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ngste und Zwangsvorstellungen der Ignoranz
Ignorante Leute knnen die Tatsache, dass Allah es ist, der absolute
Allmacht ber alle Dinge besitzt, einfach nicht begreifen. Aus diesem
Grund entwickeln sie schon in ihrer Kindheit irrationale ngste vor allen
mglichen Dingen, was spter im Leben zu einer stndigen Quelle fr Probleme
und Schwierigkeiten wird. Jedes Ereignis, das ihnen in ihrem Leben begegnet,
wird zu einer Quelle schierer Bengstigung und sie sind stets anfllig
dafr. Sie frchten sich z.B. vor anderen Menschen, ebenso wie unvorhergesehene
Ereignisse, wie Erdbeben, Gewitter und Orkane ihnen Todesfurcht einflen.
Allah gibt das Beispiel derer, die anderen Gttern als Allah huldigen:
Allah prgt ein Gleichnis von einem Mann, der mehreren
Herren gehrt, die unter sich im Zwiespalt sind, und (von) einem Mann,
der einem einzigen Herrn gehrt. Sind sie beide einander gleich? Alles
Lob gebhrt Allah. Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht. Sicher
wirst du sterben und auch sie werden sterben; dann, am Tage der Auferstehung,
werdet ihr gewiss vor eurem Herrn miteinander streiten. (Sure 39:29-31
- az-Zumar)
Man kann tatschlich eine Liste der Situationen aufstellen, vor denen
sich die Leute frchten, die der Ignoranz verfallen sind. Es sind die
Umstnde, die sie als eine echte Bedrohung ihres Wohlseins betrachten.
Die Vorstellung zu erkranken, gekndigt zu werden, Pleite zu machen, nicht
heiraten oder keine Kinder haben zu knnen, zusammen mit vielen Zwangsvorstellungen,
Zweifeln, ngsten, Phantasiebildern, Gedanken und Sorgen ber die Zukunft
versetzen ihr Leben in einen hllischen Zustand. Abgesehen von diesen
haben sie noch stndig wiederkehrende Gedanken und ngste, die sie nicht
kontrollieren knnen, obwohl sie erkannt haben, dass diese unntig und
unbegrndet sind. Unter diesen irrationalen ngsten sind auch aberglubische
Ideen; sie frchten sich vor der Dunkelheit oder gehen z.B. schwarzen
Katzen aus dem Weg oder vermeiden es unter einer Leiter zu gehen, da sie
glauben, das bringe Unglck.
Auf den folgenden Seiten wollen wir verschiedene Aspekte dieser ngste
und die Verwirrung und den Verlust, die sie in dieser Welt und in der
kommenden verursachen, weiter untersuchen.
Die Furcht vor Untreue
Ignorante Leute vertrauen niemandem, nicht einmal ihren engen Familienangehrigen.
Sie halten es fr durchaus mglich, dass irgend jemand von diesen sie
eines Tags betrgen knnte, wenn dessen Interessen auf dem Spiel stnden.
Angesichts der Tatsache, dass sie sich nicht Allah hingegeben haben, wie
die Menschen, die dem Quran folgen, sind ihre Bedenken durchaus begrndet.
Es wre in der Tat falsch, vllige Zuverlssigkeit und Treue von jemandem
zu erwarten, der weder Gottesfurcht noch Glauben ans Jenseits hat, da
es nur der Glauben, den man im Herzen birgt, ist, der den Weg der Wahrhaftigkeit
erffnet.
Eine grundstzliche Gegenmanahme, um sich vor den verheerenden Folgen
der Treulosigkeit zu schtzen, ist 'niemandem zu vertrauen'. Die lebenslange
Furcht vor Vertrauensbruch wird fast zu einer Zwangsvorstellung fr sie
und uert sich in herkmmlichen Phrasen, wie 'traue niemandem, nicht
einmal deinem Vater!'
Indem sie diesen Ratschlag immer im Gedchtnis bewahren, vertrauen sie
niemandem, auer sich selbst, doch das bietet dennoch keine Abwehr gegen
die Treulosigkeit der Leute, die sie umgeben. Zeitungen sind jeden Tag
aufs neue voll von Berichten ber die verschiedensten Flle von Vertrauensbruch.
