HARUNYAHYA.DEhttp://harunyahya.deharunyahya.de - Unsere Gesandten sagen - Zuletzt HinzugefügtdeCopyright (C) 1994 harunyahya.de 1HARUNYAHYA.DEhttp://harunyahya.dehttp://harunyahya.com/assets/images/hy_muhur.png11666Muhammad (s.a.w.s) Muhammad ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern Gottes Gesandter und das Siegel der Propheten. Und Gott kennt alle Dinge. (Sure 33:40 – al-Ahzab)

 

Wie Gott uns im oben erwähnten Vers mitteilt, ist der Prophet Muhammad (s.a.w.s) der letzte Prophet.Mit den Versen im Quran, die mit “Sprich” beginnen, hat Gott dem Propheten in den Mund gelegt, was er sagen solle und der Prophet Muhammad (s.a.w.s) hat mit diesen Versen die Botschaft Gottes verkündet.

Muhammad (s.a.w.s) sagte, wer Gott fürchte und Vergebung suche, solle ihm folgen:

 

Sprich: “Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir. Dann wird euch Gott lieben und euch euere Sünden verzeihen; denn Gott ist verzeihend und barmherzig.” (Sure 3:31 – Al-‘Imran)

 

Diese Appelle des Propheten Muhammad (s.a.w.s) sind für alle Menschen gültig, die heute leben. Gott hat einen starken Gehorsam gegenüber allen Gesandten befohlen, die Er entsandt hat, damit sie Gottes Religion verkünden konnten. Er hat in vielen Versen klar gemacht, dass der Gehorsam gegenüber einem Gesandten in Wirklichkeit Gehorsam zu Ihm bedeutet. Aus diesem Grund ist der Gehorsam gegenüber den Gesandten eines der wichtigsten Themen der Religion. Um diesen Gehorsam zu zeigen, sollte man alles, was die Gesandten verkündeten, mit voller Ergebenheit erfüllen.

Ebenso betonte der Prophet die Bedeutung des Gehorsams gegenüber den Hadithen:

 

Wer mir gehorcht, gehorcht Gott und wer mir nicht gehorcht, gehorcht Gott nicht, und wer dem Herrscher, den ich ernenne, gehorcht, gehorcht mir, und wer ihm nicht gehorcht, gehorcht mir nicht." (Sahih Bukhari) Aus diesem Grund ist der Gehorsam gegenüber dem Propheten das Zentrum der Religion, und dieser Gehorsam entsteht durch strikte Unterwerfung unter die Regeln, die die Gesandten übermittelt haben.

 

Muhammad (s.a.w.s) machte klar, dass er

keinen Lohn für seine Dienste verlangte

Muhammad (s.a.w.s) hat seinem Volk wie alle anderen Gesandten mitgeteilt, dass er für seine Verkündigungen keine Belohnung verlange und dass sein Lohn bei Gott sei. Folgende Verse, in denen Gott dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) befohlen hat, den Menschen dies zu sagen, belegen dies:

 

Jenen, die Gott rechtgeleitet hat; darum folge ihrer Leitung. Sprich: “Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Dies ist nichts weniger als eine Ermahnung für alle Welt.” (Sure 6:90 – al-An’am)

 

Sprich: “Ich verlange keine Belohnung von euch. Sie ist für euch. Mein Lohn ist allein bei Gott. Und Er ist Zeuge aller Dinge.” (Sure 34:47 – Saba’)

 

In einem anderen Vers machte Muhammad, der seinem Volk sagte, er erwarte keinerlei Lohn, sein Hauptziel klar, indem er sagte:

 

Sprich: “Ich verlange dafür keinen anderen Lohn von euch, als dass, wer immer will, den Weg zu seinem Herrn einschlägt.” (Sure 25:57 – al-Furqan)

 

Muhammad (s.a.w.s) verkündete, dass die,

die Wunder sehen wollen, um an Gott zu glauben,

nicht gläubig sein können, selbst wenn sie

ein Wunder sehen würden

Die, die die Existenz Gottes verweigern, obwohl die Beweise dafür ganz offenbar sind, suchen Vorwände, um nicht an Gott zu glauben und sie verlangen, dass Gott ihnen Wunder herabsendet. Auch das Volk des Propheten Muhammad (s.a.w.s) verlangte von ihm, dass er ihnen Beweise zeige, bevor es ihm folge. Doch der Grund, warum diese Menschen von Gott Wunder verlangten, war nicht, gläubig zu werden oder ihren Glauben zu stärken. Sie brauchten nur Vorwände, um sich Gott nicht hinzugeben. Gott hat dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) befohlen, zu diesen Menschen folgendes zu sagen:

 

Und bei Gott haben sie den feierlichsten Eid geschworen: Wenn nur ein Wunder zu ihnen käme, wahrlich, dann würden sie daran glauben. Sprich: “Über Wunder verfügt nur Gott!” Doch was macht euch (so) sicher, dass sie daran glauben, wenn sie kämen? (Sure 6:109 – al-An’am)

 

Jeder Mensch hat eine Todeszeit, die von Gott vorherbestimmt worden ist. Wenn dieser Moment kommt, kommen die Todesengel, um die Seele des Menschen herauszunehmen. Wenn der Sterbende ein Gläubiger ist, grüßen die Todesengel ihn, geben ihm die frohe Botschaft des Paradieses und nehmen seine Seele sanft hinweg. Die Seele des Ungläubigen dagegen wird mit einem großen inneren Schmerz herausgenommen, die Todesengel ergreifen ihn im Tod und schlagen sein Gesicht und seinen Rücken. Die Todesengel geben ihm die Nachricht von der erniedrigenden Bestrafung im Höllenfeuer. In diesem Moment ergeben sich die Ungläubigen dieser offenbaren Wahrheit. Doch es bringt ihnen keinen Nutzen mehr, erst jetzt zu glauben, denn die Zeit, die für ihn bestimmt war, ist abgelaufen. Gott hat die Menschen, die Vorwände suchen, um an Ihn nicht zu glauben, über diese Tatsache informiert und dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) befohlen, zu den Menschen wie folgt zu sprechen:

 

Erwarten sie etwa, dass die Engel zu ihnen kommen oder dass dein Herr kommt oder dass gewisse Vorzeichen deines Herrn kommen? Am Tag, an dem gewisse Vorzeichen deines Herrn kommen, soll keiner Seele ihr Glaube nützen, wenn sie zuvor nicht geglaubt, noch Gutes aus ihrem Glauben getan hatte. Sprich: “Wartet! Siehe, (auch) wir warten.” (Sure 6:158 – al-An’am) 

 

Muhammad (s.a.w.s) erinnerte sein Volk

daran, dass er nur ein Mensch war

 

Die Menschen, die Gott nicht fürchten, wollen wegen ihres Hochmuts keinem anderen Menschen folgen und nicht akzeptieren, dass dieser Mensch überlegener als sie ist, obwohl ihre Seelen doch davon überzeugt sind. Wie an den Völkern der Gesandten zu sehen ist, verteidigen solche Menschen die Meinung, dass die Gesandten übernatürliche Eigenschaften hätten. Auch das Volk des Propheten Muhammad (s.a.w.s) hat viele ähnliche Vorwände vorgebracht, um ihm nicht zu folgen. Da er sich wie normale Menschen auf Märkte begab, behaupteten sie, dass er kein Prophet sein könne.

Muhammad (s.a.w.s) jedoch hat seinem Volk verkündigt, dass er selbst nur ein Mensch sei und dass es sich Gott zuwenden solle, um rechtgeleitet zu werden:

 

Sprich: “Ich bin nur ein Mensch wie ihr. Mir ist geoffenbart worden, dass euer Gott ein einziger Gott ist. Und wer hofft, seinem Herrn zu begegnen, soll gute Werk tun und niemand neben seinem Herrn anbeten.” (Sure 18:110 – al-Kahf)

 

Sprich: “Wenn es auf Erden üblicherweise Engel gäbe, dann hätten Wir ihnen vom Himmel einen Engel als Gesandten hinabgeschickt.” Sprich: “Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch. Siehe, Er kennt und sieht Seine Diener.” (Sure 17:95, 96 – al-Isra’)

 

Gegenüber solchen Erwartungen seines Volkes verkündete Muhammad (s.a.w.s) wieder, dass er nur ein Warner sei, dass er nur die Befehle Gottes erfülle und dass diejenigen, die ihm folgen, rechtgeleitet werden würden:

 

Sprich: “Gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten!” Wenn ihr den Rücken kehrt, so ruht doch auf ihm nur seine Bürde und auf euch eure Bürde. Und wenn ihr ihm gehorcht, seid ihr rechtgeleitet; doch dem Gesandten obliegt nur die deutliche Predigt. (Sure 24:54 – an-Nur)

 

“Mir ist nur aufgetragen worden, dem Herrn dieser Stadt zu dienen, die Er unverletzlich gemacht hat. Und Sein sind alle Dinge. Und mir wurde geboten, einer der Gottergebenen zu sein. Und den Quran vorzutragen.” Wer also rechtgeleitet ist, der ist nur zu seinem Besten rechtgeleitet. Wenn aber einer irregeht, so sprich: “Ich bin nur ein Warner!” Und sprich: “Alles Lob gebührt Gott! Er wird euch Seine Zeichen sehen lassen und ihr werdet sie erkennen. Und dein Herr ist nicht achtlos dessen, was ihr tut.” (Sure 27:91-93 – an-Naml)

 

Muhammad (s.a.w.s) sagte seinem Volk,

er unterwerfe sich Gott

Wie alle ungläubigen Völker wollte auch das Volk des Propheten Muhammad (s.a.w.s) mit ihm über Gott rechten. Muhammad (s.a.w.s) hat gegenüber diesem sündigen Verhalten seines Volkes verkündet, dass er Gott ergeben ist:

 

Sprich: "Wollt ihr mit uns über Gott rechten, wo Er unser Herr und euer Herr ist? Wir haben unsere Werke, und ihr habt euere Werke (zu verantworten), und Ihm sind wir aufrichtig ergeben.” (Sure 2:139 – al-Baqara)

 

Und wenn sie mit dir streiten, so sprich: “Ich habe mich völlig Gott ergeben und ebenso diejenigen, welche mir folgen.” Und sprich zu jenen, denen die Schrift gegeben wurde und zu den Unbelehrten: “Werdet ihr Muslime?” Falls sie Muslime werden, sind sie geleitet. Kehren sie sich jedoch ab, dann obliegt dir nur die Predigt. Und Gott sieht Seine Diener. (Sure 3:20 – Al-‘Imran)

 

Muhammad (s.a.w.s) sagte seinem Volk, er glaube

nur an Gott und er geselle Ihm keine anderen Götter bei

Muhammad (s.a.w.s) hat seinem Volk die Zeichen erklärt, warum Gott der einzige Gott ist und hat es zum Glauben aufgefordert. Er hat es auch davor gewarnt, dass es sonst mit der Höllenqual bestraft wird:

 

Sprich: “Dies ist mein Weg. Ich rufe zu Gott - ich und wer mir folgt - aufgrund eines einsichtbaren Beweises. Preis sei Gott! Ich bin keiner von denen, die Ihm Gefährten geben.” (Sure 12:108 – Yusuf)

 

Sprich: “Ich rufe (nur) meinen Herrn an und stelle Ihm keinen zur Seite.” Sprich: “Ich habe keine Macht, euch Schaden zuzufügen oder euch zum Richtigen zu zwingen.” Sprich: “Niemand kann mich vor Gott schützen, und ich finde keine Zuflucht außer bei Ihm. Allein Gott und Seine Botschaft zu verkünden (ist meine Pflicht). Und wer sich Gott und seinem Gesandten widersetzt, für den ist Höllenfeuer bestimmt, für ewig und immerdar." (Sure 72:20-23 – al-Dschinn)

Sprich: “Siehe, mir wurde befohlen, Gott in aufrichtigem Glauben zu dienen und befohlen wurde mir, der erste der Gottergebenen (Muslime) zu sein.” Sprich: “Wenn ich mich meinem Herrn widersetzen würde, müßte ich die Strafe eines gewaltigen Tages fürchten.” Sprich: “Ich (jedenfalls) will Gott dienen, lauter in meinem Glauben, und ihr - so verehrt doch, was ihr wollt, an Seiner Statt.” Sprich: “Die (wahren) Verlierer sind gewiß diejenigen, welche ihre Seelen und die ihrer Angehörigen am Tag der Auferstehung verlieren.” Ist dies nicht der offensichtlichste Verlust? (Sure 39:11-15 – az-Zumar)

 

Wer erschuf denn die Schöpfung zu Beginn, und wer läßt sie wiedererstehen? Und wer versorgt euch aus Himmel und Erde? Was? Ein Gott neben Gott? Sprich: “Her mit euerem Beweis, wenn ihr die Wahrheit sagt!” (Sure 27:64 – an-Naml)

 

Muhammad (s.a.w.s) führte aus,

er werde niemals den Ungläubigen folgen

Sein Volk versuchte, Muhammad (s.a.w.s) vom richtigen Weg abzubringen. Es verleumdete ihn und drohte, ihn aus dem Lande zu vertreiben. Doch Muhammad (s.a.w.s) erwiderte: ... „Verboten ist es mir, diejenigen anzubeten, die ihr neben Gott anruft.” Sprich: “Ich folge eueren Vorlieben nicht, sonst ginge ich in die Irre und wäre nicht rechtgeleitet.” Sprich: “Siehe, ich folge der deutlichen Lehre meines Herrn; ihr aber leugnet sie. Ich verfüge nicht über das, was ihr zu beschleunigen wünscht. Die Entscheidung darüber ist bei Gott. Er wird die Wahrheit verkünden, und Er ist der beste Richter.” (Sure 6:56, 57 – al-An’am)

 

Muhammad (s.a.w.s) machte klar, dass keiner der Götzen,

die sie Gott beigesellten, die geringste Macht habe

Muhammad (s.a.w.s), der sein Volk daran erinnerte, dass Gott der einzige Gott ist, hat gleichzeitig auf unterschiedliche Weise seinem Volk verkündet, dass die Partner, die sie Gott zuschreiben, nichts erschaffen können und dass sie keine Kraft haben, jemandem zu nützen oder zu schaden.

 

Sprich: “Ruft nur diejenigen an,die ihr euch neben Ihm vorstellt. Sie sind doch außerstande, euch von dem Übel zu befreien oder es abzulenken.” (Sure 17:56 – al-Isra’)

 

Sprich: “Habt ihr denn gut überlegt, was ihr da anstelle von Gott anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde erschufen! Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Bringt mir ein älteres (göttliches) Buch oder sonst eine Spur von Wissen, falls ihr wahrhaft seid.” (Sure 46:4 – al-Ahqaf)

 


Sprich: “Ruft diejenigen an, die ihr neben Gott annehmt. Sie haben noch nicht einmal Macht über das Gewicht eines Stäubchens in den Himmeln und auf Erden, noch haben sie Anteil an einem von beiden, noch hat Er unter ihnen einen Helfer.” (Sure 34:22 – Saba’)

 

Sprich: “Zeigt mir jene, die ihr Ihm als Gefährten hinzugefügt habt. Doch nein! Er (allein) ist Gott, der Mächtige, der Weise.” (Sure 34:27 – Saba’)

 

Sprich: "Habt ihr euere Partner, die ihr neben Gott anruft, denn je gesehen? Zeigt mir, was von der Erde sie erschufen oder ob sie einen Anteil an den Himmeln haben?" Haben Wir ihnen denn ein Buch gegeben, so dass sie einen eindeutigen Beweis dafür hätten? Nein, die Frevler machen einander nur trügerische Versprechungen. (Sure 35:40 – al-Fatir)

 

Muhammad (s.a.w.s) ermahnte seine Gefolgschaft,

dem von Gott bestimmten Schicksal zu vertrauen

Gott hat alle Dinge mit einem Schicksal erschaffen. Der Mensch erlebt sein Leben lang dieses Schicksal, das Gott für ihn vorherbestimmt hat. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) sagte seinem Volk, dass es nie etwas anderes als das treffen kann, was Gott ihm bestimmt habe und dass es aus diesem Grund in jedem Moment des Lebens auf Gott vertrauen solle, um den Lohn Gottes zu erwerben:

 

Sprich: “Nie trifft uns etwas anderes als was Gott uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen.” (Sure 9:51 – at-Tauba)

 

Der Prophet (s.a.w.s) war durch seine Unterwerfung unter Gott ein Beispiel für alle Muslime und er warnte die Menschen, sie hätten niemals die Macht, irgendetwas zu ändern, das von Gott kommt:

"Alles geschieht, weil es angeordnet wird – auch Unfähigkeit und Können.“ (Malik’s Muwatta)

“… Wenn ihr um etwas bittet, so erbittet es von Gott, und wenn ihr Hilfe sucht, so sucht sie bei Gott. Wisset, wenn die Menschen sich vereinen, um euch Gutes zu tun, so können sie nur tun, was Gott euch bestimmt hat, und wenn sie sich zusammenrotten, euch zu schaden, so können sie euch nur den Schaden zufügen, den Gott euch bestimmt hat. Die Schreibfedern sind beiseite gelegt und das Papier ist trocken.“ (Tirmidhi)

 

Muhammad (s.a.w.s) stellte fest:

Das Verborgene ist nur bei Gott

Das Wort ‘’verborgen’’ im Quran drückt alles aus, was der Wahrnehmung und dem Wissen des Menschen verborgen ist. Orte, Wesen, Informationen und Nachrichten bezüglich der Vergangenheit, von deren Existenz Gott uns im Quran berichtet, aber deren wahres Wesen wir nicht wissen, gehören zum Verborgenen. Das Verborgene kennt nur Gott, und Gott hat uns berichtet, dass Er diese Kenntnis jedem, dem Er will, geben wird. Muhammad verdeutlichte, dass nur Gott das Verborgene kennt:

 

Sprich: “Gott weiß genau, wie lange sie verweilten. Er kennt das Geheimnis der Himmel und der Erde. Er ist der Sehende und der Hörende. Außer Ihm haben sie keinen Beschützer. Und Er beteiligt niemand an Seiner Befehlsgewalt.” (Sure 18:26 – al-Kahf)

 

Sprich: “Keiner in den Himmeln und auf Erden kennt das Verborgene, außer Gott.” Sie aber kennen den Zeitpunkt nicht, zu dem sie auferweckt werden. (Sure 27:65 – an-Naml)

 

Sprich: “Siehe, mein Herr schleudert die Wahrheit (gegen die Unwissenheit) - Er, Der um das Verborgene weiß.” (Sure 34:48 – Saba’)

 

Muhammad (s.a.w.s) erklärte die Allmacht Gottes

Alle Bedingungen, die der Mensch braucht, um auf der Erde sein Leben führen zu können, hat Gott erschaffen. Viele Vorgänge - wie der Standort der Erde im Sonnensystem, die Atmosphäre, die für das Leben unbedingt erforderlich ist, die Notwendigkeit des Wassers für das Leben, das den großen Teil der Erde umfasst, der Aufgang und Untergang der Sonne dank der Bewegungen der Erde – all dies verwirklicht sich nach dem Willen Gottes.

Muhammad (s.a.w.s) hat sein Volk an die Allmacht Gottes erinnert, auf dass es Ihn fürchte:

 

Sprich: “Was meint ihr? Wenn Gott die Nacht für euch ewig machte, bis zum Tage der Auferstehung, welche Gottheit außer Gott brächte euch Licht? Wollt ihr denn nicht hören?” Sprich: “Was meint ihr? Wenn Gott den Tag für euch ewig machte, bis zum Tage der Auferstehung, welche Gottheit außer Gott brächte euch Nacht, um in ihr zu ruhen? Wollt ihr denn nicht sehen?” (Sure 28:71, 72 – al-Qasas)

 

Muhammad (s.a.w.s) hat den Ungläubigen den Ratschlag gegeben, die Zeichen von Gottes Schöpfung auf der Erde zu betrachten. Die Menschen, die diese Zeichen der Schöpfung sehen, sollten noch eine andere wichtige Tatsache begreifen. Gott, Der die Macht hat, all dies zu erschaffen, wird im Jenseits ähnliches erschaffen. Muhammad (s.a.w.s) verkündete dies seinem Volk:

 

Sprich: “Reist durch das Land und schaut, wie Er Seine Schöpfung begonnen hat und sie dann wiederholt. Siehe, Gott hat Macht über alle Dinge. (Sure 29:20 – al-‘Ankabut) 

Gott steht über allen Dingen und

Er ist der Schöpfer aller Dinge

 

Der Mensch ist ein schwaches Wesen. Er führt sein Leben mit der Erlaubnis Gottes. Gott jedoch, der Schöpfer aller Dinge, ist hoch erhaben über alle Fehler und Unvollkommenheiten. Er braucht nichts. Muhammad (s.a.w.s) hat seinem Volk diese Wirklichkeit verkündet:

 

Sprich: “Sollte ich einen anderen als Gott zum Beschützer nehmen, den Bildner der Himmel und der Erde, Der Nahrung gibt, aber keine Nahrung braucht?” Sprich: “Siehe, mir wurde geboten, der erste zu sein, der sich (Gott) ergibt und keiner von denen zu sein, die beigesellen.” Sprich: “Siehe, ich fürchte die Strafe eines gewaltigen Tages, wenn ich wider meinen Herrn rebelliere.” (Sure 6:14, 15 – al-An’am)

 

Muhammad (s.a.w.s) verkündete seinem Volk, dass Gott der einzige Gott ist und der Besitzer aller Dinge.

