DIE HOHE MORAL DES PROPHETEN (S.A.W.S)

Muhammad ist Allahs Gesandter und er ist das Siegel der Propheten, offenbart Vers 40 der Sure al-Ahzab. Muhammad (s.a.w.s) wurde der Menschheit als letzter Prophet gesandt. Er war ein lebendes Beispiel der erhabenen Moral Allahs letzter Offenbarung. Er war ein Freund Allahs, und er inspirierte die Menschheit durch seine Nähe zu Ihm. Er war Sein Repräsentant, edel in Seinen Augen und ein Freund aller Gläubigen. In einem anderen Vers offenbart Allah:
"Wahrlich Wir werden dir ein gewichtiges Wort anvertrauen…" (Sure 73:5 – al-Muzzammil)
Allah gab Seinem letzten Propheten eine schwere Verantwortung. Sein fester Glaube an Allah half dem Propheten (s.a.w.s), dieser Verantwortung in allerbester Weise gerecht zu werden; Er rief die Menschheit auf den Weg Allahs und des Islam, und er erleuchtete den Weg für alle Gläubigen. Obwohl wir den Propheten (s.a.w.s) nie gesehen haben, können wir sein beispielhaftes Verhalten und seine hohe Moral doch vermittels der Verse des Quran und der Hadithen kennenlernen – den Aussprüchen und Lehren des Propheten (s.a.w.s). Wir können versuchen, ihm nachzueifern, damit wir ihm im Jenseits nahe sind. Die Menschen heute, besonders die jungen Menschen, nehmen sich zahlreiche Vorbilder, imitieren deren Benehmen, Sprache und Kleidung, versuchen wie sie zu sein. Doch da die grosse Mehrheit dieser Vorbilder selbst nicht auf dem richtigen Weg ist, fehlen ihnen die rechte Moral und die entsprechende Einstellung. Deswegen ist es eine schwere Verantwortung, die Menschen zur Wahrheit sowie zur besten Moral und zum besten Verhalten zu führen. Ein Muslim muss versuchen, das Verhalten und die Moral des Propheten Muhammad (s.a.w.s) anzunehmen. Allah bestätigt dies in einem Vers:
In dem Gesandten Allahs habt ihr wirklich ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt. (Sure 33:21 – al-Ahzab)
Muslime, die dem Weg des Propheten (s.a.w.s) folgen, müssen führend sein in Moral und Verhalten, und sie müssen anderen nahelegen, dieselbe Moral anzunehmen. Wie der Prophet (s.a.w.s) mit den Worten „Der vollendete Gläubige ist der, der vollendete Manieren hat“, klar macht, ist die Moral eine der wichtigsten Komponenten des wahren Glaubens.(1) Demzufolge ist es eine wichtige religiöse Pflicht, sie sich anzueignen und deren beste Beispiele zu praktizieren.
 
Das Gottvertrauen des Propheten (s.a.w.s), ein Beispiel für alle Menschen
 
Die Berichte des Quran über Situationen, in die der Prophet (s.a.w.s) geraten ist, zeigen seine Ergebenheit und Unterwerfung unter Allah. Die Worte des Propheten (s.a.w.s), als er und sein Freund sich in einer Höhle versteckten, nachdem sie Mekka verlassen hatten, gehören zu den besten Beispielen für diese Unterwerfung. Der Quran berichtet:
 
Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) daß ihm bereits Allah geholfen hat als ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren, und als er zu seinem Gefährten sprach: "Sei nicht traurig! Siehe, Allah ist mit uns." Da sandte Allah Seinen großen Frieden auf ihn nieder und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht. Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Allahs Wort überlegen. Und Allah ist mächtig und weise. (Sure 9:40 – at-Tauba)
 
In welcher Situation er sich auch immer befand, der Prophet (s.a.w.s) unterwarf sich immer Allah, wissend, dass Schönheit und Güte in allem ist, das Er erschaffen hat. Diese im Quran berichteten Worte des Propheten (s.a.w.s) an sein Volk legen Zeugnis davon ab:
 
Trifft dich Gutes, so betrübt es sie. Trifft dich ein Unheil, so sagen sie: "Wir haben uns ja schon abgesichert, " und wenden sich vergnügt ab. Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Allah uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen." (Sure 9:50, 51 – at-Tauba)
 
Der Prophet (s.a.w.s) war durch seine Unterwerfung unter Allah ein Beispiel für alle Muslime, und er warnte die Menschen, sie würden niemals die Macht haben, irgend etwas von Allah kommendes zu ändern.
 