Im Geschftsleben betrgen sich Partner gegenseitig. Es ist nicht erstaunlich
zu hren, dass ein Buchhalter z.B., der lange Jahre in einer Firma gedient
hat, seinen Chef eines Tages um eine betrchtliche Geldsumme betrgt.
Manchmal versuchen selbst Shne ihren Vater zu betrgen.
Solche Flle sind nicht nur auf materielle Dinge beschrnkt. Eine Frau
z.B. denkt sich nichts dabei, intime und persnliche Geheimnisse ihres
Manns in ihrem Freundeskreis preiszugeben. Oder Ehepaare reden mit engen
Freunden schlecht ber ihre Ehepartner hinter deren Rcken und ebenso
sind sie sich gegenseitig untreu trotzdem sie verheiratet sind.
Es gibt sicher unzhlige Beispiele, die man hier auffhren knnte. Indem
sie sehr oft solchen Fllen begegnen, fhlen sie sich stndig bedroht,
dass eine dieser Katastrophen sie eines Tages heimsuchen mag.
Die Angst vor der Armut
Eine bedeutende Schwche der Ignoranten ist ihre Furcht vor der Armut.
Einer der Hauptgrnde fr solch eine Angst ist das unerleuchtete System,
das auf materiellem Wohlstand begrndet ist. Sie halten daran fest, dass
sie mithilfe von Geld ein erflltes, glckliches und gesundes Leben fhren
knnen. Ohne dieses, so glauben sie, sind sie vieler Lebensnotwendigkeiten,
sowie verschiedener Begnstigungen beraubt, wie etwa gesellschaftlicher
Stellung, welche eng mit Wohlstand verknpft ist.
Was interessant dabei ist, ist das Vorhandensein von wohlhabenden Leuten,
die auch von dieser Angst geqult sind und stndig unter groer Spannung
leben. Sie gehen oft so weit, dass sie z.B. vermeiden selbst fr lebensnotwendige
Bedrfnisse Geld auszugeben. Obwohl sie bereits gengend Geld angehuft
haben, um damit ein Leben lang auszukommen, arbeiten sie schonungslos,
um noch mehr zu verdienen, da sie glauben, es sei umsichtig, Geld in ihren
Bankkonten anzuhufen. Dies ist im Grunde genommen die Methode, wobei
sie versuchen ihre ngste vor der Zukunft zu beschwichtigen.
Und dennoch kommen ihre Errungenschaften nie ihren Erwartungen gleich;
whrend sie sich vornehmen, ein erflltes Leben auf dieser Welt zu haben,
entwickeln sich die Dinge ganz anders und letztlich befinden sie sich
in einem Zustand grenzenloser Langeweile, die sie nur verunsichert.
Sowohl sich vor der Armut zu frchten, wie knauserig zu sein, sind Folgen
von mangelndem Gottvertrauen. Allah warnt den Menschen vor dieser Furcht.
Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schndliches,
Allah aber verheit euch Seine Vergebung und Gunst und Allah ist Allumfassend
und Allwissend. (Sure 2:268 - al-Baqara)
Die einzige Mglichkeit, diese ngste zu vermeiden, ist unbedingter Gehorsam
gegenber Allah, denn die Furcht vor Allah lsst alle anderen ngste bedeutungslos
werden.
Ein wahrer Glubiger lebt in dem Verstndnis der Tatsache, dass Allah
es ist, der ihn zur Befriedigung all seiner Bedrfnisse versorgt und deshalb
hegt er niemals Kummer und Besorgnis ber solche Dinge. Da er wei, dass
Allah uerst grozgig zu Seinen Dienern ist, beschftigt er seinen Geist
nur mit dem Gedenken Allahs und empfindet niemals Angst vor der Zukunft.