 

Sprich: “Wer ist der Herr der Himmel und der Erde?” Sprich: “Gott.” Sprich: “Habt ihr euch etwa Beschützer außer Ihm genommen, die sich selbst weder nützen noch schaden können?” Sprich: “Ist etwa der Blinde dem Sehenden gleich? Oder sind etwa die Finsternisse, und das Licht gleich? Oder haben sie Gott Gefährten gegeben, die erschaffen haben wie Er erschuf, so dass beider Schöpfungen ihnen gleich vorkommen?” Sprich: “Gott ist der Schöpfer aller Dinge. Und Er ist der Einzige, der Beherrschende.” (Sure 13:16 – ar-Ra’d)

 

Niemand kann Gutes oder Schlechtes tun,

ohne dass Gott es will

Eine der wichtigsten Eigenschaften der unwissenden Gesellschaften ist, dass die Mehrheit dieser Menschen an Gott glaubt, doch dass sie Seine Größe und Macht nicht nach Seiner wahren Bedeutung einschätzen. Muhammad (s.a.w.s) hat seinem Volk erklärt, das wusste, dass Gott es erschaffen hatte aber das nicht erkannte, dass alles sich unter Seiner Kontrolle befindet und dass die Partner, die sie Ihm zuschrieben, ihnen nicht nützen können:

 

Wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie bestimmt: “Gott.” Sprich: “Seht ihr denn nicht, was ihr da neben Gott anruft? Falls Gott ein Leid für mich will, könnten sie etwa das Leid entfernen? Oder wenn Er barmherzig gegen mich sein will, könnten sie etwa Seine Barmherzigkeit verhindern?” Sprich: “Gott genügt mir; auf Ihn vertrauen die Vertrauenden.” (Sure 39:38 – az-Zumar)

 

Sprich: “Wer ist da, der euch vor Gott abschirmen könnte, wenn Er euch strafen oder wenn Er euch Barmherzigkeit erweisen wollte?” Außer Gott finden sie für sich weder Beschützer noch Helfer. (Sure 33:17 – al-Ahzab) 

Er fragte sein Volk danach, wie sie noch achtlos

sein können, obwohl sie sich der Größe Gottes und

dass Er der wahre Besitzer von allem ist, bewusst waren

 

Das Volk des Propheten Muhammad (s.a.w.s) erkannte Gottes Existenz aber trotzdem dachte es nicht sorgfältig über Seine Allmacht nach. Aus diesem Grund konnte es Gottes Größe nicht nach Seiner wahren Bedeutung einschätzen. Muhammad (s.a.w.s) ließ es die Existenz und die Größe Gottes erkennen:

 

Sprich: “Wem gehört die Erde und was darin ist, sofern ihr es wißt?” Da werden sie sagen: “Gott!” Sprich: “Wollt ihr denn dann nicht nachdenken?” Sprich: “Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des gawaltigen Throns?” Da werden sie antworten: “Gott!” Sprich: “Wollt ihr Ihn denn dann nicht fürchten?” Sprich: “Wer ist es, in Dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge liegt und Der beschützt, vor Dem es aber keinen Schutz gibt - falls ihr es wißt?” Da werden sie antworten: “Gott!” Sprich: “Weshalb seid ihr (dann) so verblendet?” (Sure 23:84-89 – al-Mu’minun)

 

Muhammad (s.a.w.s) brachte die gute Nachricht,

dass die Sünden derer, die bereuen, vergeben werden

Gott ist der Barmherzigste. Die aufrichtigen Diener Gottes werden nicht pessimistisch, wenn sie einen Fehler begehen. Denn die Menschen sollen sich sofort Gott zuwenden und Ihn um Verzeihung bitten, anstatt zu trauern, wenn sie einen Fehler machen. Gott hat Muhammad (s.a.w.s) befohlen, seinem Volk folgendes mitzuteilen:

 

Sprich: “O meine (Gottes-) Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit; seht, Gott verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, der Barmherzige.” (Sure 39:53 – az-Zumar)

 

Er erklärte, Gottes Weg sei der einzige gerade Weg

Der einzige Weg, um ein ehrenvolles und gutes Leben zu führen, ist der Weg, zu dem Gott die Menschen aufruft. Die, die Gott andere Götter zur Seite stellen, indem sie nach dem Wohlgefallen anderer Wesen suchen, werden sowohl im diesseitigen Leben als auch im Jenseits mit großer Schande bestraft. Aus diesem Grund hat Muhammad (s.a.w.s) seinem Volk verkündet, dass der einzige Weg zur Errettung auf der Erde und im Jenseits der Weg Gottes ist:

 

Sprich: “Sollen wir neben Gott anrufen, was uns weder nützt noch schadet? Sollen wir auf unseren Fersen umkehren, nachdem uns Gott geleitet hat, wie einer, den die Satane verführten, so dass er ratlos herumirrt, obwohl seine Gefährten ihn zur Rechtleitung rufen: »Komm zu uns!« ?” Sprich: “Gottes Leitung, das ist fürwahr die Rechtleitung. Und uns wurde geboten, uns dem Herrn der Welten zu ergeben.” (Sure 6:71 – al-An’am)

Er erklärte, dass Gott das Verborgene kennt

Wenn manche Menschen Böses tun, freuen sie sich darüber, weil sie denken, dass niemand sie sieht. Doch Gott kennt alles, was im Himmel und auf Erden ist. Er ist Zeuge von allem, was der Mensch in jedem Moment tut. Die Menschen werden am Jüngsten Tag vor Gott treten und sie werden Rechenschaft über das ablegen, was sie im Diesseits getan haben. Muhammad (s.a.w.s) hat auf diese wichtige Tatsache hingewiesen, und er hat sein Volk daran erinnert, dass Gott alles kennt und dass Gott dessen kundig ist, was die Menschen zu verbergen suchen:

 

Sprich: “Ob ihr verbergt, was in eueren Brüsten ist oder es kundtut, Gott weiß es. Er weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Gott hat Macht über alle Dinge.” (Sure 3:29 – Al-‘Imran)

 

Sprich: “Gott genügt als Zeuge zwischen mir und euch. Siehe, Er kennt und sieht Seine Diener.” (Sure 17:96 – al-Isra’)

 

Doch wenn sie den Rücken kehren, so sprich: "Ich habe euch allen auf gleiche Weise verkündet, doch weiß ich nicht, ob nahe oder fern ist, was euch angedroht wurde. Er allein kennt euere offene Rede und weiß, was ihr verheimlicht. (Sure 21:109-110 - al–Anbiya)

 

Sprich: “Gott genügt zwischen mir und euch als Zeuge. Er weiß, was in den Himmeln und auf Erden ist. Diejenigen aber, welche an das Eitle glauben und Gott leugnen, das sind gewiß die Verlierer.” (Sure 29:52 – al-‘Ankabut)

 

Sprich: “Wollt ihr Gott über euere Religion belehren, wo Gott doch weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Gott alle Dinge kennt?” (Sure 49:16 – al-Hudschurat)

 

Er erklärte, dass es keinen Beschützer gibt außer Gott

Der einzige Freund und Beschützer des Menschen ist Gott, Der ihn erschaffen hat. Doch Menschen, die Gott nicht fürchten, wollen diese Tatsache nicht akzeptieren. Sie haben sich selbst darauf programmiert, die Existenz und Allmacht Gottes zu ignorieren. Doch es gibt Momente, in denen man sehr gut begreift, dass es keinen anderen Helfer außer Gott gibt.

Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) hat den Menschen diese Tatsache erklärt. Beispielsweise, wenn ein Mensch in Unbehagen oder in einer schwierigen Situation ist, hat er keinen anderen Helfer außer Gott, Den er anrufen kann. Wenn der Mensch sich in einer solchen Lage befindet, bemerkt er, dass die Götzen, die sie Gott beigesellen, keine Kraft haben, ihnen Nutzen zu bringen. Man sollte über diese wichtige Tatsache nachdenken und nicht vergessen, dass es keinen anderen Helfer außer Gott gibt, solange noch Zeit dafür ist. Muhammad (s.a.w.s) hat sein Volk daran erinnert:

 

Sprich: “Was glaubt ihr? Wenn die Strafe von Gott zu euch kommt oder die Stunde, werdet ihr dann einen anderen als Gott anrufen, so ihr wahrhaftig seid?” Nein, zu Ihm allein werdet ihr rufen. Und Er wird euch, wenn Er will, von dem befreien, um dessentwillen ihr Ihn anruft. Und ihr werdet vergessen, was ihr Ihm beigesellt habt. (Sure 6:40, 41 – al-An’am)

 

Er ermahnte seine Zuhörer, gegenüber Gott dankbar

zu sein, Der ihnen den Glauben geschenkt hat

Gott hat uns berichtet, dass die Zahl der Gläubigen auf der Welt immer sehr gering sein wird und dass nur diese Minderheit das Paradies erreichen wird. Deswegen ist der Glauben eine der größten Segnungen für einen Menschen. Doch zur Zeit des Propheten Muhammad (s.a.w.s) wollte es ihm sein Volk als eine Tugend vorhalten, dass es den Islam angenommen hatte. Daraufhin hat der Prophet Muhammad (s.a.w.s) seinem Volk klar gemacht, dass dieser Gedanke vollkommen falsch war:

 

Sie halten es dir als eine Wohltat vor, dass sie Muslime geworden sind. Sprich: “Haltet mir nicht eueren Islam als Wohltat vor! Nein! Gott wird es euch als Wohltat vorhalten, dass Er euch zum Glauben geleitet hat, sofern ihr denn wahrhaftig seid.” (Sure 49:17 – al-Hudschurat)

 

Er erklärte, dass Gott den Quran gesandt habe

Die Ungläubigen, die dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) nicht folgen wollten, haben viele Vorwände vorgebracht, um den Quran zu leugnen. Die abwegigste dieser Behauptungen war, dass Muhammad (s.a.w.s) den Quran selbst geschrieben habe. Der Quran jedoch schließt viele Wunder ein, die bestätigen, dass ihn kein menschliches Wesen geschrieben haben kann. Muhammad (s.a.w.s) hat sein Volk an diese Tatsache erinnert und erklärt, dass Gott den Quran hinabgesandt hat:

 

Sprich: “Herabgesandt hat ihn Der, Welcher das Verborgene in den Himmeln und auf Erden kennt. Er ist fürwahr verzeihend und barmherzig.” (Sure 25:6 – al-Furqan)

 

Sprich: “Was meint ihr wohl? Wenn dies von Gott ist und ihr es dennoch leugnet - wer ist in größerem Irrtum als der, welcher in so tiefer Abtrünnigkeit verharrt?” (Sure 41: 52 – Fussilat)

 

Der Quran ist das wahre Buch Gottes, in dem Gott Seinen Dienern den Zweck ihrer Schöpfung, was Er von seinen Dienern verlangt, wie sie sich im Diesseits und im Jenseits verhalten sollen und viele andere Dinge, die die Menschen lernen sollen, erklärt. Muhammad (s.a.w.s) sagte über den Quran:

 

Sprich: “Dies ist eine gewaltige Botschaft. Ihr (aber) wendet euch davon ab.” (Sure 38:67, 68 – Sad)

 

In einem Hadith bekräftigt unser Prophet, dass der Quran das Wort Gottes ist:

"Ehre kam vom Himmel herab und verbreitete sich in den Herzen der Menschen, dann wurde der Quran offenbart, und die Menschen lasen den Quran und sie lernten auch aus Der Sunnah. Quran und Sunnah erhöhten ihre Ehrenhaftigkeit.“ (Sahih Bukhari)

 

Er erklärte, kein anderes Wesen könne

den Quran herabsenden

Die behaupten, dass der Quran von einem Menschen geschrieben worden sei, haben keinerlei Kenntnis von den Wundern des Quran und von den unendlich weisen Worten Gottes. Der Quran ist ein Buch, das niemals geschrieben werden könnte, auch wenn sich alle Menschen und Dschinn zusammentäten. Muhammad (s.a.w.s) erklärte dazu:

 

Sprich: “Wahrlich, selbst wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um einen Quran wie diesen hervorzubringen, brächten sie nichts Gleiches hervor, auch wenn die einen den anderen beistünden.” (Sure 17:88 – al-Isra’)

 

Dennoch sagen sie: “Er hat ihn sich ausgedacht!” Sprich: “So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid.” (Sure 10:38 – Yunus)

 

Er sagte, der Quran sei frohe Botschaft

und Führung für die Muslime

 

Sprich: “Der Geist der Heiligkeit hat ihn von deinem Herrn gebracht, in Wahrheit, um die Gläubigen damit zu stärken, und als eine Leitung und Heilsbotschaft für die Gottergebenen.” (Sure 16:102 – an-Nahl)

 

 Wieder stellte der Prophet Muhammad fest, dass der Quran die Menschen führe:

 

Sprich: “Wenn ich irre, so irre nur ich selbst. Wenn ich aber rechtgeleitet bin, so ist es dem zu verdanken, was mein Herr mir geoffenbart hat. Siehe, Er ist hörend, nahe.” (Sure 34:50 – Saba’)

 

Er betonte die Bedeutung des Gebets und

ermahnte sie, zu Gott zu beten

Eine der wichtigsten Gottesdiensten, der die Menschen Gott nahe bringen wird, ist das Gebet. Der Mensch soll für alles, was er will, zu Gott beten. Gott hat uns berichtet, dass Er dem Gebet des Bittenden antworten wird. Aus diesem Grund führt jeder Gläubige, der Gott um Verzeihung bittet und der wünscht, im Diesseits als ein aufrichtigen Diener zu leben und im Jenseits das Paradies zu gewinnen, das eine ewige Wohnstatt ist, die Gebete durch. Wie Gott uns im Quran befohlen hat, betet er immer zu Gott. Muhammad (s.a.w.s) hat den Muslimen verkündet, wie wichtig das Gebet zu Gott ist:

 

Sprich: “Mein Herr kümmert sich nicht um euch, solange ihr Ihn nicht anruft. Doch ihr habt ja geleugnet, und das wird euch nun anhaften.” (Sure 25:77 – al-Furqan)

 

Der Prophet enthüllte, dass am Tag des Gerichts

niemand die Sünden anderer aufgeladen bekommt

Viele Menschen, die die Religion leben wollen, haben von ihren Verwandten oder Freunden sicherlich Worte wie “Du brauchst dies nicht zu tun, ich werde auch deine Sünden tragen” gehört. Doch am Tag der Rechenschaft wird jeder Mensch vor Gott seine Rechenschaft allein ablegen müssen. An diesem Tag wird jeder für seine Taten verantwortlich sein. Niemand wird nach den Sünden eines anderen Menschen gefragt werden, und niemand wird die Last eines anderen tragen müssen. Muhammad (s.a.w.s) verkündete:

 

Sprich: “Sollte ich einen anderen Herrn suchen als Gott, Welcher doch der Herr aller Dinge ist?” Jede Seele belastet nur sich selbst. Und keine belastete (Seele) soll einer anderen Last tragen. Zu euerem Herrn ist schließlich euere Heimkehr, und dann wird Er euch wissen lassen, worüber ihr uneins wart. (Sure 6:164 – al-An’am)

 

Auch die Worte des Propheten, „Keine Seele wird einer anderen Last tragen“ (Sahih Bukhari) erklären die Wahrheit über diesen vorherrschenden Aberglauben.

 

Er erklärte seinem Volk, die Vorteile des Lebens

in dieser Welt seien viel geringer, als die des Jenseits

Eine der Prüfungen, mit der Gott das Volk des Propheten Muhammad (s.a.w.s) auf die Probe gestellt hat, war der Krieg. Ein Teil dieser Menschen hatte Angst davor, dass die Menschen ihnen Schaden antun würden, als sie in den Krieg ziehen sollten, und sie wollten zurückbleiben. Unter diesem Vorwand zeigen sich die Todesangst und die Liebe zum irdischen Leben. Das weltliche Leben jedoch ist sehr kurz. Ein Mensch wird im Krieg oder aus irgendeinem anderen Grund zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sterben, so wie es Gott für ihn vorherbestimmt hat. Aus diesem Grund ist es für den Menschen ein großer Verlust, das Wohlgefallen Gottes zu übersehen, indem man vor dem Tod oder vor etwas anderem Angst hat. Deswegen hat Muhammad (s.a.w.s) seinem Volk verkündet, dass das vergängliche irdische Lebens unbedeutend ist und er hat ihnen befohlen, für ihre eigentliche Wohnstatt zu arbeiten:

 

Siehst du nicht jene, zu denen gesprochen wurde: “Haltet euere Hände (von Gewalttätigkeit) zurück und verrichtet das Gebet und zahlt die Steuer?” Doch wenn ihnen dann der Kampf vorgeschrieben wird, fürchtet ein Teil von ihnen die Menschen so wie sie Gott fürchten sollten, ja noch mehr, und spricht: “Unser Herr, warum hast Du uns den Kampf vorgeschrieben? Willst Du uns nicht einen kurzen Aufschub gewähren?” Sprich: “Der Nutzen der Welt ist winzig, und das Jenseits ist für den Gottsfürchtigen besser. Und ihr sollt nicht um ein Dattelkernfädchen Unrecht erleiden.” (Sure 4:77 – an-Nisa)

 

Das gleiche gilt für alles andere, das von Gott befohlen wird. Den Menschen die Moral zu erzählen, die Gott gefällt, den Muslimen einen Nutzen zu bringen, der Religion zu dienen, können manchmal zu der Seele des Menschen im Widerspruch stehen. Ein Muslim sollte Opferbereitschaft zeigen, wenn es nötig ist. Für einen Muslim, der lebt, um das Wohlgefallen Gottes zu erwerben, sind diese Momente eine großartige Gelegenheit. Denn die Opferbereitschaft, die der Teufel versucht, in diesem sehr kurzen irdischen Leben als Verlust darzustellen, wird dem Menschen im Jenseits einen großen Nutzen bringen.

 

Er erinnerte die, die weltliches Gut höher schätzten,

als Gottes Wohlgefallen, und die Strafe Gottes

Diese Welt ist ein Ort, an dem Gott die Menschen prüft. Gott hat dem Menschen alles, was er besitzt, nur gegeben, um ihn zu prüfen. Der Mensch sollte sich dieser Tatsache bewusst sein und Gott danken. Er soll versuchen, mit allem, was er besitzt, das Wohlgefallen Gottes zu erwerben. Viele Menschen jedoch stellen ihren Besitz Gott zur Seite. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) hat diese Menschen vor der Strafe Gottes gewarnt:

 

Sprich: “Wenn euere Väter und euere Söhne und euere Brüder und euere Frauen und euere Sippe und das von euch erworbene Vermögen und die Ware, deren Unverkäuflichkeit ihr befürchtet, und die Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind als Gott und Sein Gesandter und das Bemühen auf Seinem Weg, dann wartet, bis Gott mit Seinem Befehl kommt.” Und Gott leitet die Lasterhaften nicht. (Sure 9:24 – at-Tauba)

 

Er erklärte, die Ungläubigen würden

ganz sicher besiegt werden

Im Laufe der Weltgeschichte haben die Ungläubigen gegen die Gläubigen einen vergeblichen Streit geführt. Während dieser Streit den Glauben der Gläubigen an Gott und ihren Rang vor Gott erhöhte, wurde er für die Ungläubigen ein großer Verlust. Gott hat niemals erlaubt, dass die Ungläubigen den Gläubigen schaden. Auch wenn es so aussah, dass die Ungläubigen einen Gewinn hatten, hat Gott dies für die Gläubigen als etwas Gutes erschaffen. Wie Gott in der Sure al-Ma’ida mitgeteilt hat, sind die Obsiegenden die ‘’Partei Gottes’’. Dies ist ein Verlust der Ungläubigen auf dieser Welt. Im Jenseits jedoch werden diese Menschen als Vergeltung für ihre Taten mit der Höllenqual bestraft werden, in der sie für alle Ewigkeit bleiben werden. Gott hat Muhammad (s.a.w.s) befohlen, den Ungläubigen zu erklären:

 

... „Ihr sollt besiegt und zur Hölle versammelt werden; eine schlimme Lagerstätte.” (Sure 3:12 – Al-‘Imran)

 

Er ermahnte sein Volk, aus dem Ende ungläubiger

Völker der Vergangenheit seine Lehren zu ziehen

Wie am Leben der erwähnten Propheten zu sehen ist, wurden alle Völker, die im Laufe der Weltgeschichte sich den Gesandten Gottes widersetzt haben, mit einer großen Strafe belegt, da sie nicht bereut und sich nicht gebessert haben. Dies sollte die anderen Menschen dazu bringen, darüber nachzudenken, sich ermahnen zu lassen und Gott zu fürchten, damit sie nicht das gleiche trifft, was die vorherigen Völker getroffen hat. Aus diesem Grund hat der Prophet Muhammad (s.a.w.s) sein Volk dazu aufgefordert, darüber nachzudenken, was die vergangenen Völker getroffen hat und sich dadurch mahnen zu lassen:

 

Sprich: “Reist auf Erden umher und seht, wie das Ende der Sünder war.” (Sure 27:69 – an-Naml)

 

Sprich: “Wandert durch das Land und schaut, wie das Ende derer war, welche geleugnet haben.” (Sure 6:11 – al-An’am)

 

Sprich: “Reist durch das Land und schaut, wie das Ende derer war, die zuvor lebten; die meisten von ihnen waren Götzendiener.” (Sure 30:42 – ar-Rum)

 

Im Zusammenhang mit den obigen Versen sagte unser Prophet:

„Freut euch und hofft auf das, was euch Glück verheißt! Bei Gott, ich sorge mich nicht um eure Armut, doch ich fürchte, ihr werdet ein verschwenderisches Leben führen, wie vergangene Völker es taten, wobei ihr darin wetteifert, wie diese es taten und dies wird euch vernichten so wie diese vernichtet wurden.“ (Sahih Bukhari) Mit diesen Worten warnte er die Menschen vor der Katastrophe, die über andere gekommen war, wegen deren Genussucht.

