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Das ausgezeichnete Vorbild des Lebens
des Propheten (s.a.w.s)

Du hast ein ausgezeichnetes Vorbild in dem Boten Allahs, für alle, die ihre Hoffnung in Allah und den Jüngsten Tag legen und sich an Allah oft erinnern. (Sure al-Ahzab, 21)

Der Islam hat zwei fundamentale Quellen, den Quran und die Sunna, keines der beiden kann voneinander getrennt werden. Wenn sie getrennt würden, könnten wir nicht die wahre Bedeutung des Islam erfassen. Um in der zukünftigen Welt wirkliches Glück zu erfahren, sollten die Gläubigen sehr gute Kenntnisse dieser zwei Quellen haben und sich richtig danach halten. Die Sunna des Propheten (s.a.w.s), welche die Moral des Quran personifiziert, ist eine lebende Interpretation des Quran.

In einem Hadith sagte der Bote Allahs (s.a.w.s):

„In Zeiten der Unordnung in meiner Ummah, erhält derjenige der eine der vergessenen Sunna wieder zum Leben erweckt, die Belohnung von hundert Märtyrern. (Ibn Majah)

Die Zeit, die der Prophet (s.a.w.s) ankündigt, scheint nahe zu sein. Um diese versprochene Belohnung zu verdienen, ist es für alle Muslime entscheidend, seine Sunna zu akzeptieren. In seinem täglichen Leben gaben die ausgezeichneten moralischen Werte und Praktiken des Propheten (s.a.w.s) die besten Beispiele für die Gläubigen. Alle seine Handlungen befinden sich unter dem Schutz von Allah.

Die hohe Moral und das gute Benehmen des Propheten (s.a.w.s)

In dem Quran sagte Allah unserem Propheten (s.a.w.s): „Und du bist fürwahr von edler Natur“ (Sure al-Qalam, 4). Gemäß einem Hadith al-Scharif sagte der Bote Allahs (s.a.w.s) folgendes: „Ich wurde nur gesandt, damit ich die moralischen Tugende perfektionieren kann“ (al-Bayhaqi), dadurch drückte er aus, dass sein Leben voll mit Beispielen ist, die alle Gläubigen annehmen müssen.

Der Bote Allahs (s.a.w.s), der noch bevor ihn Allah mit dem Prophetentum segnete, die besten Beispiele einer ausgezeichneten Moral zeigte, gab auch der Menschheit ein Beispiel durch seine vornehme Personalität und ausgezeichnete Moral während der Verbreitung des Islam. Seit dieser Zeit gaben verschiedene Teile der Menschheit ihr Bestes, seinem Beispiel zu folgen.

Aisha (r.a) berichtete:

“Es lag nicht im Wesen des Botschafter Allahs (s.a.w.s) unanständig zu sprechen, noch verwendete er nie eine unzüchtige Sprache. Er schrie nie im Bazaar. Er rächte nie eine böse Tat mit einer gleichen sondern vergab und später erwähnte er es nicht.“ (al-Tirmidhi)

Ihre Antwort auf eine Frage über die Moral des Propheten (s.a.w.s) ist in dieser Beziehung sehr aufschlussreich:

“Oh Mutter der Gläubigen, bitte beschreibe die Moral des Boten Allahs (s.a.w.s).” Sie antwortete: “Kannst du die Sure al-Mu’minun rezitieren? Lies die ersten zehn Verse. Die Moral des Boten Allahs (s.a.w.s) ist so wie es dort geschrieben steht.“ (Sahih al-Bukhari)

Die Worte des Propheten (s.a.w.s), „Die besten von euch sind diejenigen, die das beste Benehmen haben,“ (Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim) betonen, dass jeder Muslim bestrebt sein soll, dieses Ziel zu erreichen. Daher sollen alle Gläubigen alles Böse in ihrem niedrigen Selbst vermeiden und die moralische Vorzüglichkeit anstreben.

“So wie heisses Wasser Eis schmilzt, so schmilzt und vernichtet ein gutes Gemüt die Sünden. So wie Essig den Honig zersetzt und ihn unessbar macht, so verdirbt und vernichtet ein schlechter Charakter die Verehrung.“ (at-Tabarani)

„Die mir von euch am liebsten sind und mir am Tage der Auferstehung am nächsten sind, werden die sein mit dem besten Benehmen.“ (al-Tirmidhi)

 

„Aus der Sicht Allahs gibt es keine größere Sünde als schlechte Qualitäten zu haben, denn derjenige der solche Qualitäten hat, verfällt der Sünde noch bevor er aus einer anderen herauskommen kann.“  (al-Isbahani)

„Derjenige mit einer guten Moral und Charakter besitzt bereits das Beste dieser Welt und des Jenseits. (at-Tabarani)

„Ein Gläubiger mit gutem Benehmen und guten moralischen Neigungen bekommt immer die gleiche Belohnung als hätte er die Nacht mit Beten verbracht und während Tagen gefastet.“ (Abu Dawud)“Am Tag der Auferstehung werden die guten Manieren auf der Skala der Taten am gewichtigsten sein.“ (Abu Dawud and al-Tirmidhi)

Prophet (s.a.w.s) setzte vor sein Gebet die folgende Fürbitte: „Oh Herr! Geleite mich zu den besten moralischen Manieren. Niemand, ausser Dir kann zur moralischen Vorzüglichkeit führen. Und entferne schlechte Manieren von mir. Niemand ausser Dir kann sie wegnehmen.“ (Sahih Muslim)

Die Tugend der Verzeihung

Es steht im Quran geschrieben: „… Doch wenn ihr vergebt und Nachsicht übt und verzeiht - auch Allah ist verzeihend, barmherzig.“ (Sure at-Taghabun, 14). Daher sollen Muslime untereinander sehr tolerant sein und sich vergeben.

Der Prophet (s.a.w.s) betonte die Wichtigkeit des Vergebens dem Nächsten und sagte, dass dies das Gefühl des gegenseitigen Wohlwollens unter Gläubigen verstärke. Ausserdem fühlte er keinen Groll gegenüber niemanden und vergab sogar seinen Feinden.

Wahrhaftig, der Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Bescheidenheit erhöht den Rang einer Person. Sei bescheiden, sodass Allah deinen Rang erhöhen möge. Verzeihung erhöht nur die Ehre der Person. Verzeihe, damit dir Allah Ruhm verleihe.“ (al-Isbahani)

Muslime sollen auf ihre Rechte über andere verzichten. Gedanken von Feindschaft und Vergeltung soll keinen Platz unter ihnen haben. Die Vergebung, welche den Rang einer Person in beiden Welten erhöht, hilft die Solidaritätsgefühle zu entwickeln. Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

„Unterhalte deine Beziehung mit demjenigen, der sie mit dir abgebrochen hat, gib dem, der dich enttäuscht hat und verzeihe dem, der dich unterdrückt hat.“ (al-Bayhaqi)

“Zeige Barmherzigkeit und dir wird Barmherzigkeit gegeben. Verzeihe und Allah wird dir verzeihen. Wehe den Organen, die Worte empfangen (z.B. Ohren). Wehe denen, die beharren und immer fortsetzen, was sie tun.” (Ahmad Dhiya’ al-Din, Ramuz al-Ahadith, 1:70/10)

Ermutigung des Handels und die Tugend der Ehrlichkeit

Große Islamische Gelehrte zeigen die Ehrlichkeit des Propheten (s.a.w.s) als die beste Eigenschaft seines Prophetentums. Sowohl die Muslime als auch die Polytheisten von Mekka akzeptierten die Tatsache seiner Ehrlichkeit. Während des Aufstiegs des Islam verlangte der Prophet (s.a.w.s) von allen Menschen, ehrlich in ihrem Leben zu sein:

“Die Ehrlichkeit führt zu Rechtschaffenheit und Rechtschaffenheit führt zum Paradies. Eine Person sagt solange die Wahrheit, bis sie eine wahrhaftige Person wird. Falschheit führt zu Sündhaftigkeit und Boshaftigkeit und Sündhaftigkeit und Boshaftigkeit führt zum Höllenfeuer.“ (Sahih al-Bukhari)

“Beobachte die Wahrhaftigkeit als eine Pflicht und spricht immer die Wahrheit, denn die Wahrhaftigkeit bringt dich auf den Pfad der Tugend und die Tugend führt dich zum Paradies, wenn eine Person immer die Wahrheit sagt und die Wahrhaftigkeit zu seinem Lebensmotto erwählt, dann erreicht er den Ort der Aufrichtigkeit und Treue und sein Name wird bei Allah unter den Wahrhaftigen geschrieben. Und halte dich immer von der Falschheit entfernt, denn die Falschheit bringt dich auf den Weg der hUnmoral und führt dich in die Hölle, denn wenn eine Person lügt, ist die Folge, dass sein Name bei Allah unter die großen Lügner geschrieben wird.“ (Sahih Muslim)

“Neun Zehntel des Einkommens (rizq) stammt aus dem Handel.“ (Gharib al-Hadith)

Zahlreiche Hadithe belegen, dass alle die im Handel beschäftigt sind, sehr stark auf die Wahrhaftigkeit achten sollen. Der Prophet (s.a.w.s) gab z.B. als gute Nachricht, dass ein ehrlicher Händler zusammen mit den Märtyrern im Jenseits sein wird. Alle jene, die der Wahrhaftigkeit nicht den Vorzug geben, werden unfassbare Schwierigkeiten in beiden Welten erleben.

„Die Händler werden am Tage der Auferstehung mit den Sündern auferstehen, ausgenommen diejenigen, die gottesfürchtig, fromm und wahrhaft gewesen sind.“ (al-Tirmidhi)

„Am Tage des Gerichts werden die ehrlichen Händler unter dem Schatten der großen Himmel stehen.“ (al-Isbahani)

„Der Verkäufer und der Käufer haben das Recht die Waren zurückzugeben, solange sie nicht voneinander gegangen sind oder bis sie voneinander gehen; und wenn beide die Wahrheit sagen und die Mängel und Qualitäten (der Waren) beschreiben, dann werden sie in ihrer Transaktion gesegnet werden, und wenn sie Lügen erzählen oder etwas verheimlichen, dann wird der Segen ihrer Transaktion verloren sein.“ (Sahih al-Bukhari)

„Derjenige, der seine Waren verkauft erwirbt Mittel; derjenige der sie zurück hält, um den Preis zu erhöhen wird von Allahs Fluch getroffen.“ (Sahih Muslim)

„Vermeide das Schwören, wenn du (deine Waren) verkaufst, denn obwohl es hilft, die Preise zu erhöhen, im Ende wird es nur den Segen zerstören.“ (Sahih Muslim)

Wenn Muslime Handel betreiben, ist es wichtig, dass sie nicht ihre Gebete und anderen religiösen Pflichten vernachlässigen. Denn wahrlich, wenn sie so tun, während sie die Segnungen dieser Welt zu erreichen versuchen, könnten sie ihr Leben im Jenseits gefährden. Unser Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Allah sagte mir nicht, dass ich Waren lagern sollte und dass ich ein Händler werde. Er sagte mir vielmehr, mich an Ihn zu erinnern, um ein Betender zu werden und  Ihn anzubeten bis der Tod kommt.“ (Ibn Mardawayh)

„Wer immer ein schadhaftes Ding jemanden verkauft, ohne den Käufer darüber in Kenntnis zu setzen, wir dauerhaft von Allahs Zorn gefangen.“ (Ibn Majah)

Alle Handlungen eines Gläubigen, die mit den Anweisungen Allahs übereinstimmen, werden als Akt der Anbetung betrachtet. 

In der Zeit Abu Bakr’s (r.a), reisten die Muslimischen Händler bis zu den Philippinen, um Allahs Botschaft zu verbreiten. Die Muslime, die heute dort leben sind Abkommen der ersten Generation der philippinischen Muslime, welche von den damaligen Händlern konvertiert wurden. Dieses Beispiel zeigt, dass, so lange die Menschen nicht ihre Pflichten gegenüber Allah vergessen, können sie dem Islam dienen, gleichgültig, in welcher Position sie sein mögen.

„Das sauberste Essen ist, was durch die Arbeit der eigenen Hand verdient wurde.“ (Sahih al-Bukhari)

Die Tugend der Großzügigkeit

Die Eigenschaft, welche am meisten zu einem gläubigen Muslim passt ist die Geduld, wenn er sich in einer schwierigen Situation und in dem Zustand der Not befindet. Selbst dann wird derjenige, der fest an Allah  und an Seinen Boten (s.a.w.s) glaubt, gleichwelches Mittel, das ihm zur Verfügung steht, auf die beste Weise verwenden, auf dem Weg von Allah. Im Quran warnt der Herr die Menschen, nicht von Satans Komplott getäuscht zu werden – denn viele fürchten sich derart vor der Zukunft, dass sie mit ihren vergänglichen Besitzen geizig umgehen:

Und diejenigen, die mit dem knauserig sind, was Allah in Seiner Huld ihnen gab, sollen nicht wähnen, es diene ihnen zum Guten: Nein, zum Bösen dient es ihnen. Als Kette sollen sie am Tag der Auferstehung um den Hals tragen, womit sie gegeizt hatten. Und Allah ist das Erbe der Himmel und der Erde. Und Allah kennt wohl euer Tun. (Sure Al’Imran, 180)

Der Prophet (s.a.w.s) unterschied ganz klar zwischen Großzügigkeit und Verschwendung. Er sagte nicht “Nein” zu den Wünschen derjenigen, die ihn um etwas baten und er versuchte, die Bitten der Menschen zu befriedigen. Auf Grund seiner natürlichen Freundlichkeit, drehte er sich nie weg von Personen, die ihn um Hilfe oder Führung baten.  In einem Hadith wird gesagt, dass unser Prophet (s.a.w.s) einer bedürftigen Person geraten hat, Schulden in seinen Namen aufzunehmen.

Ali (ra) beschrieb die Großzügigkeit des Propheten (s.a.w.s):

“Er war der großzügigste und der ehrlichste aller Menschen. Er hatte eine feinere Brust als alle anderen, war ehrlicher als alle anderen und hatte das höflichste Wesen und die edelste Abstammung. Diejenigen, die ihn sahen standen plötlich in Ehrfurcht vor ihm und jene, die mit ihm bekannt waren, liebten ihn.  Jene, die ihn beschrieben sagten, dass sie niemals zuvor und auch nicht danach jemanden wie ihn sahen. (al-Tirmidhi)

Einige Worte unseres Propheten (s.a.w.s) über die Großzügigkeit:

Allah ist großzügig, Er liebt die Großzügigkeit und das moralische Benehmen und er verabscheut Boshaftigkeit.“ (al-Kharaythi)

“Die Großzügigkeit ist ein Baum unter Bäumen im Garten. Seine Äste hängen bis auf die Erde. Jeder, der seine Äste hält, gelangt in den Garten.“ (Ibn Hibban)

„Allah erschuf alle Seine moralischen Diener großzügig und mit guten Manieren.“ (al-Daraqutni)

“Es gibt zwei Charakterzüge, die Allah liebt und zwei, die er verabscheut. Der eine, den er liebt ist Großzügigkeit und ausgezeichnete Moral. Den anderen, den er verabscheut ist Geiz und Boshaftigkeit.“ (al-Daylami)

“Unter die Charaktereigenschaften, die das Verzeihen [Allahs] verdienen gehören: den Menschen viel geben, jeden zu begrüßen und gute Worte sagen. Allah hat einige Diener, denen Vermögen gegeben wurden, um es in der Öffentlichkeit auszugeben. Wenn einer davon es nicht weiter gibt, wird es von Ihm genommen und einem anderen gegeben.“ (at-Tabarani)

“Ein Mensch mit einem großzügigen Herz ist Allah und den Menschen näher und er ist näher dem Paradies und entfernter von der Hölle. Der Geizhals andererseits ist von Allah und den Menschen weit entfernt, weit weg vom Paradies und nahe der Hölle. (al-Tirmidhi)

Die Tugend der Zusammenarbeit

Dıie Zusammenarbeit hat einen großen Platz im Leben unseres Propheten (s.a.w.s) Er informiert uns, dass die beste Hilfe die Hilfe im Geheimen ist. Unser Prophet (s.a.w.s) sagte:

„Sieben Personen wird Allah mit Seinem Schatten am Tag, wenn es keine andere Schatten gibt als den Seinen, behüten (z.B. Am Jüngsten Tag, und diese sind): … eine Person, die Almosen gibt und es derart versteckt, dass die rechte Hand nicht weiss, was die linke Hand gegeben hat: und eine Person, die sich heimlich an Allah erinnert und dabei Tränen vergießt.“ (Sahih Muslim, Buch 005, Nummer 2248)

Der Satan verbreitet unter den Menschen Furcht vor der Zukunft, so dass er sie daran hindert, das fortzugeben, womit Allah sie gesegnet hat. Auf diese Weise treibt er sie in den Geiz. Unser Prophet (s.a.w.s) sagt, dass das für die Gläubigen eine große Gefahr in sich birgt.

„Gib aus und rechne nicht, (denn) Allah rechnet auch nicht in deinem Fall; und horte nicht, sonst wird sich Allah vor dir zurückhalten.“ (Sahih Muslim, Buch 005, Nummer 2244)

„Er, der denjenigen Menschen, dem es finanziell schlecht geht (bei der Schuldentilgung), Zeit opfert oder seine Forderung abschreibt, dem wird Allah mit seinem Schatten versehen.“  (Sahih Muslim, Buch 042, Nummer 7149)

“Wenn ein Besitzer von Gold oder Silber nicht das bezahlt, was er schuldet, werden aus ihm am Tag der Auferstehung Feuerplatten herausgeschlagen, diese würden im Höllenfeuer erhitzt werden und seine Lenden, seinen Kopf und seinen Rücken versengen. Wenn diese erkalten, würde (dieser Prozess) einen Tag verlängert werden, bis fünfzigtausend Jahre vorbei sind, bis das Urteil über die Diener gesprochen sein wird.“ (Sahih Muslim, Buch 005, Nummer 2161)

Die Tugend der Bescheidenheit, der Schaden der Arroganz

Der Prophet (s.a.w.s) war das beste Beispiel dafür, wie die Menschheit sein sollte. Seine Bescheidenheit diente als wunderbares Besipiel für alle seine Leute.

Zur Zeit des Hadsches erfüllte er seine Pflichten gleich wie seine Anhänger; er reitete auf einem Kamel wie jeder andere auch, oder auf einem Maultier, er besuchte die Kranken, nahm an den Begräbnissen der Muslime teil, die zuvor verstorben waren und er machte keinen Unterschied zwischen den Armen und den Reichen; er akzeptierte ebenso Einladungen zu Sklavenessen. Während viele Stammesführer sich selbst ihren Fürsten überlegen erschienen und gewisse Arbeiten und Aufgaben unter ihrer Würde wähnten, sahen die Menschen den Propheten (s.a.w.s) seine eigenen Schuhe reparieren und seine Kleider nähen.  Wenn er Kinder spielen sah, grüßte er sie mit einem Lächeln.