„ …Wenn du etwas erbitten willst, erbitte es von Allah, und wenn du Hilfe suchst, suche sie bei Allah. Wisse, wenn die Menschen dir zusammen etwas Gutes tun wollen, so können sie dies nur im Rahmen dessen, was Allah für dich vorgesehen hat, und wenn sie dir gemeinsam schaden wollten, so könnten sie dies nur im Rahmen dessen, was Allah für dich vorgesehen hat...“(2)
 
Der Prophet (s.a.w.s) suchte stets nur Allahs Wohlgefallen und er erwartete keine Gegenleistungen von anderen
Einer der Grundsätze des Islam ist, daß der Mensch sein gesamtes Leben auf Liebe und Furcht vor Allah aufbauen muß, und er muß seinen Verpflichtungen nachkommen, um das Wohlgefallen und die Gnade Allahs zu gewinnen und Sein Paradies zu erreichen. Allah sagt den Gläubigen:
 
Sprich: "Siehe, mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten." (Sure 6:162 – al-An’am)
 
Der folgende Vers hält die Gläubigen an, ihre Religion zu keinem anderen Zweck als für Allah zu leben.
 
Außer für die, welche umkehren und sich bessern und ihre Zuflucht zu Allah nehmen und lauteren Glaubens an Allah sind; diese gehören zu den Gläubigen, und wahrlich, Allah wird den Gläubigen gewaltigen Lohn geben. (Sure 4:146 – an-Nisa)
 
Wer an Allah festhält, wer weiß, daß es keinen anderen Gott gibt als Allah, wer sein Leben einzig und allein lebt, Sein Wohlgefallen zu gewinnen, und niemals seinen Glauben an Ihn aufgibt, der zeigt, daß er wahren Glauben hat.
 
Kein aufrichtiger Gläubiger versucht, durch seine Handlungen und religiösen Pflichten die Liebe, das Wohlgefallen und das Lob von jemand anderem als Allah zu erlangen. Die besten Beispiele solcher aufrichtigen Gläubigen sind der Prophet Muhammad (s.a.w.s) und die anderen Propheten – Friede sei auf ihnen allen.
 
Die Geduld des Propheten (s.a.w.s) angesichts von Widrigkeiten
 
Während seiner Mission war der Prophet Muhammad (s.a.w.s) vielfältigen Widrigkeiten ausgesetzt. Leugner und Polytheisten seines eigenen Volkes beleidigten ihn auf das Übelste, nannten ihn einen Zauberer oder einen Verrückten. Andere wollten ihn tot sehen und planten Attentate auf ihn. Trotz alledem versuchte der Prophet (s.a.w.s), Menschen jeden Hintergrunds und jeder Kultur über den Quran zu belehren, also über eine saubere Moral und gutes Verhalten.
 
Wie die Quranverse berichten, hatten manche Menschen nicht die leiseste Vorstellung über die Grundlagen von Manieren, und so kam es ihnen überhaupt nicht in den Sinn, wie peinlich dies für jemanden mit überlegener Moral sein könnte. Der Prophet (s.a.w.s) bewahrte die größte Geduld unter diesen Umständen, wendete sich Allah zu und bat um Seine Hilfe, und er wirkte auf die Gläubigen ein, sich in Geduld zu üben und sich zu unterwerfen.
 