 

Er erinnerte sein Volk daran, dass es kein

Entkommen vor dem Tod gibt

Die größte Angst der Menschen, die ans Jenseits nicht glauben, ist die Todesangst. Diese Menschen versuchen alles, um dem Tod zu entgehen. Für jeden Menschen jedoch gibt es eine Frist, die von Gott vorherbestimmt worden ist, und wenn seine Stunde gekommen ist, dann kann er sie auch nicht um einen Augenblick hinausschieben. Deswegen hat Muhammad (s.a.w.s) sein Volk daran erinnert, dass jeder Mensch sterben wird, ganz gleich, wo er sich befindet und ganz gleich, wie er sich darum bemühen mag, dem Tode zu entrinnen:

 

Sprich: “Auch wenn ihr vor dem Tod oder Massaker geflohen wärt, nimmermehr nützte euch die Flucht! Ihr würdet euch doch nur noch kurze Zeit des Lebens erfreuen.” (Sure 33:16 – al-Ahzab)

 

Sprich: “Für euch ist ein Tag festgesetzt, den ihr um keine Stunde verzögern oder beschleunigen könnt.” (Sure 34:30 – Saba’)

 

Er erinnerte sein Volk, dass der Tod nicht

das Ende ist, sondern die Rückkehr zu Gott

In den unwissenden Gesellschaften nehmen viele Menschen an, dass alles mit dem Tod enden wird. Doch der Tod ist tatsächlich der Moment, an dem das wirkliche Leben des Menschen beginnt. Das heißt, der Tod ist nicht das Ende, wie verbreitet angenommen wird, sondern der Anfang. Nach dem Tod werden die Menschen von Gott zur Rechenschaft gezogen und danach werden sie dorthin gebracht, wo sie in Ewigkeit leben werden. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) hat sein Volk an diese Tatsache folgendermaßen erinnert:

 

Sprich: “Der Engel des Todes, der euch zugeteilt ist, wird euch holen. Dann werdet ihr zu euerem Herrn zurückgebracht.” (Sure 32:11 – al-Sadschda)

 

Er erklärte, dass niemand außer Gott

den Zeitpunkt des Jüngsten Gerichts kennt

Für die Menschen ist es von großem Interesse, wann die Stunde des Jüngsten Tages eintreten wird. Doch Gott sagt, dass das Wissen über die Stunde bei Ihm ist und dass niemand außer Ihm es wissen wird. Er hat dem Propheten Muhammad (s.a.w.s)befohlen, Fragen dazu so zu beantworten:

 

Die Menschen werden dich nach der Stunde fragen. Sprich: “Das Wissen davon ist allein bei Gott.” Wie kannst du also wissen, ob die Stunde nicht vielleicht nahe ist? (Sure 33:63 – al-Ahzab)

 

Sprich: “Ich weiß nicht, ob schon nahe ist, was euch angedroht worden ist, oder ob mein Herr dafür einen fernen Zeitpunkt dafür angesetzt hat.” (Sure 72:25 – al-Dschinn)

 

Doch wenn sie den Rücken kehren, so sprich: “Ich habe euch allen auf gleiche Weise verkündet, doch weiß ich nicht, ob nahe oder fern ist, was euch angedroht wurde.” (Sure 21:109 – al-Anbiya)

 

Er sagte den Ungläubigen, sie würden auferstehen

Die Ungläubigen, die denken, dass es das wirkliche Leben sei, was sie im Diesseits führen, sagten Muhammad, sie glaubten nicht daran, wieder zum Leben erweckt zu werden. Daraufhin hat Gott dem Propheten Muhammad (s.a.w.s)befohlen, den Ungläubigen auf folgende Weise zu antworten:

 

... „Selbst wenn ihr aus Stein oder Eisen oder einem sonstigen erschaffenen Stoff wärt, der euch schwer (zu beleben) dünkt.” Und sie werden fragen: “Wer wird uns zurückbringen?” Sprich: “Er, Der euch das erste Mal erschuf.” Da werden sie vor dir den Kopf schütteln und fragen: “Wann geschieht denn das?” Sprich: “Vielleicht geschieht es bald.” (Sure 17:50-51 – al-Isra’)

 

Er erklärte, wer gegenüber Gottes Gesandtem hochmütig

sei und das Jenseits bestreite, werde am Tag

des Gerichts auferstehen und sich Gott unterwerfen

Die Ungläubigen akzeptieren die Existenz Gottes nicht und folgen Seinem Gesandten nicht, weil ihr Stolz es nicht zulässt, sich jemand anderem außer sich selbst hinzugeben. Doch sie werden am Jüngsten Tag wieder zum Leben erweckt werden und sie werden die Größe, Allmacht Gottes und Seine Strafe sehen. Aus diesem Grund hat Gott Muhammad (s.a.w.s) befohlen, den Ungläubigen, die Frage so zu beantworten:

 

Wenn wir tot und zu Staub und Gebein geworden sind, sollen wir dann etwa auferweckt werden? Etwa auch unsere Vorväter?” Sprich: “Jawohl! Und ihr sollt dann gedemütig werden.” (Sure 37:16-18 – as-Saffat)

 

Er warnte die, die an Gottes Verse nicht glaubten,

sie würden zur Hölle fahren

Die Ungläubigen fühlen wegen der Verkündigung der quranischen Moral Groll und Hass. Im Quran wurde berichtet, dass diese Menschen gegen die Gläubigen einen großen Groll hegen. Gott hat Muhammad (s.a.w.s) befohlen, zu solchen Menschen folgendes zu sprechen:

 

Und wenn ihnen Unsere deutlichen Verse vorgetragen werden, dann erkennst du in den Gesichtern der Ungläubigen Mißfallen. Am liebsten fielen sie über die her, welche ihnen Unsere Verse vortragen. Sprich: “Soll ich euch noch Schlimmeres ankündigen? Das Feuer, das Gott den Ungläubigen angedroht hat? Ein schlimmes Endziel.” (Sure 22:72 – al-Hadsch)

 

Wie aus diesem Vers ersichtlich ist, hat Muhammad (s.a.w.s) den Ungläubigen mitgeteilt, dass sie wegen ihres Grolls mit einer unaufhörlichen Qual bestraft werden. Außerdem hat Gott in einem weiteren Vers berichtet, dass die, die gegen Gott und Seine Gesandten rebellieren, auf ewig in der Hölle verweilen werden:

 

Allein Gott und Seine Botschaft zu verkünden (ist meine Pflicht).” Und wer sich Gott und seinem Gesandten widersetzt, für den ist Höllenfeuer bestimmt, für ewig und immerdar. (Sure 72:23 – al-Dschinn)

 

Er erklärte, die Hölle sei in alle Ewigkeit

der Platz für die Ungläubigen

Die Ungläubigen seines Volkes behaupteten, dass sie sicherlich ins Paradies eingehen würden, auch wenn sie für eine bestimmte Zeit in der Hölle verweilen müssten. Muhammad (s.a.w.s) jedoch verkündete ihnen, dass die Ungläubigen, welche die Strafe in der Hölle verdient haben, dort auf ewig bleiben werden:

 

Und sie sagen: “Das Feuer wird uns nur während abgezählter Tage berühren.” Sprich: “Habt ihr mit Gott einen Vertrag darüber gemacht? Dann wird Gott Sein Versprechen niemals brechen. Oder sprecht ihr über Gott, was ihr nicht wißt?” Nein, wer Übles erworben hat, und wen seine Sünde gefangen hält, die werden Bewohner des Feuers sein und ewig darin verweilen. Wer aber glaubt und das Rechte tut, die werden Bewohner des Paradieses sein und werden ewig darin verweilen. (Sure 2:80-82 – al-Baqara)

 

Weiter sagte der Prophet (s.a.w.s) über das Leben in Himmel und Hölle:

„Wenn die für das Paradies bestimmten ins Paradies eingehen und die für die Hölle bestimmten in die Hölle eingehen, wird der Tod gerufen werden, und er wird zwischen Paradies und Hölle gestellt werden; sodann wird der Tod geschlachtet werden und der Verkünder wird verkünden: ‚Ihr im Paradies befindlichen, für euch gibt es keinen Tod; Ihr im Höllenfeuer befindlichen, für euch gibt es keinen Tod.’ Und dies wird das Entzücken derer im Paradies steigern und es wird den Kummer derer im Höllenfeuer steigern.“ (Sahih Muslim)

 

Er erklärte: Wer Gott fürchtet, erlangt das Paradies

 

Sprich: “Soll ich euch besseres als dies verkünden?” Die Gott fürchten finden bei ihrem Herrn Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen, und reine Partner und Gottes Wohlgefallen. Und Gott sieht Seine Diener wohl. (Sure 3:15 – Al-‘Imran)

 

Der Prophet Muhammad befahl seinem Volk, gerecht zu sein.

 

Sprich: “Mein Herr hat Gerechtigkeit befohlen...” (Sure 7:29 – al-A’raf)

 

 Er sagte, Gott allein sei es, der den Menschen aus seiner misslichen Lage befreien werde.

 

Sprich: “Wer rettet euch aus den Finsternissen zu Land und im Meer, wenn ihr in Demut zu Ihm ruft und insgeheim (denkt): »Wahrlich, wenn Du uns hieraus errettest, dann sind wir dankbar!«?” Sprich: “Gott rettet euch daraus und aus aller Trübsal; aber dann stellt ihr Ihm Gefährten zur Seite.” (Sure 6:63, 64 – al-An’am)

 

Der Prophet Muhammad rief sein Volk dazu auf,

Gott anzubeten, ohne IHM falsche Götter zur Seite zu stellen

 

Sprich: “O Leute der Schrift! Kommt herbei! Einigen wir uns darauf, dass wir Gott allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass die einen von uns die anderen nicht zu Herren neben Gott annehmen.” Und wenn sie den Rücken kehren, dann sprecht: “Bezeugt, dass wir Gottergebene (Muslime) sind.” (Sure 3:64 – Al-‘Imran)

 

Er sagte, die schönsten Namen gehörten Gott,

und wir sollten Gott preisen mit diesen Namen

 

Sprich: “Ruft Gott an oder ruft den Erbarmer an, wie ihr Ihn auch nennen mögt: Sein sind die schönsten Namen. Und bete nicht zu laut und auch nicht zu leise, sondern halte den Weg dazwischen ein.” Und sprich: “Gelobt sei Gott, Der sich weder einen Sohn genommen noch einen Teilhaber an Seiner Herrschaft hat, noch einen Beistand aus Schwäche.” Und rühme Seine Größe. (Sure 17:110, 111 – al-Isra’)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37587/muhammad-(saws)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37587/muhammad-(saws)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11592_HZ_MUHAMMED_(SAV).jpgWed, 26 Jan 2011 02:32:25 +0200
Jesus (a.s) Und in ihren Spuren ließen wir Jesus folgen, den Sohn der Maria, um die Thora, die vor ihm war, zu bekräftigen. Und Wir gaben ihm das Evangelium mit einer Rechtleitung und einem Licht, die Thora, die vor ihm war, bestätigend als eine Rechtleitung und Ermahnung für die Gottsfürchtigen. (Sure 5:46 – al-Ma’ida)

 

Der Prophet Jesus (a.s) ist einer der Gesandten Gottes, denen Er ein Buch gegeben hat. Jesus (a.s) kam ohne Vater auf die Welt. Das ist nur eines der Wunder in seinem Leben. Die Erschaffung des Propheten Jesus (a.s), der mit Erlaubnis Gottes von seiner Geburt an in seinem ganzen Leben viele Wunder vollbringen sollte, wird im Quran so beschrieben:

 

Wahrlich, Jesus ist vor Gott gleich Adam. Er erschuf ihn aus Staub. Dabei sprach Er zu ihm "Sei!" und er war. Die Wahrheit von deinem Herrn! Darum sei kein Zweifler. (Sure 3:59, 60 – Al-‘Imran)

 

Noch in der Wiege begann Jesus (a.s) zu sprechen

Noch während er in der Wiege lag, tat Jesus (a.s) ein großes Wunder, denn er begann zu sprechen. Er teilte den Menschen, die um die Wiege standen mit, dass er ein Gesandter Gottes sei:

 

Er sprach: “Seht, ich bin Gottes Diener. Er hat mir das Buch gegeben und mich zum Propheten gemacht. Und Er machte mich gesegnet, wo immer ich bin, und befahl mir Gebet und Almosen, so lange ich lebe, und Liebe zu meiner Mutter und Er hat mich weder gewalttätig noch unheilvoll gemacht. Und Frieden war mit mir am Tage meiner Geburt und wird es am Tage sein, da ich sterbe, und am Tage, da ich zum Leben erweckt werde!” So war Jesus, Sohn der Maria, - (dies ist) eine wahre Aussage, die sie bezweifeln. (Sure 19:30-34 – Maryam)

 

Der Prophet Jesus informierte sein Volk über

den Zweck seiner Mission als Gesandter

Eine der wichtigen Eigenschaften der Gesellschaften, die weit entfernt von Gott leben, ist, dass sie sich nicht einigen können und dass sie immer in Konflikt geraten. Da die Grundlage ihrer Moral nicht auf der Gottesfurcht beruht, gibt es fast bei jedem Thema Konflikte. Gott hat Seine Gesandten zu diesen Völkern entsandt, damit sie diese Konflikte zu Ende bringen und die Menschen zur wahren Religion leiten, die die einzige Wahrheit ist. Jesus (a.s) hat seinem Volk diese Tatsache folgendermaßen mitgeteilt:

 

Als nun Jesus mit klaren Beweisen kam, sprach er: “Ich bin mit der Weisheit zu euch gekommen, und um euch etwas von dem zu erklären, worüber ihr uneins seid. So fürchtet Gott und gehorcht mir. (Sure 43:63 – az-Zukhruf)

 

Jesus ermahnte seine Jünger, nur Gott zu fürchten

Jesus (a.s) Jünger erklärten, sie glaubten an Gott und seien Gottes Botschafter. Doch sie verlangten von Jesus (a.s), Wunder zu wirken:

 

Und als die Jünger sprachen: “O Jesus, Sohn der Maria! Ist dein Herr imstande, einen mit Speisen gedeckten Tisch zu uns vom Himmel herabzusenden?"... (Sure 5:112 – al-Ma’ida)

 

Niemand sollte ein Wunder brauchen um zu glauben, denn Gottes Existenz ist eine offensichtliche Tatsache. Daher antwortete Jesus (a.s) auf den Wunsch seiner Jünger:

 

... “Fürchtet Gott, wenn ihr gläubig seid!” (Sure 5:112 – al-Ma’ida)

 

Doch als die Jünger erwiderten, sie brauchten es, um ihren Herzen Frieden zu geben, wandte sich Jesus (a.s) an Gott und bat um einen solchen Tisch.

 

Sie sprachen: “Wir wollen von ihm essen, und unsere Herzen sollen dann beruhigt sein; denn wir wollen wissen, daß du uns tatsächlich die Wahrheit gesagt hast, und wollen dafür Zeugnis ablegen.” Da sprach Jesus, der Sohn der Maria: “O Gott, unser Herr! Sende zu uns einen Tisch vom Himmel herab, damit es ein Festtag für uns werde, für den ersten und letzten von uns, und ein Wunder von Dir. Und versorge uns; denn Du bist der beste Versorger.” (Sure 5:113, 114 – al-Ma’ida)

 

Jesus (a.s) verkündete die gute Nachricht,

ein weiterer Gesandter werde nach ihm kommen

Wie wir wissen, war Muhammad (s.a.w.s), dessen anderer Name Ahmed war, der Prophet, der nach Jesus (a.s) kam. Jesus (a.s) verkündete die gute Nachricht:

 

(Bedenke auch) als Jesus, der Sohn der Maria, sprach: “O ihr Kinder Israels! Ich bin wirklich Gottes Gesandter für euch, bestätigend die Thora, die vor mir war, und einen Gesandten ankündigend, der nach mir kommen und dessen Name Ahmed sein wird.” (Sure 61:6 – as-Saff)


 

Jesus (a.s) mahnte sein Volk, an Gott

zu glauben und Ihm zu dienen

Auch der Prophet Jesus (a.s) hat wie alle Gesandten Gottes seinem Volk die Existenz Gottes verkündet, dass Er der Schöpfer von allem ist, dass Er erhaben über alles ist und dass er der Besitzer der schönsten Attribute ist und schließlich, dass Er der Allmächtige und Allgerechte ist; und er hat wie alle anderen Gesandten Gottes sein Volk dazu aufgefordert, Gott zu fürchten und Ihn anzubeten:

 

“Und (ich komme zu euch) als ein Bestätiger der Thora, die bereits vor mir da war, und um euch einen Teil von dem zu erlauben, was euch verboten war. Und ich komme zu euch mit einem Zeichen von euerem Herrn. So fürchtet Gott und gehorcht mir; Gott ist ja mein Herr und euer Herr. So betet zu Ihm. Das ist der gerade Weg.” (Sure 3:50, 51 – Al-‘Imran)

 

Gott, Er ist wahrlich mein Herr und euer Herr. So dient Ihm! Das ist der gerade Weg.” (Sure 43:64 – az-Zukhruf)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37586/jesus-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37586/jesus-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11591_HZ_ISA.jpgWed, 26 Jan 2011 02:25:31 +0200
Salomo (a.s) Und Wir schenkten David Salomo, einen vorzüglichen Diener. (Auch) er war gewiss bußfertig. (Sure 38:30 – Sad)

 

Und er wird gewiss nahen Zutritt zu Uns haben und eine schöne Heimkehr. (Sure 38:40 – Sad)

 

Und Wir gaben Salomo (bessere) Einsicht in die Sache, aber beiden gaben Wir Weisheit und Erkenntnis... (Sure 21:79 – al-Anbiya)

 

Salomo (a.s) war der Sohn Davids (a.s), und er ist ein Prophet, den Gott mit materiellen und spirituellen Segnungen über viele Seiner Diener erhöht hat. Er wünschte, einen so großen Reichtum zu besitzen, wie ihn niemand auf der Erde vorher besessen hatte, um ihn auf dem Weg Gottes einzusetzen, zu Seinem Wohlgefallen. Gott hat dieses Gebet erhört. Er hat ihm den Sturmwind, das geschmolzene Erz und die Dschinn dienstbar gemacht:

 

Und Salomo (unterwarfen Wir) den Wind; Sein Morgen war ein Monat und sein Abend ein Monat. Und Wir ließen eine Quelle von geschmolzenem Erz für ihn fließen. Und von den Dschinn arbeiteten einige unter ihm, mit Erlaubnis seines Herrn. Wer aber von ihnen von Unserem Befehl abgewichen wäre, den hätten Wir die Strafe der Flamme erleben lassen. Sie fertigten für ihn, was er wollte: Paläste, Bildwerke, Schüsseln wie Wassertröge sowie feststehende Kessel. “Arbeitet in Dankbarkeit, o ihr vom Hause Davids!" Wenige Meiner Diener sind ja dankbar. (Sure 34:12, 13 – Saba’)

 

In dem Bewusstsein, dass alles ihm gegebene eine Segnung Gottes war, sagte Salomo (a.s) er werde alles zu Gottes Wohlgefallen einsetzen:

 

Als ihm zur Abendzeit die edlen Rennpferde stampfend vorgeführt wurden, sprach er: “Seht, ich habe das Gute (der Welt) lieb in Erinnerung an meinen Herrn” - bis sie sich hinter dem Horizont verbargen. “Bringt sie mir zurück!” Und er begann, über (ihre) Schenkel und Hälse zu streichen. (Sure 38:31-33 – Sad)

 

Diese Worte des Propheten Salomo (a.s) sind für alle Gläubigen ein Beispiel. Jeder der glaubt, weiß, dass der wahre und einzige Besitzer von allem auf der Erde Gott ist und dass Gott ihm alles, was er besitzt, nur als Segnung gibt. Aus diesem Grund gedenkt ein Gläubiger wie Salomo (a.s) immer Gott, wenn er etwas Schönes sieht und dankt Ihm. Doch er vergisst nie, dass alles, was er auf der Erde sieht, vergänglich ist und dass die wirklichen Segen ihm im Jenseits, das ewig dauern wird, gegeben werden.