Die Furcht vor dem Altern
Jung und hbsch zu sein stehen an der Spitze der Liste von begehrenswerten
Eigenschaften, denen die Gesellschaft Bedeutung beimisst. Whrend seines
ganzen Lebens ist es das Hauptanliegen des Menschen, seine Gesundheit
zu erhalten, doch er muss sich oft eingestehen, dass dies sich letztlich
als ein nutzloses Unterfangen herausstellt. Zu altern und dabei das frische
Aussehen der Jugend zu verlieren und von den Gebrechen des Alters heimgesucht
zu werden sind unumgngliche Tatsachen des Lebens und gehren damit zu
den vorrangigen Quellen des Kummers fr die ignoranten Leute. Frauen geben
ihren ngsten davor unbefangen Ausdruck, whrend Mnner es meist vermeiden,
zu zeigen, was sie tief im Inneren fhlen. Die zutage tretenden Anzeichen
des Alterns beeinflussen sie sehr mageblich. Altern macht in gewisser
Weise allen extravaganten Manieren ein Ende. Daher sind sie um so mehr
bekmmert, je mehr sich die Anzeichen des fortschreitenden Alters mit
jedem neuen Tag in ihren Gesichtern und Krpern bemerkbar machen, doch
wie sehr sie sich auch bemhen, knnen sie diesem natrlichen Vorgang
niemals Einhalt gebieten.
Das Leben im hohen Alter unterscheidet sich sicherlich vllig von dem,
was es einst war. Greisenalter ist der Abschnitt im Leben eines Menschen,
wenn er von anderen als eine Last empfunden wird. Diejenigen, die alte
Leute versorgen, lassen sie es fhlen, dass sie eine Quelle von Unannehmlichkeiten
sind. Solch eine Einstellung erzeugt unterschiedliche Gefhle der Bengstigung
in ihnen. Sie frchten sich davor, in ein Altersheim geschickt zu werden
oder verlassen zu werden und zu vereinsamen, jedoch diese Befrchtungen
sind in der Tat begrndet. In einer Gesellschaft, wo die Menschen Allah
gegenber ungehorsam sind, mangelt es dem System vollstndig an Mitgefhl
und Gerechtigkeit und deshalb verwirklichen sich ihre grten ngste oft.
Ein weiterer Grund fr die Angst vor dem Altern ist, dass der Mensch
dadurch an den Tod erinnert wird, der das Ende dieses Lebens bedeutet.
Jeder Blick in den Spiegel deutet die Verkrzung der Zeit an, die einem
in dieser Welt verbleibt. Das wird einem Unglubigen gewiss zur Qual.
Fr einen Menschen, der nicht ans Jenseits glaubt, ist die Beendigung
seines Lebens und die Verwesung seines Krpers in der Erde eine Sackgasse
ohne Umkehrmglichkeit. Da er alles auf dieses Leben gesetzt hat, hat
er schreckliche Furcht davor, es zu verlieren.
Die Glubigen dagegen frchten sich weder davor, alt zu werden, noch
vor den Schwchen, mit denen ihnen hohes Alter erwartungsgem zu schaffen
machen wird. Der Grund dafr ist, dass sie nicht versuchen, Anerkennung
und soziale Stellung durch gutes Aussehen zu ergattern. Sie sind sich
bewusst, dass sich ein Glubiger in der Gegenwart Allahs Lob aufgrund
seiner moralischen Vervollkommnung verdient, und nicht durch sein Aussehen.
Und auf der anderen Seite bringen ihnen ihre Freunde, aufgrund ihrer Nhe
zu Allah, Liebe und Achtung entgegen.
Auch die enge Verbindung von Alter und Tod versetzt einen Glubigen nicht
in Schrecken. Fr ihn ist das Jenseits ein Neubeginn, der Beginn eines
unvergleichlich besseren Lebens mit einer nie zuvor erlebten Erfllung,
das in alle Ewigkeit fortdauern wird. Ein Mensch, der seine frheren Jahre
damit verbringt, Gutes zu tun um das Paradies und Allahs Wohlgefallen
zu erlangen, verbringt seinen Lebensabend in Freude und Zufriedenheit.
Die Furcht vor Krankheit
Diejenigen, die eine starke Gebundenheit an dieses Leben haben, bergen
eine innerliche Unruhe und Furcht, die sie vollends bestrzt, wenn sie
an die Mglichkeit denken, krank zu werden. Sie sind der Ansicht, dass
Krankheitserreger, wie Mikroben und Viren, Lebensformen sind, die getrennt
und unabhngig von Allah existieren. Aus diesem Grund sind diese Mikroorganismen
ein stndiger Albtraum fr die ignoranten Leute.