Diese Worte von Abu Bakr (ra), der engste Freund unseres Propheten (s.a.w.s) und erster Kalif, gab an, dass er die Bescheidenheit des Propheten (s.a.w.s) als Beispiel nahm:

“Oh Leute! Ich wurde euer Führer, obwohl ich nicht der Beste unter euch bin. Aber der Quran wurde offenbart und die Sunna des Boten Allahs (s.a.w.s) ist offensichtlich. Alles was ich nur sein kann ist sein bescheidener Anhänger. Ich werde sicher keine neue Ära gründen. Wenn ich mich tugendhaft verhalte, seid um mich um mir zu helfen. Wenn ich auf Abwegen gehe, korrigiert mich. Ich ende hier meine Worte und bitte um Vergebung für mich und für euch.” (Mevaziu’s-Sahaba [Erzählungen der Weggefährten des Proheten (s.a.w.s)], p. 17)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte:

„Denjenigen, der sich vor Allah erniedrigt, wird Allah dafür erhöhen und wenn jemand vor Allah Hochmut bezeugt, den wird Allah dafür erniedrigen, bis er der Niedrigste der Niedrigen ist.“ (Ibn Majah)

Während eines Gesprächs sagte der Bote Allahs (s.a.w.s), “Derjenige, der in seinem Herzen Stolz vom Gewicht eines Senfkorns hat, wird nicht in das Paradies eingehen.“ Eine Person (unter seinen Zuhörern) sagte: “Wahrlich, der Mensch liebt es, dass sein Gewand und seine Schuhe fein sind.“ Der Prophet (s.a.w.s) bemerkte: “Wahrlich, Allah ist schön und Er liebt die Schönheit. Der Stolz verneint die Wahrheit (wegen der Selbsteinbildung) und missachtet die Menschen.“ (Sahih Muslim, Buch 001, Nummer 0164)

“Allah erhöht denjenigen, der gegenüber seinem Islamischen Bruder Demut zeigt. Und er erniedrigt denjenigen, der Überlegenheit zeigt.“ (at-Tabarani)

Zayd bin Thaabit (r.a) sagte:

“Der Bote Allahs (s.a.w.s) war zu jedem höflich, ohne zwischen ihnen zu unterscheiden. Worüber immer wir diskutierten, er diskutierte das Gleiche.  Wenn wir über weltliche Angelegenheiten sprachen, sprach auch er darüber. Wenn wir über das Jenseits sprachen, sprach auch er über das Jenseits. Wenn wir über das Essen sprachen, sprach auch er darüber. Er antwortete den um ihn Versammelten mit einem warmen Lächeln und mischte sich nicht ein, um die Konversation zu unterbrechen, es sei denn, es handelte sich um ein ungünstiges Thema.“

Der Prophet (s.a.w.s) behandelte jeden Gläubigen gleich und erwies jedem von ihnen Respekt.

„Der Bote Allahs (s.a.w.s) zog solange nicht seine Hand zurück bis derjenige, der seine Hand schüttelte dies ebeno tat.“ (Ibn Majah)

„Ich sah nie, wenn jemand seinen Mund zu dem Ohr des Boten Allahs (s.a.w.s) brachte, dass er seinen Kopf wegdrehte, es sei denn, der Mann selbst zog seinen Kopf weg, und ich sah nie, wenn ihn jemand bei der Hand nahm, dass er seine Hand zurückzog, es sei denn der Mann selbst zog die Hand zurück.“ (Abu Dawud)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte:

„Niemand wird in das Paradies einziehen, wenn er in sich Stolz vom Gewicht eines Senfkorns hat und niemand wird in das Höllenfeuer eingehen, der in seinem Herzen Glauben vom Gewicht eines Senfkorns hat.“ (Ibn Majah)

„Der Stolze und der Prahlerische kann nicht in den Garten einziehen.“ (Abu Dawud)

“Es gibt drei (Personen) mir denen Allah weder sprechen, noch am Tag der Auferstehung ihm vergeben würde: der grausame Herrscher, der Reiche, der keine Almosen gibt und der stolze Mittellose.“ (Sahih al-Bukhari)

“Soll ich euch über die Menschen des Feuers informieren? Dazu gehören alle grausamen, gewalttätigen, stolzen und eingebildeten Personen.“ (Sahih al-Bukhari, Band 8, Buch 73, Nummer 97)

„Allah wirft jeden mit Stolz vom Gewicht eines Senfkorns in seinem Herzen kopfüber in die Hölle.“ (al-Bayhaqi)

Unser Prophet (s.a.w.s) hatte eine eindrucksvolle Art zu sprechen und man konnte immer ein Lächeln in seinem Gesicht sehen. Er brach nie das Herz noch verletzte er die Gefühle einer Person, indem er rauh zu ihr sprach. Anas ibn Malik (ra) erzählt, wie unser Prophet (s.a.w.s) allen Menschen mit seinem vornehmen Charakter das beste Beispiel gab.

„Ich blieb zehn Jahre im Dienst des Boten Allahs (s.a.w.s): Er sagte mir niemals: “Ach”. Wenn ich etwas tat, fragte mich nie, warum ich es so tat? Wenn ich eine gewisse Aufgabe nicht tat, fragte er mich nie, warum ich es nicht tat. (al-Tirmidhi)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Am Tag der Auferstehung wird der Hochmütige unter den Füßen wie Korn zertreten. Alles was er als klein betrachtete, wir größer über ihm sein. Dann werden sie ihn in ein Höllenverließ geworfen. Höllenfeuer wird sie alle umgeben. Sie werden von den Körpern der Höllenmenschen umspült, die verbrannten und schmolzen.“ (al-Tirmidhi)

„Gleich wie Allah die Würde und Ehre eines Vergebenden vergrößert, glorifiziert Er diejenigen, die Demut zeigen.“  (Sahih Muslim)

„Allah hat mir geoffenbart, dass man demütig sein muss, sodass niemand einen anderen unterdrückt oder hochmütig ist.“ (Abu Dawud)

„Allah glorifiziert sicherlich jene, die zu seinem Gefallen Demut zeigen.“ (Sahih Muslim)

Das Anvertraute bewahren

Im Quran wird darauf hingewiesen, dass es eine besondere Eigenschaft der Gläubigen ist, das Anvertraute zu bewahren.

Allah  überliefert im Quran: „[Gläubige sind] jene, die das ihnen anvertraute Vermögen bewahren und ihr Versprechen erfüllen.” (Sure al-Mu’minun, 8)

Über allen Personen unter der Menschheit, sollen Gläubige mit der Erfüllung ihrer Versprechen besonders vorsichtig sein und das geschenkte Vertrauen, welche sie von anderen Personen erfuhren, ehren. Ein Vorbild dieses Verhaltens befindet sich in der Sunna unseres Propheten (s.a.w.s).

Ali (r.a) erzählt, ein Gespräch unseres Propheten (s.a.w.s) mit einem seiner Gefährten, wobei er Zeuge wurde:

“Oh Botschafter Allahs, zeige mir die einfachsten und schwierigsten Seiten dieser Religion.“ Unser Prophet (s.a.w.s) antwortete: “Der einfachste ist zu beglaubigen, dass es keinen andere Gott gibt, außer Allah, dass Muhammad Sein Diener und Botschafter ist; der schwierigste Aspekt ist jedoch das Anvertraute zu ehren, denn diejenigen, die nicht sorgfältig in Vertrauenssfragen umgehen, haben keine Religion. Weder ihre Gebete noch ihre Almosen (zakat) werden akzeptiert.“ (al-Bazzar)

„… Sprich die Wahrheit, wenn du sprichst; erfülle das Versprechen, wenn du eines machst; gib ehrlich zurück, wenn ein dir ein Pfand anvertraut wird …  (al-Bayhaqi)

„So wie es nicht möglich ist, über ein Gebet einer Person zu sprechen, der die Waschungen nicht ausgeführt hat, ist es nicht möglich über den [vollkommenen] Glauben einer Person zu sprechen, der das in ihn gesetzte Vertrauen nicht respektiert.“ (at-Tabarani)

“Den Heuchler erkennt man an drei Zeichen: wenn er spricht, lügt er; wenn er verspricht hält er nicht ein; wenn ihm vertraut wird, betrügt er.“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Gott  offenbart in der Sure an-Nahl:

Und haltet euere Versprechen gegenüber Allah, wenn ihr welche eingegangen seid. Und brecht nicht euere Eide, nachdem ihr sie beschworen und Allah zu euerem Bürgen gemacht habt. Siehe, Allah weiß, was ihr tut. (Sure an-Nahl, 91)

Die Tugend des Gedenkens an Allah

Das Wesentliche aller Akte der Anbetung ist, Allah  zu gedenken. Alle Handlungen, zu denen wir verpflichtet sind, haben als wesentliches Kernstück das Gedenken an Allah.

Wahrhaftig, der Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Allah wird an dem Tag wo nur Sein Schatten existiert sieben Personen Schatten spenden. (Eine dieser sieben Personen ist) … eine Person, die sich an Allah in der Einsamkeit erinnert und dessen Augen dann mit Tränen gefüllt sind.“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Jedoch in einem anderen Hadith wird die Tugend der Ausspache der Kalimah „Es gibt keinen Gott außer Allah“ in folgender Weise erklärt:

„Allah sagte, würden die sieben Himmel und ihre Einwohner und die sieben Erden in eine Waagschale geworfen werden und die Kalimah in die andere, die Kalimah würde schwerer sein.’“ (at-Tabarani)

Auf die eine oder andere Weise war der Prophet (s.a.w.s) immer damit bemüht, Allah zu gedenken. Er sagte, dass die beste Art mit Allah verbunden zu sein ist, Seiner jederzeit Eingedenk zu sein. Damit verbundene Verse lesen sich wie folgt:

Die da Allahs gedenken im Stehen und Sitzen und Liegen und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken …  (Sure Al ‘Imran, 191)

Und gedenke deines Herrn in deinem Herzen in Demut und Furcht und ohne  laute Worte, am Abend wie am Morgen… (Sure al-A‘raf, 205)

Während seines Lebens hielt sich unser Prophet (s.a.w.s) strickt an die Lehren des Quran und handelte nach dem besonderen Wissen, mit dem ihm Allah gesegnet hat. So wie die Islamischen Sammlungen der Hadithe bezeugen, vernachlässigte er nicht, sich mit Allahs  Eingedenk zu beschäftigen, wenn er saß, ging, aß, vor dem Schlaf, während der Waschung, beim Ankleiden, Reisen, wenn er in eine Moschee eintrat, kurz zu jeder Zeit.

Der Botschafter Allahs (s.a.w.s) sprach:

“Allah  sagte: “Ich bin mit Meinem Diener, wenn er sich an Mich erinnert und seine Lippen sich bewegen, indem er Meinen Namen spricht. Wenn er sich an Mich innerlich erinnert, werde Ich Mich an ihn innerlich erinnern. Wenn er sich an Mich in einer Versammlung erinnert, werde Ich Mich an ihn in einer Versammlung erinnern die besser ist als diese, wo er sich befindet. Wenn mein Diener sich Mir eine Spanne weit nähert, dann nähere Ich Mich ihm eine arsin weit (Längeneinheit ca. 68 cm oder 26,7 Zoll). Wenn mein Diener sich Mir gehend nähert, werde Ich zu ihm laufen; das heißt, Ich erfülle ihm rasch seine Wünsche.“ (Sahih al-Bukhari)

„Soll ich euch nicht die besten Handlungen und die reinste Schätzung eures Herrn erzählen, wodurch euer Rang am höchsten erhoben wird, was für euch besser ist, als Gold und Silber auszugeben und besser für euch als euren Feind und Allahs Feind zu treffen der euch tötet?“ Sie sagten, „Ja, Botschafter Allahs, zeige uns diese wertvolle Handlung.“ Er sagte, „Es ist, Allah zu gedenken.“ (al-Tirmidhi)

Die Tugend der Treue unter Gläubigen 

Wer die Ungläubigen den Gläubigen als Freunde vorzieht, suchen sie etwa Ehre bei ihnen? Wahrlich, Ehre gebührt Allah alleine! (Sure an-Nisa’, 139)

In einem anderen Vers heißt es, dass die Gläubigen wie festgefügte Mauern sein sollen – stark und unbeugsam. (Sure 61:4 – as-Saff) Gläubige unterscheiden sich von anderen Menschen durch Vertrauen, Opfer und Treue die sie für andere empfinden. Diejenigen, die diese Tugende ausserhalb der Gemeinschaft der Gläubigen erfahren wollen, würden große Enttäuschungen sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits erleben. Wahrlich, der Prophet (s.a.w.s) sagte folgendes über dieses Thema:

„Wer jemals eine Spanne aus unserer Kongregation zurückweicht, würde die Bindung des Islam, die ihn mit der Religion verbindet aus seinem Genick ziehen.“  (Abu Dawud)

“Es ist für einen Muslim nicht erlaubt, sich von seinem Bruder für mehr als drei Nächte zu entfernen, sie werden sich treffen und der eine und der andere wird dann seinen Weg gehen. Der bessere der beiden ist der, welcher die Grüße als erster sagt.” (Malik, al-Muwatta’, Buch 47, Nummer 47.4.13)

Muslime zeigen nicht auf die Fehler des anderen. Das ist ein Hinweis auf die Treue zu einander. Ein wahrer Muslim muss andere Muslime in der Korrektur ihrer Fehler unterstützen und diese nicht weitererzählen und sie vor anderen zu beschämen.

Die folgenden Worte des Propheten Muhammad (s.a.w.s) bestätigen dies:

„Derjenige der etwas sieht, was versteckt bleiben muss und verdeckt es, wird wie einer sein, der ein lebendig begrabenes Mädchen zum  Leben erweckt.“  (Abu Dawud)

“Jeder Muslim ist der Bruder eines Muslim. Er soll ihn weder schädigen noch alleine lassen, wenn andere ihn unrechtmäßig behandeln. Wer immer die Bedürftnisse eines Bruders erfüllt, Allah wird seine Bedürftnisse erfüllen, und wer die Not von einem Muslim wegnimmt, dem wird auch am Tage der Vergeltung seine Not weggenommen, und wer immer die Geheimnisse eines Muslims verdeckt, dessen Sünden werden vor der anderen von Allah am Letzten Tag verdeckt.“ (Sahih Muslim)

Muslime sollen sich gegenseitig lieben, nur zum Wohlgefallen von Allah. Ein Verständnis der Liebe auf Grundlage von irdischer Leidenschaft ist mit dem Quran und der Sunna des Propheten (s.a.w.s) unvereinbarbar. Unser geliebter Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Am Tage der Auferstehung wird der Herr ausrufen: ‘Wo sind die Diener, die sich liebten auf Grund Meiner Macht und Herrlichkeit? Heute, wo es keinen anderen Schatten gibt als den Meinigen, gebe ich ihnen Platz darunter.“ (Sahih Muslim)

„Niemand wird die Süße (Vergnügen) des Glaubens erkennen, bis er eine Person liebt, und er liebt sie nur um Allah zu gefallen…“ (Sahih al-Bukhari)

“Derjenige, der einen vollendeten Glauben hat liebt denjenigen, nicht weil er ein Interesse hat sondern nur um Allah zu gefallen.“ Das ist wahrer Glaube.“ (at-Tabarani)

“Wenn eine Person jemanden für Allah liebt und ihm sagt, dass er ihn für Allah liebt, werden beide ins Paradies eingehen. Das Maß desjenigen, der liebt ist größer.“ (al-Bazzar)

“Unter den Dienern Allahs gibt es solche, die weder Propheten noch Märtyrer sind, deren Position im Verhältnis zu Allah wird für Propheten und Märtyrer am Tage der Auferstehung ein wünschenswertes Objekt sein.“ Die Leute sagten, „Botschafter Allahs, sage uns, wer sie sind,“ und er sagte, „Sie sind Menschen, die sich geliebt haben, um Allah zu gefallen und die sich gegenseitig Geschenke gegeben haben, ohne das sie verwandt waren oder (gemeinsames) Gut haben. Ich schwöre bei Allah, dass ihre Gesichter strahlen werden und dass sie auf Licht gebettet sein werden, und sie werden keine Angst haben wenn Menschen Angst haben und sie werden nicht trauern, wenn Menschen trauern werden.“ (Ahmad)

„Du wirst nicht ins Paradies eingehen, bis du glaubst und du wirst nicht glauben bis du den anderen liebst.“ (Sahih Muslim)

„Wer hilft in Allahs  Namen, der vermeidet Hilfe für Allah, liebt für Allah, heiratet für Allah und hilft denen, die für Allah heiraten, dessen Glauben erreicht Perfektion.“ (al-Tirmidhi)

„Nimm dich immer den Gläubigen an, biete ihnen Essen an, wenn du Allah fürchtest.“ (Ibn Hibban)

„Ein Mann ist mit demjenigen, den er liebt (oder er muss mit ihm am Jüngsten Tag sein).“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

“In Freundlichkeit und Zuneigung sind die Muslime wie ein einziger Körper. Wenn irgend ein Teil davon krank ist, dann entwickelt der Körper Fieber und fühlt sich rastlos. (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Allah  offenbart die Wichtigkeit der Aufopferung der Gläubigen zueinander in der folgenden Weise:

Siehe, euere Beschützer sind Allah und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet verrichten und die Steuer zahlen und sich vor Ihm beugen. Und wer Allah und Seinen Gesandten und die Gläubigen zu Freunden nimmt, siehe, das ist die Partei Gottes; sie sind die Obsiegenden. (Sure al-Ma’ida, 55-56)

Den Anderen nicht schaden und jene, die Schaden anrichten, hindern

Gläubige handeln gleichwohl gegen jene, die Schaden verursachen, so wie sie in ihrer Umgebung keinen Schaden anrichten. Aus diesem Grund geben sie den anderen Menschen ein Beispiel der Güte; sie zeigen es nicht nur mit ihren Worten, sondern auch in ihren Taten und in ihrem guten Benehmen. Im Quran beauftragt Allah die Gläubigen wie folgt:

Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird. (Sure Al ‘Imran, 104)

Es gibt diesbezüglich im Leben des Propheten (s.a.w.s) zahlreiche Beispiele. Einige der Aussprüche sind folgende:

„Allah wird jenen Schaden zufügen, der einem Gläubigen Schaden zufügt, Allah wird ebenfalls demjenigen Schwierigkeiten machen, der Schwierigkeiten verursacht.“ (al-Tirmidhi)

„Es ist außer Zweifel, dass Allah jene quält, die die Menschen in dieser Welt quälen.“ (Abu Dawud)

„Derjenige, der unter euch etwas Beschämendes sieht, muss es mit Hilfe seiner Hand ändern; und wenn er nicht die nötige Kraft hat es zu tun, dann soll er es mit seiner Zunge tun, und wenn er nicht die Kraft hat, es zu tun, dann sollte er es (sogar) mit seinem Herzen tun, und das ist das Geringste des Glaubens.“ (Sahih Muslim, Buch 001, Nummer 0079)

Schäden durch Götzendienst (Schirk)  und Unaufrichtigkeit (riya’)

Unaufrichtigkeit bedeutet eher die Zustimmung der Menschen, als das Wohlgefallen Allahs  in Anbetung und Wohltat zu suchen. Das beeinträchtigt ernstlich die Reinheit der ausgeführten Taten. Nur wenn die Anbetung und die frommen Taten ausschließlich für die Anerkennung durch Allah ausgeführt werden, sind sie als wahre Anbetung und Wohltat annehmbar. Wenn jemand offensichtlich religiöse Akte für andere Ziele als Allah zu gefallen ausführt, dann sind diese Taten nicht akzeptabel; sie können sogar eine versteckte Form von Götzendienst (Schirk) sein. Im Quran steht geschrieben, dass Unaufrichtigkeit ein Zeichen für Heuchelei ist:

Siehe, die Heuchler wollen Allah überlisten; doch Er überlistet sie. Wenn sie im Gebet stehen, stehen sie nachlässig da, um von den Leuten gesehen zu werden, und gedenken Allahs nur wenig.  (Sure an-Nisa’, 142)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

“Ich warne euch vor dem kleineren Götzendienst.” Die Gefährten fragte: “Was bedeutet kleinerer Götzendienst, Bote Allahs?” Er antwortete: “Prahlerei.  Am Tage, wenn Allah die Menschen für ihre Taten belohnen wird, wird Er ihnen sagen, ‚Geh zu jenen Menschen, für deren Aufmerksamkeit und Ehre du diese Taten verrichtet hast und siehe, ob sie dich dafür belohnen werden.’“ (Sahih Muslim and Ahmad)

“Das schrecklichste Übel, das ich für meine Ummah fürchte ist, dass sie das Verbrechen der Zuschreibung von Partner zu Allah begehen. Ich sage nicht, dass sie die Sonnen, die Sterne oder den Mond anbeten. Aber sie werden jemanden anderen als Allah anbeten und werden eine geheime Sehnsucht haben.“ (Ibn Majah)

“Denjenigen, der unaufrichtig in seiner Anbetung ist, wird Allah für seine Unaufrichtigkeit bestrafen. Derjenige, der seine Anbetung öffentlich zur Prahlerei macht, dessen Absicht wird Allah der Öffentlichkeit anzeigen.“ (Ibn Majah)

Die Vergänglichkeit des weltlichen Lebens

Unter den größten Täuschungen des Satans befindet sich die Täuschung der Menschen, dass das Leben in dieser Welt nie endet, dass die Erde ewig ist. Die Gläubigen müssen angesichts dieser Täuschung sehr vorsichtig sein. Wahrlich, Allah offenbart das Folgende im Quran:

Das irdische Leben ist nur ein Spiel und ein Scherz. Doch das jenseitige Haus ist für die Gottesfürchtigen besser. Seht ihr das nicht ein? (Sure al-An’am, 32)

Einige der Hadithe des Propheten (s.a.w.s) betreffen dieses Thema:

Ali (r.a) erzählte: “Oh Diener Allahs, ihr seid nicht anders als jene, die aus dieser Welt geschieden sind. Sie lebten länger als du, waren stärker und besaßen mehr des fruchtbaren Landes und der unsterblichen Werke. Aber nach einigen Generationen wurden ihre Stimmen schwächer und schließlich wurden sie ganz still. Ihre Körper verfaulten, ihre Länder wurden leer und ihre Werke verschwanden. Sie tauschten ihre ruhmvollen Paläste, ihre Bequemlichkeit und ihre Seidenmatratzen sowie die gestickten Polster mit Gräbern, die aus Ruinen gemacht wurden und mit Erde bedeckt sind. Ihre Wohnungen sind eng und die Bewohner haben sie verlassen. Sie sind in der Mitte jener, die einsam sind, die niemanden haben, dem sie sich anvertrauen können, die einander nicht nahe sind.“

“Du erreichst das Totenreich und bleibst dort als Gefangener, für was du getan hast. Ein Grab wird dich ebenfalls bedecken. . . Werde nicht einer von denen, die auf das Jenseits hoffen, ohne dafür gearbeitet zu haben, die nach langen Ambitionen jagen, während sie die Reue verzögern, die so sprechen wie diejenen, die diese Welt nicht lieben, jedoch handeln und arbeiten so, wie jene, die die Welt lieben, die nicht damit zufrieden sind, was ihnen gegeben wurde und die sich beklagen, wenn sie nichts erhalten.“

Der Bote Allahs (s.a.w.s) erklärte in klaren Worten:

“Der Verzicht auf weltliche Dinge liegt nicht darin, dass man erlaubte Dinge ungesetzlich macht und den Besitz verschwendet, aber die Niedrigkeit der Welt besteht darin, dass der Besitz, der dir gehört nicht zuverlässiger ist als alles was sich in Händen Allahs befindet und dass du dich mehr auf die Belohnung nach dem Unglück freust, wenn es dich befällt, als das welches dich nicht befällt und für dich aufgehoben ist.“ (Sunan Ibn Majah, 4100)

“Allah wird dem, der sich für das Weltliche interessiert, sein Geschäft in Unordnung bringen und wird ihn seine Armut zwischen die beiden Augen schreiben (z.B. jeder wird ihn für dürftig und arm halten), und dem, dessen Aufmerksamkeit auf das Jenseits gerichtet ist, wird Allah seine Geschäfte richten und sein Herz mit Reichtum füllen.“ (Sunan Ibn Majah, 4105; at-Tabarani, al-Bayhaqi)

“Einer Person, deren Hauptanliegen durch seine Anstrengungen und Handlungen im Suchen des Jenseits liegt, wird Allah Zufriedenheit im Herz gewähren und seinen Kummer wegnehmen und die Welt wird demütig zu ihm kommen. “Einer Person, deren Hauptanliegen durch seine Anstrengungen und Handlungen im Suchen dieser Welt liegt, wird Allah die Zeichen der Notdurft auf die Mitte seiner Stirne zeichnen und auf sein Gesicht, und wird seinen Zustand ärmlich machen …“ (al-Tirmidhi, Musnad Ahmad, al-Darami)

„Derjenige, der in der Früh aufwacht und nur an weltliche Dinge denkt und seine Gebetspflichten vernachlässigt, wird von Allah keine Hilfe erhalten.“ (at-Tabarani)

“Wenn der Sohn Adams zwei Täler voller Reichtümer besitzt, würde er nach dem dritten Greifen. Und der Magen des Sohnes von Adam ist der nicht nur mit Staub gefüllt. Und Allah kommt zu ihm zurück, wenn er bereut.“ (Sahih Muslim, Buch 005, Nummer 2282)

“Oh Menschheit, fürchtet Allah und sammelt eure Kräfte, um die (weltlichen Reichtümer) zu erwerben, denn niemand stirbt bevor er nicht das volle Maß seiner Vorsehung erhielt, selbst wenn er langsam ist. So fürchte [und respektiere] Allah und handle anständig, beim Erwerb (der weltlichen Güter).“ (Sunan Ibn Majah, Book of Business Transactions)

„Wenn jemand von euch eine Person sieht, die im Reichtum, im Gesicht und Gestalt besser ist als er, soll er auf jemanden sehen, der ihm in diesen Aspekten unterlegen ist.“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Der Neid

Neid ist definiert, mit der Segnung eines anderen nicht zufrieden sein und zu hoffen, dass diese Segnung eventuell endet. Die Menschen verspüren Neid, gleichgültig ob sie sich aktiv bemüht haben oder nicht, diese Gnade zu verhindern. Neid unter Gläubigen widerspricht der Solidarität unter Muslimen und ist im Quran verboten. Um davon befreit zu werden, muss man zu Allah beten. Gläubige sollen nur die Religiosität des Anderen begehren. Das Ergebnis des Neides und unnötiger Streitigkeiten zwischen Gläubigen wird im Quran erläutert:

Und gehorcht Allah und Seinem Gesandten und hadert nicht miteinander, damit ihr nicht kleinmütig werdet und euere Kraft euch verloren geht. Und seid standhaft; siehe, Allah ist mit den Standhaften. (Sure al-Anfal, 46)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

“Seid nicht misstrauisch, denn Misstrauen ist die Spitze der Unwahrheit. Habt keinen Groll oder Feinschaft gegeneinander, seid nicht eifersüchtig aufeinander, verleumdet euch nicht, stöbert nicht in den Geheimnissen der anderen herum, versucht nicht unvernünftigerweise den anderen zu übertrumpfen, oder kämpft gegeneinander, aber oh Diener Allahs, lebt wie Brüder, so wie Allah es befohlen hat.“ (Sahih Muslim)

“Es gibt keinen Neid, ausgenommen zwischen zwei Personen: Eine Person, der Allah Reichtum gegeben hat, den er auf richtige Weise ausgibt,  und eine Person, der Allah Weisheit gegeben hat (z.B., religiöse Kenntnisse) und er handelt danach und lehrt sie den anderen.“ (Sahih al-Bukhari, Band 2, Buch 24, Nummer 490)

Gewiss, das Konzept des Neids hofft nicht, dass demjenigen, der gesegnet wurde etwas Schlimmes ereilt, aber den Wunsch, dass solche Segnungen auf einem selbst kommen.

„Behütet euch vor dem Neid, denn der Neid frisst die guten Taten, wie Feuer Holz frisst.“ (Abu Dawud)

“Hasst euch nicht, seid nicht eifersüchtig auf einander, noch verlasst euch nicht gegenseitig.  Und, oh Anbeter Allahs, seid Brüder.“ (Sahih al-Bukhari)

Unterdrückung der Wut

Die Unterdrückung seiner Wut, wenn man erzürnt ist, ist ein sehr wichtiger Beweis eines Gläubigen in das Zuvertrauen in Allah und seine Nähe, als auch der Glaube an das Schicksal.   Einer der weiß, dass alles Gute und Böse von Allah  kommt, wird Ihm immer vertrauen, gleichgültig was passiert und wird nicht zornig werden. Gott offenbart im Quran: 

Die da spenden in Freud und Leid und den Zorn unterdrücken und den Menschen vergeben - und Allah liebt die Gutes Tuenden. (Sure Al ‘Imran, 134)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) hat uns viele Hadithe hinterlassen:

„Niemand trank einen besseren Schluck, aus der Sicht Allahs, als den Schluck Zorn, der mit der Absicht, Ihm wohlzugefallen getrunken wurde.  (Ahmad)

„Er ist kein Ringer, der seinen Rivalen überwältigt, sondern der sich selbst unter Kontrolle hält, wenn Zorn in ihm aufsteigt.“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

„Wer immer seinen Zorn unterdrückt und in der Lage ist, es ausschliesslich zu machen, um Allah zu gefallen, obwohl er seinen Gefühlen freien Lauf geben kann, und er davon absieht, seinen Zorn auf der Person auszulassen, die ihn verursachte, Allah wird ihn am Tage der Auferstehung zu Sich rufen, in der Gegenwart aller, und wird ihn bitten, eine Braut, die er bevorzugt, unter den Bräuten des Paradies auszuwählen.“   (Abu Dawud)

“Es gibt eine Höllenpforte, durch welche nur jene durchgehen können, die den Hass und gewaltsames Temperament besiegt haben, um nicht gegen Allah zu rebellieren.“ (Ibn Abi al-Dunya)

„Jemand, der sich seinem Temperament hingibt, wird sich in die Hölle gezogen finden.“ (al-Bazzar)

“Wenn jemand geärgert wird, soll er sich setzen, wenn er steht. Wenn die Wut abflaut, gut; wenn nicht, dann lege er sich nieder.“ (al-Tirmidhi)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) gab jenen, die ihr Temperament nicht kontrollieren können und im Zorn aufbrausend sind, folgenden Rat: “Zorn wird durch den Einfluss des Satans erzeugt. Der Satan wurde durch Feuer erschaffen und Feuer wird mit Wasser gelöscht. So, wenn jemand von euch vom Zorn ergriffen wird, soll er Wudu’ tätigen.“ (Abu Dawud)

Die Tugend der Heirat

Muslimische Gelehrte sind bezüglich der Tugend der Heirat einer Meinung. Umar (r.a) sagte, dass „nur Schwachheit und Armut Männer daran hindern, sich zu verheiraten.“

"Allah  offenbarte:

[Gläubige sind] diejenigen welche bitten: "O unser Herr! Gib uns an unseren Frauen und Nachkommen Augentrost, und mache uns zu Vorbildern für die Gottesfürchtigen!" (Sure al-Furqan, 74)

Abd Allah ibn Abbas sagte: „die Anbetung durch eine Person wird erst durch die Heirat perfekt.“

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

“Derjenige, der heiratet hat, hat die Hälfte der Religion bewahrt. Er soll die andere Hälfte davor bewahren, Allah ungehorsam zu sein.“ (al-Bayhaqi)

Die folgenden prophetischen Hadithe ermutigen die Heirat:

“Heirat ist eine meiner Sunna. Alles was sich nicht nach meiner Sunna richtet, hat mit mir nichts zu tun. Und heirate Frauen, denn ich werde den Ummahs zahlenmäßig überlegen sein.“ (Sunan Ibn Majah, 1846)

“Oh, junge Menschen, wer immer von euch dazu in der Lage ist sollte heiraten, denn es hilft ihm, seinen Blick zu senken und bescheiden zu sein. Wer nicht in der Lage zu heiraten ist sollte fasten, da das Fasten seine Lust bremst.“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 62, Nummer 4)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) erklärt, worauf gläubige Männer achten sollen, wenn sie eine Frau auswählen:

“Heirate nicht Frauen wegen ihrer Schönheit, denn ihre Schönheit könnte sie vernichten. Heirate sie nicht wegen ihres Reichtums, denn ihr Reichtum könnte sie zu Sünden verleiten. Heirate sie eher wegen ihrer (Zuneigung) zur Religion.” (Sunan Ibn Majah, 1859)

“Eine Frau wird hauptsächlich wegen vier Dingen geheiratet, insbesonders wegen ihres Reichtums, wegen ihrer familiären Stellung, Schönheit und Religion. Du solltest eine religiöse Frau heiraten, (ansonst) wirst du ein Verlierer sein.” (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 62, Nummer 27)

“Wahrhaft, die Welt ist ein Besitztum und nichts dieser Besitztümer ist besser als einer rechtschaffenen Frau.“ (Sunan Ibn Majah, 1855)

„Unter Muslimen ist der Glaube desjenigen besser, dessen Verhalten gegenüber (jedem) gut ist und wenn er (speziell) gegenüber seiner Frau [bezeugt er] Liebe und Freundlichkeit.“ (al-Tirmidhi)

“Kein gläubiger Mann hasst seine gläubige Frau. Wenn sie schlechte Qualitäten hat, dann hat sie auch gute Qualitäten.“ (Sahih Muslim)

“Der Mann, der das ungezügelte Temperament seiner Frau erträgt, wird von Allah in gleicher Weise belohnt, wie er Ayyub (a.s) belohnte, welcher die Krankheit ertrug. Die Frau, die das ungezügelte Temperament ihres Gatten verträgt, wird von Allah in gleicher Weise belohnt, wie Asija (r.a), die Frau des Pharaos.“ (Ihya)

„Unter Muslimen sind diejenigen perfekt im Glauben die perfekte Moral haben, und die besten von euch sind jene, die am besten zu ihren Frauen sind.“ (al-Tirmidhi)

„Fürchte Allah, wie du Frauen behandelst, denn Er hat sie dir anvertraut.“ (Abu Dawud)

Die gegenseitigen Verantwortlichkeiten zwischen Kindern und Eltern

Eine der wichtigsten Verantwortungen von verheirateten Gläubigen ist, die Kinder richtig zu erziehen. Der Bote Allahs (s.a.w.s) bestätigt, dass er über die Größe seiner Gemeinde im Jenseits stolz sein werde: Außerdem werden die Gebete der Kinder in der nächsten Welt für die Eltern, die sie erzogen, sehr hilfreich sein. Das beste Geschenk, das ein Kind erhalten kann, ist in der Islamischen Moral auf genaueste und feinste Weise unterrichtet zu werden. 

Der Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Es gibt vier Arten von Menschen, die Allah nicht in das Paradies bringen wird und die nicht von Seinen Segnungen profitieren werden: derjenige, der andauernd trinkt, derjenige der vom Zinsen lebt, derjenige, der sich unrechtmäßig an dem Besitztum eines Waisen vergreift und Kinder, die gegen ihre Eltern rebellieren. (al-Tirmidhi)

Einmal fragte eine Person den Propheten (s.a.w.s): “Wer hat mir gegenüber den größten Anspruch auf Dienste und freundliche Behandlung?“ Der Prophet (s.a.w.s) antwortete: “Deine Mutter und wieder deine Mutter und nochmals deine Mutter. Nach ihr, dein Vater und nach ihm deine nahen Verwandten und dann die Verwandten der Verwandten. (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

“Kleine Kinder sind das Geflügel des Paradieses. Wenn eines davon seinen Vater (oder seine Eltern) trifft, hält er sich an den Kleidern fest. Und es (das Kind) würde nicht seine Hände lösen, wenn nicht Allah seinen Vater ins Paradies einführt.“ (Sahih Muslim, Buch 032, Nummer 6370)

“Derjenige, der drei Töcher hat und geduldig mit ihnen ist, ihnen zu Essen und zu Trinken gibt, sie mit Kleider aus seiner (Arbeit und) Besitz versieht, wird am Tage der Auferstehung einen Vorhang haben, der ihn gegen das Feuer (der Hölle) beschützt. (Sunan Ibn Majah, 3669)

„Derjenige, der zwei Mädchen ordentlich erzieht wird mit mir gemeinsam am Tage der Auferstehung sein (und er kreuzte seine Finger, um den Grad der Nähe zwischen ihm und dieser Person zu symbolisieren).“ (Sahih Muslim, Buch 032, Nummer 6364)

Sünden, die am wenigsten am Tage der Auferstehung vergeben werden sind unter anderen die Rebellion gegen gläubige Eltern.