Salomo (a.s) verlangte von seinem Volk,

an Gott zu glauben

Gott hat uns mitgeteilt, wie Salomo (a.s) der Königin des Volkes von Saba, das die Sonne anbetete, die Botschaft Gottes verkündigte. Als der Wiedehopf, der zur Armee Salomos (a.s) gehörte, Nachrichten der Königin von Saba überbrachte, forderte er sie als erstes zur wahren Religion auf, indem er ihr einen Brief schickte.

In diesem Brief forderte Salomo (a.s) das Volk auf, an Gott zu glauben und sich Ihm zu ergeben. Die Königin von Saba, die den Brief bekam, hat ihn den Anführern ihres Volkes wie folgt erklärt:

 

Sie sprach: “O ihr Anführer! Seht mir wurde ein kostbarer Brief übermittelt! Seht, er stammt von Salomo und lautet: »Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen: Seid mir gegenüber nicht überheblich, sondern kommt gottergeben zu mir.«” Sie sprach: “O ihr Anführer! Beratet mich in der Frage, vor der ich stehe. Ich entscheide keine Sache, ohne euch hinzuzuziehen.” Sie antworteten: “Wir verfügen über viel (militärische) Stärke und Kampfkraft. Die Entscheidung liegt jedoch bei dir. So überlege, was du gebieten willst.” (Sure 27:29-33 – an-Naml)

 

Die Verpflichtung und die Macht Salomos (a.s) sind aus seinen Ausdrücken in dem Brief sehr einfach zu verstehen. Die Anführer des Volkes Saba begriffen, dass sie einen großen Verlust erleiden würden, wenn sie sich dem Befehl Salomos (a.s) widersetzen würden. Aber sie wollten Salomo (a.s) zuerst prüfen, indem sie ihm ein Geschenk sandten.

 

Salomo (a.s) sagte, was Gott ihm gebe,

sei besser als jedes Geschenk von ihnen

Salomo (a.s), ein Mann von Macht und Ehre, wies die Geschenke der Königin von Saba zurück und zeigte sich nicht kompromissbereit darin. Der Quran berichtet davon:

 

... “Wollt ihr etwa meine Reichtümer vermehren? Aber was mir Gott gegeben hat, ist besser als alles, was Er euch gab. Ihr selbst jedoch würdet euch eueres Geschenks erfreuen!” (Sure 27:36 – an-Naml)

 

Durch diese Worte drückte Salomo (a.s) aus, dass er keinen weltlichen Vorteil dem Wohlgefallen Gottes vorziehen würde. Dieses Verhalten Salomos (a.s), das keine Habsucht zeigt, ist eine wichtige moralische Überlegenheit und ein Beispiel für die Gläubigen, das sie sich im Glauben zum Vorbild nehmen sollten.

 


Salomo (a.s) versuchte auf verschiedene Weisen,

die Menschen zu Gottess Religion zu führen

Salomo (a.s) wollte, dass das Volk von Saba zum Islam konvertierte. Er demonstrierte die Macht, die Gott ihm gegeben hatte und brachte so das Volk von Saba zum Glauben. Zu diesem Zweck befahl er seinen Gehilfen, ihm den Thron der Königin von Saba zu bringen:

 

Er fragte: “O ihr Anführer! Wer von euch bringt mir ihren Thron, noch bevor sie in Ergebenheit bei mir eintreffen?” (Sure 27:38 – an-Naml)

 

Darauf wurde Prophet Salomo (a.s) so beantwortet:

 

Da sprach einer von ihnen, welcher Schriftkenntisse besaß: “Ich bringe ihn dir innerhalb eines Augenzwinkerns von dir!”... (Sure 27:40 – an-Naml)

 

Daraufhin sah Salomo (a.s) den Thron bereits neben sich stehen. Salomo (a.s), der wusste, dass alles, was ihm gegeben wurde, eine Prüfung Gottes darstellte, beschrieb dies als Versuchung:

 

... “Dies ist eine Gnade meines Herrn, mich zu prüfen, ob ich dankbar oder undankbar bin. Und wer dankbar ist, ist nur dankbar zu seinem besten. Und wenn einer undankbar ist - wahrlich, mein Herr ist unabhängig und großmütig.” (Sure 27:40 – an-Naml)

 

Als die Königin von Saba kam, bat sie Gott um Verzeihung und wandte sich zum Glauben, als sie das Wunder und die Pracht des Palastes des Propheten Salomos (a.s) sah. Die Gespräche zwischen ihr und Salomo (a.s) werden im Quran wiedergegeben:

 

Er sprach: “Macht ihren Thron für sie unkenntlich. Wir wollen sehen, ob sie sich rechtleiten läßt oder nicht.” Und als sie eintraf, wurde gefragt: “Ist dein Thron so?” Sie antwortete: “Es ist, als ob er es wäre!” (Salomo:) “Doch wir erhielten Wissen schon vor ihr und waren schon gottergeben. Aber das, was sie (bisher) anstelle von Gott verehrt hatte, hatte sie abseits geführt; denn sie entstammte einem ungläubigen Volk. Es wurde ihr gesagt: “Tritt in den Palast ein!” Und als sie ihn sah, meinte sie, da sei ein Wasserspiegel, und entblößte ihre Beine. Er sprach: “Siehe, dies ist ein Palast, mit Glas getäfelt.” Da rief sie: “O mein Herr! Siehe, ich sündigte wider mich selbst. Doch ich ergebe mich jetzt mit Salomo Gott, dem Herrn der Welten.” (Sure 27:41-44 – an-Naml)

 

Wie Salomos (a.s) Botschaft an das Volk von Saba zeigt, setzten die Gesandten all ihre Macht und ihre Mittel ein, die Menschen zum Glauben an Gott zu führen.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37585/salomo-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37585/salomo-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11590HZ._SULEYMAN.jpgWed, 26 Jan 2011 02:24:05 +0200
David (a.s) Der Prophet David (a.s) ist einer der Gesandten, denen Gott ein Buch gegeben hat. Er war ein Prophet, der in jedem Moment seines Lebens an Gott dachte, nur Ihn um Hilfe anflehte und der sich stets Gott zuwandte, wie in einem Vers erwähnt wird. Gott hat ihn über viele Seiner gläubigen Diener erhöht, indem Er sein Königreich festigte, ihm Weisheit und weise Urteilsfähigkeit gab. Er machte ihm die Berge und Vögel dienstbar, damit sie mit David Ihn lobpreisten. (Sure 21:79 – al-Anbiya) David besaß ein Wissen, das nur sehr wenige Menschen haben können.

Gott hat in einem Vers folgendermaßen beschrieben, dass Er den Propheten David, dem Er von vielen Seiten her Überlegenheit gegeben hat, zu einem Statthalter gemacht hat:

 

“O David! Wir machten dich zu einem Statthalter auf Erden. So richte zwischen den Menschen in Gerechtigkeit und folge nicht deinen Vorlieben; denn es führt dich abseits von Gottes Weg. Denjenigen aber, welche von Gottes Weg abirren, wird strenge Strafe zuteil, weil sie den Tag der Abrechnung vergaßen." (Sure 38:26 – Sad)

 

David (a.s) befahl seinem Volk, die Rechte

anderer nicht zu verletzen

Der Prophet David (a.s), dem Gott Kraft und Einsicht gegeben hat, forderte sein Volk wie alle andere Gesandten dazu auf, an Gott zu glauben. Gott hat den Gläubigen die Gerechtigkeit des Propheten David (a.s) und die Tatsache, dass er immer Entscheidungen traf, ohne vom Rechten abzuweichen als Beispiel gegeben. Das gerechte Verhalten des Propheten David (a.s) bei den zwei Streitenden, die ihn darum baten, zwischen ihnen zu richten, stellt für die Gläubigen eine beispielhafte Handlung dar:

 

Hast du von den Streitenden gehört, wie sie über die Mauer in sein Gemach einstiegen? Wie sie bei David eindrangen und er sich vor ihnen fürchtete? Sie sagten: “Fürchte dich nicht! Wir sind zwei Streitende, von denen der eine sich gegen den andern vergangen hat. Richte daher gerecht zwischen uns und sei nicht unbillig, sondern leite uns auf den richtigen Weg. Siehe, dies ist mein Bruder. Er hat neunundneunzig Mutterschafe, ich aber habe nur ein einziges. Dennoch sagte er: »Übergib es mir!« und setzte mich stark unter Druck.” (Sure 38:21-23 – Sad)

 

Der Prophet Moses wandte sich an den Pharao, der die Wahrheit hochmütig ignorierte:

 


(David) sprach: “Wahrlich, es war dir gegenüber Unrecht, dass er dein Mutterschaf zu seinen Mutterschafen verlangte. Doch viele Geschäftspartner vergehen sich gegeneinander, außer denen, die glauben und das Rechte tun; das aber sind nur wenige.”... (Sure 38:24 – Sad)

 

Wie andere Gesandten Gottes hat auch der Prophet David (a.s) die Menschen dazu aufgerufen, nach den Geboten Gottes zu leben. Der oben erwähnte Vers ist ein Beispiel dafür. Nachdem David (a.s) den Streitenden geraten hatte, sich gegeneinander nicht zu vergehen, erinnerte er sie daran, dass diese moralische Eigenschaft in der Wirklichkeit nur den Gläubigen zugehört. Nach seinem Urteil wandte er sich an Gott:

 

... Da (erst) merkte David, dass Wir ihn auf die Probe gestellt hatten. Er hat Seinen Herrn um Verzeihung, stürzte betend nieder und bereute. Und so vergaben Wir ihm. Er wird wahrlich nahen Zugang zu Uns und eine schöne Heimkehr haben.(Sure 38:24, 25 – Sad)

 

Dieses Verhalten Davids (a.s), der sich immer bewusst war, dass Gott ihn mit allen Geschehnissen prüfte und dass er mit jeder seiner Taten nach dem Wohlgefallen Gottes suchen sollte, ist ein vortreffliches Beispiel für alle Gläubigen. Jeder, der an Gott glaubt, sollte sich dieses Verhalten zum Vorbild nehmen, und er sollte nie vergessen, dass Gott Zeuge von allem ist, was er tut und dass er am Tag der Abrechnung für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden wird.

 

Weitere Quranverse über den Propheten David(a.s)

 

Ertrage geduldig, was sie sagen, und erinnere dich Unseres Dieners David, des Kraftvollen. (Selbst) er war gewiss bußfertig. (Sure 38:17 – Sad)

 

Und Wir festigten sein Reich und gaben ihm Weisheit und Urteilsvermögen. (Sure 38:20 – Sad)

 

Und so vergaben Wir ihm. Er wird wahrlich nahen Zugang zu Uns und eine schöne Heimkehr haben. (Sure 38:25 – Sad)

 

Und wahrlich, Wir gaben David und Salomo Wissen, und beide sprachen: “Lob sei Gott, Der uns vor vielen seiner gläubigen Diener den Vorzug gab!” (Sure 27:15 – an-Naml)

 

Und Wir begnadeten bereits David: “O ihr Berge! Lobpreiset (Gott) mit ihm, und auch ihr Vögel!” Und Wir machten das Eisen für ihn formbar. (Sure 34:10 – Saba’)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37584/david-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37584/david-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11589HZ._DAVUD.jpgWed, 26 Jan 2011 02:22:42 +0200
Aaron (a.s) Nachdem Gott Moses (a.s) befohlen hatte, zu Pharao zu gehen und ihm Seine Botschaft zu überbringen, bat Moses (a.s) Gott um Begleitung durch seinen Bruder Aaron (a.s). Gott erfüllte diesen Wunsch Moses (a.s) und entschied, dass Aaron (a.s) Moses (a.s) begleiten sollte. Aaron (a.s) unterstützte Moses (a.s) bei seiner Mission am Hofe Pharao’s und gab ihm Rückhalt. Nachdem Gott Moses (a.s) und die Gläubigen, die ihm folgten, vor dem Heer Pharaos gerettet hatte, ließ er sein Volk für eine bestimmte Zeit in der Obhut von Aaron (a.s) zurück. Doch nachdem der Moses (a.s) sie verlassen hatte, bauten sie unter der Führung des Samaritaners einen Götzen in Form eines Kalbes und begannen, diesen anzubeten. 

 

Aaron (a.s), bemüht sein Volk vor dem verderben

zu retten, erinnerte es daran, dass Gott der wahre

und einzige Gott ist

 

 

Und doch hatte ihnen Aaron zuvor gesagt: “O mein Volk! Ihr werdet dadurch nur auf die Probe gestellt! Seht, euer Herr, das ist der Erbarmer. Darum folgt mir und gehorcht meiner Anordnung.” (Sure 20:90 – Ta Ha)

 

Aber sein Volk hörte nicht auf seine Appelle. Sie sagten, dass sie das goldene Kalb anbeten würden, bis Moses (a.s) zu ihnen zurückkehren würde:

 

Sie antworteten: “Wir lassen von seiner Anbetung keineswegs ab, solange Moses nicht zu uns zurückgekehrt ist.” (Sure 20:91 – Ta Ha)

 

Als Moses (a.s) innerhalb der festgesetzten Zeit vom Berg Sinai kam, wusste er nichts von dem Vergehen, dass sein Volk begangen hatte. Gott informierte ihn über die Sünde seines Volkes. Daraufhin kehrte er zu seinem Volk zurück:

 

Und als Moses zu seinem Volke zurückkehrte, zornig und bekümmert, sagte er: “Schlimm ist das, was ihr in meiner Abwesenheit begingt. Wollt ihr der Entscheidung eueres Herrn zuvorkommen?” Und er warf die Tafeln nieder und packte seinen Bruder am Kopf, ihn zu sich zerrend. (Aaron) sprach: “Sohn meiner Mutter! Siehe, das Volk hielt mich für schwach und hätte mich fast ermordet. Darum lasse nicht die Feinde über mich frohlocken und zähle mich nicht zum Volk der Ungerechten!” Er sprach: “Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder und Iaß uns eintreten in Deine Barmherzigkeit; denn du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.” (Sure 7:150, 151 – al-A’raf)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37583/aaron-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37583/aaron-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11588HZ._HARUN.jpgWed, 26 Jan 2011 02:21:34 +0200
Moses (a.s) Im Quran wird in vielen Versen über den Propheten Moses (a.s) berichtet. Die Ereignisse, denen er gegenüberstand, die Verkündung an sein Volk, seine hohen moralische Eigenschaften, sein Glaube an Gott, seine Ergebenheit und seine Aufrichtigkeit werden den Gläubigen in vielen Versen berichtet. Was die Gläubigen, die diese Verse über Moses (a.s) lesen, tun sollen, ist, sich diesen Gesandten Gottes zum Vorbild zu nehmen, dem Gott vor vielen Seiner gläubigen Diener den Vorzug gegeben hat, und umzusetzen, was er zu seiner Zeit seinem Volk empfohlen hat.

 

Moses (a.s) sagte Pharaoh, er sei ein Gesandter Gottes,

und wenn er ihm folge, sei er rechtgeleitet

 

Auf Befehl Gottes ging Moses (a.s) zu Pharao, dem Herrscher über das Volk, um ihm die Botschaft der Religion zu verkünden. Zu dieser Zeit hat Pharao, der ein verirrter Mensch war, seine eigene Göttlichkeit behauptet.Sein Volk hatte sich ihm wegen seiner finanziellen Kraft völlig unterworfen. Gott befahl Moses (a.s), zu Pharao zu gehen, ihn zum rechten Weg zu führen und zu ihm folgendes zu sagen:

 

... "Fürwahr, wir sind die Gesandten deines Herrn. So entlasse uns mit den Kindern Israels und quäle sie nicht länger. Wir sind zu dir mit einer Botschaft von deinem Herrn gekommen. Frieden ist mit jedem, welcher der Rechtleitung folgt! Siehe, uns ist geoffenbart worden, dass die Strafe auf jeden kommt, der (die Wahrheit) leugnet und sich abkehrt.” (Sure 20:47, 48 – Ta Ha)

 

In einem anderen Vers gibt Gott Moses (a.s) folgenden Befehl:

 

“Geh zu Pharao! Er überschreitet wirklich jedes Maß. Und sprich: »Möchtest du dich läutern, damit ich dich zu deinem Herrn leite und du nur (Ihn) fürchtest?«” (Sure 79:17-19 – an-Nazi’at)

 

Nach Gottes Offenbarung ging Moses (a.s) zu Pharaoh, begleitet von seinem Bruder Aaron (a.s) und übermittelte die Botschaft:

 

... "O Pharao! Siehe, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Es gehört sich für mich, nichts als die Wahrheit über Gott zu sprechen. Ich bin zu euch mit einem deutlichen Beweis von euerem Herrn gekommen. Darum entlaß die Kinder Israels mit mir.” (Sure 7:104, 105 – al-A’raf)


 

Moses (a.s) sagte Pharaoh, dass Gott alles

erschaffen hat und dass Er allwissend ist

Im Quran wurde das Gesprächzwischen Pharaoh und Moses (a.s) so berichtet:

 

Er fragte: “Und wer ist dann euer Herr, o Moses?” Er antwortete: “Unser Herr ist Der, Welcher jedem Ding sein Dasein und Wesen gegeben hat und es leitet.” Er fragte: “Und wie steht es mit den früheren Geschlechtern?” Er antwortete: “Das Wissen darum ist bei meinem Herrn in einem Buch. Mein Herr irrt Sich nie, und Er vergisst niemals.” (Sure 20:49-52 – Ta Ha)

 

Wie aus diesen Versen ersichtlich ist, hat Moses (a.s) auf die Fragen, die ihm gestellt wurden, als er Pharao die Existenz Gottes erklärte, sehr weise Antworten gegeben. Er verkündete ihm die Größe Gottes, indem er zuerst sagte, dass Gott der Schöpfer von allem ist und ihm dann die überlegenen Attribute Gottes mitteilte.

