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Verteidigung der Sunna

Die Sunna sollte der Beweis sein (DALIL)

In seinem „11ten Lema (Schimmer)“ beschreibt Bediuzzaman die Sunna des Propheten (s.a.w.s) wie folgt:

„Der nobelste Prophet (s.a.w.s) sagte: ´Wer auch immer an meiner Sunna festhält, wenn die Gemeinde verdorben ist, soll die Belohnung von hundert Märtyrern erhalten.´ Ja, der Sunna des Propheten zu folgen ist höchst wertvoll. Und zu Zeiten vorherrschender Reformen ist es sicherlich noch wertvoller ihr zu folgen. Und besonders, wenn die Gemeinde des Propheten verdorben ist, bedeutet das Befolgen eines kleinen Teils von ihr einen starken Glauben und Gottesfurcht. Das Befolgen der Sunna ruft unmittelbar den edlen Propheten (s.a.w.s) an, und dieses Anrufen und Gedenken wird in die Erinnerung der Göttlichen Anwesenheit umgewandelt. In dem Augenblick, in dem die Sunna selbst in den unbedeutendsten Handlungsweisen wie beim Essen, Trinken oder Schlafen befolgt wird, werden solche gewohnten, natürlichen Handlungen zu verdienstvollen Akte der Anbetung in Ergebenheit mit der Shari’ah. Durch solche alltäglichen Handlungen glaubt ein Mensch dem edlen Propheten (s.a.w.s) zu folgen und stellt sich vor, die Shari’ah zu befolgen. Dann erinnert er sich daran, dass er der Besitzer der Shari’ah ist. Und von hier aus wendet sich sein Herz dem Allmächtigen Allah zu, den Wahren Gesetzgeber, und er gewinnt einen gewissen Sinn aus der Göttlichen Anwesenheit und dem Andenken.”

Und so, dank dieses Geheimnisses, verwandelt derjenige, der die Sunna des Propheten (s.a.w.s) befolgt, alle seine Handlungen in Anbetungen. Er kann auch sein gesamtes Leben ertragreich und ergiebig nach Belohnung gestalten.“ (der 11. Schimmer, Erster Punkt)

Es ist nötig in der Religion dass die Sunna bewiesen sein muss. Diese Beweise sind von verschiedenster Art, und alle wurden eindeutig erprobt und von den Gelehrten unter der Ahl al-Sunna einstimmig anerkannt.

Sieben Artikel zeigen, dass die Sunna Beweis im Islam darstellt:

1. `Ismah (die Unfehlbarkeit des Propheten [saas])

2. Allahs  Zustimmung, dass die Gefährten des Propheten (s.a.w.s) die Sunna befolgen

3. Der edle Quran

4. Die Sunna des Propheten (s.a.w.s)

5. Der Quran muss mit der Sunna verstanden werden

6. Die Sunna basiert auf Offenbarung

7. Ijma` (Konsens)

Erster Beweis: `Ismah (die Unfehlbarkeit des Propheten [saws])

Der erste Beweis ist, dass Allah  den Propheten (s.a.w.s) vor jeglicher Unvollkommenheit und vor Fehlern beschützt hat. Er ist frei von allem, was die Übermittlung der Botschaft hätte negativ beeinträchtigen können. Auch stimmen alle Gelehrten darin überein, dass Allah  ihm nicht erlaubte in einen Irrtum zu verfallen oder Fehler zu begehen.

Deshalb sind alle Berichte wahr, die die Botschaft betreffen, und fügen sich dem, was in Allahs  Sicht ist. Muslime müssen sie befolgen.

Die Worte des Propheten (s.a.w.s)  in bezug auf Entscheidungen wurden auch vor Falschheit beschützt und sind Gegenstände religiösen Beweises.

Der folgende Ausspruch des Propheten (s.a.w.s) ist ein Beweis, dass er vor Fehlern geschützt ist:

„O Menschen, Ich befehle euch nichts [zu tun] außer dem, was Allah  euch befohlen hat. Ich verbiete euch nichts außer dem, was Allah  euch verboten hat.“

Die Tatsache, dass der Prophet (s.a.w.s) in allen Berichten bezüglich der Botschaft fehlerfrei ist, ist selbst ausreichende Evidenz dafür, dass alle Arten der Sunna sicher sind, da jede, in der Tat, Teil der Botschaft ist. Sein gesamtes Leben macht die Säulen des Islam aus, und sein Gesellschafts- und Familienleben, Gefährten, Schlachten, Manieren des Essens und Trinkens und alles Andere sind beispielhafte Formen des Verhaltens, welches der Gesellschaft den Islam erklärt.

Der Prophet (s.a.w.s) ist auch gegen alles geschützt, was der Botschaft schaden könnte. Dies macht aus jeder seiner Handlungen, Ratschläge, Gebote, Empfehlungen und Verbote klare Beweise. Mit anderen Worten: Es gibt keinen Bedarf für jegliche weitere Berichte. Unser gesegneter Prophet (s.a.w.s) wurde vor Fehlern geschützt und mit dem Status der `Ismah geehrt.