„Allah wird die Bestrafung für gewisse Sünden bis zum Tage der Auferstehung aufschieben, aber die Strafen für die Rebellion gegen seine Eltern werden bereits auf Erden, bevor derjenige stirbt, verhängt. (al-Hakim)

“Der eigene Vater ist das mittlere Tor des Paradieses. So, verliere diese Tor oder behalte es.“ (Sunan Ibn Majah, 3663)

Schutz der Familienbande

Der Prophet (s.a.w.s) empfiehlt, dass jemand mit den Familienmitgliedern beginnen soll, wenn er finanzielle Hilfe gibt und Islamische Moral verbreitet. Nach der Sunna soll niemand die Bande zwischen Muslimischen Familienmitgliedern trennen. Jedoch werden diejenigen Verwandten nicht als „Familienmitglieder“ betrachtet, die den Gläubigen in Fragen der Religion widersprechen, da diese von dem Boten Allahs (s.a.w.s) definiert wurde.

Der Bote Allahs (s.a.w.s) hat eine Reihe von Hadithen über dieses Thema hinterlassen:

„Wer die Rechte der Sippe verletzt, wird nicht ins Paradies kommen.“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

“Grüße, wenn du zu deiner Familie gehst. Es wird eine Quelle von Segnungen für dich als auch für sie sein.“ (al-Tirmidhi)

“Wahrlich, die Taten der Menschen werden Allah am Freitag Abend dargebracht. Jedoch werden die Taten einer Person, die die Familienbande gebrochen hat, nicht angenommen.“ (Ahmad)

„Wer eine Vergrößerung seines Lebensunterhalts wünscht oder dass seine Fußstapfen lange Zeit in der Welt bleiben, (z.B. er lebt lange) soll freundlich und hilfreich zu seinen Verwandten sein.“ (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Die Rechte der Waisen und die Sorge um die Armen und Alten

Allah  offenbarte folgendes bezüglich der Rechte der Waisen:

Siehe, wer der Waisen Vermögen zu Unrecht aufbraucht, der füllt seinen Bauch mit Feuer und wird in der Flamme brennen. (Sure an-Nisa’, 10)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) hat viele Male wiederholt, dass das Recht der Waisen behütet werden soll und dass diejenigen, die ihr Recht missbrauchen, in beiden Welten schwer bestraft werden:

„Wenn jemand einen Waisen aus dem Kreise der Muslime aufnimmt und sein Essen und Trinken mit ihm teilt, wird ihm Allah den Zutritt zum Paradies gewähren, vorausgesetzt, dass er sich nicht einer unverzeihlichen Sünde schuldig gemacht hat.“  (al-Tirmidhi)

“Das beste Muslimische Heim ist das, in welchem ein Waise lebt und in liebenswerter und zärtlicher Weise behandelt wird. Das schlechteste Muslimische Heim ist das, in welchem ein Waise lebt und er wird schlecht oder grausam behandelt.“ (Ibn Majah)

”Oh Allah, ich verbiete die Unterdrückung der Rechte von zwei schwachen Personen: eines Waisen und einer Frau.“ (Ibn Majah)

In unserer Gesellschaft benötigt auch der Mittellose und Alte unser Interesse und Hilfe. Die Sunna bestimmt, dass jeder Muslim für diese Personen in dieser Lage sorgen soll:

„Wer versucht, die Witwe, den Verzweifelten in Not und den Mittellosen zu helfen, ist so wie einer, der nach Göttlicher Belohnung strebend auf dem Pfade Allahs kämpft und andauernd während des Tages fastet und in den Nächten betet.“ (Sahih Muslim)

„Denn Allah wird für den jungen Mann, der den alten Mann auf Grund seiner Jahre ehrt, Männer beauftragen, die ihn ebenfalls in seinen alten Jahren ehren werden.“ (al-Tirmidhi)

„Den alten Menschen Respekt zu  zollen muss aus Respekt zu Allah gemacht werden.“ (Abu Dawud)

Das Recht des Nachbarn

Im Quran werden Nachbarn als Menschen bezeichnet, die von Muslimen eine gute Behandlung verdienen:

Bete Allah an und verbinde nichts mit Ihm. Sei gut zu deinen Eltern und Verwandten und zu Waisen und zu den sehr Armen, und zu den Nachbarn, die mit dir verwandt sind und zu den Nachbarn, die nicht mit dir verwandt sind, und zu den Gefährten und zu deinen Sklaven. Allah liebt nicht den Hochmütigen, den Prahler. (Sure an-Nisa’, 36)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) half immer seinen Nachbarn und behandelte sie gut, so dass sie ein gutes Leben führen konnten. Er war sehr freundlich zu ihnen und fragte sie häufig nach ihrem Befinden. Er war immer der Erste, jemandem in seiner Umgebung zu helfen, wenn er materielle oder geistige Hilfe benötigte.

„Jibril (a.s) beriet mich so beharrlich über die Rechte der Nachbars, dass ich meinte, er erklärte ihn als Erbe.“  (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) riet den Muslimen, dass sie sich gegenüber den Nachbarn anständig verhalten sollten, sie sollten sie beobachten und behüten und ihnen, soweit es geht helfen. Wahrscheinlich hat niemand anderer eine so große Aufmerksamkeit den Rechten der Nachbarn geschenkt. Das kann man leicht erkennen, wenn man diesen Hadith liest. Die Verpflichtungen der Gläubigen gegenüber ihren Nachbarn befinden sich auf der gleichen Ebene wie die gegen Verwandte und Ehegatten.

„Wer an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag, muss freundlich und höflich zu seinen Nachbarn sein, er muss seine Gäste mit Liebenswürdigkeit und Großzügigkeit behandeln. (Sahih al-Bukhari and Sahih Muslim)

Aisha (r.a) erzählte: “Eines Tages sagte ich: ‘Oh Bote Allahs, ich habe zwei Nachbarn. Welchen davon soll ich zuerst ein Geschenk geben?’ Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte: ‚Demjenigen, dessen Türe dir näher ist.’“

Krankenbesuch

In Zeiten der Krankheit benötigen Muslime einander ganz besonders. Es ist wichtig, kranke Personen zu besuchen, denn das verstärkt die Gefühle der Gemeinsamkeit und gibt der kranken Person Hoffnung.

„Derjenige, der einen Kranken besucht ist tatsächlich wie einer, der sich im Obstgarten des Paradieses befindet, bis er zurückkehrt.“ (Sahih Muslim, Buch 032, Nummer 6227)

Der Prophet (s.a.w.s) besuchte häufig kranke Menschen und stärkte sie mit seinen Worten. Er sagte seiner Gemeinde, dass alle von ihnen dies tun müssen. In den ersten Jahren der Islamischen Ära wurde es Tradition, den Propheten (s.a.w.s) zu informieren, wer im Sterben liegt, damit er für ihn oder für sie um Vergebung bitten konnte. Er besuchte das Haus des Verstorbenen, betete für ihn oder sie und dann verrichtete er die rituellen Begräbnisgebete.

Immer wenn der Bote Allahs (s.a.w.s) einen Patient besuchte oder ein Patient zu ihn gebracht wurde, rief er Allah mit folgendem Gebet an: “Nimm diese Krankheit weg, Oh Herr der Menschen. Heile ihn, denn Du allein kannst heilen. Es gibt keine Kur ausser der Deinigen, eine Kur, die keine Krankheit hinterlässt.” (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 70, Nummer 579)

Er sagte den kranken Menschen: “Hab keine Sorge. Wenn Allah will, wird es Sühne (für deine Sünden) sein“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 70, Nummer 560). Aber es würde ihm nicht gefallen, wenn sie schlecht über die Krankheit sprechen oder sich beklagen.

„Wer seinen Muslimischen Bruder besucht, wenn er krank ist und auf eine Segnung hofft, wird von Feuer soweit weggenommen, wie er siebzig Jahre lang zu Fuss benötigte. (Abu Dawud)

Gesellschaftliche Bräuche in Versammlungen und Gastfreundschaft

Immer wenn der Prophet (s.a.w.s) an einer Versammlung teilnimmt, sitzt er mit Würde und Anmut. Alle seine Leute beobachten sein beispielhaftes Benehmen mit großer Aufmerksamkeit und lauschen aufmerksam und voll Respekt, wenn er sprach.

Der Prophet (s.a.w.s) unterbrach niemals jemanden: Einige arme Beduinen kamen, um über ihre Probleme zu sprechen und befolgten nicht die Regeln und Sitten der Versammlung. Der Prophet (s.a.w.s) hörte sie an, ohne zu unterbrechen und ermahnte sie höflich, nachdem sie geendet haben.

Er nahm an den Gesprächen seiner Gefährten teil; worüber sie immer sprachen, er nahm daran teil. Er begleitete ihre Scherze, aber warnte jene, die Witze in der Art der Tage der Unwissenheit (Dschahiliyya) machten. Gesprächsrunden beschäftigten sich normalerweise mit Religion, Moral und Information, welche den Menschen in ihrem täglichen Leben halfen.

Begrüßungen

Die Wichtigkeit der Begrüßung wird im Quran folgenderweise beschrieben: 

Und wenn ihr mit einem Gruß gegrüßt werdet, grüßt mit einem schöneren zurück oder erwidert ihn. Siehe, Allah rechnet über alle Dinge ab. (Sure an-Nisa’, 86)

Mit anderen Worten, ein Gläubiger soll einen Gruß mit einem schöneren Gruß zurückgeben, oder mindestens mit einem gleichwertigen:

Ein Mann fragte den Propheten (s.a.w.s): “Welche Islamische Eigenschaften sind die besten?” Er antwortete: “Gib den Menschen zu essen und grüße diejenigen, die du kennst und jene, die du nicht kennst.“ (Sahih al-Bukhari, Band 8, Buch 74, Nummer 253k)

“Wer diese Dinge in seiner Person zusammenbringt, hat seinen Glauben gesammelt: nicht die Gerechtigkeit aufgeben, selbst wenn sie sich gegen einem selbst richtet; jedermann zu grüßen; Almosen geben, auch wenn man arm ist.“ (Sahih al-Bukhari)

Jeden zu grüßen ist ein Beweis von Bescheidenheit, den die Person, die grüßte, dem Gegrüßten zeigt, dass er nicht stolz ist. Die begrüßte Person muss, wie es der Quran verlangt, um ein Beispiel der Demut zu geben, mit einem schöneren Gruß antworten.

Wenn der Prophet (s.a.w.s) sich dem Tor eines Hauses näherte, richtete er nie sein Gesicht direkt auf die Türe, sondern drehte es an die Seite und sagte zweimal: “As-salaa-mu alaykum” (Abu Dawud). Auf diese Weise gab er den Menschen im Haus die Zeit, sich selbst bereits zu machen, ihn zu empfangen. Nachdem er seinen Gruß gesagt hat, wartete er, um hineingebeten zu werden.

Er nahm diese Grüße an, die ihm erwiedert wurden und antwortete indem er sagte: “wa alai-kum al-salaam.” Für die Nichtanwesenden sandte er seine Grüße durch ihre Verwandten (Sahih Muslim). Er hatte auch die Gewohnheit, am Ende seines Grußes “wa bara-kat-uh” zu sagen. Er wiederholte vielmehr seine Grüße dreimal und versicherte sich dadurch, dass jeder sie gehört hat und dementsprechend antwortete. Wenn er jemanden trifft, würde er ihn begrüßen und laut genug antworten, damit die andere Person es hörte.

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte auch:

„Oh Menschen, betet Allah an, den Wohltäter; gib Seinen Dienern zu essen und verbreite Grüße fern und nah; und du wirst das Paradies sicher erreichen.“ (al-Tirmidhi)

“Wenn jemand in eine Versammlung kommt, soll er die Anwesenden grüßen und dann, wenn er will, sich setzen. Anschließend grüße wenn du gehst. Der erste Gruß ist dem zweiten Gruß nicht überlegen.“ (al-Tirmidhi)

„Der Reiter soll zuerst den Fußgänger grüßen, der Fußgänger [soll grüßen] denjenigen, der sitzt und eine kleine Gruppe soll die größere Gruppe grüßen.“ (Sahih Muslim, Buch 026, Nummer 5374)

Anbetung des Propheten (s.a.w.s)

Allah und Seine Engel segnen den Propheten. O ihr, die ihr glaubt! Sprecht den Segenswunsch für ihn und begrüßt ihn mit dein Friedensgruß. (Sure al-Ahzab, 56)

Die Gelehrten sind sich darüber nicht einig, wieviel Male man Segenswünsche und Frieden auf den Propheten (s.a.w.s), wenn er erwähnt wird, sagen soll. Die Gelehrten der Ahl al-Sunna glauben, dass es so recht ist und dass es die Fürsprache für den Gläubigen im Jenseits erwirkt. Den Propheten (s.a.w.s) anzubeten ist eine sehr lohnende und wertvolle Handlung. Jene, die diese Handlung häufig ausführen, werden durch Allah im Jenseits erhöht; jene die es nicht tun, werden in der nächsten Welt bei vielen Geschenken benachteiligt. Einige der diesbezüglichen Aussprüche des Propheten (s.a.w.s) sind folgende:

„Jene Menschen, die mich am meisten angebetet haben, werden am Tage der Auferstehung mir am nächsten stehen.“ (al-Tirmidhi)

„Wenn jemand mich einmal segnet, wird ihn Allah zehn Male segen.“ (Sahih Muslim)

“Sende mir viele Gebete am Freitag. Eure Gebete werde ich sehen. Es gibt keinen Muslimen, der mich segnet, aber ein Engel wird es mir überbringen.“ (Abu Dawud)

“Sege mich wo immer du bist. Eure Gebete werden mich erreichen.“ (at-Tabarani)

Die empfohlenen Zeiten, den Boten Allahs (s.a.w.s) anzubeten sind folgende:

1)   Wenn der Gebetsaufruf zu hören ist:

Der Prophet (s.a.w.s) sagte: “Wenn du den Aufruf zum Gebet hörst, wiederhole die Worte des Muezzin und danach rufe Segnungen auf mich. Allah wird dich zehnfach für jeden Segensruf und Frieden belohnen.“ (Ahmad)

2)   Beim Betreten und Verlassen der Moschee:

Der Bote Allahs (s.a.w.s) spach jedes Mal, wenn er eine Moschee betrat oder verließ, Segenswünsche. Ali (r.a) sagte: „Wenn du eine Moschee betrittst, sprich auf den Boten Allahs Segenswünsche aus.“ (Ahmad)

3)   Beim Begräbnis

Nach der Sunna wird ein Gebet (Allahumma salli und Allahumma barik) am Ende der Zeremonie auf den Propheten (s.a.w.s) gesagt.

4)   Am Ende eines Bittgesuchs

Umar (r.a) sagte: „Bitten und Gebete werden zwischen Himmel und Erde unterbrochen, und keines steigt zu Allah auf, bis du nicht zum Propheten gebetet hast.“

5)   An Freitagen

Der Prophet (s.a.w.s) sagte: “Der beste Tag ist der Freitag. So, sage reichliche Segenswünsche (an diesem Tag) auf mich, denn deine Segnungen werden mir weitergereicht.“ (Sunan Ibn Majah, Hadith Nr. 1085)

Tischmanieren

Manche Hadithe behandeln die Tischmanieren, was beweist, dass der Prophet (s.a.w.s)  feinfühlig auf diese Eigenschaften war. Die begrenzten Mittel seiner Gemeinde hielten ihn nicht davon ab, Nachdruck auf diese Angelegenheit zu legen. Einige Beispiele seiner Tischmanieren sind:

1) Das Waschen der Hände ist Sunna:

Das Waschen unserer Hände, vor und nach dem Essen, ist sehr wichtig für unsere Gesundheit. Der Prophet (s.a.w.s) ermutigte alle Gläubigen, diese Gewohnheit anzunehmen:

„Das Händewaschen vor einem Mahl wird die Armut auslöschen; das Waschen nach dem Mahl löscht die Sünden aus.“ (at-Tabarani)

„Wer sich zum Schlafen zurückzieht und noch Speisereste an seinen Fingern hat, kann sich nur selbst die Schuld geben, wenn ihm etwas Böses zustößt.“ (Abu Dawud)

„Die Hände und den Mund vor und nach dem Essen zu waschen ist eine Quelle des Segens.“ (Abu Dawud)

2) Es ist eine Sunna, das Essen mit einem Bismillah zu beginnen und mit einem Alhamdulillah zu enden.

“Wenn jemand vor hat, zu essen, soll er Bismillah sagen. Sollte er es vergessen, soll er Bismillah Awwaluhu wa Akhirahu am Ende sagen.“ (Abu Dawud and al-Tirmidhi)

Aisha (r.a) erzählte: Während der Bote Allahs (s.a.w.s) und sechs seiner Gefährten bei Essen saßen, trat ein Beduine ein und aß das gesamte Essen mit zwei Bissen. Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte: „Wenn er Bismillah gesagt hätte, wäre es für alle genügend gewesen.“ (al-Tirmidhi)

3) Der Prophet (s.a.w.s) wies die Leute an, ein Mahl mit Dattels, Salz oder Wasser zu beginnen.“

Der Bote Allahs (s.a.w.s) kritisierte niemals ein Essen, welches zu Tisch gebracht wurde. Wenn das servierte Essen ihm nicht schmeckte, verblieb er still und aß es einfach nicht.

4) Es ist eine Sunna des Boten Allahs (s.a.w.s), mit der rechten Hand und von den Seiten des Tellers zu essen.

Umar ibn Salmah erzählte: “Während meiner Kindheit lehrte mich der Prophet (s.a.w.s) Bismillah zu sagen, mit der rechten Hand zu essen, und von dem Tellerrand (der sich vor mir befand) zu essen.” (Sahih Muslim)

“Iss von den Seiten des Tellers und stecke deine Hand nicht in die Mitte, denn der Segen kommt in der Mitte herunter.“ (al-Tirmidhi and Abu Dawud)

5) Muslime sollen während des Essens beisammen sitzen, denn das gemeinsame Essen ist glücklicher:

“Setzt euch zum Essen zusammen und sprecht den Namen Allahs. Denn dadurch wird euch durch das Mahl eine größere Segnung zuteil.“ (Abu Dawud)

6) Das Essen soll nicht zu heiss gegessen werden:

“Es gibt keinen Segen in einem heissen Essen, denn Allah gibt uns kein Feuer zu Essen. Esst euer Mahl, nachdem es ausgekühl ist. (al-Bayhaqi)

7) Einige Punkte müssen bei Trinken beachtet werden:

Halte das Glas in der rechten Hand, während des Trinkens soll man dreimal atmen, ohne in das Glas zu atmen. So wie der Prophet (s.a.w.s) sagte: “Das beste Getränk in dieser Welt und im Jenseits ist Wasser. Wenn du durstig bist, trinke es in kleinen Schlucken und nicht in großen Schlucken, denn das Hinunterschlingen verursacht die Erkrankung der Leber.“ (al-Daylami)

Abdullah ibn Abbas (ra) erzählte, dass der Bote Allahs (s.a.w.s) das Hineinblasen oder Atmen in das Trinkgefäß verboten hat. (Abu Dawud and Ibn Majah).