So ertrage, was sie sagen, und lobpreise deinen Herrn vor Aufgang der Sonne und nach (ihrem) Untergang. (Sure 50:39 - Qaf)
 
Und laß dich von ihrem Gerede nicht betrüben. Siehe, alle Macht und Ehre sind bei Allah. Er ist der Hörende, der Wissende. (Sure 10:65 - Yunus)
 
Gläubige müssen an all die Dinge denken, bei denen Allahs Botschafter sich geduldig zeigte, und sie müssen ihn sich zum Vorbild nehmen, wenn sie mit ihren eigenen Problemen umgehen. Wer bei dem kleinsten Problem verzweifelt, wer den geringsten Widerspruch nicht ertragen kann, wer aufhört, die Religion Allahs zu predigen oder wer die Hoffnung verliert, wenn die Geschäfte schlecht gehen, muß sich darüber klar sein, daß solches Verhalten dem heiligen Buch und den Aussprüchen und Taten des Propheten (s.a.w.s) widerspricht. Gläubige müssen immer geduldig sein, sich von Allah helfen lassen und Ihm Dank erweisen, die überlegene Moral unseres Propheten (s.a.w.s) annehmen und auf die Gnade, das Mitgefühl und das Paradies unseres Herrn hoffen.
 
Der Prophet (s.a.w.s) war von großer Toleranz
 
Doch es gab Menschen von anderem Charakter in der Umgebung des Propheten (s.a.w.s). Er jedoch zeigte Interesse an jedermann, hielt den Menschen ihre Fehler vor, warnte sie und versuchte, sie über alle Dinge zu belehren, von der Hygiene bis zu Fragen des Glaubens. Seine mitfühlende, tolerante, verständnisvolle und geduldige Art erwärmte die Herzen vieler seiner Zeitgenossen für den Islam und machte den
Propheten (s.a.w.s) den Menschen sehr sympathisch. Allah beschreibt die angenehme Art des Propheten (s.a.w.s):
 
Und dank der Barmherzigkeit Allahs warst du gütig zu ihnen. Wärest du aber grob und hartherzig gewesen, so wären sie vor dir geflohen. Darum vergib ihnen und bete für sie um Verzeihung… (Sure 3:159 – Al-Imran)
 
Der Prophet (s.a.w.s) übte weder Druck auf andere aus, damit sie die Religion akzeptierten, noch zwang er ihnen irgendwelche Bedingungen auf. Er wählte stattdessen grundsätzlich die höflichsten Umgangsformen, wenn er zu ihnen über die Religion sprach. Er half der Gemeinschaft der Gläubigen gewissenhaft wo er konnte und war jederzeit wohltätig. Aufgrund dieser Eigenschaften wird der Prophet (s.a.w.s) in vielen Versen als „euer Gefaehrtebeschrieben. (Sure 34:46 – Saba’; Sure 53:2 – an-Nadschm; Sure 81:22 – at-Takwir). Jene Gläubigen, die die Gewissenhaftigkeit des Propheten (s.a.w.s) verstanden, fühlten sich ihm näher als alle anderen und begegneten ihm mit Demut. Allah sagt:
 
Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Gattinnen sind ihre Mütter… (Sure 33:6 – al-Ahzab)
 
Imam Ghazzali, der große islamische Gelehrte faßt das Benehmen des Propheten (s.a.w.s) gegenüber seiner Umgebung anhand einiger Hadithen wie folgt zusammen:
 
…Jeder glaubte, der Prophet ehre ihn selbst mehr als andere. Wer auch immer zu ihm kam, konnte sein Gesicht sehen.
…Er sprach seine Gefährten ehrerbietig mit ihren Familiennamen an, und wer keinen Familiennamen hatte, dem gab er einen.
... Er war sehr liebenswürdig und höflich gegenüber den Menschen.
... Niemand konnte seine Stimme erheben in seiner Versammlung.
(3)
 
Die Menschenfreundlichkeit des Propheten (s.a.w.s), sein edles Denken und sein Mitgefühl, die seine Umgebung sich der wahren Religion zuwenden liessen und ihre Herzen für den Glauben erwärmten, sind von der überlegenen Moral, die alle Muslime an den Tag zu legen versuchen sollten.
 