Zweiter Beweis: Allahs  Zustimmung, dass die Gefährten des Propheten (s.a.w.s) die Sunna befolgen

Unser Prophet (s.a.w.s) ermutigte seine Gemeinde sich fest an die Sunna zu halten und ihr nicht zu widersprechen. Deshalb befolgten die Gefährten seine Befehle und folgten jedem seiner Worte, Gedanken und Taten nach besten Möglichkeiten. Sie sahen alle von ihm ausgehenden Dinge als Gehorsam erfordernde Angelegenheiten und jede seiner Handlung als einen religiösen Beweis an.

Bei Vorfällen, wo weltliche Angelegenheiten eine Lösung erforderten (ijtihad), berieten sie sich mit dem Propheten (s.a.w.s) und fragten ihn wie und warum dies getan werden musste.

Wenn sie manchmal einen Befehl nicht verstanden, befragten sie den Propheten (s.a.w.s) und versuchten die zugrunde liegende Wahrheit und Weisheit zu verstehen (hikmah). Darüberhinaus suchten sie, wenn ihnen was zustieß, nicht nur im Quran eine Erklärung. Sie suchten, solange es möglich war, den Rat des Propheten (s.a.w.s) in allen Angelegenheiten.

Wenn einem Gefährten etwas zustieß, wenn er weit entfernt war, würde er erst im Quran nach einer Lösung suchen, dann in der Sunna, und nur wenn die Sunna keine Antwort lieferte würde er auf den Ijtihad zurückgreifen. Sobald er an die Seite des Propheten (s.a.w.s) zurückkehrte, würde er ihm die Angelegenheit schildern und erfahren, ob seine Entscheidung richtig gewesen war. Der Prophet (s.a.w.s) würde seiner Entscheidung entweder billigen oder seine Fehler aufweisen, sodass er denselben Fehler nicht nochmal begehen würde.

Allah  hat allen Vorgängen zugestimmt, die zur Zeit des Propheten (s.a.w.s) und seiner Gefährten stattgefunden haben, da es keine Erwähnung davon gibt, dass sie Fehler in ihrem Verhalten begangen haben. Die Zustimmung zu etwas zur Zeit der Offenbarung ist ein starker Beweis, auf derselben Ebene wie die Offenbarung selbst.

Dritter Beweis: der noble Quran

Der Quran, Allahs  Buch der Wahrheit, enthält zahlreiche Verse in bezug darauf, dass die Sunna ein Beweis in sich selbst ist. Diese Verse wurden in mehrere Gruppen eingeteilt. Manchmal taucht ein Vers in mehr als einer Gruppe auf.

Die erste Gruppe von Versen:

Diese Verse zeigen die Verpflichtung in den Glaubens an den Propheten (s.a.w.s). Glaube an den Propheten (s.a.w.s) bedeutet sowohl sein Prophetentum anzuerkennen und zu akzeptieren, als auch das, was er von Allahs  Präsenz erzählt hat, egal ob es nun im Quran erwähnt wurde oder nicht. Solche Verse behaupten, dass es mit dem Glauben unvereinbar wäre, dem Propheten (s.a.w.s) zu widersprechen und sich zu weigern seine Bestimmungen anzuerkennen:

Darum glaubt an Allah und Seinem Gesandten und an das Licht, das Wir hinabgesandt haben. Und Allah ist über euer Tun unterrichtet. (Sure at-Taghabun, 8)

Sprich: "Oh ihr Menschen! Seht, ich bin für alle von euch ein Gesandter Allahs, Dessen das Reich der Himmel und der Erde ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben. Darum glaubt an Allah und Seine Worte und folgt Ihm, damit ihr rechtgeleitet werdet." (Sure al-A´raf, 158)

Al-Qadi `Ivad (544/1149) sagte: „Der Glaube an den Propheten Muhammad (s.a.w.s) ist besonders verpflichtend; kein Glaube ist ohne ihn vollständig.“ (Al-Qadi `Iyad, Al-Shifa´, 2:1)

Imam al-Shafi`i (204/819) sagte: „Allah vollendete den Beginn des Glaubens – dem alles Andere unterordnet ist – zum Glauben an Allah und dann an Seinen Boten. Wenn also eine Person an Ihn und nicht an Seinen Boten glaubt, trifft die angebende Bezeichnung der Vollendung des Glaubens nicht auf ihn zu, bis sie an Ihn und Seinen Boten glaubt.“ (al-Shafi`i, Al-Risalah, S.75)

Ibn al-Qayyim al-Jawziyyah (751/1350) sagte: „Der Vers enthält neben den Anforderungen für den Glauben die Anordnung, dass sie – wenn sie sich Ihm anschließen - nirgendswohin gehen, es sei denn, mit seiner Erlaubnis. Es ist angemessener, dass sie keine Position beziehen oder ein Wissensgebiet betreten, es sei denn, mit Seiner Erlaubnis…“ (Ibn al-Qayyim, I`lam al-Muwaqqi`in, 1:58)

Die zweite Gruppe von Versen:

Diese Verse zeigen, dass der Prophet (s.a.w.s) den Quran in Übereinstimmung mit Allahs  Geboten erläuterte und erklärte, und dass er seiner Gemeinde sowohl das Buch (den Quran), als auch die Weisheit (die Sunna) lehrte. Imam al-Shafi`i und andere Gelehrte interpretierten Weisheit als die Sunna.