Krank zu sein bedeutet im Grunde genommen, den Freuden der Welt verlustig
zu werden. Selbst eine Grippe ist ein Hindernis fr viele Ttigkeiten
und eine Verschwendung eines Teils der ohnehin begrenzten Lebenszeit.
Krankheiten halten den Menschen vom Reisen, von Vergngungen und vom Geschft
ab. Das ist gewiss eine betrchtliche Einbue in dem vorherrschenden System.
Da die falsch unterrichteten ignoranten Leute Krankheit an sich als ein
Missgeschick ansehen, sind sie oft darber bengstigt, krank zu werden.
Die Einstellung der Glubigen dagegen, hinsichtlich dieser Sache ist vollkommen
anders. Sie sind sich von vornherein bewusst, dass dieses Leben mit Bestimmtheit
eines Tages auf irgendeine Weise zu Ende gehen wird. Wenn sie daher einer
Krankheit entgehen, wissen sie, dass z.B. ein Unfall jederzeit ihr Leben
verndern kann und sie vergessen nie, dass der natrliche Prozess des
Alterns ihrer Gesundheit frher oder spter unabwendbare Verluste zufgen
wird. Darber hinaus sind sie sich bewusst, dass kein Virus und kein Bakterium
irgend jemandem ohne die Genehmigung Allahs irgendeinen Schaden zufgen
kann. Wenn sie daher erkranken, wissen sie, dass dies von Allah zu einem
bestimmten Zweck so verordnet wurde. Die Hingabe an Allah beschert dem
Menschen vollstndige Erlsung von der Angst vor Krankheit. Gewiss treffen
sie alle Manahmen um sich guter Gesundheit erfreuen zu knnen, doch wenn
sie krank werden, erweisen sie sich als geduldig und zeigen moralische
Vollkommenheit, wie der folgende Vers schildert.
... Diejenigen, die ihren gegebenen Versprechen und Bndnissen
treu sind und diejenigen, die in Elend, Krankheit und in Kriegszeiten
geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfrchtig sind. (Sure
2:177 - al-Baqara)
Die ignorante Gesellschaft lebt in Furcht vor dem Tod
Eine der Hauptschwchen der ignoranten Gesellschaft ist die Angst vor
dem Sterben. Obwohl die Leute mit dieser Furcht leben, wobei sie versuchen,
den Gedanken daran zu vermeiden, vernachlssigen sie die eine, fundamentale
Tatsache: ungeachtet dessen, wie sehr sie sich bemhen, entrinnt ihnen
das Leben Sekunde um Sekunde. Dass es kein Entweichen vom Tod gibt, ist
auf diese Weise dargestellt:
Wo immer ihr seid, wird euch der Tod einholen, selbst
wenn ihr in hochragenden Festungen wrt... (Sure 4:78 - an-Nisa)
Sage: "Der Tod, vor dem ihr flieht, wird euch bestimmt
einholen. Dann werdet ihr zu Ihm zurckgebracht, dessen Wissen das Verborgene
und das Offenbare umfasst und Er wird euch davon unterrichten, was ihr
getan habt." (Sure 62:8 - al-Dschumu'a)
Wie in den Versen erklrt, ist der Tod ein unausweichliches Ende. Die
reichste, hbscheste und angesehenste Person auf der Welt muss ebenso
sterben, wie alle anderen. Niemand, ohne Ausnahme, kann ihm entgehen.
Alle, die gegenwrtig leben, sowie auch jene die jemals leben werden,
werden dem Tod an einem jeweils vorbestimmten Tag begegnen.
Da sich die ignoranten Leute dieser Tatsache bewusst sind, machen sie
groe Anstrengungen, dieses Ende hinauszuschieben und versuchen dabei
mehr aus dem Leben herauszuholen. Der Tod trennt sie von ihren geliebten
Verwandten oder Freunden und lsst all ihre weltlichen Errungenschaften
unbedeutend werden. Auerdem vermeiden sie es auch das Wort 'Tod' auszusprechen.