Der Bote Allahs (s.a.w.s) atmete drei Male (auf die Aussenseite des Gefäßes) während er trank und sagte: „Es löscht besser den Durst, es ist gesünder und wohltuender.“ (Sahih Muslim, Buch 023, Nummer 5030).

Wenn man Getränke in einer Menschenmenge verteilt, sollen sie nach rechts weitergereicht und mit der rechten Hand gehalten werden. Der Prophet (s.a.w.s) teilte immer, wenn er Milch oder einen süßen Saft trank, sein Getränk mit den nahe bei ihm Stehenden. Das Glas bewegte sich immer nach rechts.

Anas ibn Malik (ra) erzählte, dass dem Boten Allahs (s.a.w.s) ein Glas Milch mit Wasser gemischt gegeben wurde. Auf seiner rechten Seite stand ein Araber aus der Wüste und an seiner Linken war Abu Bakr (r.a). Er [der Prophet (s.a.w.s)] trank, dann gab er es dem Araber aus der Wüste und sagte: „(Gib es dem) an deiner Rechten, dann wieder (dem) an der Rechten.“ (Sahih Muslim, Buch 023, Nummer 5032)

Der Prophet (s.a.w.s) aß gerne in  der Gesellschaft von vielen Menschen.

Als das Essen aufgetragen war, sagte er: “Oh Allah, mache, dass dieses Essen den Vorschriften entspricht, Danke dafür, dass es schon bezahlt ist und ein Mittel wurde, die Segnungen des Paradieses zu erhalten.“ Er liebte nicht zu heisses Essen; er wartete, bis es selbst abkühlte und dann aß er es.

Der Prophet (s.a.w.s) empfahl den Gläubigen, dass sie sich untereinander zum Essen einladen sollen. Islamische Gelehrte haben per Dekret bestimmt, dass Muslime, ausser sie haben einen gültigen Grund oder eine Entschuldigung, die Einladung eines Glaubensgenossen annehmen müssen:

„Wenn jemand von euch zu einem Fest eingeladen ist, soll er akzeptieren. (Sahih al-Bukhari, Sahih Muslim, und al-Tirmidhi)

Abu Hurayrah (r.a) pflegte zu sagen: „Wer nicht zu dem Fest kommt, mißachtet Allah und seinen Boten (s.a.w.s).“ (Sahih al-Bukhari)

“Wenn von zwei Leuten beide eine Einladung aussprechen, musst du die von dem, dessen Türe näher liegt,  annehmen. Aber wenn einer von ihnen vor dem anderen kommt, nimm die Einladung dessen an, der früher kam.” (Sunan Abu Dawud, Buch 27, Nummer 3747)

„Derjenige, der zu einem Essen kommt, ohne eingeladen zu sein ist ein Fasiq und es ist ungesetzlich, dass er an dem Essen teilnimmt.“ (al-Bayhaqi)

“Wahrlich, es gibt erhabene Räume im Paradies, deren Aussenseite von innen und die Innenseite von außen gesehen werden kann. Sie sind für die bestimmt, die einen sanfte Sprache verwenden, anderen Essen geben und die Nacht, wenn andere schlafen, in freiwilligen Gebet verbringen.“ (al-Tirmidhi)

“Wer seinem Islamischen Bruder das Essen gibt, welches dieser wünscht, dessen Sünden werden vergeben. Wer seinem Islamischen Bruder gefällt, gefällt Allah.“ (at-Tabarani)

Es ist eine wichtige Eigenschaft der guten Manieren eines Gläubigen, die Person, die eine Einladung annimmt, mit Respekt zu behandeln.

Speisen, die der Prophet (s.a.w.s) liebte

Der Bote Allahs (s.a.w.s) wies keine Speise zurück. Er fand keinen Makel an der Speise die er nicht essen wollte; er ließ sie einfach stehen. Kürbisse waren die bevorzugte vegetarische Speise des Propheten (s.a.w.s). Er lobte auch Fleischspeisen.

“Oh Aisha, wenn du kochst, gib viele Kürbisse in den Topf, denn das stärkt tatsächlich das traurige Herz.“ (Ihya’ `Ulum al-Din)

“Fleisch ist die beste Speise in beiden Welten. Es verbessert die Hörfähigkeit der Ohren. Wenn ich den Herrn angefleht hätte, mir jeden Tag Fleisch zu geben, ich hätte es erhalten.“

Anas (r.a) erzählte: „(Einst) lud ein Schneider den Propheten (s.a.w.s) ein mit ihm zu essen. Ich ging ebenfalls mit. Der Schneider servierte ein wenig Brot und eine Brühe, die Kürbisstücke und trockenes Fleisch enthielt. Ich sah, dass der Prophet (s.a.w.s) die Kürbisstücke aus dem Topf holte und sie aß. Von diesem Tag an begann ich ebenso Kürbis mit Genuss zu essen.“ (Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim)

Abu Ayyub al-Ansari berichtete: „Wenn dem Boten Allahs (s.a.w.s) essen gebracht wurde, aß er davon und sandte den verbleibenden Rest zu mir. Eines Tages sandte er mir die Reste einer Speise; (Ich fand dass er) davon nichts gegessen hat, denn es befand sich Knoblauch darinnen. Ich fragte ihn, ob dies verboten wäre, worauf er sagte: ‘Nein, aber ich mag den Geruch nicht.’ Ich sagte: ‚Dann mag auch ich nicht, was du nicht magst.’“ (Sahih Muslim, Buch 023, Nummer 5097)

Gesundheit und die Wichtigkeit der Sauberkeit

Der Bote Allahs (s.a.w.s) legte großen Wert auf die Gesundheit und Sauberkeit seiner Leute. Er sagte, dass eine gesunde Person einer Person überlegen, die auf sich nicht achtet und ihre Gesundheit schädigt: „Ein starker Gläubiger gefällt Allah besser als ein schwacher.“ (Sahih Muslim, Buch 033, Nummer 6441)

Im Quran wird über Yahya (a.s) folgendes geschrieben:

Und Mitgefühl und Reinheit von Uns. Und er war fromm. (Sure Maryam, 13)

Der Prophet (s.a.w.s) rät, vor und nach dem Essen die Hände zu waschen, seine Hartnäckigkeit bezüglich der rituellen Waschungen und sein Brauch der körperlichen Reinheit zeigt, welche Wichtigkeit er der persönlichen Gesundheit und Reinlichkeit beimaß. Im Quran wird auf der Reinheit des Platzes, wo gebetet wird sowie auf das Beten selbst großen Wert gelegt. Die Gläubigen müssen bezüglich Reinheit sehr sorgfältig sein, denn man kann nicht mit einem schmutzigen Körper oder in schmutzigem Gewand beten. Der Prophet (s.a.w.s) sagte: “Sauberkeit ist ein Teil des Glaubens” (Sahih Muslim). Deswegen ist die Reinlichkeit genauso wichtig wie der Glauben.

Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) gab etliche Empfehlungen, was Wudu’ betrifft:

1)   Verwendung einer Miswak:

Wie Abu Hurayrah (r.a) berichtete, sagte unser geliebter Prophet (s.a.w.s): „Wenn ich nicht fürchtete, dass meine Anhänger zu schwer damit belastet wären, hätte ich die Verwendung der Miswak zu jeder Gebetsstunde verpflichtend vorgeschrieben.“ (Sahih Muslim)

Einige Vorteile bei der Verwendung der Miswak:

Sie macht die Zähne strahlend, stärkt das Zahnfleisch, sichert die Gesundheit des Mundes, vermeidet schlechten Atem, stärkt die Zähne, bekämpft Zahnstein, stärkt den Magen und verhindert Magenprobleme. Sie vermittelt auch eine leichte Verdauung. Durch ihren Gebrauch folgt man der Sunna des Propheten (s.a.w.s) und ist Allah  gefällig.

2)   Das Waschen der Hände:

“Wer vom Schlaf erwacht, soll seine Hände waschen, bevor er sie in das Wasser für die rituelle Waschung eintaucht. (Sahih al-Bukhari, Band 1, Buch 4, Nummer 163)

„Wenn jemand vom Schlaf aufwacht, soll er seine Hände dreimal waschen.“ (Sahih Muslim, Buch 002, Nummer 0544)

3)   Die Reinigung der Nase:

„Wenn jemand die rituellen Waschungen durchführt, muss er Wasser in seine Nase einziehen und sie dann reinigen.“ (Sahih Muslim, Buch 002, Nummer 0458)

4)   Waschung des Bartes und zwischen den Fingern und Zehen:

„Führe die Waschung komplett aus, lass die Finger durch den Bart kämmen …“ (Sunan Abu Dawud, Buch 1, Nummer 0142)

Al-Mustawrid ibn Shaddad erzählte: Ich sah den Boten Allahs (s.a.w.s), seine Zehen mit seinem kleinen Finger reiben, wenn er die Waschung tätigte.“ (Sunan Abu Dawud, Buch 1, Nummer 0148)

5)   Reiben der Ohren:

“Al-Rubaiyi’ ibn Muawwiz (r.a) sagte, dass er sah, wie der Prophet (s.a.w.s) zwei Finger in seine Ohrlöcher während der Waschung einführte.“ (Abu Dawud)

6)   Keine Vergeudung von Wasser:

Sa‘d ibn Abi Waqas (.ra) führte einst Wudu’ aus. Der Bote Allahs (s.a.w.s) ging gerade bei ihm vorbei und fragte ihn: “Was ist das für eine Übertreibung?“  “Oh Bote Allahs,” antwortete Sa’d, „gibt es auch Wasservergeudung beim Wudu’?“ „Ja,“ sagte der Prophet (s.a.w.s): “Es ist Verschwendung, selbst wenn du Wudu’ am Ufer eines fließenden Stroms ausübst.“ (Ahmad and Ibn Majah)

7)   Trocknen des Gesichtes:

Von Mu‘az ibn Jabal (r.a) wird erzählt: Ich sah, als der Bote Allahs (s.a.w.s) Wudu’ tätigte und er sein Gesicht mit einem Eck seiner Kleidung trocknete.“ (al-Tirmidhi)

Wenn eine Person krank war, gab der Bote Allahs (s.a.w.s) den Doktoren Vorzug. Er sagte, dass es immer empfehlenswert ist, den Doktor zuerst zu sehen, selbst wenn man bezüglich der Krankheit genügend Kenntnisse hat.

Ein Mann war zu Zeiten des Boten Allahs (s.a.w.s) verwundet. Das Blut war in der Wunde geronnen und der Mann rief zwei Männer vom Stamm der Banu Ammar. Sie schauten sich die Wunde an und gaben vor, dass der Bote Allahs (s.a.w.s) sie gefragt habe: “Wer von euch ist der bessere Doktor?” Sie sagten: “Ist die Medizin gut, oh Bote Allahs?” Zayd behauptet, dass der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte: “Der Eine, der die Krankheit herunter sandte, sandte auch die Arznei herunter.” (Malik, al-Muwatta’, Buch 50, Nummer 50.5.12)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte, dass es für jede Krankheit eine Kur gäbe, deswegen beriet er die Muslime, eine entsprechende Behandlung zu suchen:

“Allah sandte beides, die Krankheit und die Heilung und Er hat für jede Krankheit eine Heilung bestimmt. So behandelt euch medizinisch, aber verwendet nichts Verbotenes.“ (Sunan Abu Dawud, Buch 28, Nummer 3865)

“Allah schuf keine Krankheit ohne dafür eine Heilung zu bestimmen, mit Ausnahme einer Krankheit, nämlich das Alter.“ (Sunan Abu Dawud, Buch 28, Nummer 3846)

“Es gibt keine Krankheit, die Allah erschuf, für die er nicht die Heilung erschaffen hat.” (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 71, Nummer 582)

Unser Prophet (s.a.w.s) sagte: “Es gibt zwei Gnaden, die viele Menschen verlieren: Gesundheit und freie Zeit, um Gutes zu tun” (Sahih al-Bukhari, Band 8, Buch 76, Nummer 421). Muslime dürfen nie vergessen, dass die Gesundheit ein großer Segen ist. Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte, freie Zeit, die schlecht verwendet wird, führt zu Enttäuschung und jeder kann erst verstehen, welch großer Segen eine gute Gesundheit ist, wenn er sie verloren hat. 

Gemäß einer Überlieferung, von der Abu Hurayah erzählte, sagte der Bote Allahs (s.a.w.s): „Wenn man ein Monat lang jeden Morgen Honig ißt, wird man  keine heftigen Schmerzen erleiden.“

„Wer den Tag sicher in seinem Haus beginnt, gesund im Körper und mit Vorräten für seinen Tag, der ist, als ob er die ganze Welt besäße.“ (al-Tirmidhi)

„Verlange von Allah Gewissheit und Gesundheit, denn nach dem Erhalt der Gewissheit, kann man nichts Besseres als Gesundheit bekommen.“ (Ibn Majah)

Der Prophet (s.a.w.s) sah einen Vorteil, wenn man gewisse Speisen isst. An erster Stelle, wie es im Quran geschrieben steht, befindet sich Honig. Er empfahl, dass die folgenden Speisen gegessen werden sollen:

“Wenn jemand am Morgen sieben Datteln isst, wird ihn weder ein Zauber noch Gift an diesem Tag verletzen.” (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 71, Nummer 664)

“Trüffeln sind wie Manna (sie wachsen zum Bespiel natürlich, ohne Pflege), und ihr Saft heilt Wunden.“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 71, Nummer 609)

Jabir ibn ‘Abdullah berichtete, dass der Bote Allahs (s.a.w.s) seine Familie um einige Gewürze bat. Sie antworteten: “Wir haben nichts außer Essig.” Er verlangte danach und begann zu essen und sagte dann: „Essig ist ein gutes Gewürz, Essig ist ein gutes Gewürz.“ (Sahih Muslim, Buch 023, Nummer 5093)

Ein Mann kam zu dem Propheten und sagte: “Mein Bruder hat Bauchschmerzen.” Der Prophet (s.a.w.s) sagte: “Er soll Honig trinken.“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 71, Nummer 588)

Kleidung

Unser Prophet (s.a.w.s) trug die meiste Zeit leichte und dünne Kleidung. Sein bevorzugtes Kleidungsstück war eine Kurta (Hemd). Sein Turban war normalerweise halblang und nicht so lang, dass er Kopfschmerzen verursachte. Seine bevorzugte Farbe war weiss.

Er sagte den Muslimen, untereinander nicht mit den Kleidern zu prahlen und ermahnte jene, die hochmütig wegen ihrer Kleidung wurden:

“Am Tage der Auferstehung wird Allah nicht auf jene Personen schauen, die ihre Kleider aus Stolz (hinter sich tragen).“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 72, Nummer 675)

Anders als die übrigen Gläubigen legte der Prophet (s.a.w.s) großen Wert auf sein Aussehen und bevorzugt besonders schöne Kleider zu tragen, speziell wenn er fremde Boten empfing. Er wies teure und prunkvolle Kleidung, die ihm von anderen Stammesfürsten und Königen gesandt wurden nie zurück, vielmehr trug er sie. Er riet den Muslimen immer saubere Kleidung zu tragen:

Abdullah ibn Abbas erzählte: “Als die Haruriyyah revoltierten, kam ich zu Ali (r.a). Er sagte: 'Geh zu diesen Leuten.' Ich zog meine beste jemenitische Kleidung an und ging zu ihnen. Sie sagten: ‚Willkommen, Ibn Abbas. Was ist dieses Kleidungsstück?' Ich sagte: 'Habt ihr etwas dagegen? Ich sah den Boten Allahs (s.a.w.s) bekleidet mit den besten Stoffen.'“ (Sunan Abu Dawud, Buch 32, Nummer 4026)

Unser Prophet (s.a.w.s) sprach immer das folgende Gebet, wenn er neue Kleidung anlegte:

“Ruhm und Dank sei dem Herrn, Der mir dies zum Anziehen gab. Oh Allah, ich erbitte von Dir das Gute davon und das Gute des Zwecks, wofür er gedacht ist. Und ich bitte Dich, beschütze mich vor seinem Unheil und dem Unheil des Zwecks, wofür er gedacht ist. (al-Tirmidhi)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) verbot den Muslimischen Männern alles, was aus Seide und Gold gemacht ist:

“Niemand trägt Seide in dieser Welt, ausser jene, die sie nicht im Jenseits tragen werden.“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 72, Nummer 720)

„Gold und seidene Gewänder sind den Muslimischen Frauen erlaubt und den Muslimischen Männern verboten.“ (al-Tirmidhi)

Es war seine Gewohnheit, auf schönste und sauberste Weise in eine Moschee einzutreten oder einer Versammlung beizuwohnen. Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte: „Allah liebt jeden, der schön angezogen ist, wenn er vor einer Zuhörerschaft oder vor seinen Freunden auftritt.“ „Der Bote Allahs (s.a.w.s) trug einen Silberring und er drehte den Stein in Richtung der Handfläche.“ (Sahih al-Bukhari)

'Aisha erzählte: “Ich parfümiere den Boten Allahs immer mit den besten verfügbaren Gerüchen, bis ich einmal den Glanz des Duftes auf seinem Kopf und in seinem Bart verspürte.“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 72, Nummer 806)

Die Wichtigkeit des Tawakkul (Vertrauen in Allah [swt])

Es ist nicht mit dem Glauben an Ahl al-Sunna vereinbarbar zu denken, dass sowohl der Zufall als auch Allahs Vorsehung das Leben der Menschen regiert. Gläubige vertrauen Allah, weil sie wissen, dass alles von Ihm kommt und nichts zufällig passiert. Für jene, die Ihn fürchten und respektieren, ist nur Gutes in Allem, was passiert.

Die großen Islamischen Gelehrten sagten, dass das Herz der Ort des Tawakkul ist. So lange als die Menschen glauben, dass Allah alles besorgt, widersprechen nicht ihre Handlungen in dieser Welt dem Tawakkul, den sie in ihren Herzen ernähren. Allah  erschafft alles, besorgt wem Er will was Er will und nimmt was Er will von wem Er will.  Er gibt keine andere Kraft als Ihn.