 

Moses (a.s) verkündete, Gott sei

der Herr über alles

Moses (a.s) erklärte die Allmacht Gottes so:

 

Pharao fragte: “Und was ist der Herr der Welten?” Er sprach: “Der Herr der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist, wenn ihr nur glauben wolltet!” Er fragte die, welche um ihn waren: “Habt ihr das gehört?” Er sprach: “(Er ist) euer Herr und der Herr euerer Vorväter!” (Sure 26:23-26 – asch-Schu’ara’)

 

Er sprach: “(Er ist) der Herr des Ostens und des Westens und was zwischen beiden ist, wenn ihr nur begreifen wolltet!” (Sure 26:28 – asch-Schu’ara’)

 

Moses (a.s) warnte Pharaoh und seine

Magier vor der Strafe Gottes

Wie alle Ungläubigen neigte Pharaoh zur Gewalt, als Moses (a.s) ihm erklärte, Gott sei der einzige Gott. Er drohte Moses (a.s) mit Gefängnis. Im Quran wurde berichtet von diesem Gespräch zwischen Moses (a.s) und Pharaoh:

 

Er sagte: “Wenn du einen anderen Gott als mich annimmst, sperre ich dich besimmt ein!” Er sprach: “Wie, wenn ich aber mit etwas Überzeugendem zu dir komme?” (Sure 26:29, 30 – asch-Schu’ara’)

 

Trotz der Wunder, die Moses (a.s) wirkte, bestand Pharao beharrlich auf dem Unglauben und beschuldigte ihn diesmal der Zauberei. Dann rief er seine Magier und versprach ihnen Lohn, falls sie Moses (a.s) überwinden würden. Moses (a.s) und die Magier trafen aufeinander. Moses (a.s) warnte sie vor der Strafe Gottes:

 

Moses sagte zu ihnen: “Wehe euch! Denkt euch gegen Gott nichts Böses aus, sonst vernichtet Er euch durch eine Strafe. Jeder, der (Böses gegen Ihn) ausbrütet, geht verloren.” (Sure 20:61 – Ta Ha)

 

Moses (a.s) sagte den Magiern,

Gott werde ihr Pläne vereiteln

Wie wir an den Beispielen der anderen Gesandten sehen, gibt Gott die frohe Botschaft, dass Er die Gläubigen immer schützen wird und dass die Ungläubigen ihnen nie schaden können. Als der von Gott bestimmte Zeitpunkt kam, sagte Moses (a.s), dass die Pläne der Ungläubigen Ihnen nicht schaden würden:

 

... “Den Zauber, den ihr vorgeführt habt, wird Gott gewiß vereiteln. Fürwahr, Gott läßt das Werk derer nicht gedeihen, die Verderben stiften. Und Gott bestätigt die Wahrheit durch Seine Worte, auch wenn es den Sündern mißfällt.” (Sure 10:81, 82 – Yunus)

 

Trotzdem bekämpften die Magier Moses (a.s) weiter und versuchten mit allen Mitteln, ihn zu besiegen. Der entsprechende Vers lautet:

 

Moses sprach zu ihnen: “Werft hin, was ihr zu werfen habt!” Da warfen sie ihre Stricke und ihre Stäbe hin und sagten: “Bei Pharaos Macht! Wir werden gewiß die Sieger sein!” (Sure 26:43, 44 – asch-Schu’ara’)

 

Darauf hat Gott Prophet Moses (a.s) so offenbart:

 

“Wirf nur, was du in deiner Rechten hältst. Es wird veschlingen, was sie fabriziert haben. Sie brachten es nur mit einem Zaubertrick zustande. Aber Zauberern ergeht es nicht wohl, wo auch immer.” (Sure 20:69 – Ta Ha)

 

Gottes Versprechen wurde wahr, und Moses (a.s) wirkte ein echtes Wunder mit seinem Stab:

 

Dann warf Moses seinen Stab hin, und er verschlang ihren Trug. Da fielen die Zauberer anbetend nieder. Sie riefen: “Wir glauben an den Herrn der Welten.” (Sure 26:45-47 – asch-Schu’ara’)

 

Auf Pharaoh’s Morddrohung hin erklärte

Moses (a.s), er vertraue nur auf Gott

Natürlich missfiel es Pharao, dass seine bestehende Ordnung zerstört wurde, weil dies seinem eigenen Vorteil entgegenstand. Um seine Vorteile nicht zu gefährden, wollte er Moses (a.s) töten und er sagte:

 

... “Laßt mich Moses töten - soll er doch seinen Herrn rufen! Denn ich fürchte, er ändert eueren Glauben oder läßt im Lande Unheil entstehen.” (Sure 40:26 – Ghafir)

 

Moses (a.s) war unbeeindruckt von dieser Drohung und zeigte wie die anderen Propheten große Entschlossenheit als er antwortete:

 

Moses aber sprach: “Ich nehme meine Zuflucht zu meinem Herrn und euerem Herrn vor einem jeden Hochmütigen, der an den Tag der Rechenschaft nicht glaubt.” (Sure 40: 27 – Ghafir)

 

Moses (a.s) machte Pharaoh und seinen Helfern

klar, dass sie niemals Erlösung finden würden

Pharao und seine Anführer haben die Wunder des Propheten Moses (a.s) als einen Zauber angesehen. Moses (a.s) antwortete denen, die ihn verleumdeten, ein Zauberer zu sein und ihm sagten, dass sie derartiges nie von ihren Vorvätern gehört hätten:

 

“Mein Herr weiß am besten, wer mit der Rechtleitung von Ihm kommt und wem die Zukunft gehören wird. Gewiß, den Ungerechten ergeht es nicht wohl.” (Sure 28:37 – al-Qasas)

 

Im Quran hat Gott Menschen erwähnt, die die Zeichen Gottes in Böswilligkeit und Hochmut leugnen, obwohl sie innerlich davon überzeugt sind. Pharao war einer dieser verirrten Menschen. Obgleich der Prophet Moses (a.s) mit offenkundigen Beweisen zu ihm kam, wollte er diese nicht sehen.

Pharao’s Anführer baten Moses (a.s) sogar darum, für sie Gott anzurufen, als ihnen ein Unglück zustieß – obwohl sie vorher gesagt hatten, dass sie nicht glaubten. Sie sagten, dass sie an Gott glauben würden, wenn ihre Wünsche erfüllt würden. (Sure 7:130-135 – al-A’raf)

 

Der Prophet Moses wandte sich an den Pharao, der die Wahrheit hochmütig ignorierte:

Ihnen, deren Augen vor meiner Warnung verhüllt waren, und die nicht zu hören vermochten. Wähnen etwa die Ungläubigen, sie könnten meine Diener an Meiner Statt zu Beschützern nehmen? Siehe, Wir haben die Hölle für die Ungläubigen als Herberge bereitet. (Sure 18:101, 102 – al-Kahf)

 

Moses (a.s) war geduldig und vertraute auf Gott

Moses (a.s) sagte den Gläubigen, sie sollten Pharao’s Anklagen und Angriffe erdulden und brachte ihnen die frohe Nachricht, dass Gott den Gläubigen den vollständigen Sieg über die Ungläubigen schenken würde.

 

Sie antworteten: “Wir litten, bevor du zu uns kamst und nach deinem Kommen.” Er sprach: “Vielleicht will euer Herr euren Feind vernichten und euch in seinem Land zum Nachfolger machen, um zu sehen, wie ihr euch verhaltet.” (Sure 7:129 – al-A’raf)

 

In einem anderen Vers mahnt Moses (a.s) die Gläubigen zu Vertrauen in Gott:

 

Da sprach Moses: “O mein Volk! Wenn ihr an Gott glaubt, dann vertraut (auch) auf Ihn, falls ihr wirklich Gottergebene seid.” (Sure 10:84 – Yunus)

 

Wenn die Menschen geduldig sind und auf Gott vertrauen, wie Moses (a.s) seinem Volk riet, werden sie aufgrund dieser gesunden Geisteshaltung rationale Entscheidungen treffen. Bescheidenheit bringt den Gläubigen immer Erfolg.

 

Moses (a.s) gab seinem Volk durch

seine Duldsamkeit ein Beispiel

Moses (a.s) hatte sich mit den Gläubigen, die ihm folgten, auf den Befehl Gottes hin vom Volke Pharaos abgesetzt. Daraufhin hat das Heer von Pharao sie verfolgt. Als sie an den Strand kamen, dachten die, die mit dem Propheten waren, dass sie keinen Weg zur Zuflucht hätten und riefen: “... Wir werden tatsächlich eingeholt!” (Sure 26:61 – asch-Schu’ara’). Doch Moses (a.s) war auch in dieser Situation mit seinem Vertrauen auf Gott ein Vorbild:

 

Er sprach: “Keineswegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen.” (Sure 26:62 – asch-Schu’ara’)

 

Dieses entschlossene Verhalten, das Moses (a.s) an den Tag legte, zeigt allen Gläubigen einen richtigen Weg. Egal in welch schwieriger Situation ein Mensch sich befindet, er sollte nie vergessen, dass alles unter Gottes Kontrolle steht und dass alles nach Seinem Wunsch geschieht.

Tatsächlich hat Gott Moses (a.s) aufgrund seines tiefen Glaubens befohlen, mit seinem Stab auf das Meer zu schlagen. Als es sich teilte, gingen die Gläubigen auf die andere Seite. Pharao und sein Heer wollten sie verfolgen, aber als sie das Meer durchqueren wollten, schloss sich die Lücke im Wasser und sie ertranken. Dieses Geschehnis ist ein sehr gutes Beispiel für die Hilfe Gottes an die Gläubigen. Moses (a.s) hat sein Volk, das einen anderen Gott als Gott suchte, an die Gnaden erinnert, die Gott ihm gegeben hatte und sie ermahnt, nicht von den Unwissenden zu sein.

Die Kinder Israels stießen auf ein Volk, das Götzen verehrte, nachdem es mit Moses (a.s) das Meer überquert hatte. Daraufhin sagte sein Volk zum Propheten Moses (a.s): “Mach uns auch einen Götzen” und zeigten damit, was für ein falsches Verständnis des Glaubens sie hatten. Moses (a.s) hat seinem Volk den Zustand derer erklärt, die andere Götter außer Gott anbeten und es an die Gnaden Gottes erinnert, damit es nicht undankbar werde:

 

Und Wir führten die Kinder Israels durch das Meer. Dann kamen sie zu einem Volk, das seinen Götzen ergeben war. Sie sprachen: “O Moses, mache uns einen Gott wie ihre Götter!” Er sprach: “Ihr seid wirklich ein unbelehrbares Volk; das, was sie anbeten, geht gewiß zu Grunde, und was sie tun, ist ohne jeden Wert.” Er sprach: “Soll ich euch einen anderen Gott suchen als Gott, Der euch vor aller Welt bevorzugte?” "Und (denkt daran,) dass Wir euch vor dem Volk des Pharao retteten, das euch mit schlimmer Pein bedrängte und euere Söhne tötete und (nur) euere Töchter am Leben ließ. Darin lag eine gewaltige Prüfung von euerem Herrn." (Sure 7:138-141 – al-A’raf)

 

Gott hat den Menschen so viele Segnungen gegeben, dass man sie nicht aufzählen kann. Dass ein Mensch denken, sprechen, sehen, hören kann; alle Schönheiten um ihn herum; dass die Erde genau geeignet für seine Bedürfnisse erschaffen wurde und Tausende, Millionen von Segnungen, die wir nicht aufzählen können... Für diese Gnaden Gottes zu danken, ist für die Gläubigen ein wichtiges Gebet. Die Ergebenheit eines Menschen, der daran denkt und Gottes Barmherzigkeit gegen ihn sehen kann, wird stärker. Ein solcher Mensch wird Gott nie undankbar sein, Der ihm alle diese Gnaden gibt. Aus diesem Grund haben die Gesandten ihre Völker an die Gnaden Gottes erinnert und ihnen auf den Befehl Gottes hin verkündet, dieser Gnaden zu gedenken. Moses (a.s) hat sein Volk folgendermaßen daran erinnert, der Gnaden zu gedenken, die Gott ihnen erwiesen hat:

 

Und als Moses zu seinem Volk sprach: “O Leute! Gedenkt der Gnade Gottes gegen euch, als Er unter euch Propheten erweckte und euch Könige einsetzte und euch gab, was Er keinem in aller Welt gegeben hatte.” (Sure 5:20 – al-Ma’ida)

 

Moses (a.s) warnte sein Volk

vor Undankbarkeit gegen Gott

Nachdem die Kinder Israels vor der Grausamkeit des Pharao gerettet waren, ließ Gott ihnen reichen materiellen und spirituellen Segen zu kommen. Der Quran zählt diese Segnungen auf:

Und Wir ließen Wolken euch überschatten und sandten auf euch das Manna und die Wachteln nieder: “Eßt von dem Guten, das Wir euch zur Speise gaben.” Doch nicht wider Uns frevelten sie, sondern wider sich selber. Und als Wir sprachen: “Betretet diese Stadt und eßt von ihr in Hülle und Fülle, wo immer ihr wollt, aber tretet demütig durch das Tor ein und sprecht: «Vergebung!» Dann wollen Wir euch euere Sünden verzeihen und das Heil der Frommen mehren.” (Sure 2:57, 58 – al-Baqara)

 

Und als Moses für sein Volk Wasser verlangte, sprachen Wir: “Schlag den Felsen mit deinem Stabe!”. Da entsprangen ihm zwölf Quellen, so daß alles Volk seine Trinkstätte kannte. Eßt und trinkt von Gottes Gaben und sündigt nicht mehr auf Erden, indem ihr Unheil anrichtet. (Sure 2:60 – al-Baqara)

 

Doch sein Volk war undankbar und sagte Moses (a.s), es sei nicht mehr mit nur einer Art Essen zufrieden und verlangte von ihm, Gott darum zu anzuflehen, ihnen Bohnen, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln zu geben. Auf dieses undankbare Verhalten seines Volkes hin sagte Moses (a.s):

 

Und als ihr sagtet: “O Moses! Wir ertragen ein und dieselbe Speise nicht länger. Bitte deinen Herrn für uns, dass Er uns hervorbringe, was die Erde sprießen läßt an Gemüse und Gurken und Knoblauch und Linsen und Zwiebeln!", fragte er: “Wollt ihr das Bessere für das Schlechtere eintauschen? Fort mit euch nach ägyten, dort findet ihr das Verlangte!” Und sie wurden mit Schimpf und Elend geschlagen und zogen sich Gottes Zorn zu, weil sie Gottes Botschaft leugneten und die Propheten widerrechtlich töteten, weil sie rebellierten und Gesetzesbrecher waren. (Sure 2:61 – al-Baqara)

 

Wie wir an dieser Geschichte vom Propheten Moses (a.s) sehen, erinnerten die Gesandten Gottes die Menschen immer daran, für die Gnaden Gottes Ihm ihre Dankbarkeit zu erweisen, und dass sie bestraft werden könnten, wenn sie undankbar seien. Natürlich ist diese Ermahnung für alle Zeiten gültig. Gott ist ar-Rassaq (der Versorger); Er gibt den Menschen zahlreiche Gnaden und befiehlt ihnen, Ihm dafür dankbar zu sein. Die, die sich anders verhalten, müssen sich vorsehen, dass ihnen nicht Ähnliches zustoßt, was in der Vergangenheit den undankbaren Völkern zugestoßen war. Moses (a.s) erinnerte sein Volk, das vom geraden Weg abgeirrt war, an die Verheißung und Strafe Gottes und rief es dazu auf, Gott um Verzeihung zu bitten.

Moses (a.s) ging für eine bestimmte Zeit von seinem Volk, um auf Gottes Befehl zum Berg Sinai zu gehen. Er ließ sein Volk in der Obhut seines Bruders Aaron (a.s) zurück, ebenfalls ein gesandter Gottes, der die Kinder Israels während Moses (a.s)’ Abwesenheit regieren sollte. Doch nachdem Moses (a.s) gegangen war, stellte sein Volk unter der Führung eines Heuchlers unter ihnen mit dem Namen Samaritaner(as-Samiri) ein Götzenbild in Form eines Kalbs her und begann, es anzubeten. Als Moses (a.s) zu seinem Volk zurückkehrte, mahnte er es erneut.

 

Da kehrte Moses zu seinem Volke zurück, zornig und bekümmert. Er sprach: “O mein Volk! Hat euch nicht euer Herr eine schöne Verheißung gegeben? Erschien euch etwa die Zeit zu lang? Oder wolltet ihr, dass der Zorn eueres Herrn auf euch hereinbricht, und bracht so das mir gegebene Versprechen?” (Sure 20:86 – Ta Ha)

 

Moses (a.s) versammelte sein Volk und ließ jeden, einen nach dem anderen, bereuen. Er erklärte ihnen die Sünde, die sie begangen hatten und sagte, es sei für sie besser, wenn sie Gott um Verzeihung bitten würden:

 

Und als Moses zu seinem Volke sprach: “O mein Volk! Ihr habt euch dadurch versündigt, daß ihr euch das Kalb nahmt. Kehrt zu euerem Schöpfer zurück und tötet die Schuldigen unter euch. Dies wird euch bei euerem Schöpfer Gutes einbringen." Und so wandte Er sich wieder gnadig euch zu; denn Er ist der Vergebende, der Barmherzige.” (Sure 2:54 – al-Baqara)

 

Moses (a.s) beschämte den Samaritaner, der sein Volk

in die Götzendienerei gezwungen hatte und pries Gott

 

Er sprach: “Verschwinde! Dein Los in dieser Welt soll sein, dass du rufst: »Nicht berühren!« Und (im Jenseits) ist für dich ein Termin, dem du nicht entgehen wirst. Und betrachte deinen »Gott«, den du sehr verehrt hast. Wahrlich, wir verbrennen ihn und streuen ihn dann als Staub ins Meer.” (Sure 20:97 – Ta Ha)

 

Wie aus diesem Vers ersichtlich ist, hat Moses (a.s) zwei wichtige Maßnahmen gegen das Böse ergriffen, dass der Samaritaner begangen hatte. Zuerst verstieß er den Samaritaner aus dem Volk Israels, weil er die Ursache für des Volkes sündiges Verhalten war. Die zweite Maßnahme war, den Götzen abzuschaffen. Das Götzenbild sollte verbrannt und die Asche ins Meer verstreut werden, wo sie niemand jemals wieder finden würde. Dieses Verhalten Moses (a.s) deutet darauf hin, was für geeignete Maßnahmen die Gläubigen in solch ähnlichen Fällen ergreifen sollten, um die Ursache dafür ein für alle mal auszurotten. Außerdem hat er ihm auch angekündigt, dass er sowohl im diesseitigen Leben als auch im Jenseits bestraft werden würde. Nachdem Moses (a.s) alle Wurzeln des Unheils zerstört hatte, predigte er zu seinem Volk und erinnerte es daran, dass Gott der einzige Gott ist:

 

"Euer Gott ist fürwahr Gott, außer Dem es keinen Gott gibt. Er umfaßt alle Dinge mit Seinem Wissen." (Sure 20:98 – Ta Ha)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37582/moses-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37582/moses-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11587HZ._MUSA.jpgWed, 26 Jan 2011 02:20:32 +0200
Luqman (a.s) Und wahrlich Wir gaben Luqman Weisheit: “Sei Gott dankbar; denn wer dankbar ist, der ist nur zu seinem eigenen Besten dankbar. Und wer undankbar ist - siehe, Gott ist unabhängig und rühmenswert.” (Sure 31:12 – Luqman)

 

Im Quran teilt Gott uns mit, dass Er dem Propheten Luqman (a.s) Weisheit gegeben hat. Manche der Ratschläge, die er seinem Sohn gegeben hat, werden im Quran erwähnt. Diese Ratschläge beziehen sich auf die grundlegenden Themen, auf die die Gläubigen Acht geben sollten.

 

Luqman (a.s) ermahnte sein Volk,

die Götzendienerei aufzugeben

Im 48. und 116. Vers der Sure an-Nisa führt Gott aus, dass Götzendienerei eine Sünde ist, die Er niemals vergibt. Luqman (a.s) sagte auch seinem Sohn, er solle den Götzendienst vermeiden, weil dieser eine schreckliche Sünde sei.

 

Da sagte Luqman zu seinem Sohn, ihn ermahnend: “O, mein Sohn! Setze Gott keine Gefährten zur Seite. Siehe, Vielgötterei ist ein gewaltiger Frevel.” (Sure 31:13 – Luqman)

 

Luqman (a.s) verkündete, Gott sei Der alles durchdringende

und der Mensch werde mit allen seinen Taten konfrontiert

werden, gleichgültig, wie geringfügig sie sein mag

 

(Luqman sagte:) “O mein Sohn! Siehe, hätte es auch nur das Gewicht eines Senfkorns und wäre es in einem Felsen oder in den Himmeln oder in der Erde verborgen, Gott brächte es ans Licht. Gott ist fürwahr zielsicher und kundig.” (Sure 31:16 – Luqman)

 

Luqman (a.s) ermahnte die Menschen, Gottes Befehlen

zu folgen und dabei geduldig und entschlossen zu sein

 

“O mein Sohn! Verrichte das Gebet und gebiete was Rechtens ist und verbiete das Unrechte und ertrage standhaft, was dich trifft. Siehe, dies ist die richtige Entschlossenheit in allen Dingen.” (Sure 31:17 – Luqman)

 

Luqman (a.s) warnte vor dem Hochmut

 

“Und sei gegen die Menschen nicht hochfahrend und stolziere nicht eitel auf der Erden herum. Siehe, Gott liebt keinen eingebildeten Prahler. Mäßige deinen Schritt und dämpfe deine Stimme. Siehe, die häßlichste Stimme ist die Stimme von Eseln.” (Sure 31:18, 19 – Luqman)

 

Als Luqman (a.s) seinen Sohn ermahnte, hat er ihn davor gewarnt, nicht hochmütig zu sein. Denn alle Kraft und Macht gehören Gott. Der wahre Besitzer jedes Verstands und Wissens ist Gott. Es ist tatsächlich eine schlechte moralische Eigenschaft, dass eine schwache Existenz wie der Mensch, der Gottes bedürftig ist, hochmütig wird und umher stolziert, als ob er eigene Kraft und Überlegenheit besäße. Je hochmütiger dieser Mensch wird, desto schuldiger wird er vor Gott:

 

Abwenden aber will lch von Meiner Botschaft diejenigen, die sich ohne Grund auf der Erde hochmütig benehmen. Selbst wenn sie aıle Zeichen (der Wahrheit) sehen, wahrlich, sie glauben nicht daran. Und selbst wenn sie den rechten Weg sehen, so nehmen sie ihn nicht als Weg. Sehen sie aber den Weg des Irrtums, so nehmen sie ihn als Weg. Dies, weil sie Unsere Botschaft der Lüge bezichtigten und sich nicht darum kümmerten. (Sure 7:146 – al-A’raf)

 

Die hochmütigen Menschen vertrauen nur auf ihre eigene Vernunft. Die Prinzipien und Werturteile dieser Menschen kommen vor allem anderen. Obgleich die Person, die ihnen die Botschaft Gottes verkündet, ein Prophet ist, widersetzen sie sich ihm und verhalten sich respektlos gegenüber ihm. Im Quran wird ausgeführt, dass die gemeinsame Eigenschaft der Führer der Völker, mit denen die Propheten sprachen, ihre Hochmütigkeit ist.