Die Gerechtigkeit des Propheten (s.a.w.s) war beispielhaft
 
Allah gebietet den Gläubigen in der Sure 4:135 – an-Nisa:
 
O ihr, die ihr glaubt! Tretet für die Gerechtigkeit ein, wenn ihr vor Gott Zeugnis ablegt, und sei es gegen euch selber oder euere Eltern und Verwandten. Handele es sich um arm oder reich, Allah steht euch näher als beide. Und überlasst euch nicht der Leidenschaft, damit ihr nicht vom Recht abweicht...
 
Die Regeln, die er den Muslimen auferlegte, seine gerechte und tolerante Haltung gegenüber anderen Religionen, Sprachen, Rassen und Völkern und sein Grundsatz, keinen Unterschied zu machen zwischen arm und reich, sondern jeden gleich zu behandeln, machen Allahs Botschafter zu einem nachahmenswerten Beispiel für die gesamte Menschheit.
 
Sprich: "Mein Herr hat Gerechtigkeit befohlen. So wendet euer Angesicht in jeder Moschee (zu Ihm) und ruft Ihn in lauterem Glauben an. So, wie Er euch schuf, kehrt ihr (zu Ihm) zurück.…" (Sure 7:29 – al-A’raf).
 
Während der Zeit des Propheten (s.a.w.s) wurden Christen, Juden und Heiden alle gleich behandelt. Der Prophet (s.a.w.s) hielt sich an den Vers:
 
Kein Zwang im Glauben! (Sure 2:256 – al-Baqara)
 
Er erklärte die Religion jedermann, doch er überließ jedem die Entscheidung. Die edle Haltung des Propheten (s.a.w.s), die sich in völliger Harmonie mit der Moral des Quran befand, sollte als Beispiel genommen werden, wie die Angehörigen verschiedener Religionen heute behandelt werden sollten. In seiner letzten Predigt wendete sich der Prophet (s.a.w.s) an die Muslime wie folgt:
 
"Es gibt keine Überlegenheit eines Arabers über einen Nicht-Araber und keine Überlegenheit eines Nicht-Arabers über einen Araber, eines Weißen über einen Schwarzen und keines Schwarzen über einen Weißen, außer durch Frömmigkeit. Der frömmste unter euch ist der Edelste.“(4)
 
In unseren Tagen besteht die einzige Lösung für die Konflikte der Welt darin, die Moral des Quran anzunehmen und wie der Prophet (s.a.w.s) niemals vom rechten Weg abzuweichen, keine Unterschiede zu machen zwischen verschiedenen Religionen, Sprachen oder Rassen.
 
Der Prophet (s.a.w.s) brachte frohe Botschaft
 
In 45. Vers der Sure al-Ahzab beschreibt Allah den Propheten (s.a.w.s) als Überbringer froher Botschaft und als Warner: „ O Prophet! Wir haben dich entsandt als Zeugen, Freudenboten und Warner.“ Der Prophet (s.a.w.s) warnte die Menschen immer vor den Qualen der Hölle und sprach zu ihnen von der rosigen Zukunft, die die guten Menschen dieser Welt erwartet und über das ewige Leben im Paradies mit Beginn des Jenseits. Der Quran beschreibt diese Seite des Propheten (s.a.w.s) so:
 
Siehe, Wir entsandten dich mit der Wahrheit, als Freudenboten und Warner; und für die Bewohner der Hölle bist du nicht verantwortlich. (Sure 2:119 – al-Baqara)
 
Die den Propheten (s.a.w.s) zum Vorbild nehmen und seiner Sunnah folgen, müssen den Menschen wie er es tat, dieselbe frohe Botschaft bringen und sie warnen. Der Prophet (s.a.w.s) selbst beschreibt, wie sich diese Menschen verhalten sollten:
 
"Macht es den Menschen leicht und nicht schwer, beruhigt sie mit der frohen Botschaft, und weist sie nicht zurück.“ (5)
 