Und Wir sandten das Buch nur deshalb zu dir, damit du ihnen klarmachst, worüber sie uneins sind, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben. (Sure an-Nahl, 64)

Allah war wahrlich zu den Gläubigen gnädig, indem Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte bestimmte, ihnen Seine Verse zu verlesen, sie zu läutern und das Buch und die Weisheit zu lehren; denn siehe, sie wären zuvor in offenkundigem Irrtum. (Sure Al `Imran, 164)

Imam al-Shafi`i sagte: “Allah  erwähnte das Buch, und das ist der Quran. Er erwähnte auch die Weisheit. Ich hörte, dass jene, deren Meinungen ich vertraue, und die in bezug auf den Quran zu den Weisen zählen, sagten, dass „Weisheit“ die Sunna von Boten Allahs (s.a.w.s) bedeutet. Dies unterstreicht, was Allah  sagte – und Allah weiß es am besten -, weil der Quran eine Erinnerung (dhikr) ist und Weisheit aus ihm folgt. Auch erwähnte Allah, dass Er Seine Geschöpfe mit Großzügigkeit überschüttete, indem er ihnen das Buch und die Weisheit lehrte. Es ist daher unzulässig – und Allah weiß es am besten – zu sagen, dass Weisheit hier etwas anderes als die Sunna von  Boten Allahs (s.a.w.s) ist. Das ist so, weil sie mit dem Buch gekoppelt (maqrunah) ist, und weil Allah Seinem Propheten gegenüber den Gehorsam  zur strengen Verpflichtung gemacht hat, und den Menschen die uneingeschränkte Pflicht auferlegte, seinen Befehlen zu folgen. Deshalb ist es unzulässig über irgendwas zu sagen, dass es eine strenge Verpflichtung wäre, außer über Allahs Buch und die Sunna Seines Boten (s.a.w.s) … „ (Al-Shafi`i, Al-Risalah, S.78)

Die dritte Gruppe von Versen:

Diese Verse zeigen, dass die uneingeschränkte Einhaltung der Gebote und Verbote des Propheten (s.a.w.s) verpflichtend ist, dass ihm zu gehorchen dasselbe ist wie Allah  zu gehorchen, und dass jeder Widerspruch ihm gegenüber oder eine Änderung in seiner Sunna verboten ist.

Und gehorcht Allah und dem Gesandten; vielleicht findet ihr Barmherzigkeit. (Sure Al `Imran, 132)

O ihr, die ihr glaubt! Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und macht nicht euere guten Werke zunichte. (Sure Muhammad, 33)

Und gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und seid auf euerer Hut. Und so ihr den Rücken kehrt, so wisset, dass Unserem Gesandten nur die offenkundige Predigt abliegt. (Sure al-Ma´ida, 92)

Ibn al-Qayyim sagte: “Allah befahl Gehorsam, Ihm und Seinem Boten gegenüber. Er wiederholte “Gehorsam” in dem Satz ´und gehorche dem Boten´, um zu beweisen, dass Gehorsam ihm gegenüber  … verpflichtend ist. Er offenbarte, dass einem Befehl des Propheten (s.a.w.s) vollständiger Gehorsam verpflichtend ist, ob dieser Befehl im Quran gefunden wird oder nicht, denn ihm wurden das Buch und die Sunna gegeben, welche dem Quran an Wert ebenbürtig ist.“

Allah  offenbart die Bedeutung des Gehorsams gegenüber dem Boten:

Was immer an Gutem dir widerfährt, ist von Allah, und was immer dir an Üblem widerfährt, ist von dir selber: Und Wir entsandten dich zu den Menschen als einen Gesandten, und Allah genügt als Zeuge. Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah. Doch wer den Rücken kehrt - Wir haben dich nicht als ihren Aufpasser entsandt. (Sure an-Nisa`, 79-80)

Die vierte Gruppe von Versen:

Diese Verse offenbaren, dass das Befolgen des Propheten (s.a.w.s) in allen seinen Worten und Taten, sowie ihn als Vorbild anzunehmen, nötig ist, um von Allah  geliebt zu werden.

Sprich: "Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. Dann wird dich Allah lieben und dich euere Sünden verzeihen; denn Allah ist verzeihend und barmherzig." (Sure Al `Imran, 31)

In dem Gesandten Allahs habt ihr wirklich ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt. (al-Ahzab: 21)

Muhammad ibn `Ali al-Hakim al-Tirmidhi sagte: “Dem Beispiel des Boten (s.a.w.s) zu folgen bedeutet ihn als seinen Führer anzunehmen, seiner Sunna zu folgen und nicht seinen Reden oder Taten zuwiderhandeln.”