Als Luqman (a.s) sein Volk und seinen Sohn ermahnte, hat er zwei wichtige Dinge betont: den Klang der Stimme und den Gang. Der wichtige Punkt hier ist, dass Gott uns durch den Propheten Luqman (a.s) seine Gebote zukommen lässt.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37581/luqman-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37581/luqman-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11586_HZ_LOKMAN.jpgWed, 26 Jan 2011 02:17:57 +0200
Schuayb (a.s) Gott hat dem Volk Madyan den Propheten Schuayb (a.s) entsandt. Im Quran wurde berichtet, dass dieses Volk wie die anderen Völker nicht an Gott glaubte und auf der Erde Unheil stiftete. Schuayb (a.s) hat dieses Volk, das wegen seines Unglaubens letztenendes vernichtet wurde, bis zum letzten Moment aufgefordert, zu bereuen und Gott zu dienen.

Die schlechte Moral der Menschen, die Gott nicht fürchten, ist in jedem Moment ihres Lebens deutlich. Wenn wir auf die Völker Acht geben, die wir bis jetzt erwähnt haben, sehen wir, dass diese nicht Gottsfürchtigen Menschen sind, die Perversion ausüben, freveln, kein Schamgefühl haben und an nichts anderes außer an ihren eigenen Vorteil, an weltliche Interessen also, denken. Da dieses Verhalten und solche Eigenschaften bei heutigen Gesellschaften überaus verbreitet sind, sind alle Ratschläge, die die Gesandten Gottes ihren Völkern gegeben haben, heute für alle Menschen der Welt genauso gültig. Auch heute sollten alle Menschen eine Lehre daraus ziehen.

Beispielsweise war die wichtigste Eigenschaft des Volkes des Propheten Schuayb (a.s), dass es im Handel betrog. Schuayb (a.s) hat sein Volk davor gewarnt und sie folgendermaßen daran erinnert, dass es für sie besser sein würde, wenn es seinem Befehl gehorchte:

 

Und zu den Madyan (entsandten wir) ihren Bruder Schuayb. Er sprach: “O mein Volk! Dient Gott; ihr habt keinen Gott außer Ihm. Schon ist ein deutlicher Beweis von euerem Herrn zu euch gekommen. So gebt volles Maß und Gewicht und haltet nicht zurück, was den Leuten zusteht, und stiftet auf der wohlgeordneten Erde kein Verderben. Das ist besser für euch, so ihr glaubt.” (Sure 7:85 – al-A’raf)

 

Diese schlechten Eigenschaften des Volkes Madyan kann man heutzutage in den Gesellschaften, die weit von der Religion entfernt leben, oftmals sehen, und diese Eigenschaften werden verbreitet als normal angesehen. Aus diesem Grund ist jeder der Aufrufe des Propheten Schuayb (a.s) an sein Volk auch für die Menschen gültig, die heute leben. Auch heute sollen Menschen im Handel den Partnern ihren Gewinn nicht schmälern, sie sollten ehrlich sein, nicht Unfrieden auf Erden stiften und die Ordnung auf der Erde schützen. Es ist für die Gläubigen eine Pflicht, die Gesellschaften, in denen sie leben, zu ermahnen, indem sie sich die Gesandten Gottes zu Vorbildern nehmen.

 

Schuayb erklärte seinem Volk, dass er

ein vertrauenswürdiger Gesandter sei

 

(Damals) als Schuayb zu ihnen sprach: “Wollt ihr denn nicht Gottsfürchtig sein? Siehe, ich bin euch ein getreuer Gesandter; so fürchtet Gott und gehorcht mir! Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch, siehe, mein Lohn ist allein bei dem Herrn der Welten.” (Sure 26:177-180 – asch-Schu’ara’)

 

Schuayb (a.s) machte seinem Volk klar,

dass rechtmäßig erworbener Gewinn besser ist,

als unrechtmäßig erworbener Gewinn

Schuayb (a.s) sprach wie folgt:

 

“O mein Volk! Gebt rechtes Maß und Gewicht und enthaltet den Leuten nichts vor und richtet auf Erden kein Unheil an. Gottes Rest ist das beste für euch, falls ihr gläubig seid. Doch ich bin nicht euer Hüter.” (Sure 11:85, 86 – Hud)

 

Der Mensch kann auf der Erde durch Wege, die Gott verboten hat, reich werden. Doch das Geld und der Besitz, die auf diese Weise gewonnen werden, bringen dem Menschen keinen Nutzen. Im Gegenteil, dieser Mensch kann mit dem, was er so erworben hat, nie zufrieden sein. Unrechtes Gut gedeiht nicht, wie er erwartet. Noch wichtiger aber ist, dass der Mensch, der Verbotenes tut und auf diese Weise einen Gewinn erhält, indem er Gottes Wohlgefallen nicht beachtet und dieses Verhalten bis zu seinem Tod fortsetzt, im Jenseits mit unaufhörlicher Qual in der Hölle bestraft wird. Der Gewinn, der durch Wege erhalten wird, die Gott erlaubt, bringt dem Menschen jedoch immer Nutzen. Denn Gott zeigt den Menschen immer den richtigen und nützlichsten Weg. Aus diesem Grund sehen die, die Gottes Religion folgen und ihre Gewinne durch erlaubte Wege erhalten, dass dies ihnen Nutzen und Segen bringt. Gott vervielfacht den Gläubigen Seine Segnungen auf dieser Welt und im Jenseits als Lohn dafür, dass sie sich vor Sünden hüteten. In einem Vers erwähntGott den Unterschied zwischen ehrlich erworbenem und unrechtmäßig erworbenem Gut folgendermaßen:

 

Was ihr nun auf Zins ausleiht, um es mit dem Vermögen der Menschen zu vermehren, das vermehrt sich nicht bei Gott. Doch was ihr an Steuer entrichtet, im Trachten nach Gottes Angesicht - sie sind es, denen (ihr Einsatz) vervielfacht wird. (Sure 30:39 – ar-Rum)

 

Er sagte seinem Volk, das ihm nicht gehorchte,

er habe nur das Beste im Sinn gehabt.

 

Sie sagten: “O Schuayb! Bedeutet dein Gebot, dass wir aufgeben sollen, was unsere Väter anbeteten, und dass wir mit unserem Vermögen nicht nach Belieben schalten und walten sollen? Du bist doch immer nachsichtig und rechtdenkend!” (Sure 11:87 – Hud)

 

Schuayb (a.s), der wie alle Gesandten wusste, dass seine Pflicht die Verkündigung der Botschaft Gottes war und dass es Gott ist, Der die Menschen richtig führt, antwortete seinem Volk so:

 

Er sprach: “O mein Volk! Was meint ihr? Ich habe doch einen deutlichen Beweis von meinem Herrn und Er hat mich von Sich aus schön versorgt. Anders als ihr möchte ich keineswegs selbst tun, was ich euch untersagt habe. Ich will nichts anderes als euere Besserung, so weit ich es vermag. Und mein Erfolg liegt allein bei Gott. Auf Ihn vertraue ich, und Ihm wende ich mich zu." (Sure 11:88 – Hud)

 

Schuayb (a.s) erinnerte sein Volk noch einmal daran, dass er ein Gesandter Gottes war. Er wies darauf hin, dass die religiöse Gebote, die er gebracht hatte, Gottes Gebote seien und dass es sein einziges Ziel sei, sie auf den richtigen Weg zu führen. Schuayb (a.s), der seine Pflicht völlig erfüllte, wusste auch, dass er nur dann erfolgreich sein konnte, wenn es Gott wünschte. Er hat auch sein Volk daran erinnert und ihm verkündet, dass alles nur nach dem Willen Gottes geschehen kann.

 

Schuayb (a.s) warnte sein Volk vor der Strafe Gottes

Schuayb (a.s) erinnerte sein Volk an die Segnungen, die es genoss und gebot ihm, Gott gegenüber dankbar zu sein. Außerdem warnte er es, dass es bestraft werden würde, fall Gottes Gebote nicht befolgt würden.

 

Und zu den Leuten von Madyan (entsandten wir) ihren Bruder Schuayb. Er sprach: “O mein Volk! Dient Gott! Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Und verkürzt nicht Maß und Gewicht. Fürwahr, ich sehe, dass es euch gut ergeht, gleichwohl fürchte ich für euch die Strafe eines allumfassenden Tages.” (Sure 11:84 – Hud)

 

Andererseits hat der Prophet Schuayb (a.s) diese Menschen auch daran erinnert, was für eine Strafe die vergangenen Völkern wegen ihres Unglaubens getroffen hatte. Er machte sie darauf aufmerksam, dass diese Völker eine peinvolle Strafe Gottes erleiden mussten, weil sie auch gegen die Gesandten Gottes vorgegangen waren. Er warnte sein Volk vor einem ähnlichen Ende, damit es einen solchen Fehler nicht wiederholte:

 

“O mein Volk! Euere Widersetzlichkeit gegen mich verführe euch nicht zur Sünde, so dass euch das trifft, was schon das Volk Noahs oder das Volk Huds oder das Volk Salihs getroffen hat. Und ihr seid auch nicht viel anders als das Volk Lots. Und bittet eueren Herrn um Verzeihung. Dann wendet euch Ihm in Reue zu. Siehe, mein Herr ist barmherzig und liebvoll.” (Sure 11:89, 90 – Hud) 

Schuayb (a.s) machte sein Volk auf seine

Grausamkeit und Tyrannei aufmerksam

und betonte seine Loyalität zu Gott

 

 

Die Wortführer der Hochtrabenden seines Volkes sprachen: “Wahrlich, wir werden dich aus unseren Städten hinaustreiben, o Schuayb, samt den Gläubigen, die bei dir sind, es sei denn, ihr kehrt zu unserer Religion zurück.” Er sprach: “Etwa auch, wenn sie uns ein Greuel ist?” (Sure 7:88 – al-A’raf)

 

Im Laufe der Geschichte wurden alle Gesandten Gottes von ihren ungläubigen Völkern auf ähnliche Weise angegriffen. Diese Völker haben die Gesandten und die Gläubigen getadelt, weil sie der Religion Gottes folgten. Sie bemühten sich sehr darum, die Gesandten zu ihrer abergläubischen Religion zu bekehren, und sie haben es sogar versucht, indem sie Gewalt ausübten. Die Führer der Ungläubigen des Volkes Madyan wollten Schuayb (a.s) und die Gläubigen, die mit ihm waren, von ihrer Religion abbringen und sie haben gedroht, sie aus dem Land zu vertreiben, wenn sie ihnen nicht folgen würden. Auf diese Drohung antwortete Schuayb (a.s) wie folgt:

 

“Wenn wir zu euerer Religion zurückkehrten, würden wir gegen Gott eine Lüge ersinnen, nachdem uns Gott aus ihr befreite. Wir kehren nicht zu ihr zurück, es sei denn, Gott, unser Herr, wollte es. Unser Herr umfaßt alle Dinge mit Seinem Wissen. Auf Gott vertrauen wir. Unser Herr, entscheide nach der Wahrheit zwischen uns und unserem Volk; Du bist der beste Richter.” (Sure 7:89 – al-A’raf)

 

Diese Worte des Gesandten Gottes zeigen uns seine Entschlossenheit. Diese beispielhafte Entschlossenheit ist eine Eigenschaft, die alle Gläubigen besitzen sollten. Denn wie der Prophet Schuayb (a.s) sagte, weiß ein Mensch, der an Gott glaubt, dass Gott alle Dinge mit Seinem Wissen umfasst. Er glaubt ganz fest daran, dass niemand ihm schaden oder nützen kann, wenn Gott es nicht wünscht. Deswegen macht er keine Zugeständnisse, wenn er den Befehlen Gottes folgt.

 

Schuayb (a.s) verkündete,

dass man nur Gott fürchten soll

Eine der Eigenschaften der götzendienerischen Völker ist, dass sie vor anderen Menschen mehr Angst als vor Gott haben. Sie lieben diese Menschen mehr als Gott und für sie ist es wichtiger als das Wohlgefallen Gottes, diesen Menschen zu gefallen. Auch das Volk des Propheten Schuayb (a.s) bestand aus Menschen, welche die Größe Gottes nicht einschätzen konnten. Sie hatten keine Angst vor Gott aber sie genierten sich vor anderen Menschen. Sie wollten Schuayb (a.s) töten, aber sie sagten zu ihm, dass sie sich vor seinem engen Kreis genierten:

Sie sagten: “O Schuayb! Wir verstehen nicht viel von dem, was du sagst. Und wir betrachten dich als schwach unter uns. Wäre deine Familie nicht, steinigten wir dich, und du wärst gegen uns machtlos.” (Sure 11:91 – Hud)

 

Doch es ist nur Gott, Der die absolute Macht besitzt. Die einzige Existenz, die man fürchten soll, ist Gott. Jedes Wesen und alles Geschehen ist unter der Kontrolle Gottes. Nach den Drohungen seines Volkes hat der Prophet Schuayb (a.s) es daran erinnert, dass Gott der Allmächtige ist:

 

Er sprach: “O mein Volk! Hat meine Familie mehr Wert bei euch als Gott, Dem ihr geringschätzig den Rücken zeigt? Doch mein Herr überblickt alles, was ihr tut. O mein Volk! Handelt nach euerem Vermögen. Seht, auch ich werde handeln. Wahrlich, ihr werdet erfahren, wen eine Strafe treffen wird, die ihn schändet, und wer ein Lügner ist. Wartet nur. Seht, ich warte mit euch.” (Sure 11:92, 93 – Hud)

 

Wie alle Völker, die hartnäckig auf der Leugnung des Gesandten und der Verse Gottes bestanden haben, wurde auch das Volk Madyan von Gott bestraft:

 

Und als Unser Befehl erging, retteten Wir Schuayb und die Gläubigen, die bei ihm waren, in Unserer Barmherzigkeit. Und die Ungerechten erfaßte der Schrei, und sie lagen in ihren Wohnungen leblos am Boden, als hätten sie nie darin gewohnt. Fort mit Madyan, so wie die Thamud fortgerafft wurden! (Sure 11:94, 95 – Hud)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37580/schuayb-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37580/schuayb-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11585_hz_suayb.jpgWed, 26 Jan 2011 02:12:11 +0200
Joseph (a.s) ... Er war ja einer Unserer aufrichtigen Diener. (Sure 12:24 – Yusuf)

 

... Und so gaben Wir Joseph ein Zuhause auf Erden und lehrten ihn die Deutung des Geschehens. Denn Gott setzt stets Seine Anliegen durch, auch wenn die meisten Menschen es nicht wissen. Und als er seine volle Manneskraft erreicht hatte, gaben Wir ihm Weisheit und Wissen. So belohnen Wir die Rechtschaffenen. (Sure 12:21, 22 – Yusuf)

 

Die Sure Yusuf ist die 12. Sure des Quran und hat 111 Verse. Fast die gesamte Sure befasst sich mit dem Propheten Joseph (a.s). Er war ein sehr geduldiger, aufrichtiger Prophet, der den Menschen immer die Existenz und Überlegenheit Gottes erklärte. Gott hat ihn von Kindheit an mit unterschiedlichen Leiden geprüft. Sein Vertrauen auf Gott, seine aufrichtige Hingabe an Ihn, seine Wahrhaftigkeit und seine gemäßigte Handlungsweise sind für alle Gläubigen ein gutes Beispiel.

Als Joseph (a.s) noch ein Kind war, hat Gott ihm durch einen Traum die frohe Botschaft gegeben, dass Er ihm in Zukunft großes Wissen und viele Segnungen geben würde. Joseph (a.s) hat diesen Traum seinem Vater, dem Propheten Jakob (a.s), erzählt und dieser hat den Traum gedeutet:

 

Als Joseph zu seinem Vater sagte: “O mein Vater! Ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond; und ich sah sie wirklich sich vor mir niederwerfen”, da sagte er: “Mein Söhnchen! Erzähle deinen Traum nicht deinen Brüdern, sonst werden sie sich Böses gegen dich vornehmen. Wahrlich, Satan ist den Menschen ein offenkundiger Feind. Denn so wird dein Herr dich auserwählen und dich die Deutung des Geschehens lehren und Seine Gnade an dir und dem Hause Jakobs vollenden, so wie Er sie zuvor an deinen Vorvätern vollendete, an Ibrahim und Isaak. Siehe, dein Herr ist wissend und weise.” (Sure 12:4-6 – Yusuf)

 

Joseph (a.s) verkündete, das Wohlgefallen

Gottes stehe über allem anderen

Als Joseph (a.s) noch sehr jung war, wollten seine Brüder ihn beseitigen und sie warfen ihn schließlich in die Tiefe eines Brunnens, weil sie auf die Liebe ihres Vaters zu ihm eifersüchtig waren. Josephs (a.s) Brüder die ihn im Brunnen dem Tod überließen, erzählten ihrem Vater die Lüge, der Wolf habe ihn gefressen. (Sure 12:17 – Yusuf) Nachdem sie ihn im Brunnen zurückgelassen hatten, fand eine Karawane Joseph (a.s) und verkaufte ihn später einem ägyptischen Adligen. Joseph (a.s) wohnte lange Jahre in seinem Haus aber als er seine Volljährigkeit erreicht hat, wollte die Frau des hochgestellten Ägypters ihn zum Ehebruch verführen. Doch Joseph (a.s), der Gottsfürchtig war, ließ sich nicht darauf ein, er erinnerte die Frau an Gott und sagte ihr folgendes:

 

Doch die (Frau), in deren Haus er lebte, stellte ihm nach. Sie verriegelte die Türen und sagte: “Komm doch her!” Er sprach: “Gott behüte! Mein Besitzer hat mich doch gut aufgenommen. Und denen, die Unrecht tun, geht es nicht gut.” (Sure 12:23 – Yusuf)

 

Die Frau jedoch, die ihr Ziel nicht erreichen konnte, verleumdete Joseph (a.s). Obwohl seine Unschuld durch Zeugen und Beweise geklärt wurde, wurde er ins Gefängnis geworfen. Joseph (a.s), der immer nach dem höchsten Wohlgefallen Gottes suchte, weil er sich in jedem Augenblick bewusst war, von Gott geprüft zu werden, sagte, dass das Gefängnis ihm lieber sei:

 

Er sprach: “Mein Herr! Das Gefängnis ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Doch wenn Du nicht ihre Ränke von mir abwendest, gebe ich ihnen in meiner Jugend vielleicht nach und bin ein Tor.” (Sure 12:33 – Yusuf)

 

Wie an diesem Fall ersichtlich ist, sollte jemand, der fest an Gott glaubt, in keinem Fall seine Beherrschung verlieren, immer auf Gott vertrauen und nie vergessen, dass er unbedingt einem guten Ende entgegensehen wird. Denn Gott hat mitgeteilt, dass Er Seinen aufrichtigen Dienern sowohl im Diesseits als auch im Jenseits helfen wird. Das Leben des Propheten Joseph (a.s) ist ein wichtiges Beispiel, das uns im Quran gegeben wird.

 

Joseph (a.s) erinnert seine Zellengenossen,

dass es Gott ist, Der alles gibt

Im Quran wurde berichtet von zwei anderen jungen Männern, die mit Joseph (a.s) zusammen im Gefängnis waren. Sie baten Joseph (a.s), ihre Träume zu deuten. Wie alle Gesandten sprach Joseph (a.s) zuerst von der Existenz Gottes und erklärte, dass die Gabe, die er besaß, tatsächlich Gott gehörte:

 

Er sprach: “Ehe euch das Essen gebracht wird, mit dem ihr versorgt werdet, will ich euch dies deuten, noch bevor es euch zustößt. Das ist ein Teil dessen, was mich mein Herr gelehrt hat. Seht, ich verließ die Religion der Leute, die nicht an Gott glauben und das Jenseits leugnen. Ich folge der Religion meiner Väter Ibrahim, Isaak und Jakob. Uns ist es nicht erlaubt, Gott andere Gottheiten beizugesellen. Dies gehört zur Gnade Gottes gegen uns und gegen die Menschheit, jedoch die meisten Menschen sind nicht dankbar.” (Sure 12:37, 38 – Joseph)

 

Diese Erinnerung des Propheten Joseph (a.s) deutet auf eine Tatsache hin, die die Gläubigen nie vergessen sollten. Alle physischen und seelischen Eigenschaften, die ein Mensch besitzt, werden ihm von Gott gegeben. Und Gott hat Macht darüber, alles zurückzunehmen, was Er vorher gegeben hat oder noch mehr zu geben, wenn Er es wünscht. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Menschen diese Tatsache nicht vergessen und dass sie mit keiner der Eigenschaften, die sie besitzen, prahlen.

