, wird euch bestimmt einholen. Dann werdet ihr zu Ihm zurckgebracht, dessen Wissen das Verborgene und das Offenbare umfasst und Er wird euch davon unterrichten, was ihr getan habt." (Sure 62:8 - al-Dschumu'a)

Wie in den Versen erklrt, ist der Tod ein unausweichliches Ende. Die reichste, hbscheste und angesehenste Person auf der Welt muss ebenso sterben, wie alle anderen. Niemand, ohne Ausnahme, kann ihm entgehen. Alle, die gegenwrtig leben, sowie auch jene die jemals leben werden, werden dem Tod an einem jeweils vorbestimmten Tag begegnen.

Da sich die ignoranten Leute dieser Tatsache bewusst sind, machen sie groe Anstrengungen, dieses Ende hinauszuschieben und versuchen dabei mehr aus dem Leben herauszuholen. Der Tod trennt sie von ihren geliebten Verwandten oder Freunden und lsst all ihre weltlichen Errungenschaften unbedeutend werden. Auerdem vermeiden sie es auch das Wort 'Tod' auszusprechen. Diejenigen, die andere darauf aufmerksam machen, werden als taktlos bezeichnet und Gesprche ber den Tod werden oft unter dem Vorwand unterbrochen, dass weder der Ort, noch die Zeit recht seien, um darber zu sprechen.

Die Mechanismen der menschlichen Intelligenz neigen dazu, Dinge die ihm unerwnscht sind, oder gegen die er Abneigung empfindet unbeachtet zu lassen. Er ist selbst bereit die Existenz von Dingen, die er sich scheut zu konfrontieren, zu verleugnen. Diese Tendenz kommt am deutlichsten zum Ausdruck, wenn es sich um den Tod handelt. Er vermeidet Themen, wie Krankheit und Alter, die ihn an den Tod erinnern. Seine Furcht ist so gro, dass ihn der bloe Anblick des Arztes schon nervs macht. Er frchtet sich vor einer eventuellen Diagnose einer unheilbaren Krankheit; manchmal hlt ihn solch eine Angst berhaupt davon ab, den Arzt zu besuchen. Beerdigungen sind selbstverstndlich Ereignisse, die ihm die grte Besorgnis bereiten. Ein unmittelbares Familienmitglied oder einen engen Freund ins Grab zu legen macht einen unwillkrlich auf den Zeitpunkt aufmerksam, an dem man einst seinem eigenen Tod gegenberstehen wird.

Diese Furcht jedoch bringt ihnen nichts gutes. Sie frchten sich, dieses irdische Leben zu verlieren. Und obwohl sie ein langes Leben haben mgen, verbringen sie all diese Jahre unter dem Joch dieser Angst. Es ist im Grunde genommen ein Missgeschick, mit dem Allah diejenigen heimsucht, die auf diese irrationale Furcht bestehen, anstatt sie mit der Furcht Gottes zu ersetzen.

Aberglubische Konzepte

In der ignoranten Gesellschaft ist fast jeder mit aberglubischen Konzepten behaftet. Wie das Wort 'Aberglauben' bereits andeutet, handelt es sich hierbei um einen Glauben von dem man wei, dass er irrational ist, auf den man jedoch trotzdem besteht. Dies ist jedoch eine durchaus 'natrliche' Verhaltensweise fr jemanden, der nicht mit dem Quran und somit nicht mit der Religion vertraut ist.

Einer der wichtigsten Aspekte des Aberglaubens ist, dass die betreffenden Inhalte von einer Generation auf die andere berliefert werden. Ungeachtet dessen, wie irrational und unbegrndet sie auch sein mgen, haben die meisten Gesellschaften aberglubische Konzepte ihrer jeweiligen Lebensweise einverleibt.

Darber hinaus akzeptieren sie diese Konzepte als Regeln und halten sich peinlichst daran. Sie gehen z.B. nie unter einer Leiter, da sie glauben, das bringe Unglck. Eine schwarze Katze zu sehen gilt auch als ein Zeichen von Unglck. Sie klopfen auf Holz, um einem unerwnschten Geschehnis vorzubauen. Unzhlige solcher Maregeln, die tief liegende ngste heraufbeschwren, werden von den ignoranten Leuten formuliert. Wenn sie es versumen, diese Regeln einzuhalten, sind sie besorgt, dass ihnen ein Missgeschick widerfahren mag.

Der hauptschliche Fehler, den diese Leute machen, ist im Grunde genommen, dass sie vergessen, dass alles Geschehen und jedes Ereignis nur mit Allahs Willen zustande kommen kann, und somit haben weder eine Leiter, noch eine schwarze Katze die Macht Unheil anzurichten. Die Leute jedoch, deren Geist umnachtet ist, sind von Pseudongsten besessen, die sie selbst erfunden haben.