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

“Siebzigtausend meiner Anhänger werden ohne zu zählen ins Paradies aufgenommen. Sie werden jene sein, die nicht in Hexerei oder Wahrsagung glauben, sondern auf ihren Herrn unseren Schöpfer vertrauen. (Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim)

“Das Herz des Sohns Adams hat ein Stück in jedem Tal: jeder der in Allah vertraut wird genug für all diese Stücke dazutun.“ (Ibn Majah)

„Verzweifle nicht wegen deiner Vorräte wenn du älter wirst, denn die Mutter gebiert ein Baby ohne Kleider und Allah sorgt sich um das Baby.“ (Ibn Majah)

Die Angst vor der Armut und der Glaube an Unglück sind Beispiele, wie der Satan die Menschen fehlleitet. Jedermann hat wahrscheinlich unerwartete Hilfe in Zeiten der Not erhalten, die ihm half, sie zu überstehen. Eine Sache darf sicher nicht vergessen werden, dass Hilfe nur von Allah, dem Allmächtigen kommt.

Der Prohet (s.a.w.s) ist ein Beispiel für Mut, denn er vertraute auf Allah und fühlte grenzenloses Tawakkul. Als er gesund war, nahm er an allen Kämpfen in vorderster Linie teil und sein Vertrauen in Allah war ein Beispiel für alle Gläubigen.

Als die Unterdrückung der Makkans' untragbar wurde, sagte der Onkel des Propheten (s.a.w.s), Abu Talib zu ihm: “Kannst du nicht einfach aufhören, diese Ideen zu predigen? Habe Glauben zu dir selbst, aber [verbreite es] nicht zu anderen Menschen. Wenn du weiterhin predigst, wird das die wichtigen Leute ärgerlich machen und dich und uns in Gefahr bringen.“ Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) antwortete: „Oh Onkel, wenn sie die Sonne in meine rechte Hand legten und den Mond in meine Linke um mich am Predigen zu hindern, ich würde nie aufhören.“

Es gibt zahllose Beispiele dieses Vertrauens im Leben des Propheten (s.a.w.s). Einige sind wie folgt:

“Ich würde nicht zurückbleiben in einem Kriegszug, im Namen Allahs, den Gepriesenen, zu fechten, … In welcher Hand liegt mein Leben, ich würde gerne für Ihn getötet werden und dann wiedererweckt und wieder für Ihn getötet werden.“ (Sahih Muslim, Buch 20, Nummer 4631)

„Es ist besser, Muslime vor den Ungläubigen einen Tag zu bewahren als die Welt und alles was sich darauf befindet…“ (Sahih al-Bukhari, Band 4, Buch 52, Hadith Nr: 142)

In der Überlieferung wird erzählt, dass Muslime sich auf dem Hunayn Schlachtfeld zurückzogen, als sie sich einer Wand von feindlichen Pfeilen gegenüber sahen. Der Bote Allahs (s.a.w.s) forderte sie auf, an die Front zurückzukehren: Jene, die dies taten, griffen den Feind an und waren siegreich. Al-Bara' ibn Azib, der das geschehen bezeugte, sagte: “Der Bote Allahs (s.a.w.s) zog sich nicht zurück. … als die Schlacht heftig wurde, suchten wir, bei Allah, Schutz an seiner Seite und der Mutigste unter uns, der dem Angriff Stirne bot, war der Prophet (s.a.w.s).“ (Sahih Muslim, Buch 19, Hadith Nr. 4389).

Die Wichtigkeit der Geduld

Das ganze Leben des Propheten (s.a.w.s) ist ein Beispiel von Geduld und Standhaftigkeit. Nicht nur die dreiundzwanzig Jahre seines Prophetentum waren voller Schwierigkeiten, sondern auch die früheren vierzig Jahre seines Lebens. Er wurde mit jungen Jahren bereits Waise und wuchs unter schwierigen Umständen auf. Dennoch war er als respektable und zuverlässige Person unter seinen Leuten bekannt.

Die Bedeutung der Standhaftigkeit wird in vielen Versen des Quran hervorgehoben:

O ihr, die ihr glaubt! Seid standhaft und wetteifert in Geduld und haltet aus und fürchtet Allah, damit es euch wohlergeht.  (Sure Al ‘Imran, 200)

Nachdem Allah ihm das Prophetenamt anvertraute, sah sich der Bote Allahs (s.a.w.s) den Angriffen der Polytheisten und Heuchler gegenüber und handelte nie hastig. Allah riet ihm, standhaft zu sein:

So gedulde dich denn, wie die Standhaften unter den Gesandten sich geduldet hatten, und wünsche nicht (ihre Strafe) herbei… (Sure al-Ahqaf, 35)

Tatsächlich, der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

“Allah wird jenen Geduld geben, die Geduld wollen. Niemandem wird etwas Besseres und Phantastisches gegeben, als Geduld.“  (Sahih Muslim)

“Eigenartig sind die Wege der Gläubigen, denn das Gute ist in allen Dingen. Das ist nicht der Fall bei allen anderen. Wenn die Gläubigen sich freuen, danken sie (Allah). Also ist darin Gutes für sie. Wenn sie Schwierigkeiten haben und resignieren (durch geduldiges Ertragen), ist etwas Gutes für sie darinnen.” (Sahih Muslim, Buch 42, Hadith Nr. 7138)

“Wenn einem Diener (Allahs) ein Unglück widerfährt, und er sagt:  ‚Wir gehören zu Allah und zu Ihm gehen wir zurück. Oh Allah, belohne mich für mein Leid und gib mir etwas Besseres dafür,’ Allah wird ihn für sein Leid belohnen und ihm etwas Besseres im Austausch dafür geben.“ (Sahih Muslim, Buch 4, Hadith Nr. 2000)

Anas ibn Malik erzählte, dass der Bote Allahs (s.a.w.s) zu einer Frau kam, die um ihr (totes) Kind weinte und sagte ihr: “Fürchte und respektiere Allah und zeige Ausdauer.” Sie (erkannte ihn nicht) und antwortete: “Du bist davon nicht betroffen sondern ich.” Nachdem er gegangen war, sagte ihr jemand, dass es der Bote Allahs (s.a.w.s) war. Tief betroffen ging sie an seine Tür und fand keine Wächter davor. Sie sagte: “Oh Bote Allahs (s.a.w.s), ich erkannte dich nicht.“ Er sagte: “Geduld zeigt sich beim ersten Schlag.” (Sahih Muslim, Buch 4, Hadith Nr. 2013)

“Keine Erschöpfung, Krankheit, Sorge, Trauer, Schmerz oder Kummer widerfährt einem Muslim, selbst wenn es sich um den Stich einer Dorne handelt, aber Allah sühnt einige der Sünden dieser Person dafür.“ (Sahih al-Bukhari, Band 7, Buch 70, Hadith Nr. 545)

Anas ibn Malik erzählte, dass der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte: “Geduld zeigt sich beim ersten Schlag.” Wenn Gläubige Allah  gänzlich vertrauen, dann können sie in jedem Geschehen vom Anfang an nur Gutes sehen.

Vermeidung von Übertreibungen in der Religion

Die ganze Geschichte hindurch verfielen Menschen, die die Offenbarung Allahs erhielten in Extreme. Allah schuf Muslime, damit sie gemäßigte Menschen seien und damit sie ein Beispiel für die anderen wären. Muslime müssen sich fügen und jede Art von Extremismus vermeiden:

Sprich: „O Volk der Schrift! Übertreibt in euerer Religion nicht im Widerspruch zur Wahrheit und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die bereits zuvor abgeirrt sind und viele irregeführt haben und sich weiterhin auf dem Irrweg befinden.“  (Sure al-Ma’ida, 77)

In den späteren Jahren des Lebens des Propheten (s.a.w.s) als auch in der Zeit der Vier Rechtgeleiteten Kaliphen, entstand die Sekte der Charidschiten. Obwohl sie ihren Gebeten verpflichtet waren wurden ihre Anhänger Eiferer und wichen von der Sunna des Propheten (s.a.w.s) ab.  Der Prophet (s.a.w.s) beauftragte die Muslime, gegen die falschen Ideen solcher Menschen anzukämpfen.

Der Bote Allahs (s.a.w.s) gestattete nicht,  Taten, die nicht Teil des Islam sind, unter dem Vorwand, Allah zu fürchten und zu respektieren (Taqwa), zu schildern. Seine Reden enthalten Warnungen gegen den Exzess in der Religion. Zum Beispiel:

“In jeder Tat befindet sich Enthusiasmus aber es kommt die Zeit, wo der Enthusiasmus endet. Wenn die Menschen Enthusiasmus in ihren Taten fühlen, handeln sie in einer gemäßigten Art. Wenn sie in dieser gemäßigten Art weitermachen, hoffen wir, dass es ihnen gelingt. Wenn jemand an die Extreme stößt und auf diese Weise Beachtung fand, soll er nicht für rechtschaffen gehalten werden.“ (al-Tirmidhi)

Aisha (ra) erzählte: “Eine Frau des Bani Asad Stammes saß bei mir. Der Bote Allahs (s.a.w.s) kam in mein Haus und fragte: ‚Wer ist das?’  Ich antwortete: ‘(Sie ist die Frau) so und so. Sie schläft nicht in der Nacht, da sie betet.’ Der Prophet (s.a.w.s) sagte mißbilligend: ‘Mach die (guten) Dinge, die in deiner Macht stehen.“ (Sahih al-Bukhari, Band 2, Buch 21, Hadith Nr. 251)

“Die Menschen werden sich immer wieder fragen: ‘Allah schuf alle diese Dinge, aber wer schuf Allah?’ Wer sich dieser Situation ausgesetzt findet, sollte sagen:  ‘Ich bestätige meinen Glauben in Allah.’” (Sahih Muslim, Buch 1, Hadith No. 242)

Die Schönheit des Quran und die Ehre, ihn zu rezitieren

Die Rezitation des Quran ist ein wichtiger Akt der Verehrung. Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte: „Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Satan, vor seinen Einflüsterungen, seinen Spucken (nafth) und seinen bösen Anregungen (hamz)“ bevor er beginnt, den Quran zu rezitieren. (Abu Dawud)

Unser Prophet (s.a.w.s) legte Nachdruck auf die Rezitation des Quran und die Ehre, andere zu unterrichten es zu tun. Er betrachtete dies als ersten Schritt vor der Rezitation:

„Reziziere den Quran, denn am Tag der Auferstehung wird es wie ein Fürbitter für den Lesenden sein.“ (Sahih Muslim)

„Am Tag der Auferstehung wird der Quran vor jene Menschen gebracht werden, die in dieser Welt danach handelten, angeführt von der Sure al-Baqara und Al-’Imran und alle jene verteidigend, die sie kannten.“   (Sahih Muslim)

“Die besten unter euch sind diejenigen, die den Quran lernen und unterrichten.” (Sahih al-Bukhari, Band 6, Buch 61, Nummer 545)

“Ungern dergleichen zu sein, außer den beiden Männern. Ein Mann, dem Allah die Kenntnis des Buches gegeben hat und er es während der Nachtstunden rezitiert und ein anderer Mann, dem Allah Reichtum gegeben hat, und er diesen in Form von Almosen Tag und Nacht verteilt.“ (Sahih al-Bukhari, Band 6, Buch 61, Nummer 543)

“Rezitiere den Quran und erhebe dich [durch die Stufen des Paradieses]. Rezitiere ihn langsam, wie du es auf der Welt tatest. Du wirst dort bleiben, wenn du am letzten Vers ankommst.” (Abu Dawud and al-Tirmidhi)

„… auf jene Personen, die sich in den Häusern der Häuser Allahs (Moscheen) versammeln und das Buch Allahs rezitieren und den Quran lernen und den Quran (untereinander) lehren, wird Ruhe und Barmherzigkeit herunterkommen und sie bedecken und die Engel werden sie umgeben und Allah wird von ihnen zu denen, die ihn umgeben sprechen … (Sahih Muslim, Buch 035, Nummer 6518)“

„Am Tag der Auferstehung wird kein Fürsprecher vor Allah einen höheren Rang haben, als der Quran, weder ein Prophet noch ein Engel.“ (at-Tabarani)

“Wer jedoch den Quran nicht mit einer schönen Stimme rezitiert, gehört nicht zu uns.“  (Sahih al-Bukhari, Band 9, Buch 93, Nummer 618)

Die Regeln, um den Quran zu rezitieren:

1) Tätige die rituellen Waschungen (Wudu), sieh’ nach der Qibla und sitze demütig und bescheiden, so wie beim (Salat) Gebet.

2) Unser Prophet (s.a.w.s) sagte, dass diejenigen, die die Rezitation des Quran in weniger als drei Tagen beenden, seine Gebote nicht verstehen können. Deswegen soll die Bedeutung voll überlegt werden und vom Leser darüber tief nachgedacht werden, wenn er den Quran rezitiert.

3) Jeder Vers muss ordnungsgemäß gelesen werden. Unser Prophet (s.a.w.s) suchte immer bei Allah Zuflucht wenn er die Verse, die die Schmerzen der Hölle betrafen las und bat um seine Gnade wenn er die Verse bezüglich Mitleid las.

4) Der Quran darf nicht in einer Art gelesen werden, die man für Prahlerei halten könnte oder die die Menschen ablenkt, wenn sie beten. Unser Prophet (s.a.w.s) sagte, dass die ruhige Rezitation des Quran der lauten überlegen ist so wie ein im Geheimen gegebenes Almosen dem öffentlich gegebenen überlegen ist. (Sahih al-Bukhari)

5) Man soll versuchen, den Quran in einem angenehmen Ton zu rezitieren. Der Prophet (s.a.w.s) sagte: “Verschönere den Quran mit deiner (schönsten) Stimme.“ Je schöner die Stimme des Rezitators ist, desto größer ist der Eindruck bei den Zuhörern. 

6) Der Rezitator soll die Größe des Quran in seinem Herzen fühlen. Er soll das in seinem Gedächtnis behalten und sein Herz dafür vorbereiten und gegenüber seiner wirklichen Bedeutung nicht achtlos sein.

Die Kenntnisse lernen und lehren (`Ilm)

Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) sagte, “die Ulama [die Wissenden] sind die Erben der Propheten.” Es macht keinen Sinn zu sagen: „Ich folge dem Pfad des Boten Allahs (s.a.w.s)“ während man in der Unwissenheit verbleibt.

Er sagte auch; “Sucht die Kenntnis [so weit bis nach] China“ (at-Tabarani), und „Nach der Kenntnis zu suchen ist ein obligatorisches Gebot für jeden Muslim – Mann und Frau“ (Ibn Majah). Deswegen ist jeder Muslim verpflichtet, seine Kenntnisse zu erweitern; zuerst muss er die Kenntnisse von den fundamentalen Regeln des Islam so weit zu erwerben, dass er die Religion repräsentieren kann.

Unser Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Die Propheten stiften keine Gold- noch Silbermünzen. Sie stiften nur Kenntnisse, und wer davon erhält, erhielt einen beträchtlichen Anteil.” (Abu Dawud)

“Glauben ist nackt und sein Gewand ist die Frömmigkeit. Sein Schmuck ist die Bescheidenheit; und seine Frucht ist das Wissen.“ (al-Hakim)

„Der Tag, worin ich meine Kenntnisse, näher an Allah heranzukommen nicht vergrößere, soll verflucht sein.“ (at-Tabarani)

„Wer immer die Kentnisse über Allah erlernt, um weltliche Mittel zu erwerben, wird nicht am Tag der Auferstehung den Duft des Paradieses finden.“ (Abu Dawud)

Unser Prophet (s.a.w.s) sagte, “für alle die lernen, Allah wird ihnen Erkenntnisse verschaffen, von dort, wo sie es nie erwarten.“ Der Satan könnte die Menschen davon abhalten, den Weg der Erkenntnisse zu gehen, indem er sie über die weltliche Zukunft besorgt und sie von dem Leben in dieser Welt gefesselt macht. Die Wahrheit ist jedoch, dass der Allmächtige Allah  jene behütet, die bestrebt sind, die Kenntnisse in Seiner Sache in dieser Welt und im Jenseits zu erlernen.

„… er, der den Pfad beim Suchen der Erkenntnisse betritt, Allah wird diesen Pfad leicht machen, er wird ihn zu Paradies führen…“  (Sahih Muslim, Buch 035, Nummer 6518)

„Wer während der Suche nach der Erkenntnis, womit der Islam gestärkt wird,  vom Tod überrascht wird; zwischen ihm und den Propheten im Paradies wird es nur einen Grad Unterschied geben.“ (ad-Darimi)

“Sie werden am Tag der Auferstehung [vor Allah] Fürsprache einlegen: die Propheten, dann die Gelehrten, dann die Märtyrer.“ (Ibn Majah)

„ … wem Allah einen Gefallen tun möchte, gewährt Er ein Verständnis für Religion.“ (Sahih Muslim, Buch 020, Nummer 4720)

Unser Prophet (s.a.w.s) hat die Gelehrten in zwei Gruppen geteilt; jene, die für das Leben in dieser Welt lernen und jene, die für das Jenseits lernen. Erstere haben die Absicht, Vermögen, hohe Positionen und einen guten Ruf zu haben. Jene, die nicht nach den Erkenntnissen, die sie erwarben handeln, sind letztlich Heuchler, weil sie es versäumten, das in ihr Herz zu schließen, was sie in Worten bestätigen und versuchen auf diese Weise Allah  zu betrügen. Der Bote Allahs (s.a.w.s) informierte, dass diese Menschen im Jenseits auf die schwerste Art bestraft werden. Unser Prophet (s.a.w.s) sagte, dass „Die Person, die die schwerste Bestrafung am Tage der Auferstehung erhalten wird, wird der Gelehrte sein, der nicht aus seinen Kenntnissen Nutzen zieht.“

Der Prophet (s.a.w.s) sagte ebenfalls:

„Wer seine Erkenntnisse vergrößert, jedoch nicht seine Moral, erwirbt nichts als Abstand von Allah.“ (al-Daylami)

Die Gelehrten haben eine große Verantwortung. Ein Gläbiger, der Frömmigkeit besitzt, sollte diesen Gnaden, der ihm gewährt wurde, mit anderen Gläubigen teilen. Auf diese Art kann die Schönheit der Erkenntnis mit der Umma geteilt werden.