Der vierte Beweis: Die Sunna des Propheten (s.a.w.s)

Viele hadiths und Berichte sehen die Sunna als Beweis an. Diese wurden in drei Gruppen eingeteilt:

Die erste Gruppe von Hadiths:

Der Prophet (s.a.w.s) ist frei von Falschheit in bezug auf die Angelegenheiten, die ihm im Quran und in der Form von hadiths offenbart wurden.

Die vom Propheten (s.a.w.s) erläuterten und bestimmten Regeln waren Allahs  Ausführen und Bestimmungen. Sie gingen von Allahs  Anwesenheit aus; nicht von seiner.

Gemäß der Sunna zu handeln bedeutet gemäß dem Quran zu handeln.

Allah  befahl der Umma die Worte des Propheten (s.a.w.s) anzunehmen und auszuüben, seinen Befehlen zu gehorchen und der Sunna zu folgen.

Wer auch immer dem Propheten (s.a.w.s) gehorcht und sich an der Sunna festhält gehorcht Allah  und erlangt den Rechten Pfad.

Glaube ist nur vollständig, wenn sich jemand an alles, was er hervorgebracht hat, hält. Er spricht  nichts außer der Wahrheit. Die beste Führung von Allem ist seine Führung.

Alles, was nicht vom Propheten (s.a.w.s) stammt und von ihm anerkannt wurde, sondern was Menschen nach ihren Launen und Wünschen erdichtet haben, ist eine Erfindung, die zurückgewiesen und gemieden werden muss.

In seinem Al-Madkhal teilt Imam al-Bayhaqi mit, dass Talha ibn Nudayla erzählte:

Als die Preise in Madinah anstiegen, wurde der Prophet (s.a.w.s) gefragt: „O Bote Allahs, finde die Marktpreise für uns.“ Er antwortete: „Allah wird von mir keine Sunna (Praxis) fordern, ohne dass Er mir befahl so zu handeln. Fragt aber Allah nach Seinem Gefallen.“

Erzählt von `Abd Allah ibn `Amr durch Ibn Hibban (354/966):

Der Prophet (s.a.w.s) sagte: „Jeder Diener Allahs besitzt eine Neigung, und jede Neigung hat ihre Richtung: entweder zur Sunna oder zur Neuerung. Wenn die Neigung von jemanden zur Sunna gerichtet ist, war er erfolgreich. Wenn nicht, dann ist er zu Grunde gegangen.“ (Ahmad, Musnad, 2, 158)

Erzählt von Ibn `Abbas:

Der Prophet (s.a.w.s) sagte: „Ich habe euch zwei Angelegenheiten hinterlassen. Wenn Ihr euch nach ihr richtet, werdet Ihr nie irregeleitet: Allahs Buch und die Sunna Seines Propheten.“ (Al-Bayhaqi, Al-Sunanal-Kubra, 10:114 #20108; al-Hakim, 1:93=1990 ed. 1:171; und Malik, al-Muwatta´)

Erzählt von al-Bayhaqi:

`Abd Allah ibn `Amr sagte: „Ich pflegte alles niederzuschreiben, was ich vom Boten Allahs  hörte, im Versuch es zu speichern. Die Quraysh verbaten es mir, und sagten: `Du schreibst alles auf, was Du von ihm hörst, aber er ist ein Mensch, der manchmal in Wut und manchmal in Zufriedenheit redet.´ Deshalb hörte ich auf zu schreiben. Ich erwähnte dies dem Boten von Allah (s.a.w.s), und er sagte:

`Schreib! Bei Allah, in Dessen Hand meine Seele ist. Es kommt hier nichts als die Wahrheit heraus.´ und er zeigte auf seinen Mund.“ (Ibn `Abd al-Barr, Jami` Bayan al-`Ilm, 2:27)

Die zweite Gruppe von Hadiths:

Das gemeinsame Thema dieser Gruppe kann zusammengefasst werden, dass Muslime, die die Wahrheit finden, indem sie sich an die Sunna halten und es ihnen verboten wird, alleine das auszuüben, was im Quran steht, bzw. mit unabhängigen Meinungen zu handeln, indem sie die Sunna verlassen.

Ibn Majah erzählt von Anas, Thabit und Aisha (ra), dass der Prophet (s.a.w.s) sagte:

„Wenn es etwas ist, das zu Eurer Welt gehört, dann hängt es von euch ab; wenn es aber etwas ist, das dem Islam gehört, dann ist es meines.“ (Ibn Majah, Ahmad, Ibn Hibbanin his Sahih [1:201#22], und Abu Ya`la in seinem Musnad [6:198, 6:237]. Auch erzählt von Muslim und al-Daraqutni in seinem Sunan [1:382])

Die dritte Gruppe von Hadiths:

Diese hadiths sagen den Muslimen, dass sie die Worte des Propheten (s.a.w.s) beachten, sich merken und dann jenen weitergeben sollen, die später nachkommen. Sie versprechen eine große Belohnung für diejenigen, die sich an solchen Aktivitäten beteiligen.