 

Der Prophet Joseph lehrte seine Zellengenossen,

dass es nur einen einzigen Gott gebe,

und dass sie allein Ihn anbeten sollten

Dann informierte Joseph (a.s) seine Mitgefangenen, dass Gott der einzige Gott ist und dass man nur Ihn anbeten soll:

 

"O meine Mitgefangenen! Sind (mehrere) unterschiedliche Herren besser als Gott, der Eine, der Allmächtige? Ihr verehrt neben Ihm nichts als Namen, die ihr und euere Väter selber erfunden habt, und wozu Gott euch keine Ermächtigung gab. Die Entscheidung liegt allein bei Gott. Befohlen hat Er, dass ihr Ihn alleine anbetet. Das ist der wahrhafte Glauben, jedoch wissen es die meisten Menschen nicht." (Sure 12:39, 40 – Joseph)

 

Joseph (a.s) hat die Fragen seiner Mitgefangenen, die Gott andere Götter beigesellten, nicht sofort beantwortet. Stattdessen hat er sie zuerst zum Glauben aufgefordert und ihnen empfohlen, Gott keinen Gott zur Seite zu stellen. Da ein ungläubiger Mensch sich nicht bewusst ist, in was für einer schlechten Lage er ist, kann er nicht entscheiden, was für ihn vor allem von Bedeutung ist. Er treibt sein Spiel mit Themen von zweitrangiger Bedeutung. In einem solchen Fall ist es die Aufgabe der Gläubigen, einen solchen Menschen zu erkennen und ihm einen nützlichen Ratschlag zu geben. Das wichtigste, was dem Menschen nützen wird, ist der Glaube an Gott; deswegen hat Joseph (a.s) seinen Freunden zuerst den Glauben erklärt.

Egal in was für einem Ort oder in welchen Umständen Joseph (a.s) sich befand, er hat seine Entschlossenheit, Gottes Befehle auszuführen, nie aufgegeben. Sogar im Gefängnis fuhr er fort, den Menschen den Glauben an Gott zu verkünden. Dieses Verhalten Joseph (a.s)s’ ist ein sehr schönes Beispiel für die Muslime.

 

Joseph (a.s) erklärte, dass das niedere Selbst Böses gebietet

Als Ergebnis der sich entwickelnden Geschehnisse hat die Frau, wegen der Joseph (a.s) ins Gefängnis geworfen wurde, eingestanden, was sie getan hatte und es wurde klar, dass Joseph (a.s) unschuldig war. Nachdem die Unschuld Josephs (a.s) an den Tag gekommen war, betonte dieser, er habe sich nie darum bemüht, sich selbst reinzuwaschen:

 

“Dies, (sprach Joseph,) damit (mein Herr) weiß, dass ich während seiner Abwesenheit keinen Verrat gegen ihn verübte, und damit Gott die Pläne der Verräter nicht gelingen läßt. Doch ich will mich nicht selber reinwaschen. Seht, der Mensch ist zum Bösen geneigt, es sei denn, dass mein Herr Sich seiner erbarmt. Mein Herr ist fürwahr verzeihend und barmherzig.” (Sure 12:52, 53 – Joseph)

 

Um verstehen zu können, warum Joseph (a.s) sein Unterbewusstsein nicht verteidigen wollte, sollten wir auf die Bedeutung dieses Wortes eingehen. Wir können das Unterbewusstsein die antreibende Kraft im Menschen, die das Böse gebietet, definieren. Wenn die Wünsche des Unterbewusstseins im Widerspruch zum Wohlgefallen Gottes stehen, dann geben die Gläubigen dem nie nach. In jedem Fall suchen sie nach dem höchsten Wohlgefallen Gottes. Da Joseph (a.s) sein Unterbewusstsein kannte, hat er klargemacht, dass es falsch sein würde, sie zu verteidigen.

 

Joseph (a.s) war Gott dankbar für

die Segnungen, die er erhielt

Nach seiner erwiesenen Unschuld wurde dem Propheten Joseph (a.s) das Schatzamt des Landes anvertraut. Er brachte auch seine Familie wieder zusammen und erzählte ihr von seinem Gottvertrauen.

 

Und er ließ seine Eltern auf dem Thron Platz nehmen, aber sie warfen sich ehrfürchtig vor Ihm nieder. Und er sprach: “O mein Vater, dies ist die Deutung meines früheren Traums. Nun hat es mein Herr wahrwerden lassen. Er hat mir Gutes erwiesen, als Er mich aus dem Gefängnis befreite und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Fürwahr, mein Herr findet Mittel und Wege für das, was Er will. Siehe, Er ist der Wissende, der Weise." (Sure 12:100 – Yusuf)

 

Joseph (a.s), der bei allen Schwierigkeiten auf Gott vertraute und sich zu Gott wandte, betete jedes mal, wenn Gott ihm Segnungen zuteil werden lies.

 

“Mein Herr, du gabst mir die Herrschaft und lehrtest mich die Deutung des Geschehenen. Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Hort in dieser Welt und in der nächsten; laß mich zu Dir verscheiden als ein Gottergebener und vereine mich mit den Gerechten.” (Sure 12:101 – Joseph)

 

Die Informationen dieser Verse zeigen uns den hohen moralischen Charakter des Propheten Joseph (a.s), seinen Glauben an Gott, seine Ergebenheit und seine Wahrhaftigkeit ganz offenkundig. Ganz gleich welchen Geschehnissen er gegenüberstand, er hat seine hohe Moral und Ergebenheit nicht ein bisschen geändert. Sein ganzes Leben lang hat er den anderen Menschen Gottes Existenz und Seine Allmacht erklärt.

Ein anderes wichtiges Thema, über das man sehr gründlich nachdenken sollte ist, dass der Prophet Joseph (a.s) wünschte, als ein Muslim zu sterben und unter den Rechtschaffenen zu sein, obwohl er ein Prophet war. Niemandem ist garantiert, als Muslim zu sterben und ins Paradies zu gehen. Die Gläubigen sind sich dessen bewusst, sie fürchten Gott und beten wie der Prophet Joseph (a.s) zu Ihm, um als Muslim zu sterben.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37579/joseph-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37579/joseph-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11584-hz_yusuf.jpgWed, 26 Jan 2011 02:09:22 +0200
Jakob (a.s) Gedenke auch Unserer Diener Ibrahim, Isaak und Jakob, Leute voll Kraft und Einsicht. Siehe, Wir erwählten sie besonders zum Zwecke des Gedenkens an das Jenseitige. Und sie gehören für Uns fürwahr zu den Auserwählten, den Besten. (Sure 38:45-47 – Sad)

 

Der Prophet Jakob (a.s) war aus der Nachkommenschaft des Propheten Ibrahim (a.s). Gott hat Ibrahim (a.s) und seine Söhne zu Vorbildern gemacht, die auf Gottes Geheiß rechtleiteten und zum Rechten aufforderten. Gott teilt dies im Quran folgenderweise mit:

 

Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf Unser Geheiß rechtleiteten, und wiesen sie an, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und Almosen zu entrichten. Und sie verehrten Uns. (Sure 21:73 – al-Anbiya)

 

Jakob (a.s) empfahl seinen Söhnen die wahre

Religion und mahnte sie, rechtschaffen zu sein

 

Im Quran, in der Sure al-Baqara, finden wir die Verse, die sich auf die Verbreitung der Botschaft Gottes durch den Propheten Jakob beziehen. Der Quran erwähnt den Willen Jakobs wie folgt: Ibrahim wies seine Söhne an, den wahren Glauben zu akzeptieren, und dasselbe tat Jakob.

 

Und Ibrahim legte es seinen Kindern ans Herz. Und Jakob (sprach:) “O meine Kinder! Siehe, Gott hat euch den Glauben erwählt; so sterbt nicht, ohne Gottergebene zu sein.” (Sure 2:132 – al-Baqara)

 

Als Muslim zu sterben, ist eines der wichtigsten Gebete eines Gottsfürchtigen Menschen. Denn obwohl ein Mensch sein ganzes Leben lang gute Werke tun kann, werden diese Werke, zunichte wenn er irregeht und den Glauben verleugnet, und er würde die Qual der Hölle verdienen. Indem Jakob (a.s) seinen Söhnen sagte “So sterbt nicht, ohne Gottergebene zu sein”,warnte er siedavor und gab ihnen den Ratschlag,ihren Glauben zu schützen, ohne ihren aufrichtigen Willen und ihre Entschlossenheit zu zerstören. Die Söhne, die den Wunsch ihres Vaters erfüllten, sagten ihm, sie würden Gott anbeten und Ihm ergeben sein:

 

Oder wart ihr Augenzeugen, als Jakob der Tod nahte? Da sprach er zu seinen Söhnen: “Was werdet ihr nach mir anbeten?” Sie sprachen: “Anbeten werden wir deinen Gott und den Gott deiner Väter Ibrahim und Ismael und Isaak, den einzigen Gott, und Ihm sind wir völlig ergeben.” (Sure 2:133 – al-Baqara)

 

Jakob (a.s) rät seinen Söhnen, auf Gott zu vertrauen

 

Und er sprach: “O meine Söhne! Tretet nicht (allesamt) durch ein einziges Tor ein, sondern tretet durch verschiedene Tore ein. Doch ich kann euch nicht gegen Gott helfen. Die Entscheidung liegt allein bei Gott. Ihm vertraue ich, und vertrauen sollen Ihm alle Vertrauenden.” Obwohl sie so eingetreten waren, wie ihr Vater es ihnen anbefohlen hatte, nützte ihnen dies nichts gegen (den Plan von) Gott. Es erfüllte lediglich einen innigen Wunsch Jakobs (sie zu schützen). Er aber besaß Wissen, das Wir ihn gelehrt hatten. Jedoch wissen die meisten Menschen nicht Bescheid. (Sure 12:67, 68 – Joseph)

 

Als der Prophet Jakob (a.s.) seinen Söhnen empfahl, vorsichtig zu sein, wenn sie in die Stadt einträten, erinnerte er sie auch an eine sehr wichtige Tatsache. Er betonte, dass man nicht auf die Vorsichtsmaßnahmen, sondern auf Gott vertrauen sollte. Denn ohne dass Gott es wünscht, hat der Mensch keine Macht, sich selbst zu schaden oder zu nützen. Er kann nicht verhindern, was ihm geschehen wird und er kann nicht zu etwas Gutem gelangen. Ein Gläubiger tut alles, was erforderlich ist und trifft alle Vorsichtsmaßnahmen, da er nach dem Wohlgefallen Gottes strebt. Aber er weiß ganz sicher, dass das Ergebnis mit Erlaubnis Gottes zustande kommt. Er vertraut nur auf Ihn.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37578/jakob-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37578/jakob-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11583HZ._YAKUP.jpgWed, 26 Jan 2011 02:07:01 +0200
Lot (a.s) Und Lot gaben Wir Weisheit und Wissen und retteten ihn aus der Stadt, die Ruchloses beging. Sie waren fürwahr verdorbene Leute, Missetäter. Und Wir ließen ihn in Unsere Barmherzigkeit eingehen. Er war wahrlich einer der Rechtschaffenen. (Sure 21:74, 75 –al-Anbiya)

 

Eines der dekadentesten Völker, die im Quran erwähnt werden, ist das Volk des Propheten Lot (a.s). Dieses Volk, so der Quran, übte eine unerhörte Perversion aus, die die Welt bis dahin nicht kannte; die Sodomie.

 

Und Lot sprach zu seinem Volk: “Ihr begeht wirklich Schändlichkeiten wie niemand zuvor in aller Welt! Müßt ihr euch Männern nähern auf unnatürlichem Wege und bei eueren Treffen Abscheuliches treiben?” Sein Volk antwortete lediglich: “Bring uns doch Gottes Strafe herbei, wenn du die Wahrheit sagst!” (Sure 29:28, 29 – al-’Ankabut)

 

Und Lot als er zu seinem Volke sprach: “Wollt ihr Schändlichkeiten begehen wie kein Geschöpf zuvor? Wahrlich, ihr kommt mit Sinneslust zu Männern statt zu Frauen! Ja, ihr seid ein ausschweifendes Volk!” (Sure 7:80, 81 – al-A’raf)

 

"Nähert ihr euch ausgerechnet Männern und haltet euch von den Frauen fern, die euer Herr für euch geschaffen hat? Aber nein! Ihr seid ein hemmungsloses Volk!” (Sure 26:165, 166 – asch-Schu’ara’)

 

Und (gedenke) Lots, als er zu seinem Volke sprach: “Nähert ihr euch sehenden Auges dem Schändlichen? Nähert ihr euch lüstern Männern statt Frauen? Ja, ihr seid ein dummes Volk!” (Sure 27:54, 55 – an-Naml)

 

Der Prophet Lot (a.s) hat sein Volk, das seinen perversen Gepflogenheiten nachging, aufgefordert, für Gott zu leben und einen guten, moralischen Charakter anzunehmen. Das Volk wollte jedoch mit seiner rebellischen Haltung und seinen perversen Neigungen nicht aufhören und es widersetzte sich Lot (a.s) beharrlich. Doch trotz des hartnäckigen Unglauben des Volkes hat sich auch Lot (a.s), wie alle Gesandten Gottes, sehr darum bemüht, sein Volk auf den Weg der Rechtgeleiteten zu führen. Er hat die Menschen auf den richtigen Weg Gottes eingeladen, ohne sich vor den Angriffen und Verleumdungen dieser widerspenstigen Menschen zu fürchten.

Wie Gott in den obigen Versen berichtet, hat Lot (a.s) seinem Volk die Schändlichkeiten vor Augen geführt, die es beging und es zu einem reinen Leben aufgefordert, das Gott gefällt. Doch wie es im Lauf der Geschichte bei vielen widerspenstigen Völkern der Fall war, hat auch das Volk des Propheten Lot (a.s) nicht gehorcht. Lots (a.s) Volk, das in Trotz und Widerwillen verharrte, drohte ihm, ihn des Landes zu verweisen. Es machte sich über die physische und seelische Sauberkeit des Propheten und der Gläubigen lustig. Obwohl Lot (a.s) die Menschen sie oftmals zum richtigen Weg aufgefordert hatte, ist das Volk dieser Aufforderung nicht nachgekommen und hat hartnäckig auf dem Unglauben bestanden.

 

Er sprach: “Seht, ich verabscheue euer Verhalten.” (Sure 26:168 – asch-Schu’ara’)

 

Wie aus diesem Vers zu verstehen ist, hat der Prophet Lot (a.s) trotz der Beharrlichkeit und Abtrünnigkeit seines Volkes den Befehlen Gottes gehorcht und die Menschen mit großer Bestimmtheit dazu aufgefordert, dasselbe zu tun. Er sagte, dass er an den Taten, die Gott nicht gefallen, auch kein Gefallen finde und dass er sich darum ernsthaft bemühen werde, solche Taten zu verhindern.

 

Lot (a.s) forderte sein Volk zur Gottesfurcht auf

Lot (a.s) wies sein Volk darauf hin, dass er ein vertrauenswürdiger Gesandter Gottes sei, mit dem Auftrag, Seine Botschaft zu verbreiten und dass er keinen Lohn dafür verlange. Er ermahnte die Menschen zur Gottesfurcht:

 

(Damals) als ihr Bruder Lot zu ihnen sprach: “Wollt ihr denn nicht Gottsfürchtig sein? Seht, ich bin euch ein treuer Gesandter. So fürchtet Gott und gehorcht mir! Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist allein bei dem Herrn der Welten.” (Sure 26:161-164 – asch-Schu’ara’)

 

Damit ein Mensch die Moral vollkommen erleben kann, die Gott gefällt, soll er im wahrsten Sinn Gott fürchten. Wenn jemand Gott fürchtet, besitzt er keine schlechte Eigenschaft, die Gott nicht gefällt. Wenn er einen Fehler begeht, ohne es zu bemerken, verbessert er sein falsches Verhalten sofort, wenn er das richtige Verhalten erfährt. Dieser Mensch führt ein Leben, das Gott wohlgefällig sein wird und hofft auf ein schönes Leben sowohl im Diesseits als auch im Jenseits. Aus diesem Grund haben, wie der Prophet Lot (a.s), auch alle anderen Gesandten Gottes ihre Völker ermahnt, Gottsfürchtig zu sein.

 

Lot (a.s) mahnte sein Volk, recht zu handeln und

sich für ihre bisheriges Verhalten zu schämen

Aufgrund seines hartnäckigen Beharrens auf dem Unglauben hat Gott Lots (a.s) Volk Engel geschickt, um Lot (a.s) die Strafe mitzuteilen, die Er diesem Volk senden würde. Das Volk, das die von Gott gesandten Engel für Menschen hielt, rannte zu Lot (a.s). Das Gespräch zwischen Lot (a.s) und seinem Volk verlief so:

 

Und als Unsere Sendboten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in Bedrängnis, da er sie nicht beschützen konnte. Und er sprach: “Dies ist ein böser Tag!” Und sein Volk kam zu ihm geeilt, stets bereit, Böses zu verüben. Er sprach: “O mein Volk! Diese Töchter von mir sind reiner für euch. So fürchtet Gott und bringt keine Schande über mich hinsichtlich meiner Gäste! Ist denn kein anständiger Mann unter euch?” Sie sagten: “Du weißt doch, dass wir nicht auf deine Töchter aus sind, und weißt genau, was wir begehren.” (Sure 11:77-79 – Hud)

 

Wie wir sehen, bestand das Volk Lots (a.s), das keine Furcht vor Gott hatte, aus Menschen, die keine Schamgefühle mehr hatten und ihre perversen Neigungen ganz offen ausübten. Sicher ist dies das natürliche Resultat der Religionslosigkeit. Diese entartete Struktur ist heute oft in Gesellschaften zu sehen, die weit von der Religion entfernt leben und sie wird auch nicht als ungewöhnlich angesehen. Es ist die Religion, die uns die gute Moral, das Richtige und Falsche lehrt. Das Gewissen der Menschen jedoch, die keine Gottesfurcht haben und die weit entfernt von der Religion leben, ist blind. Solchen Menschen fehlen die überragenden charakterlichen Eigenschaften wie Schüchternheit oder Schamgefühl. Lot (a.s), der dieses abscheuliche Treiben seines Volkes als ein Resultat ihrer Religionslosigkeit ansah, sagte seinem Volk, es solle Furcht vor Gott haben und ihn vor seinen Gästen nicht in Verlegenheit bringen.

 

Doch das Volk der Stadt kam hochmütig. Er sprach: “Seht, dies sind meine Gäste. Macht mir also keine Schande! Und fürchtet Gott, und macht mir keine Unehre! Sie sagten: “Haben wir dir nicht Gäste - woher auch immer - verboten?” Er sprach: “Hier sind meine Töchter, wenn ihr es denn tun wollt.” Bei deinem Leben! (o Lot.) In ihrer Trunkenheit torkelten sie herum. Da erfaßte sie der Schrei bei Sonnenaufgang, und Wir kehrten (in ihrer Stadt) das Oberste zu unterst und ließen Steine aus gebranntem Ton auf sie niederregnen. Hierhin sind wahrlich Zeichen für die Einsichtigen! Und siehe, sie lagen an einer Straße, die noch vorhanden ist. Hierin sind wahrlich Zeichen für die Gläubigen. (Sure 15:67-77 – al-Hidschr)

 

Die dem Ruf des Propheten Lot (a.s) nicht folgten sondern ihre Perversionen fortsetzten, erhielten eine furchtbare Strafe. Doch die Vergeltung im Jenseits wird noch furchtbarer sein.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37577/lot-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37577/lot-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11582HZ._LUT.jpgWed, 26 Jan 2011 02:03:48 +0200
Ibrahim (a.s) Und wer hätte einen schöneren Glauben als wer sich Gott hingibt und das Gute tut und die Religion Ibrahims, des Lauteren im Glauben, befolgt; denn Gott nahm sich Ibrahim zum Freund. (Sure 4:125 – an-Nisa)

 

Ibrahim (a.s) ist ein Gesandter, den Gott „zum intimen Freund genommen“ hat. In vielen Versen hat Gott die hohe Moral des Propheten Ibrahim (a.s) gerühmt. Ibrahim (a.s), mit seinen hohen moralischen Charaktereigenschaften ein gutes Vorbild für die Gläubigen, war ein sanftmütiger, ehrlicher, tapferer Mensch, der sich stets an Gott wandte. Gott beschreibt Ibrahim’s (a.s) Moral in einem Vers folgendermaßen:

 

Ibrahim war fürwahr ein Vorbild der Tugend, gehorsam gegen Gott, lauter im Glauben und kein Götzendiener. Er war für Seinen Gnadenerweis dankbar, und Er erwählte ihn und leitete ihn auf einen geraden Pfad. So gaben Wir ihm im Diesseits Gutes. Und im Jenseits gehört er gewiß zu den Gerechten. (Sure 16:120-122 – an-Nahl)

 

Ibrahim (a.s), den Gott wegen seiner überlegenen Moral lobt, wurde zu einem Volk entsandt, das selbst hergestellte Götzen anstatt Gott verehrte und das hartnäckig darauf bestand, diese Götzen anzubeten. Ibrahim (a.s) wurde von Gott verpflichtet, sein Volk dazu aufzufordern, nur Ihm zu dienen. Doch die Menschen seines Volkes wollten die wahre Religion nicht annehmen, weil sie dachten, die wahre Religion stünde im Widerspruch zu ihren weltlichen Vorteilen. Sie versuchten, Ibrahim (a.s) zu ermorden. Doch Gott hat den Plan zunichte gemacht, und ihn vor seinem grausamen Volk gerettet:

 

Sie riefen: “Verbrennt ihn und verteidigt euere Götter, falls ihr etwas tun wollt.” Wir sprachen: “O Feuer, sei kühl und unschädlich für Ibrahim!” Und sie suchten, ihm zu schaden, doch Wir machten sie zu den Verlierern. Denn Wir erretteten ihn und auch Lot in das Land, das Wir für alle Welt gesegnet haben. Und Wir schenkten ihm Isaak, und Jakob dazu, und machten alle beide rechtschaffen. Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf Unser Geheiß rechtleiteten, und wiesen sie an, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und Almosen zu entrichten. Und sie verehrten Uns. (Sure 21:68-73 – al-Anbiya)

 

Wie wir in dieser Geschichte gesehen haben, hat Gott aufgrund der Aufrichtigkeit Ibrahims (a.s) verhindert, dass sein Volk ihn verletzen konnte. Dann hat Er das Volk bestraft, das Seinen Propheten töten wollte, und Er hat es vertilgt. Ibrahim (a.s) und den Gläubigen wurde von Gott ein besserer Ort als zuvor gegeben, sie erhielten zahlreiche Segnungen und Gott war barmherzig gegen sie.