„Wer Erkenntnisse hat aber sie versteckt, wird am Tage der Auferstehung durch ein kleines Feuer gezüchtigt.“ (Ibn Majah)

„Wenn ein Mann stirbt, kommen seine Handlungen zu einem Ende, außer drei davon… [eine, nämlich die] Erkenntnisse (von denen die Menschen) profitieren …“ (Sahih Muslim, Buch 013, Nummer 4005)

Die Gnade des Gebets (Du’a)

Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) war der herausragendste unter allen Geschöpfen in der Erinnerung Allahs. Er hielt sich nie zurück, Allah zu erinnern und zu jeder Zeit während des Tages zu beten, was immer er auch gerade tat. Durch diesen schönen Charakter war er im Gedanken immer bei der Religion und dem Jenseits, das erstrebte Ziel aller ehrlichen Muslime. Es steht im Quran geschrieben: Sprich: "Mein Herr kümmert sich nicht um euch, solange ihr Ihn nicht anruft? …" (Sure al-Furqan, 77). Der Bote Allahs (s.a.w.s) betete und erinnerte sich an Allah  zu jeder Zeit, gleichgültig was er gerade tat.

Durch seine Aussprüchen können wir besser die Wichtigkeit erfassen, die er dem Gebet bemaß:

„Aus der Sicht Allahs ist nichts ehrenwerter als das Gebet.“ (al-Tirmidhi)

“Der Diener Allahs erhält wenigstens eine der drei Belohnungen in seinen Gebeten: entweder werden seine Sünden vergeben oder er erhält eine Belohnung in dieser Welt oder erhält eine Belohnung im Jenseits.“ (al-Daylami)

„Bitte Allah um eines Seiner Geschenke, denn Allah liebt es gebeten zu werden.“ (al-Tirmidhi)

“Der Mensch ist Allah am nächsten, wenn er sich niederwirft. Rufe Allah oft an, wenn du dich niederwirfst.“ (Sahih Muslim)

Dein Herr, möge Er gesegnet und gepriesen werden, ist gut und äußerst großzügig und Er ist zu gut, als dass er Seinem Diener, der die Hand zu Ihm aufstreckt, diese nicht leer zurücknehmen lässt.“ (al-Tirmidhi and Abu Dawud)

“Rufe zu Allah mit der festen Überzeugung, dass Er antworten wird. Wisse, dass Allah niemals ein Gebet beantwortet, welches von einem nachlässigen und achtlosen Herz kommt.“ (al-Tirmidhi)

„Die Bitte eines von euch wird erfüllt werden, wenn ihr nicht ungeduldig werdet und sagt ‚ich flehte zu dem Herrn, aber es wurde mir nicht gewährt.’“ (Sahih Muslim, Buch 035, Nummer 6594)

Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) betete oft während des Tages wie folgt:

“Ich richtete mein Gesicht zum Schöpfer des Himmels und der Erde, aufrichtig [im Islam] und ich gehöre nicht zu den Polytheisten. In der Tat, meine Gebete, mein Opfer und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten: Er hat keine Partner. Damit wurde ich beauftragt und ich bin der erste der Muslime (jene, die sich Ihm unterwerfen) Oh Allah! Du bist der König, nichts darf verehrt werden, außer Du, Du bist der Vollkommenste und aller Lob sei Dir. Du bist mein Herr und ich bin Dein Diener. Vergib mir meine Sünden, denn niemand außer Dir kann Sünden vergeben. Führe mich zu dem besten Charakter, zu dem niemand führen kann, außer Du und behüte mich vor dem schlechtesten Charakter, denn nur Du kannst mich davor behüten. Ich bin hier und froh, Dir zu dienen. Du bist gepriesen und verherrlicht. Ich suche Deine Vergebung und bereue vor Dir. Oh Allah, Schöpfer der Himmel und der Erde, Allwissender von allem was sichtbar und versteckt ist! Du wirst es sein, Der zwischen Deinen Dienern urteilt über Angelegenheiten, in denen sie sich unterschieden. Führe mich durch Deine Gnade zu der Wahrheit, was das betrifft, worin sie sich unterschieden, denn in der Tat, Du führst den, den Du wünscht auf dem rechten Weg.“ (al-Tirmidhi und Sahih Muslim)

Das Gebet des Propheten (s.a.w.s) wenn er aufwachte:

“Alles Lob sei Allah, Der uns Leben gab nachdem Er es von uns genommen hat und Ihm gehört die Auferstehung. Es gibt keine andere Gottheit als Allah. Er hat keine Partner. Das Königreich ist Sein. Er soll gepriesen werden. Er ist der Allmächtige. Ruhm sei Allah. Es gibt keine andere Gottheit als Allah. Er ist der Erhabenste. (Sahih al-Bukhari und al-Tirmidhi)

Das Gebet des Propheten (s.a.w.s), wenn er sein Haus verließ:

“Im Namen Allahs, ich vertraute auf Allah. Oh Allah, ich nehme Zuflucht zu Dir, damit ich mich nicht irre oder irregführt werde, oder unterdrücke oder unterdrückt werde, oder mich närrisch benehme oder dumm behandelt werde.“ (al-Tirmidhi)

Das Gebet des Propheten (s.a.w.s) wenn er eine Moschee betrat:

„Oh Allah! Öffne mir die Tore Deiner Gnade.” (Sahih Muslim)

Das Gebet des Propheten (s.a.w.s) wenn er ein Haus betrat:

“Allah sei gepriesen, Der mich beschützt und mir Zuflucht gewährt. Gepriesen sei Allah, Der mir Speisen und Trank gibt. Gepriesen sei Allah, Der zu mir gut ist und sein Wohlwollen erhöht.  Oh mein Herr, ich bitte Dich, mich vor der Hölle zu beschützen.“ (Abu Dawud)

Ein anderes Gebet des Propheten (s.a.w.s):

“Oh Allah, ich nehme zu Dir Zuflucht vor allen Arten der Unsauberkeit, sichtbar und unsichtbar, materiell oder geistig. Ich suche Zuflucht bei Dir vor dem verfluchten Satan.“ (at-Tabarani)

Das Gebet des Propheten (s.a.w.s) wenn er den Gebetsruf (Adhan) hört:

“Oh Allah, Herr dieses vollkommenen Rufes und des festgelegten Gebets und der Welt der Religiosität. Lass mich in diesem Glauben sterben und lasse mich daran festhalten, solange ich lebe und lasse mich am Tag der Auferstehung unter jenen sein, die diesen Glauben haben.“ (al-Bayhaqi)

Das Gebet des Propheten (s.a.w.s) nach dem Essen:

“Gepriesen sei Allah, Der uns zu essen und zu trinken gibt, Er, Der uns nicht aus Notwendigkeit sondern aus Gefallen an uns erschaffen hat. Du führtest uns und brachtest uns vom Tod zum Leben. Gepriesen seist Du für die Segnungen, die Du uns gegeben hast.!“ (Ahmad)

Das notwendige gute Benehmen (Adab) beim Beten wird in den Hadithen des Propheten Muhammad (s.a.w.s) wie folgt erklärt:

1) Suche die geeigneten Zeiten:

Die folgenden Momente sind die Zeiten, in welchen der Prophet (s.a.w.s) viel zu Allah (saw) betete: an den Abenden, im Monat Ramadan, Donnerstag nachts und die Zeit vor Tagesanbruch.

2) Gebete zu Zeiten, die aus Allahs Sicht wichtig sind:

Unser Prophet (s.a.w.s) sagte: “Bittgebete werden speziell zu vier Gelegenheiten angenommen: wenn man im Namen Allahs kämpft; wenn es regnet (danksagend); wenn es Gebetszeit ist; wenn sich die Ka’bah vor deinen Augen befindet.“ (at-Tabarani)

In einem anderen Hadith wird erzählt: “Eine fastende Person, nach dem Ende des Fastens, darf ein Bittgebet tätigen, das nicht zurückgewiesen wird.” (Ibn Majah)

Die Obacht auf die Bittgebete zu diesen Zeiten ist wichtig für die Annahme der Bitte und die Befolgung der Sunna.

3) Sich in die Gebetsrichtung (Qiblah) zu drehen, wenn man Allah  anruft, die Erhebung der Hände und das Drehen der Handflächen zu dem Gesicht ist Sunna.

Wenn unser Prophet (s.a.w.s) Allah  anrief, erhob er die Hände, bis man die Achselhöhle sah, und er zeigte nicht mit seinen Fingern während des Gebets. (Sahih Muslim)

4) Bitten im Geheimen, mit leiser Stimme:

Aisha (ra) berichtete: “Wir befanden uns mit dem Apostel Allahs (s.a.w.s) auf einer Reise, als die Menschen mit lauter Stimme ‚Allahu Akbar’ zu rufen begannen. Der Botschafter Allahs (s.a.w.s) sagte darauf: ‘O Menschen, seid gnädig mit euch selbst … Wahrhaftig, ihr ruft den Einen, der alles hört (und) nahe bei euch ist, Er, den ihr bittet ist näher zu euch als jeder zum Hals seines Kamels.’“ (Sahih Muslim, Buch 035, Nummer 6531)

5) Vermeidung von stolzen Worten, wenn man betet:

Derjenige, der Allah  anruft, soll demütig und ehrerbietig bitten und falsche Vorwände vermeiden. In einem Hadith sagte der Bote Allahs (s.a.w.s): „Es weden einige Menschen unter euch auftauchen, deren Gebete euch sie verachten lässt…“  (Sahih al-Bukhari, Volume 6, Buch 61, Nummer 578) Diejenigen, die Bitten, müssen ausdrücken, dass die wirklich Allah  brauchen, vermeide unsinnige Wünsche.

6) Man soll gottesfürchtig beständig bitten, indem man hofft, dass es erfüllt wird.

“Rufe zu Allah mit der festen Überzeugung, dass Er antworten wird. Wisse, dass Allah niemals ein Gebet beantwortet, welches von einem nachlässigen und achtlosen Herz kommt.“ (al-Tirmidhi)

„Die Bitte eines von euch wird erfüllt werden, wenn ihr nicht ungeduldig werdet und sagt ‚ich flehte zu dem Herrn, aber es wurde mir nicht gewährt.‘“ (Sahih Muslim, Buch 035, Nummer 6594)

Reue (Tawba)

Aber wenn jemand nach seinen Verfehlungen Reue verspürt und die Dinge wieder richtig stellt, wird Allah sich ihm wieder zuwenden. Allah ist verzeihend, barmherzig. (Sure al-Ma‘ida, 39)

Reue ist eine wichtige Gelegenheit, von seinen früheren Sünden und Makeln befreit zu werden.  Gläubige sollen diese Gelegenheit jeden Moment des Tages üben. Ali (ra) sagte, „Ich bin immer überrascht, wenn diese Menschen sterben, obwohl sie solche Mittel wie die Reue (Tawba) und die Suche nach Vergebung (Istighfar) hatten, um gerettet zu werden.“ Die Menschen, die durch die Schläue des Satans besiegt wurden und nicht in der Lage sind, ihre Fehler zu finden haben in Wirklichkeit keine andere Alternative die Rettung zu erlangen, als die Reue und Gebete. Nur auf diese Weise, durch den Weg der ehrlichen Reue, kann ein Mensch Glück in dieser Welt und im Jenseits erlangen.  

Unser Prophet (s.a.w.s) sagte: „Allah erlöst diejenigen, die immer Reue zeigen von allen Problemen und Er gibt ihnen was sie am wenigsten erwarteten.“ (Abu Dawud)

„Oh Menschen! Bereut vor Allah und bittet um seine Vergebung, denn ich bitte Ihn hunderte Male pro Tag um Vergebung.“ (Sahih Muslim)

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte ununterbrochen: “Oh Allah, der Ruhm sei mit Dir, Du bist frei von Unvollkommenheit und gepriesen seiest Du. Vergib mir, Du bist der Eine der die Reue akzeptiert und Du bist der Barmherzige.“ (al-Hakim)

“Oh Allah, der Ruhm sei mit Dir, Du bis frei von Unvollkommenheit. Ich irrte mich und tat Böses. Es existiert keine Macht außer Dir, mir meine Sünden zu vergeben. Allah vergibt jedem der danach verlangt, selbst wenn er soviele Sünden hat wie angreifende Ameisen.“ (al-Bayhaqi)

„Oh Allah, reihe mich unter diejenigen, wenn sie Gutes tun fühlen sie sich wohl, und wenn sie Böses tun bitten sie um Vergebung.“ (Ibn Majah)

Die Reue, empfohlen von dem Propheten (s.a.w.s):

“Oh Allah, Du alleine bist mein Herr. Es gibt keine andere Gottheit als Dich. Du hast mich erschaffen und ich bin Dein Diener. Ich will an Deinem Bund festhalten und ich verspreche es, so gut ich es kann. Ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Bösen, was ich getan habe. Ich bestätige Dir die Gnaden, die Du mir zukommen ließest und ich bekenne meine Sünden und meine Unfolgsamkeit Dir gegenüber. So, verzeihe mir, Mein Herr. Entschuldige meine Sünden. Denn niemand vergibt Sünden, außer Dir. (Sahih al-Bukhari)

Die große Gefahr der Zunge: Wertloses Gerede

[Gläubige sind] jene, die sich von allem Nichtswürdigen fernhalten . (Sure al-Mu’minun, 3)

Unser Prophet (s.a.w.s) verwendete die besten Worte für seine Ummah. Er warnte sofort jene, deren Art zu sprechen er nicht gestattete und nie erlaubte, dass Gläubige einander durch Worte verletzten.

Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte, dass das Schweigen nützlicher ist, als ohne wirklichen Grund zu sprechen. In einem anderen Hadith sagte er, „Der Schweigende wird gerettet.“ (al-Tirmidhi) Es gibt diesbezüglich viele Hadiths.

„Wer behütet ist vom Bösen seines Magens, seiner Lust und seiner Zunge, ist vor allem Bösen geschützt.“  (al-Daylami)

„Die guten Nachrichten kommen von der Person, die das Übermaß seiner Worte zurückgehalten hat und den Überschuss seines Besitzes verschenkt hat.“ (al-Bazzar)

„Ziehe deine  Zunge zurück von allem was nicht gut ist; nur so kannst du den Satan besiegen.“ (at-Tabarani)

“Allah ist nahe der Zungen aller Menschen; Er kennt jedes gesprochene Wort. So, möge man in allen ausgesprochenen Worten Allah fürchten.“ (Hatib)

‘Uqba ibn ‘Amir sagte: “Ich fragte: ‘Bote Allahs, was garantiert die Sicherheit?’ Er antwortete: ‚Halte deine Zunge in Zaum und behüte dein Haus …’“ (al-Tirmidhi)

Denken, bevor man ein Wort ausspricht geziemt sich für einen Muslim. Ein ausgesprochenes Wort ohne zu denken könnte manchmal in ungewünschter Weise interpretiert werden und es kann Menschen verletzen, die man schätzt. Wenn deine Worte ein Islamisches Thema betreffen, musst du sogar noch vorsichtiger sein. Unser Prophet (s.a.w.s) sagte:

“Die Sprache eines Gläubigen ist jenseits seines Herzens. Bevor er etwas sagt, überlegt er und spricht dann. Im Gegensatz dazu ist das Herz eines Heuchlers jenseits seiner Zunge. Wenn er etwas sagt, sagt er es ohne zu denken.“ (Haraiti)

Man soll nichts in die Länge ziehen, wenn man spricht. Das Thema soll kurz und genau beschrieben werden. Auf diese Weise vergeudet man nicht die Zeit der Zuhörer und man befolgt die Sunna.

“Hüte dich! Jene, die unnötigerweise in lang ausschweifender Art sprechen, werden zerstört werden.“ (Sahih Muslim)

„Eine Zeit wird kommen, wenn Menschen so babbeln, wie Kühe Gras kauen.“ (Ahmad)

Jargon, böse Sprache, und vulgäre Ausdrücke müssen vermieden werden. Solche Sprache kann zur Verhärtung der Herzen führen und von der Sprache auf die tatsächlichen Handlungen überspringen. Tatsächlich, der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte:

„Behüte dich, hässliche und schmutzige Worte zu sprechen; in der Tat, Allah liebt nicht die hässlichen Worte und die schmutzige Sprache.“ (al-Hakim)

„Ein Gläubiger darf niemandem Unbehagen verursachen, er darf nicht fluchen, keine hässlichen Worte sagen oder jemanden verunglimpfen. (al-Tirmidhi)

Gläubige müssen sehr vorsichig sein, wenn sie sich untereinander anklagen. Wenn eine Anklage unrichtig ist, kann man im Jenseits wegen der Verletzung der Rechte eines Gefährten belangt werden.