Diese Gebote des Boten von Allah (s.a.w.s) machen es notwendig, dass die Sunna sicher ist.

Al-Bayhaqi (451/1066) sagte:

„Wäre es nicht festgesetzt und verpflichtend, dass die Sunna sicher ist, dann würde der Prophet (s.a.w.s) nicht in seiner Letzten Khutba (Predigt) gesagt haben, nachdem er jedem, der ihn sah, die Angelegenheiten seiner Religion gelehrt hatte: ´Gebt acht! Vermittelt jedem meine Worte.´“

Es wird von Abu Hurayrah erzählt, dass der Prophet (s.a.w.s) sagte:

„Wer auch immer in der Angelegenheit seiner Religion vierzig hadiths für meine Umma bewahrt, wird von Allah am Tag der Auferstehung im Kreis der Menschen von Urteilskraft und Wissen auferweckt.“ (Abu Nu`aym, Hilyah, 4: 189)

Der fünfte Beweis: Der Quran muss mit der Sunna verstanden werden

Niemand kann ohne die Offenbarung, die auf einen herunterkommt, die Regeln des Islam allein aus den Einzelheiten des Quran verstehen. Deswegen sollte man in die Sunna schauen, die mit dem Quran zusammen offenbart wurde, da der Prophet (s.a.w.s) dies durch seinen eigenen Ijtihad erschlossen und Allah  dem zugestimmt hat. Es gibt keinen anderen Weg.

Wäre die Sunna kein Beweis (die Quelle für die Regeln), würde sie für Gelehrte, zum Lesen und Unterstützung aus ihr abzuleiten, unzuverlässig sein. In diesem Fall würde niemand seine genauen Verantwortungen verstehen, Regeln würden verschwinden, Verpflichtungen würden erlöschen.

Es ist unmöglich, dass Gelehrte (Mujtahid) in dieser Angelegenheit alleine und gemäß ihren eigenen Ansichten handeln, da der Quran auf der höchsten Ebene wundersamer Unnachahmbarkeit (I`jaz) steht. Allein wegen dieser Wortgewandtheit enthält er viele Nebenbedeutungen, Geheimnisse und Schätze des Wissens, die nur Allah  weiß.

Der Prophet (s.a.w.s) erläutert den Quran, und niemand kann sich Regeln auslegen, denen alleine der Quran zugrundeliegt. In der Tat ist die Erklärung des Quran eine seiner Aufgaben. Im Quran sagt der Allmächtige Herr:

Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht nach Westen oder Osten kehrt. Fromm ist vielmehr, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und an die Engel und die Schritt und die Propheten; und wer sein Geld -auch wenn er selbst Bedarf hat- für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und den Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verrichtet; und wer die Steuer (zakat) zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind: Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind. (Sure al-Baqara, 177)

Dieser Vers zeigt, dass Beten (Salat) und Zakat geben Pflichthandlungen sind. Wie aber sollen Muslime genau beten, und wann? Wie viele rak´ahs (Gebetszyklen) werden verlangt? Wer muss beten? Wir können nur in der Sunna Antworten auf diese Fragen erhalten, denn durch sie zeigt unser Prophet (s.a.w.s) den richtigen Weg zu Beten und erleuchtet und auf diese Weise. Dasselbe trifft auf den Zakat und die anderen Verpflichtungen zu.

In einem anderen Vers offenbart unser Herr:

So preist Allah an euerem Abend und an euerem Morgen. (Sure al-Rum, 17)

In diesem Vers sieht es so aus, als wäre in Wesentlichen die Zeit des Preisens morgens, abends und nachts. Was aber hier mit „preist“ gemeint ist lernen wir aus der Sunna unseres Propheten (s.a.w.s). Ist es das salat, das im Vers „tut salat“ befohlen wird? Oder rezitiert es „Subhan Allah“? Wäre uns dies nicht durch den Propheten (s.a.w.s) mitgeteilt worden, wüssten wir nicht, dass sich dieser Ausdruck auf die Morgen-, Abend- und Nachtgebete bezieht.

Was das Geben auf seine Art angeht, teilt uns unser Herr mit: Aber wer da Gold und Silber hortet, statt es auf Allahs Weg auszugeben: Ihnen verheiße schmerzliche Strafe (at-Tauba: 34). Was bedeutet in diesem Vers “auszugeben”? Alle Vermögensgegenstände weggeben, so wie es die Gefährten zur Zeit der Offenbarung des Verses verstanden haben, oder nur einen Teil von ihnen? Wenn ja, wie viel?

Hunderte andere Angelegenheiten werden im Quran nur erwähnt aber dann in der Sunna vollständig erklärt. Unser Prophet (s.a.w.s) erläutert die Formen der religiösen Bräuche der Muslime, was diese sind und die Formen, die sie annehmen, und wie sie durch sein eigenes Beispiel umgesetzt werden können.