Diejenigen, die andere darauf aufmerksam machen, werden als taktlos bezeichnet
und Gesprche ber den Tod werden oft unter dem Vorwand unterbrochen,
dass weder der Ort, noch die Zeit recht seien, um darber zu sprechen.
Die Mechanismen der menschlichen Intelligenz neigen dazu, Dinge die ihm
unerwnscht sind, oder gegen die er Abneigung empfindet unbeachtet zu
lassen. Er ist selbst bereit die Existenz von Dingen, die er sich scheut
zu konfrontieren, zu verleugnen. Diese Tendenz kommt am deutlichsten zum
Ausdruck, wenn es sich um den Tod handelt. Er vermeidet Themen, wie Krankheit
und Alter, die ihn an den Tod erinnern. Seine Furcht ist so gro, dass
ihn der bloe Anblick des Arztes schon nervs macht. Er frchtet sich
vor einer eventuellen Diagnose einer unheilbaren Krankheit; manchmal hlt
ihn solch eine Angst berhaupt davon ab, den Arzt zu besuchen. Beerdigungen
sind selbstverstndlich Ereignisse, die ihm die grte Besorgnis bereiten.
Ein unmittelbares Familienmitglied oder einen engen Freund ins Grab zu
legen macht einen unwillkrlich auf den Zeitpunkt aufmerksam, an dem man
einst seinem eigenen Tod gegenberstehen wird.
Diese Furcht jedoch bringt ihnen nichts gutes. Sie frchten sich, dieses
irdische Leben zu verlieren. Und obwohl sie ein langes Leben haben mgen,
verbringen sie all diese Jahre unter dem Joch dieser Angst. Es ist im
Grunde genommen ein Missgeschick, mit dem Allah diejenigen heimsucht,
die auf diese irrationale Furcht bestehen, anstatt sie mit der Furcht
Gottes zu ersetzen.
Aberglubische Konzepte
In der ignoranten Gesellschaft ist fast jeder mit aberglubischen Konzepten
behaftet. Wie das Wort 'Aberglauben' bereits andeutet, handelt es sich
hierbei um einen Glauben von dem man wei, dass er irrational ist, auf
den man jedoch trotzdem besteht. Dies ist jedoch eine durchaus 'natrliche'
Verhaltensweise fr jemanden, der nicht mit dem Quran und somit nicht
mit der Religion vertraut ist.
Einer der wichtigsten Aspekte des Aberglaubens ist, dass die betreffenden
Inhalte von einer Generation auf die andere berliefert werden. Ungeachtet
dessen, wie irrational und unbegrndet sie auch sein mgen, haben die
meisten Gesellschaften aberglubische Konzepte ihrer jeweiligen Lebensweise
einverleibt.
Darber hinaus akzeptieren sie diese Konzepte als Regeln und halten sich
peinlichst daran. Sie gehen z.B. nie unter einer Leiter, da sie glauben,
das bringe Unglck. Eine schwarze Katze zu sehen gilt auch als ein Zeichen
von Unglck. Sie klopfen auf Holz, um einem unerwnschten Geschehnis vorzubauen.
Unzhlige solcher Maregeln, die tief liegende ngste heraufbeschwren,
werden von den ignoranten Leuten formuliert. Wenn sie es versumen, diese
Regeln einzuhalten, sind sie besorgt, dass ihnen ein Missgeschick widerfahren
mag.
Der hauptschliche Fehler, den diese Leute machen, ist im Grunde genommen,
dass sie vergessen, dass alles Geschehen und jedes Ereignis nur mit Allahs
Willen zustande kommen kann, und somit haben weder eine Leiter, noch eine
schwarze Katze die Macht Unheil anzurichten. Die Leute jedoch, deren Geist
umnachtet ist, sind von Pseudongsten besessen, die sie selbst erfunden
haben.
Die Zwangsvorstellung von 'Unglck'
In einer unerleuchteten Gesellschaft sind aberglubische Konzepte zum
Groteil mit Unglck verbunden und ben groen Einfluss auf das Alltagsleben
der Leute aus. Eine Zahl, eine Farbe oder selbst eine Person mag als verflucht
gelten. Es ist fast universell angenommen, dass die Zahl 13 Unglck bedeutet.