Der Prophet (s.a.w.s) nahm den Muslimen ihre Sorgen
 
Dank der beschriebenen Eigenschaften nahm der Prophet (s.a.w.s) den Gläubigen ihre Last von den Schultern, und er führte und leitete sie an bei Aufgaben, die sie nicht vollständig verstanden. Die Menschen neigen dazu, sich selbst das Leben schwer zu machen und sich Regeln aufzuerlegen, von denen sie fälschlicherweise denken, sie lösten ihre Probleme. Diese besondere Eigenschaft des Menschen ist einer der Gründe, warum die Religion verzerrt wurde im Lauf der Jahre. Viele Gesellschaften haben Regeln erfunden, die in der wahren Religion nie existierten und sie machten sich selbst und andere glauben, sie seien nur dann wahrhaft gottesfürchtig, wenn sie diese Regeln einhielten. Zu den wichtigsten Taten des Propheten (s.a.w.s) gehörte denn auch das Hinwegnehmen dieser selbstauferlegten Last. Allah rühmt diese Qualität des Propheten (s.a.w.s) in einem Vers:
 
Jene, die dem Gesandten, dem des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten, folgen werden, über den sie bei sich in der Thora und dem Evangelium geschrieben finden: Gebieten wird er ihnen, was Rechtens ist, und das Unrechte verbieten, und wird ihnen die guten (Speisen) erlauben und die schlechten verbieten. Und er wird ihnen ihre Last und die Fesseln, die ihnen angelegt wären, abnehmen. Und jenen, die an seine Mission glauben und ihn unterstützen und ihm helfen und dem Licht folgen werden, das mit ihm hinabgesandt wird, ihnen wird es wohlergehen. (Sure 7:157 – al-A’raf)
 
Der Prophet (s.a.w.s) war immer rücksichtsvoll und mitfühlend zu den Gläubigen
 
Der Prophet (s.a.w.s) war ein mitfühlender Mensch, sympathisch und verständig. Er nahm Anteil an den Angelegenheiten seiner Freunde, Verwandten und generell seiner Umgebung, und er tat das ihm mögliche, damit sie sicher, gesund und glücklich sein konnten. Er nahm sich ihrer an, wobei er immer ihr Los im Jenseits in Erinnerung behielt, so wirkte er auf sie ein, fromm und gottgefällig zu bleiben; Er war insgesamt von einem Charakter, der beispielhaft für die gesamte Menschheit ist, wie folgende Verse enthüllen:
 
Wahrlich, nun kam bereits ein Gesandter aus euerer Mitte zu euch. Schwer liegen eure Missetaten auf ihm. Fürsorglich ist er zu euch! Gegen die Gläubigen (aber) ist er gütig und barmherzig. (Sure 9:128 – at-Tawba)
 
Die Gläubigen, die vom Propheten (s.a.w.s) unterwiesen worden waren und sich nach den Versen des Quran richteten, benahmen sich sogar gegenüber Kriegsgefangenen mitfühlend. Auch davon ist in den Versen die Rede:
 
Und die den Armen und die Waise und den Gefangenen speisen, auch wenn sie der Nahrung selbst bedürfen: "Seht, wir speisen euch um Allahs willen. Wir wollen weder Belohnung von euch noch Dank." (Sure 76:8-10 – al-Insan)
 
Der Prophet (s.a.w.s) ermahnte seine Gefährten zum Mitgefühl und war ihnen ein Vorbild darin:
 
"Wer von euch gnädig ist, wird die Gnade des Allergnädigsten erlangen. Seid gnädig zu denen auf der Erde, und die im Himmel werden gnädig zu euch sein.“(6)
 