In seinem Al-Ihkam sagt Ibn Hazm:

„Wo im Quran wird jenes gesagt: Dhuhr-Gebet besteht aus vier rak´ahs? Maghrib besteht aus drei rak´ahs? Ruku` wird auf die und die Weise gemacht? Sujudis wird auf die und die Weise gemacht? Quranische Rezitation im Gebet wird auf die und die Weise gemacht? Salamis wird im Abschluss des Gebets auf die und die Weise gegeben? Was muss jemand beim Fasten vermeiden? Die Modalität von zakat für Gold und Silber, Schafe, Kamele und Rinder? Die Bestimmung der zakatierbaren Kapitale und die Menge ihrer zakat? Die Rituale der hadsch aus der Zeit, in der jemand in `Arafah steht? Die Art und Weise der Gebete zu ´Arafah und Muzdalifah? Die Modalität der Steinigung an den drei jimar in Mina? Die Beschreibung des sakralisierten Zustands der Pilger (ihram)? Was muss vermieden werden wenn ihram getragen wird? Die Hand eines Diebes abgeschnitten wird? Welche angefertigten Speisen sind verboten? Die Beschreibung und Definition von opfernder Schlachtung? Die Modalitäten von Strafgesetzen (ahkam al-hudud)? Die Beschreibung eine Scheidung auszuführen? Die Regeln, die dem Verkaufen angehören? Die Zurschaustellung von wucherhaften Transaktionen (al-riba)? Die Modalitäten juristischer Urteile und Rechtsmittelverfahren? Diejenigen heiliger Eide, von Wasserdämmen (al-ahbas), lebenslangem Nießbrauch als Folge von Besitz der Erben des Pächters (al-`umbra), Sammlung von sadaqah, und all die anderen Gebiete des Rechts?

Wir finden im Quran nur Sammelanweisungen (jumal). In all diesen besteht der Bezug in nichts anderem, als was den Propheten (s.a.w.s) aufgetragen wird. Dasselbe trifft auf den Konsens von Gelehrten zu (al-ijma`), da sich ersterer über einige wenige Angelegenheiten gebildet hat, die wir in einem einzigen Buch gesammelt haben. …. Deshalb ist der Rückbezug auf die hadith unentbehrlich.“ (Ibn Hazm, Al-Ihkam fi Usul al-Ahkam, 2:79-80)

Andere hadiths behaupten, dass wir den Quran nicht allein mit unserer eigenen Vernunft verstehen können, und dass dies ohne die Sunna unmöglich ist. Die Gefährten und Gefolgen erzählten unzählige hadiths über diese Wahrheit und erlangten vollständige Übereinstimmung in bezug auf diesen Punkt. Einige relevante Traditionen sind wie folgt:

Al-Bayhaqi (im Al-Madkhal) und al-Lalika´i (im Sharh Usul U`tiqad Ahl al- Sunna) erzählten was Umar (ra) sagte:

„Hütet euch vor denjenigen, die Meinungen vortragen, da sie Feinde der Sunna sind. Sie sind beim Erinnern der Erzählungen des Propheten (s.a.w.s) verzweifelt und haben darauf zurückgegriffen Meinungen vorzutragen. Folglich sind sie irre gegangen und haben andere irregeleitet.“

Abu Hatim (354/965) berichtet Ibn Mas´du beim sagen:

„Im Quran ist Wissen von Allem, aber die Sicht der Menschheit kann es nicht finden.“

Ahmad ibn Hanbal erzählt, dass `Imran ibn Husayn (ra) sagte:

„Der Quran wurde offenbart und Bote Allahs (s.a.w.s) führte die Sunan ein.“

Dann sagte er: „Folgt uns [dem Quran und der Sunna] oder, bei Allah, wenn nicht, dann sollt ihr euch verirren.“

Erzählt von Abu Nadra durch Ibn al-Mubarak im Al-Zuhd:

Die Menschen trugen die Erzählungen der hadith vor, als ein Mann aufstand und aufschrie: „Genug davon, bringt uns etwas aus Allahs Buch!“

`Imran ibn Husayn wurde wütend und sagte: „Du und Deine Freunde haben alle den Quran gelesen. Der Allmächtige und Verherrlichte Allah hat zakat in Seinem Buch erwähnt; wo dann wird erwähnt, dass es aus fünf Teilen von 200 besteht? Der Allmächtige und Hohe Allah hat Gebete in Seinem Buch erwähnt; wo dann wird erwähnt, dass dhuhr aus vier rak´ahs besteht?“ Dann erwähnte er all die anderen Gebete. Er fuhr fort: „Allah erwähnte Umkreisungen in Seinem Buch; wo dann sagte Er, dass Umkreisung aus sieben Umkreisungen besteht? Und wo hat Er gesagt, dass die Hetzjagd zwischen Safa und Marwa siebenfaltig ist? Wir entscheiden gemäß dem, was dort ist [zum Beispiel im Quran], aber die Sunna erklärt es.“