In hnlicher Weise wrden fast alle Leute auf der ganzen Welt, auer denen,
die ihr Leben entsprechend der quranischen Richtlinien fhren, einer schwarzen
Katze aus dem Weg gehen.
Die falsch unterrichteten Leute haben auch ngste bezglich ihrer eigenen
Person, mit denen sie nur schwierig zurechtkommen. Sie ziehen z.B. ein
Kleidungsstck, das sie zum Zeitpunkt eines Unfalls trugen, nie wieder
an, oder sie verkaufen schleunigst ihr Auto in solch einem Fall.
Die Furcht davor, verflucht zu werden, ist so stark unter den Ignoranten,
dass wichtige Entscheidungen ber ihr Leben, und selbst ihre Freundschaften
davon geprgt werden. Es ist z.B. durchaus mglich, dass solch eine irrationale
Furcht den Weg bereiten mag, eine lang whrende Freundschaft abzubrechen.
Sie werden sich jedoch nie von diesen Zwangsvorstellungen befreien knnen,
solange sie diese ngste nicht aufgeben. Die Lsung ist daher, nicht vor
ihnen zu flchten, sondern sie auszumerzen. Der einzige Weg jedoch, dies
zu tun, ist, Allah zu vertrauen und alle, in der Ignoranz verwurzelten
Konzepte aufzugeben.
Phobien
Eine Phobie ist eine irrationale Furcht, von der die betroffene Person
wei, dass sie unntig und in keinem Verhltnis zu den Erfordernissen
der gegebenen Situation steht, welche sie jedoch trotzdem nicht in der
Lage ist zu berwinden. Sie tritt in Situationen auf, die normalerweise
keine Furcht einflen sollten. Obwohl es sich hierbei um ein psychisches
Problem handelt, betrachten die Ignoranten diejenigen, die unter Phobien
leiden, als normal, anstatt als Patienten, die einer Behandlung bedrfen.
Medizinische Wrterbcher fhren 250 bis 300 Phobien auf, und in der Tat,
fr die ignoranten Leute kann fast alles zur Phobie werden. Es kommt nicht
selten vor, dass es fr eine Person eine ganze Liste von Situationen gibt,
auf die sie phobisch reagiert.
Einige ngste mgen rational fr alle Menschen sein, doch die ngste
phobischer Personen sind ziemlich extrem. Eine Person, die beispielsweise
eine phobische Angst vor Schlangen hat, schreit, springt auf den Tisch
oder wird ohnmchtig vom bloen Anblick einer Schlange im Fernsehen oder
auf einem Bild. Einige assoziieren eingeschlossene Pltze mit dem Grab
oder einer unterirdischen Hhle und entwickeln daher Platzangst. Das ist
im Grunde genommen ein Ausdruck der Angst vor dem Tod. In ihrem Unterbewusstsein
setzen sie Dunkelheit Unheil gleich und fhlen sich so selbst zuhause,
wo sie sich normalerweise sicher fhlen sollten, beunruhigt. Sie schreiben
der Dunkelheit eine, von Allah getrennte und unabhngige Macht zu, und
glauben, dass diese die Quelle allen bels sei. In der Dunkelheit fhlen
sie Schrecken, und erwarten, dass unsichtbare Mchte auf der Lauer liegen
und ihnen nach dem Leben trachten.
Es gibt einen Hauptgrund dafr, dass diese Leute sich ohne ersichtlichen
und vernunftmigen Grund dermaen frchten. Sie vertrauen nicht auf Allah
und schreiben Ihm Teilhaber in Seiner Allmacht zu. Allah erklrt im Quran,
dass unbegrndete Angst eine Versuchung des Bsen ist, und dass es fr
die wahren Glubigen, die Allah frchten weder Furcht noch Kummer gibt:
Nur Satan ist es, der seine Freunde mit Schrecken erfllt,
doch frchtet sie nicht, sondern frchtet Mich, wenn ihr Glubige seid.
(Sure 3:175 - Al-'Imran)
... wer sich gnzlich Allah hingibt und Gutes tut, ihm
ist sein Lohn bei seinem Herrn sicher; keine Furcht und keine Kmmernis
sollen jene empfinden. (Sure 2:112 - al-Baqara)
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