“Wenn jemand einen anderen liderlich nennt (indem er ihn als eine [liderliche Person] bezeichnet) oder ihn als Ungläubiger anklagt, solch eine Anklage wird auf den (Kläger) zurückfallen, wenn sein Gefährte (der Angeklagte) unschuldig ist.  (Sahih al-Bukhari, Volume 8, Buch 73, Nummer 71)

„Wer sich seines Bruders [in der Religion] wegen einer Sünde schämt [die er bereute] wird solange nicht sterben, bis er es ebenfalls tat.“ (al-Tirmidhi)

„Die schwerste Form eines Mißbrauchs von Vertrauen ist, wenn du einen Bruder anlügst, während er glaubt, dass du die Wahrheit sagst.“ (Sahih al-Bukhari)

“Derjenige soll sich schämen, Lügen zu erzählen, um die Menschen zum Lachen zu bringen.“ (Abu Dawud and al-Tirmidhi)

In unserer Religion ist die Lüge als etwas ausdrücklich Verbotenes definiert. Der Bote Allahs (s.a.w.s) sagte, dass es keinen Unterschied zwischen kleinen und großen Lügen gäbe und dass er jede Art der Lüge verdamme. Sein Gebet bezüglich dieses Themas ist wie folgt:

„Oh Allah, reinige mein Herz von Unfrieden, meine Schamteile von Prostitution und meine Zunge von Lügen.“ (Hatib)

„Wenn jemand eine Lüge erzählt, entfernen sich die Engel mehrere Meilen von ihn, wegen des schlechten Geruchs. (al-Tirmidhi)

Im Quran wird die Verunglimpfung einer abwesenden Person gleich betrachtet wie wenn einer das Feisch seines toten Bruder isst. In einigen der Hadiths des Propheten (s.a.w.s) wird gesagt, dass die Verunglimpfung die Brüderlichkeit zwischen Gläubigen tötet und verursacht, dass derjenige für die Verletzung der Rechte des Gefährten zu zahlen hat. Daneben ist das Bespitzeln des Geschäftes eines Gläubigen, um Mängel zu entdecken, eine andere große Sünde, ähnlich als die Verunglimpfung selbst. In der Tat, der Prophet Muhammad (s.a.w.s) erzählte eine Geschichte, die er während der Himmelfahrt erlebte:

“Als ich in den Himmel hinaufgetragen wurde, kam ich an Menschen vorbei, die Nägel aus Kupfer hatten und ihre Gesichter und Brüste kratzten. Ich sagte: ‚Wer sind diese Menschen Jibril?’ Er antwortete: ‘Das sind jehne, die verunglimpften und die Ehre der Menschen in den Schmutz zogen. (Sunan Abu Dawud, Buch 41, Nummer 4860)

“Oh Gemeinschaft der Menschen, die mit ihren Zungen glaubten aber in deren Herzen der Glaube noch nicht Eingang fand! Verunglimpfe keine Muslime, noch suche ihre Geheimnisse! Denn wer die Fehler seines Bruders sucht, Allah wird seine Geheimnisse suchen. Und wenn Allah die Fehler einer Person sucht, wird Er ihn beschämen, selbst wenn er sich in seinem Haus [versteckt hält].“ (Sunan Abu Dawud, Buch 41, Nummer 4862)

Der Botschafter Allahs (s.a.w.s) sagte: “Weißt du was Verunglimpfung ist?” Sie (die Gefährten) sagten: “Allah und Sein Bote wissen es am besten.” Daraufhin sagte er: “Verunglimpfen besagt, dass du über deinen Bruder in einer Art sprichst, die er nicht mag.” Es wurde ihm gesagt: “Was ist deine Meinung darüber, wenn ich jetzt die (Verfehlung) meines Bruders herausfinde, über die ich sprach?” Er sagte: „Wenn (diese Verfehlung) gerade jetzt (bei ihm) herausgefunden wurde, was du ausdrückst, hast du ihn verunglimpft und wenn es nicht zutrifft, dann ist es Verleugnung.  (Sahih Muslim, Buch 032, Nummer 6265)

„Wer [einen Angriff] auf die Ehre seines Bruders abwehrt, von dem wird Allah am Tage der Auferstehung das Feuer von seinem Gesicht abwehren. (al-Tirmidhi)

Die Abschiedspredigt (Khutbat al-Wada’) des Propheten (s.a.w.s)

Der Prophet (s.a.w.s) richtete die Khutbat al-Wada’ an mehr als hunderttausend Pilger (Hajjis) während seiner ersten und letzten Pilgerfahrt nach Mekka. Die Tatsache, dass so viele Menschen zuhörten, bewies, dass der folgende Hadith, bekannt als Mutawatir (aufeinander folgend, Bezeichnung der glaubwürdigen Quellen) wahr ist. Vernünftig sprechend heißt, dass solche Hadiths nicht falsch sein können. Kein Thema, den unser geliebter Prophet (s.a.w.s) in dieser Predigt behandelte, kann bezweifelt werden. Ihr Inhalt bestand aus einer kurzen Zusammenfassung des Islams, denn sie verbreitete alle Dinge, die in beiden Welten getan werden müssen.

Der Prophet (s.a.w.s) macht hier deutlich, dass er keinen weiteren Hajj machen wird, was bedeutete, dass sein Tod unmittelbar bevorstand. Später, als die Wahrheit seiner Worte bewiesen war wurde diese Pilgerfahrt als Hajj al-Wada’ (die Abschiedpilgerfahrt) und die Predigt als die Khutbat al-Wada’ (die Abschiedpredigt) bekannt.

Jedoch wird diese Predigt, obwohl sie in Teilen überliefert wurde, vielmehr als eine einzige Predigt gesehen:  Am Berg Arafat, zu Mina, einen Tag später als Mina, am Tage vor dem Eid al Fitr, und am ersten und zweiten Tag des Eid. Als Ergebnis wurde sie bei jenen, die sie hörten, unterschiedlich berichtet. Manche Menschen oder Gruppen hörten nicht jeden Teil. Daher wurden die verschiedenen Hadiths allmählich gesammelt und in die Form einer einzigen Khutbah gebracht, um die gesamte Predigt zu vervollständigen. In der Sure at-Tawba, welche dem Propheten (s.a.w.s) ein Jahr vor diesem Anlass offenbart wurde, wird gesagt:

O ihr, die ihr glaubt! Siehe, die Götzendiener sind unrein. Darum sollen sie sich nach diesem ihrem Jahr der unverletzlichen Moschee nicht mehr nähern. Und falls ihr dadurch Armut befürchtet: Allah wird euch, so Er will, aus Seinem Überfluss versorgen. Siehe, Allah ist wissend und weise. (Sure at-Tauba, 28)

Da die Götzendiener als unrein erklärt und ihnen daher die Annäherung an die Masjid al-Haram verboten wurde, waren nur Muslime anwesend und hörten die Abschiedspredigt. Das garantierte auch, dass Götzendiener keine Zusätze zu den betreffenden Hadiths machen konnten. In der Tat, im Anschluss an die Eroberung von Mekka konvertierten so viele Polytheisten zum Islam, dass nur eine Hansvoll verblieben, und diese verließen die Stadt. Der Prophet (s.a.w.s) und ungefähr 100.000 Gefährten verließen Medina um den Hajj zu machen. Der Prophet (s.a.w.s) lehrte den Muslimen die nötigen Prinzipien und Rituale, indem er sie selbst verrichtete und er vervollständigte daher alle Handlungen, die mit dem Hajj verbunden sind. Verse, die darauf hinwiesen, dass der Islam jetzt völlig eingerichtet ist, wurden auch während dem Hajj al-Wada’ offenbart.

Während der Zeit der Unwissenheit (Ayyam al-Jahiliyyah) standen die Pilger, die von weither kamen, am Berg Arafat, während die Führer der Qurayshi auf dem offenen Platz der Muzdalifah standen, um zu zeigen, dass sie sich besser als die anderen Menschen fühlten. Der Prophet (s.a.w.s) schaffte diese Gewohnheit ab und stand am Berg Arafat für den Waqfah (das rituelle Stehen am Berg Arafat vor Allah), wie alle anderen Pilger. Um die Vollendung des Islam zu bezeichnen, wurden folgende Verse offenbart:

… Die Ungläubigen verzweifeln heute an euerer Religion. Darum fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich. Heute habe Ich eueren Glauben für euch vollendet und habe Meine Gnade an euch erfüllt, und es ist Mein Wille, dass der Islam euer Glaube ist… (Sure al-Ma’ida, 3)

Während alle Muslime die Perfektion des Islam feierten, verstand nur Abu Bakr (ra), dass dies ein Zeichen des unmittelbaren Verscheidens des Propheten (s.a.w.s) war und er weinte deshalb. Der Prophet (s.a.w.s) lebte nur noch zweiundachtzig Tage nach diesem Ereignis.

Die Predigt des Propheten (s.a.w.s):

Während er auf dem Rücken seines Kamels saß, predigte er am Berg Arafat. Nach der Lobpreisung und des Dankes an Allah  sagte er:

„Oh Menschen,

Hört gut auf meine Worte, denn ich weiß nicht, ob ich nach diesem Jahr noch unter euch weilen werde. Deshalb hört sehr aufmerksam zu, was ich euch zu sagen habe und tragt die Worte zu jenen, die heute nicht anwesend sein konnten.

„Oh Leute,

Gleich wie ihr diesen Monat, diesen Tag und diese Stadt als heilig betrachtet, so betrachtet das Leben und den Besitz jedes Muslims als ein geheiligtes Pfand. Gebt die euch anvertrauten Güter wieder den rechtmäßigen Eigentümern zurück. Behandelt die anderen gerecht, damit niemand ungerecht zu euch ist. Erinnert euch, dass ihr tatsächlich euren Herrn treffen werdet und dass Er eure Taten abrechnen wird. Allah verbat, Wucher (Riba) zu betreiben, deshalb müssen alle Verpflichtungen aus der Riba von jetzt an aufgegeben werden. Jedoch euer Kapital könnt ihr behalten. Ihr werdet weder Ungleichheit verursachen noch erleiden. Allah hat gerichtet, dass es keine Riba geben darf und dass alle fälligen Riba zu Gunsten von Abbas ibn Abd al Muttalib [der Onkel des Propheten] ab sofort ungültig werden.

Jedes Recht, welches in Vorislamischen Zeiten aus Mord entstanden ist, wird ab sofort ungültig und das erste Recht, welches ich für ungültig erkläre ist jenes, welches von dem Mord an Rabi’ah ibn al Harith ibn Abd al Muttalib herrührt.

Oh Leute,

Die Ungläubigen erfreuen sich an dem Eingriff in den Kalender, damit es erlaubt wird, was Allah verbat, und um zu verbieten, was Allah erlaubte. Mit Allah gibt es zwölf Monate. Vier davon sind heilig, drei von diesen sind aufeinander folgend und einer ereignet sich alleine zwischen den Monaten Jumada und Sha’ban. Hütet vor dem Satan die Sicherheit eurer Religion. Er hat alle Hoffnung verloren, dass er jemals in der Lage sein wird, euch in großen Dingen auf dem falschen Weg zu führen, so hütet euch, ihn in den kleinen Dingen zu folgen.

Oh Leute,

Es ist richtig, dass ihr gewisse Rechte über eure Frauen habt, aber sie haben auch Rechte über euch. Erinnert euch, dass ihr sie als eure Frauen nur durch das Vertrauen Allahs und mit Seiner Genehmigung genommen habt. Wenn sie an eurem Recht festhalten, steht ihnen das Recht zu, Essen zu bekommen und mit Freundlichkeit gekleidet zu werden. Behandelt eure Frauen gut und seid freundlich zu ihnen, denn sie sind eure Partner und verpflichtete Helfer. Es ist euer Recht, dass sie nie Freundschaft schließen dürfen, mit jemandem, den ihr nicht akzeptiert, und dass sie nie unkeusch sein dürfen…

Oh Leute,

Hört mir ernst zu, verehret Allah, verrichtet eure fünf täglichen Gebete, fastet während des Monats Ramadan und gebt euere finanzielle Verpflichtung (Zakah) von eurem Vermögen. Gehet auf den Hajj, wenn ihr es euch leisten könnt.

Die Menschheit stammt von Adam und Eva ab, ein Araber ist einem Nicht-Araber nicht überlegen und ein Nicht-Araber ist einem Araber nicht überlegen; auch ein Weißer hat keine Überlegenheit über einen Schwarzen noch ein Schwarzer ist einem Weißen nicht überlegen, außer in Religiosität und guten Taten. Lernt, dass jeder Muslim ein Bruder jedes Muslims ist und dass die Muslime eine Bruderschaft bilden. Nichts gehört einem Muslim, was einem anderen Bruder Muslim gehört, außer dass es freiwillig übergeben wurde. Begeht deshalb keine Ungerechtigkeiten unter einander.

Erinnert euch, eines Tages werdet ihr vor Allah erscheinen und ihr werdet für eure Taten Rechenschaft abgeben müssen. So behütet euch und seid achtsam und werdet nach mir nicht abtrünnig, indem ihr euch auf die Köpfe schlägt.

Oh Leute,

Kein Prophet oder Bote wird nach mir kommen und kein neuer Glaube wird entstehen. Deshalb denkt gut nach, Oh Leute, und versteht die Worte, die ich euch übermittle. Ich lasse euch mit dem Buch Allahs und meiner Sunna, wenn ihr diese befolgt, werdet ihr immer auf dem rechten Weg gehen.

Alle, die mir zuhören sollen meine Worte zu anderen bringen und diese wieder zu anderen; und mögen die letzen meine Worte besser verstehen als jene, die mir direkt zuhören. O Allah, sei mein Zeuge, dass ich Deine Botschaft Deinen Leuten überbracht habe.

Gegen Ende seiner Predigt fragte der Bote Allahs (s.a.w.s) seinen Zuhörer:

“Oh Leute, habe ich euch gewissenhaft meine Botschaft übermittelt?“ 

Ein kräftiges Murmeln der Zustimmung „O Allah! Ja!“ erhob sich von tausenden Pilgern und die kraftvollen Worte „Allahumma Na’m,“ rollten wie Donner durch das Tal. Der Prophet (s.a.w.s) erhob seinen Zeigefinger und sagte:

„O Allah, bezeuge, dass ich Deinem Volk Deine Botschaft überbracht habe.“

Der Bote Allahs (s.a.w.s) stand zur Waqfah bis die Sonne unterging. Gerade als er im Begriffe war, von dem Berg herunterzukommen, wurde der dritte Ayat der Sure al-Ma’ida offenbart. Später bestieg er sein Kamel und ging nach Muzdalifah. Er begleitete die Maghrib und Isha’ Gebete mit einem Adhan und zwei Iqamahs.  Nach dem Gebet ruhte er. Am Morgen betete er Fajr in der Versammlung und nachdem die Morgendämmerung eingesetzt hat, ging er zu der Jamrat al-Aqabah. Nach der Steinigung des Satans ging er zu Mina und hielt seine zweite Predigt, welche gleich der vorhergehenden war. Danach ging er zu dem Ort, der für die Opfer vorgesehen war und opferte Kamele. Danach opferte sein Schwiegersohn Ali (ra). Ein Stück Fleisch wurde von jedem geopferten Kamel genommen, gekocht und dann gegessen. Der Bote Allas (s.a.w.s), der nach den Ihram seinen Kopf rasierte, umrundete die Ka’bah (er vollzog Tawaf). Nachdem er Dhuhur betete ging er zur Quelle Zamzam und trank Wasser, welches ihm angeboten wurde. Danach ging er zu Mina zurück, verbrachte drei weitere Tage, um Steine zu werfen und er predigte dort auch zu den Muslimen.

Wenn Allahs Hilfe kommt und der Sieg und du die Menschen in Scharen in Allahs Religion eintreten siehst, dann lobpreise deinen Herrn und bitte Ihn um Verzeihung. Wahrlich, Er vergibt dem, der sich (Ihm) in Reue zuwendet. (Sure an-Nasr, 1-3)

Er rezitierte die Sure an-Nasr, welche zu dieser Zeit offenbart wurde und besprach sie in seiner Predigt. Der Bote Allahs (s.a.w.s), der wieder die Sicherheit des Lebens jeder Person, seines Besitzes und seiner Ehre erwähnte, erinnerte die Muslime wieder und wieder an diese Rechte, welche die Basis aller Menschenrechte darstellen.

Die Wichtigkeit der Abschiedspredigt

Die Abschiedspredigt ist wegen verschiedener Gründe wichtig:

Vor allem muss man erkennen, dass der Prophet (s.a.w.s) diese Predigt im Jahre 10 AH hielt, als er noch einige Monate zu leben hatte. Der dritte Vers der Sure al-Ma’ida wurde während dieses Hajj offenbart:

… Heute habe Ich eueren Glauben für euch vollendet und habe Meine Gnade an euch erfüllt, und es ist Mein Wille, dass der Islam euer Glaube ist… (Sure al-Ma‘ida, 3)

Der Inhalt ist sehr wichtig, da er bedeutende Themen berührte. Er endete einige Nichtislamische Praktiken, die bis dahin nicht geregelt waren (z.B. Blutrache und Wucher), enthüllte das Gesetz der ehelichen Beziehungen, erklärte, wie der Hajj durchgeführt werden muss und viele andere Themen. Eine Reihe von heutigen Schriftstellern sehen die Khutbat al-Wada’ als die Islamische Erklärung der Menschenrechte und der Rechte der Frau. Es ist richtig, dass die Unverletzbarkeit des Besitzes, des Lebens und der Ehre hier zum ersten Mal in der Geschichte ausgerufen wurden. Obwohl die von den Vereinten Nationen akzeptierte Deklaration der Menschenrechte viele feine Unterscheidungen mehr enthält, wurden diese in Wirklichkeit nie praktiziert. In seiner Abschiedspredigt war jedoch der Prophet (s.a.w.s), der zur Welt als eine Segnung gesandt wurde,  in der Lage, seinen Leuten seine Werte in die Gewissen, Seelen, Gehirne und Ideen einzuimpfen. Als Resultat haben die Menschen in den Islamischen Ländern immer in völliger Freiheit gelebt, mit gesichertem Leben, Eigentum und Ehre, selbst als die Muslime am Gipfel ihrer Macht und Herrlichkeit standen.

Wenn auch die Menschenrechte sich über die Zeit langsam entwickelten, erzielten sie ihre volle Wirkung nur im Islam. Die Khutbat al-Wada’ galt demnach als die erste Deklaration der Menschenrechte. Wie die Geschichte zeigte, erschienen die Menschenrechte in den Christlichen Gebieten im Westen während des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts.

Die Prinzipien, die durch die Khutbat al-Wada’ im sozialen Leben eingeführt wurden

Der Prophet (s.a.w.s) berührte in seiner Predigt zuerst die folgenden Punkte:

- In jedem Unternehmen soll man immer Allah loben und danken.

- Das niedrige Ich des Menschen befiehlt das Böse. Daher muss jeder bei Allah  Zuflucht vor dem bösen Ich suchen.

- Leben, Besitz und  Ehre sind heilig. Das Recht auf Leben ist ein natürliches Recht. Ehre, Respekt, Würde und Eigentum sind zusätzliche Rechte, die geschützt sind.

- Unislamische Bräuche wurden gelöscht. Deswegen müssen die Menschen aufhören, blind das zu tun, was sie gewöhnt waren.

- Wucher ist verboten.

- Die Verfolgung der Blutrache ist verboten.

- Was anderen anvertraut wurde, muss an seine eigentlichen Eigner zurückgegeben werden. Man darf nie diese Ordnung zerstören.

- Man darf nie dem Satan in kleinen oder großen Dingen, unwichtigen oder wichtigen Dingen zuhören.

- Männer und Frauen haben gemeinsame Rechte, Pflichten und Verantwortungen.

- Beide, Männer und Frauen müssen den Ehebruch vermeiden.

- Man muss die Sklaven und Diener gut behandeln.

- Alle Muslime sind Brüder und Schwestern. Jede Form von Klassenunterschieden oder Privilegien wurden vernichtet. Man kann jemandem anderen nur in der Praxis der Vorzüge überlegen sein.

- Man darf nicht unterdrücken, man darf das Vermögen der Menschen nicht in einer ungerechten Weise verwenden oder es ohne Bewilligung des Besitzers verwenden.

- Muslime sollen aufhören, sich gegenseitig zu bekämpfen.

- Jene, die den Quran und der Sunna folgen, werden nie verdorben werden.

- Man darf nicht vom reinen Islam abweichen oder zu Extremen gehen.

- Muslime müssen Allah anbeten, fünfmal am Tag die vorgeschriebenen Gebete verrichten, im Monat Ramadan fasten und den Anweisungen des Boten Allahs (s.a.w.s) folgen. Jene, die diese Regeln befolgen, werden Insha’Allah ins Paradies eingehen.

 

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