Ähnlicherweise erzählt Ibn `Abd al-Barr folgende Erwiderung:

Mutarrifibn `Abd Allah ibn al-Shikhkhir erwiderte: „Bei Allah, wir suchen sicherlich keinen Ersatz für den Quran, aber nur einen, der den Quran besser kennt als wir.“

Al-Lalika`i erzählt (in Sharh Usul) von `Abdus ibn Malik al-`Attar dass:

Imam Ahad sagte: „Die Sunna, gemäß unserer Definition, besteht aus Berichten, die vom Boten von Allah (s.a.w.s) übermittelt wurden, und die Sunna ist der Kommentar des Quran und enthält seine Anweisungen (dala´il).“

Jabir ibn `Abd Allah (ra) sagte:

„Der Bote Allahs (s.a.w.s) war unter uns, als ihm der Quran offenbart wurde, und er kannte seine Erläuterung. Was immer er auch verwirklichte, wir verwirklichten es auch.“

Diese Verse, hadiths, und Erzählungen zeigen, dass die Sunna ein Segen ist, der es uns ermöglicht, den Quran zu verstehen und in unserem täglichen Leben anzuwenden.

Der sechste Beweis: Die Sunna basiert auch auf Offenbarung

Was vom Propheten (s.a.w.s) ausstrahlt, sind entweder Worte oder Taten, die dazu entworfen sind die Botschaft von Allah  mitzuteilen, oder anderen Formen des Verhaltens, die außerhalb unserer Kommunikation liegen.

Der erste Teil

Es handelt sich um eine sichere und gewisse Offenbarung. Wie wir wissen war hier der Bote von Allah (s.a.w.s) gegen Fehler geschützt. Hanafigelehrte beziehen sich hierdrauf als „Manifest oder äußere Offenbarung“ (wahy zahir). Die Offenbarung in diesem Teil wird manchmal mit der Aussage verbunden, dass sie eine göttliche Offenbarung ist, und manchmal auf andere Weise. Diejenige, die mit der begleitenden Aussage kommt, dass sie göttlich sei, erfordert entweder Anbetung (ta´abbud), wundersame Unnachahmlichkeit (i´jaz) oder Herausforderung (tahaddi). Mit anderen Worten: der Quran.

Offenbarungen ohne die Eigenschaften von i´jaz und tahaddi sind die al-hadith al-quadsi. Dies ist ebenfalls eine Form göttlicher Offenbarung. Durch den Gebrauch der Worten wie „Der Herr der Ehre sagte …“ vor jedem hadith übermittelte der Prophet (s.a.w.s) die Freudenbotschaften von Allah . Solche Berichte können nicht irren oder auf Betrug basieren. Der Bericht des Propheten (s.a.w.s) zeigt, dass es Allahs  Wort ist, so wie er zeigt, dass der Quran Sein Wort ist. Wenn es keine begleitende Aussage gibt, um zu zeigen, dass der Bericht von Allah  ist, dann handelt es sich um einen prophetischen hadith (al-hadith an-nabawi). Diese Verse zeigen, dass die hadiths und Bräuche des Propheten (s.a.w.s) die Eigenschaft einer göttlicher Offenbarung haben:

Noch spricht er aus eigenem Antrieb. Er ist nichts anderes als eine ihm geoffenbarte Offenbarung… (Sure an-Nadschm, 3-4)

"... Ich folge nur dem, was mir geoffenbart wurde. Wahrlich, ich müsste die Strafe eines gewaltigen Tages befürchten, falls ich mich gegen meinen Herrn empören würde." (Sure Yunus, 15)

… Und Allah hat die Schrift und die Weisheit hinabgesandt und hat dich gelehrt, was du nicht wusstest. Und Allahs Gnade gegen dich war groß. (Sure an-Nisa´, 113)

Wie anderenorts erwähnt wurde bezieht sich hier “Weisheit” auf die Sunna.

Abu Dawud und al-Bayhaqi identifizieren und führen diesen Bericht mit begleitenden Aussagen ein:

„Die Offenbarung würden auf den Boten Allahs (s.a.w.s) herunterkommen, und Jibril (as) würde ihm die Sunna, die die erläutert, mitteilen.“ (ad-Darimi, Muqaddimah, 49)

Der zweite Teil

Dieser Teil besteht aus Worten und Verhaltensweisen des Propheten (s.a.w.s), die nicht speziell mit der Übermittlung von Botschaften zu tun haben. Diese können die Zustimmung Allahs  haben oder auch nicht.