Die Zwangsvorstellung von 'Unglck'

In einer unerleuchteten Gesellschaft sind aberglubische Konzepte zum Groteil mit Unglck verbunden und ben groen Einfluss auf das Alltagsleben der Leute aus. Eine Zahl, eine Farbe oder selbst eine Person mag als verflucht gelten. Es ist fast universell angenommen, dass die Zahl 13 Unglck bedeutet. In hnlicher Weise wrden fast alle Leute auf der ganzen Welt, auer denen, die ihr Leben entsprechend der quranischen Richtlinien fhren, einer schwarzen Katze aus dem Weg gehen.

Die falsch unterrichteten Leute haben auch ngste bezglich ihrer eigenen Person, mit denen sie nur schwierig zurechtkommen. Sie ziehen z.B. ein Kleidungsstck, das sie zum Zeitpunkt eines Unfalls trugen, nie wieder an, oder sie verkaufen schleunigst ihr Auto in solch einem Fall.

Die Furcht davor, verflucht zu werden, ist so stark unter den Ignoranten, dass wichtige Entscheidungen ber ihr Leben, und selbst ihre Freundschaften davon geprgt werden. Es ist z.B. durchaus mglich, dass solch eine irrationale Furcht den Weg bereiten mag, eine lang whrende Freundschaft abzubrechen. Sie werden sich jedoch nie von diesen Zwangsvorstellungen befreien knnen, solange sie diese ngste nicht aufgeben. Die Lsung ist daher, nicht vor ihnen zu flchten, sondern sie auszumerzen. Der einzige Weg jedoch, dies zu tun, ist, Allah zu vertrauen und alle, in der Ignoranz verwurzelten Konzepte aufzugeben.

Phobien

Eine Phobie ist eine irrationale Furcht, von der die betroffene Person wei, dass sie unntig und in keinem Verhltnis zu den Erfordernissen der gegebenen Situation steht, welche sie jedoch trotzdem nicht in der Lage ist zu berwinden. Sie tritt in Situationen auf, die normalerweise keine Furcht einflen sollten. Obwohl es sich hierbei um ein psychisches Problem handelt, betrachten die Ignoranten diejenigen, die unter Phobien leiden, als normal, anstatt als Patienten, die einer Behandlung bedrfen. Medizinische Wrterbcher fhren 250 bis 300 Phobien auf, und in der Tat, fr die ignoranten Leute kann fast alles zur Phobie werden. Es kommt nicht selten vor, dass es fr eine Person eine ganze Liste von Situationen gibt, auf die sie phobisch reagiert.

Einige ngste mgen rational fr alle Menschen sein, doch die ngste phobischer Personen sind ziemlich extrem. Eine Person, die beispielsweise eine phobische Angst vor Schlangen hat, schreit, springt auf den Tisch oder wird ohnmchtig vom bloen Anblick einer Schlange im Fernsehen oder auf einem Bild. Einige assoziieren eingeschlossene Pltze mit dem Grab oder einer unterirdischen Hhle und entwickeln daher Platzangst. Das ist im Grunde genommen ein Ausdruck der Angst vor dem Tod. In ihrem Unterbewusstsein setzen sie Dunkelheit Unheil gleich und fhlen sich so selbst zuhause, wo sie sich normalerweise sicher fhlen sollten, beunruhigt. Sie schreiben der Dunkelheit eine, von Allah getrennte und unabhngige Macht zu, und glauben, dass diese die Quelle allen bels sei. In der Dunkelheit fhlen sie Schrecken, und erwarten, dass unsichtbare Mchte auf der Lauer liegen und ihnen nach dem Leben trachten.

Es gibt einen Hauptgrund dafr, dass diese Leute sich ohne ersichtlichen und vernunftmigen Grund dermaen frchten. Sie vertrauen nicht auf Allah und schreiben Ihm Teilhaber in Seiner Allmacht zu. Allah erklrt im Quran, dass unbegrndete Angst eine Versuchung des Bsen ist, und dass es fr die wahren Glubigen, die Allah frchten weder Furcht noch Kummer gibt:

Nur Satan ist es, der seine Freunde mit Schrecken erfllt, doch frchtet sie nicht, sondern frchtet Mich, wenn ihr Glubige seid. (Sure 3:175 - Al-'Imran)

... wer sich gnzlich Allah hingibt und Gutes tut, ihm ist sein Lohn bei seinem Herrn sicher; keine Furcht und keine Kmmernis sollen jene empfinden. (Sure 2:112 - al-Baqara)

 
    


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