Der Prophet (s.a.w.s) maß der Sauberkeit große Bedeutung zu
 
Muslime sind nicht nur bekannt für die Reinheit ihrer Herzen und ihrer Moral, sondern auch für die Reinheit ihres Körpers, ihrer Kleidung und ihres Essens. Haare, Hände, Gesicht und Körper eines Muslims müssen immer sauber sein. Seine Kleidung muß immer sauber sein, ordentlich und gepflegt. Der Ort, an dem er arbeitet, muß immer sauber sein, aufgeräumt, wohlriechend, und er muß eine entspannte Atmosphäre vermitteln. Wieder ist der Prophet (s.a.w.s) das beste Vorbild für diese Eigenschaft der Muslime. Auch in einem der Hadithen rät der Prophet (s.a.w.s) den Gläubigen, sauber zu sein:
 
"Der Islam ist rein, also seid rein, denn niemand tritt in das Paradies ein, der nicht rein ist.“(7)
 
Der Prophet (s.a.w.s) war immer rücksichtsvoll und höflich
 
Einige in der Umgebung des Propheten (s.a.w.s) hatten weniger gute Manieren und waren weniger kultiviert als der Prophet (s.a.w.s). Eine Reihe von Versen zeigt, daß sie ihre eigene Gedankenlosigkeit nicht erkannten und daß ihr Verhalten anderen unangenehm auffiel. Die Verse sprechen zum Beispiel von Menschen, die ein Haus durch die Hintertür anstatt durch die Vordertür betreten, eintraten wenn der Prophet (s.a.w.s) speiste oder seine Zeit durch überlange Gespräche in Anspruch nahmen. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) jedoch war gedankenvoll, liebenswürdig, geduldig und kultiviert, und er behandelte solche Leute trotzdem mit der größten Toleranz. Auch warnte er seine Umgebung in der höflichsten Weise vor einem Benehmen, das anderen Unbehagen bereiten könnte und so gewann er ihre Sympathie mit seiner beharrlichen Geduld. Dieses Betragen machte ihn zu einem exzellenten Beispiel für alle Gläubigen.
 
Da der Prophet (s.a.w.s) Gesandter Allahs und Staatsoberhaupt war, befand er sich in ständigem Kontakt mit Menschen aller Lebensstile, von reichen Staats- und Stammesführen bis zu armen, schutzlosen Frauen und Waisen. Er kommunizierte und gewann die Herzen von Menschen, deren Status, Lebensweise und Bräuche ganz unterschiedlich waren, er war verständnisvoll und geduldig.
 
Anas bin Malik (r.a), der im Haushalt des Propheten (s.a.w.s) aufwuchs und ihm viele Jahre diente, sprach von seiner unvergleichlichen Liebenswürdigkeit:
 
"Allahs Botschafter zog niemals die Hand zurück, wenn er jemanden begrüßte, bevor nicht der andere die Hand zurückzog. Auch wandte er niemals das Gesicht ab von jemandem, bis dieser sein Gesicht abwandte; und er streckte niemals sein Knie vor, wenn er jemandem gegenüber saß.“(8)
 
Während seines Lebens lehrte der Prophet (s.a.w.s) Tausende Menschen, und durch ihn gelangten sie, die nichts wußten über Religion und Moral, zu moralischer Überlegenheit, gutem Benehmen und Opferbereitschaft. Selbst nach seinem Tod lehrt der Prophet (s.a.w.s) weiter durch seine Worte und seine Haltung, und er ist der edelste Führer und Lehrer. (Für weitere Informationen zu diesem Thema siehe The Prophet Muhammad (saas) - Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) - von Harun Yahya)
 

 
1 Sunan Abu Dawud, Buch 40, Nummer 4665
2 Tirmidhi Hadith
3 Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din, The Book of Religious Learnings, Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S. 240
4 Prophet Muhammad’s Last Sermon (http://www.stanford.edu/~jamila/Sermon.html)
5 Sahih Bukhari, Band 8, Nummer 146
6 Tirmidhi Hadith
7 Ahmad Diya'al-Din al-Kamushkhanawi, Ramuz al-Ahadith, Band 1, 96/2
8 Maulana Muhammad Manzoor No'mani, Ma'ariful Hadith, (Meaning and Message of the Traditions), Darul – Ishaat Publications, Karatschi, Band 4, S.334
2007-05-26 13:06:46

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