Wenn Allah, der Allmächtige  einer von Seinem Propheten (s.a.w.s) durchgeführten Handlung zugestimmt hat, selbst wenn er nicht mittels einer Offenbarung unterrichtet wurde, zeigt eine solche Zustimmung, dass die Handlung aus seiner Sicht aus wahr, korrekt und akzeptabel ist. Wenn darüberhinaus auch nicht jede seiner Handlungen durch eine göttliche Offenbarung berichtet worden wäre, weist uns Allah  an, dass jedes Wort und jede Tat des Propheten (s.a.w.s) zu befolgen wäre. In diesem Fall hält man sich an die Anweisung Allahs , ihm zu gehorchen, wenn man einer Handlung folgt, die der Prophet (s.a.w.s) vollführt hat, die aber nicht durch eine Offenbarung mitgeteilt wurde. Deshalb genießen solche von ihm vorgenommenen Handlungen in Wirklichkeit den Status göttlicher Offenbarung.

Dieser Bericht unterstützt dieses Thema. Der Prophet (s.a.w.s) sagte: „Wahrlich ich mache nur zum Gesetz, was Allah in Seinem Buch zum Gesetz gemacht hat, und ich verbiete nur das, was Er in Seinem Buch verboten hat“ (Abu Dawud, Sunan, 5; al-Tirmidhi, Ibn Majah)

Al-Bayhaqi sagt: „Wenn der Ausdruck ´Sein Buch´ saheeh ist, meint der Bote Allahs (s.a.w.s), dass alles, was ihm mitgeteilt wurde, die Offenbarung, in zwei Kategorien geteilt wurde: Wahy Matluw (der Qur´ an) und Wahy Ghayr-Mathluw (alle Information und Inspiration von Allah außerhalb des Quran).“

Ibn Mas´du (ra) hat wie Imam Shafi´i (ra) auch gesagt, dass jeder, der die Sunna befolgt, nach den Geboten des Buchs von Allah  leben würde. Dies ist so, weil die verpflichtende Eigenschaft des Befolgens des Pfades des Boten Allahs (s.a.w.s) eine Bedingung ist, die im Quran aufgestellt wird. Diese Bedingungen, die auf der ijtihad des Propheten (s.a.w.s) und der Zustimmung Gottes  basieren, bilden einen Teil dieses zweiten Abschnitts. Hanafigelehrte beziehen sich hierauf als „nicht manifeste oder interne Offenbarung“ (wahy batin).

Der siebente Beweis: Ijma´ (Zustimmung)

Angefangen von den ersten Tagen des Islams, bis hin zur Gegenwart, sehen wir, dass kein mujtahid Imam, der sich des Themas mit Wissen und gutem Gewissen angenommen hat, jemals die Idee der engen Verbindung an die Sunna, die Verwendung der Sunna als Quelle des Beweises und das Handeln in ihrem Licht, wie es sich gebührt, zurückgewiesen hat. Wir sehen im Gegenteil, dass sie sich eng an die Sunna halten und in dem von ihr vorgezeichneten Licht gehandelt haben. Auch haben sie andere ermutigt in ihrem Licht zu handeln, jeglichen Widerstand ihr gegenüber verboten und sich auf Regeln verlassen, die für beide, sie selbst und die anderen, durch sie errichtet wurden. Darüberhinaus sehen wir auch, dass sie sich entschieden gegen jeden Widerstand oder jede Trivialisierung der Sunna aufgelehnt haben; in der Tat haben sie die Sunna ergänzend zum Quran und als seine Erklärung angesehen. Im Falle eines einleuchtenden hadith, der nicht mit einem ijtihad übereinstimmt, der zuvor auf Basis des Buches gemacht wurde, oder durch eine andere Form des Beweises zu ihrer Aufmerksamkeit kam, würden sie sofort ihre Meinungen überprüfen und die Vorschrift infrage stellen. Es hat schon seinen Grund, weshalb die geliebte Ehefrau des Propheten (s.a.w.s), Aisha (ra) sagte: „Das Verhalten des Propheten war ausschließlich  der Quran“ (Sahih Muslim).

In der Tat wurde uns von oben folgendes gesendet: „Wenn Ihr einen einleuchtenden hadith findet, so ist dies meine madhhab (Schule). Legt jede meiner Aussagen beiseite, die damit im Widerspruch steht.“ (Al-Subki, Majmuat al-Rasa´il Muniriyyah, 2,98) Die meisten anderen mujtahids haben von Worten mit ähnlicher Bedeutung berichtet.

Für die Ahl al-Hadith, lautet die gängige Ansicht, die von den mujtahids und Islamischen Gelehrten im Allgemeinen vertreten wird: die Ahl al-Hadith sind die größten Helfer der Religion und die mächtigsten Beschützer gegen Angriffe und Zweifel der Nichtreligiösen. Die Feinde der grundsätzlichen Islamischen Wahrheiten sind lediglich die ahl al-bid´ah, fajarah (böse Missetäter) und kaifrun (Ungläubige).

Es gibt einen überwältigenden Konsens (ijma´) unter den Islamischen Gelehrten in bezug auf das Thema der Bereitstellung von Beweisen durch die Sunna; sie sind in bezug auf eine endgültige Schlussfolgerung zur Übereinstimmung gelangt .

 

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