Ibrahim (a.s) wandte sich Gott aufrichtig zu und

er versicherte seinem Volk, er sei kein Götzendiener

Obwohl er in einem Volk von Götzenanbetern lebte, fand Ibrahim (a.s) durch Befragung seines Gewissens heraus, dass Gott Der eine und alleinige Gott ist. Er glaubte und wandte sich zu Gott. Die folgende Verse beschreiben, wie Ibrahim (a.s) zum Glauben an Gott kam:

 

Und so zeigten wir Ibrahim das Königreich der Himmel und der Erde, damit er zu den Festen im Glauben gehöre. Doch als die Nacht ihn überschattete, sah er einen Stern. Er rief: “Das ist mein Herr!” Als er aber unterging, sprach er: “Ich liebe nicht, was untergeht.” Und als er den Mond aufgehen sah, sprach er: “Das ist mein Herr!” Und als er unterging, sagte er: “Wahrlich, wenn mich mein Herr nicht leitet, bin ich einer der Irrenden.” Doch als er die Sonne aufgehen sah, rief er: “Das ist mein Herr – das ist das Größte!” Als sie jedoch unterging, sagte er: “O mein Volk! Ich habe nichts mit eueren Göttern zu schaffen!” (Sure 6:75-78 – al-A’nam)

 

Natürlich gibt es in dieser Geschichte über den Propheten Ibrahim (a.s) eine wichtige Lehre für die Gläubigen. Es ist sehr einfach für einen Menschen, Gottes Existenz zu begreifen. Überall, wohin der Mensch seinen Blick wendet, kann man zahlreiche Zeichen der Schöpfung Gottes sehen. Ein gewissenhafter Mensch kann, auch wenn er nichts weiß und wenn ihm nichts erklärt wird, ganz leicht erkennen, dass das Universum einen Schöpfer hat, indem er darüber einige Minuten lang aufrichtig nachdenkt. Er kann die Macht und die Größe Gottes sofort verstehen. Auch Ibrahim (a.s), der gewissenhaft nachdachte, hat als Ergebnis seiner aufrichtigen Überlegung Gottes Existenz und Heiligkeit begriffen, obwohl ihm diese Tatsache vielleicht vorher nie erklärt worden war. Er sagte sich von seinem Volk und von dem, was sie statt Gott anbeteten, los:

 

“Siehe, ich richte mein Angesicht lauteren Glaubens auf Den, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat, und ich gehöre nicht zu denen, die (Gott) Gefährten geben.” (Sure 6:79 – al-A’nam) 

 

Ibrahim (a.s) verlangte von seinem

Volk die Anbetung Gottes

 

Wie die folgenden Seiten zeigen werden, unternehmen die Gesandten jede Anstrengung, ihre Völker auf den Weg Gottes zu führen. Die Gesandten, die ihren Völkern die Religion verkünden, erklären dasselbe Thema mit sehr unterschiedlichen Beispielen, um die Menschen zum Denken anzuleiten. Sie beschreiben die Moral, die Gott gefällt, sehr ausführlich, sie verbieten das Unrechte und machen klar, wie hässlich solche Taten sind und was für einen Schade sie anrichten. Sie versuchen, den Menschen den geraden Weg zu zeigen und sie zu gewissenhaftem Denken anzuleiten.

Vor allem hat der Prophet Ibrahim (a.s) sein Volk auf den Weg Gottes eingeladen und ihm gesagt, die Götzen aufzugeben und sich zu Gott zu bekennen. In vielen Quranversen erzählt uns Gott, wie Ibrahim (a.s) seinen Vater und sein Volk dazu aufgefordert hat, sich zu Gott zu bekehren. Ibrahim (a.s) hat diese Menschen, die Götzen zu Göttern nahmen, folgendermaßen dazu aufgerufen, nur Gott zu dienen und Ihn zu fürchten:

 

Und (gedenke) Ibrahims, als er zu seinem Volk sprach: “Dient Gott und fürchtet ihn! Das ist besser für euch, wenn ihr es doch nur wüßtet! Ihr dient statt Gott nur Götzenbildern und setzt dabei eine Unwahrheit in Umlauf. Seht, diejenigen, denen ihr anstelle von Gott dient, vermögen euch nicht zu versorgen. Darum begehrt die Versorgung von Gott und dient Ihm und dankt Ihm; zu Ihm kehrt ihr zurück. (Sure 29:16, 17 – al-‘Ankabut)

 

Wie aus den Versen ersichtlich ist, hat Ibrahim (a.s) seinem ungläubigen Volk die überlegene Macht Gottes mit unterschiedlichen Beispielen erklärt. Er hat Vergleiche gezogen, damit sie diese Tatsache begreifen konnten, er hat sie daran erinnert, dass es Gott ist, Der ihnen alles gibt, und ihnen klar gemacht, dass sie zu Gott zurückkehren werden. Ibrahim (a.s) hat sowohl sein Volk als auch seine nahen Verwandten vor dieser Tatsache gewarnt. Seinem Vater Azar hat er folgendermaßen mitgeteilt, dass er sich falsch verhält:

 

Und als Ibrahim zu seinem Vater Azar sprach: “Nimmst du Bilder zu Göttern an? Wahrlich, ich sehe dich und dein Volk in offenkundigem Irrtum!” (Sure 6:74 – al-An’am)

 

Ibrahim (a.s) warnte sein Volk,

Satan zu gehorchen

Der größte Feind des Menschen ist Satan. Als Gott Adam als ersten Menschen erschuf, befahl Er Satan, sich vor Adam niederzuwerfen. Doch Satan wurde aufsässig und gehorchte Gottes Befehl nicht. Daraufhin hat Gott ihn verflucht und ihn aus dem Paradies verjagt. Nachdem Satan aus dem Paradies vertrieben worden war, fragte er Gott um Erlaubnis, bis zum Jüngsten Tag die Menschen vom richtigen Weg abbringen zu dürfen. Ziel Satans ist es, die Menschen, die er für die Vertreibung aus dem Paradies verantwortlich macht, vom richtigen Weg und vom Wohlgefallen Gottes abzubringen und somit für sie die Hölle zu sichern.

Aus diesem Grund versucht Satan, die Menschen irrezuführen. Satan hat keine Macht über Menschen, die aufrichtig an Gott glauben und auf Gott vertrauen. Gott hat uns im Quran mitgeteilt, dass die Zahl dieser Menschen gering sein wird. Deswegen hat Ibrahim (a.s) seinen Vater und sein Volk, die Gottes Weg verlassen hatten, gewarnt, nicht Satan, sondern ihm zu folgen. Er sagte folgendes:

“O mein Vater! Siehe, nun ist zu mir Wissen gekommen, das nicht zu dir kam. So folge mir, damit ich dich auf den rechten Pfad leite. O mein Vater! Diene nicht dem Satan. Wahrlich, der Satan war ein Rebell gegen den Erbarmer. O mein Vater! Ich fürchte fürwahr, dass dich eine Strafe des Erbarmers trifft, und dass du ein Freund des Satans wirst.” (Sure 19:43-45 – Maryam)

 

Ibrahim (a.s) ermahnte sein Volk, sich nicht

gegenseitig zu Götzen zu machen und Gott keine

anderen Götter beizugesellen

Eine der deutlichsten Eigenschaften der götzendienerischen Gesellschaften ist es, dass sie anderen Wesen mehr Wert als Gott beimessen und dass sie diese mehr fürchten als Gott. Dieses Verhalten beschränkt sich nicht nur auf Figuren aus Stein oder Holz.

Auch im Volk Ibrahims (a.s) gab es Menschen, die andere Wesen mehr liebten als Gott, ihnen mehr Wert beimaßen als Gott. Am Jüngsten Tag jedoch werden diese Menschen begreifen, dass es keine andere Kraft außer Gott gibt und sie werden sehen, dass diese Wesen, die sie so hoch schätzen, in Wirklichkeit dessen nicht Wert sind und dass sie gegenüber der Macht Gottes nur schwache Diener sind. Aus diesem Grund hat Ibrahim (a.s) sein Volk daran erinnert, nicht andere Götter anstelle von Gott anzunehmen und daran, dass sie mit diesen Göttern am Jüngsten Tag verflucht sein und alle zusammen in die Hölle geworfen werden:

 

Und er sprach: “Ihr habt anstelle von Gott Götzen angenommen, in gegenseitiger Liebe zum irdischen Leben. Dann aber, am Tage der Auferstehung, wird einer von euch den andern verleugnen und verfluchen. Euere Wohnung wird dann das Feuer sein, und ihr werdet keinen Beistand finden.” (Sure 29:25 – al-‘Ankabut)

 

Ibrahim (a.s) vermittelte den Menschen

die Größe und Macht Gottes

Ibrahim (a.s) gab verschiedene Beispiele, um seinem Volk die Existenz und Größe Gottes begreiflich zu machen. Als einer, der mit seinem Reichtum zu prahlen pflegte und dabei vergessen hatte, dass Gott es war, Der ihm all seinen Besitz gegeben hatte, mit Ibrahim (a.s) über Gott stritt, gab er ihm eine Antwort, die die Schwäche dieses Menschen und Gottes Macht verdeutlichten:

 

Sahst du nicht den, der mit Ibrahim über seinen Herrn stritt, weil Gott ihm das Königreich gegeben hatte? Da sprach Ibrahim: “Mein Herr ist der, welcher lebendig macht und sterben läßt.” Er sprach: “Ich bin derjenige, der lebendig macht und tötet.” Ibrahim sprach: “Siehe, Gott bringt die Sonne vom Osten, so bring du sie vom Westen!” Da war der Ungläubige zum Schweigen gebracht. Gott leitet nicht die Ungerechten. (Sure 2:258 – al-Baqara)

 

Wie aus diesem Vers ersichtlich ist, hatte dieser ungläubige Mensch den weisen und klugen Worten Ibrahims (a.s) nichts entgegenzusetzen. Die Gläubigen sollten Ibrahim (a.s) als Beispiel nehmen und bei ihren Verkündigungen immer die Größe und Allmacht Gottes betonen. Auch sollten sie die unlogische Lage erläutern, in der die Ungläubigen sich befinden.

 

Ibrahim (a.s) verkündete: Die einzige Macht,

der man vertrauen soll, ist die Macht Gottes

Trotz seiner aufrichtigen und ehrlichen Verkündigung bestand das Volk Ibrahims (a.s) beharrlich darauf, weiter ihren Götzern zu dienen. Sie stritten mit Ibrahim (a.s), um ihn vom richtigen Weg abzubringen und seine Verkündigung zu stoppen. Doch Ibrahim (a.s) sagte seinem Volk, er fürchte nur Gott und er werde nur dann Sicherheit und Errettung erlangen, wenn er sich Gott unterwerfe:

 

Doch sein Volk stritt mit ihm. Er sprach: “Wollt ihr mit mir über Gott streiten, wo Er mich schon rechtgeleitet hat? Ich fürchte nicht die Gefährten, die ihr ihm gabt, sondern nur, was mein Herr will. Mein Herr umfaßt alle Dinge mit Seinem Wissen. Wollt ihr euch denn nicht ermahnen lassen? Und wie sollte ich fürchten, was ihr Ihm beigesellt habt, wo ihr nicht fürchtet, dass ihr Gott etwas beigesellt habt, wozu Er euch keine Befugnis hinabsandte? Und welche der beiden Parteien hat mehr Anlaß zur Zuversicht, wenn ihr es begreift?” Diejenigen, welche glauben und ihren Glauben nicht durch Ungerechtigkeit verdunkeln, haben Zuversicht, und sie sind rechtgeleitet. (Sure 6:80-82 – al-An’am)

 

Der Besitzer von allem auf der Erde ist Gott. Ohne Gottes Erlaubnis kann niemand jemandem etwas Gutes oder Schlechtes tun. Kräfte, von denen die Menschen Hilfe erflehen und denen sie vertrauen, können nur dann Nutzen bringen, wenn Gott es erlaubt. Um Errettung und Sicherheit zu erreichen, soll man sich Gott unterwerfen. Gott hat uns im Quran mitgeteilt, dass Er Seine Diener schützen wird, die sich Ihm zuwenden. Aus diesem Grund müssen alle Gläubigen wie Ibrahim (a.s) wissen, dass die, die an Gott glauben, in Sicherheit sein werden, und sie sollten den anderen Menschen diese Tatsache erklären.

 

Auf die Feindseligkeit seines Vaters antwortete

Ibrahim (a.s) in bester Weise

Auf Ibrahims (a.s) Versuche, seinen Vater zu überzeugen, reagierte dieser feindselig und sagte:

 

“Verwirfst du meine Götter, o Ibrahim? Gibst du dies nicht auf, wahrlich, dann steinige ich dich. So halte für eine Weile Abstand von mir!” (Sure 19:46 – Maryam)

 

Doch Ibrahim (a.s) der in keiner Situation seine Beherrschung verlor, erwiderte auf die feindliche und bedrohliche Einstellung seines Vaters achtungsvoll und klug:

 

Er sprach: “Friede sei mit dir! Ich werde meinen Herrn um Verzeihung für dich anflehen. Er ist gewiß gütig zu mir. Doch ich will mich von euch trennen und von dem, was ihr neben Gott anruft. Und ich will zu meinem Herrn beten; meinen Herrn werde ich gewiß nicht umsonst anrufen!” (Sure 19:47, 48 – Maryam)

 

Ibrahim (a.s) erklärte seinem Volk,

es bete falsche Götter an

Ibrahim (a.s) stellte seinem Volk einige Fragen über ihre Götzen, um es zum Nachdenken zu bringen damit es erkenne, dass ihre Götzen keine eigene Kraft hatten und dass Gott der einzige Gott ist. Diese Art der Verkündigung ist deswegen sehr wichtig, damit die Ungläubigen ihr verfaultes System auch selbst bezeugen können. Auf diese Weise brachte Ibrahim (a.s) mit seinen Fragen über ihr schlechtes System sein Volk zu einem Geständnis. Eines der Gespräche zwischen Ibrahim (a.s) und seinem Volk verlief so:

 

Als er seinen Vater und sein Volke fragte: “Was betet ihr (eigentlich) an?” Sie antworteten: “Wir beten Idole an und sind ihnen stets zugetan.” Er fragte: “Hören sie euch, wenn ihr sie anruft? Oder nützen oder schaden sie euch?” Sie antworteten: “Unsere Väter haben es schließlich auch so gemacht.” Er sprach: “Habt ihr gut bedacht, was ihr da immer angebetet habt, ihr und euere Vorväter?” (Sure 26:70-76 – asch-Schu’ara’)

 

Gott informiert uns im Quran, dass jeder sich seiner Fehler bewusst sein sollte. Auch wenn er Entschuldigungen erfindet, um darüber nicht nachdenken zu müssen, so ist er doch Zeuge gegen sich selbst, weil er in Wahrheit ganz genau weiß, was richtig und was falsch ist. Wer gewissenhaft darüber nachdenkt, findet leicht heraus, dass das Anbeten und Hoffen auf Hilfe von anderen Wesen als Gott unsinnig ist, dass Götzen ihm in Wirklichkeit keinerlei Vorteile bringen. Er wird erkennen, dass die Götzen, die er Gott beigesellt, seine Gebete nicht hören können und nicht die Macht haben, ihm zu schaden oder zu nützen. Vielleicht will er jedoch aus gewissen Gründen nicht über diese Tatsachen nachdenken; doch sie bleiben dennoch bestehen.

Bei der Fragen, die Ibrahim (a.s) stellte, versuchte er, sein Volk zum Nachdenken zu bringen darüber, was sie anbeteten und wie fehlgeleitet es war.

Als den Menschen seines Volkes riet, ihre Götzen aufzugeben, erinnerte er sie auch daran, dass diese Götzen nichts als selbstgefertigte Figuren waren, die keinerlei unabhängige Kraft besaßen. Der folgende Vers berichtet, wie Ibrahim (a.s) sein Volk unterwies, seine falschen Götter aufzugeben und sich dem wahren Gott zuzuwenden:

 

Als er zu seinem Vater und seinem Volke sprach: “Was sind das für Bildnisse, die ihr da verehrt?”, sagten sie: “Wir fanden, dass bereits unsere Väter sie verehrten.” Er sprach: “In der Tat, ihr und euere Väter seid in offenkundigem Irrtum.” Sie sagten: “Bist du mit der Wahrheit zu uns gekommen oder treibst du einen Scherz?” Er sprach: “Mitnichten! Euer Herr ist der Herr der Himmel und der Erde, Derjenige, Der sie erschuf. Und hiervon lege ich euch Zeugnis ab.” (Sure 21:52-56 – al-Anbiya)

 

Er fragte: “Verehrt ihr euere eigenen Skulpturen, wo doch Gott euch geschaffen hat und alles was ihr anfertigt?” (Sure 37:95, 96 – as-Saffat)

 

Ibrahim (a.s) verkündete: Alles wird von Gott

 beherrscht und alles geschieht nach Seinem Willen

Wie aus den oben erwähnten Versen ersichtlich ist, betete auch das Volk des Propheten Ibrahim (a.s), wie viele andere ungläubige Völker, Götzenbilder an, nicht weil sie dachten, es sei richtig so, sondern weil sie es von ihren Vorfahren ererbt hatten. Doch dieses abergläubische System war ein schlechtes Erbe. Ibrahim (a.s) jedoch hat ihnen sehr ausführlich erklärt, dass dieses fortdauernde System überaus falsch sei und großen Schaden bringen würde. Er erinnerte auch daran, dass die Götzen, die sie anstelle Gott verehren, keine Kraft haben und dass alles unter nur Gottes Kontrolle geschieht:

 

Sie sind jedenfalls alle meine Feinde, außer dem Herrn der Welten, Der mich erschuf und Der mich leitet, und Der mich speist und tränkt, und Der mich heilt, wenn ich krank bin, und Der mich sterben läßt, dann aber wieder lebendig macht, und Der, wie ich hoffe, mir am Tage des Gerichts meine Fehler verzeihen wird. (Sure 26:77-82 – asch-Schu’ara’)

 

Durch sein weises Handeln rief Ibrahim (a.s)

das Gewissen der Menschen wach

Als sein Volk trotz aller Mahnungen auf der Götzenanbetung bestand, verfiel Ibrahim (a.s) auf eine drastische Methode, die Menschen zum Nachdenken zu bringen und ihr Gewissen zu wecken. Er wartete, bis die Menschen ihre Götzen einmal allein ließen und nutzte die Gelegenheit sie zu zerschlagen, alle bis auf einen, die größte der Götzenfiguren. Als das Volk ihn fragte: „Hast du dies unseren Göttern angetan, Ibrahim (a.s)?“ (Sure 21:62 – al-Anbiya) antwortete dieser:

 

... “Keineswegs! Getan hat dies der Größte von ihnen. Fragt sie nur, wenn sie reden können!” (Sure 21:63 – al-Anbiya)

 

Nach dieser Taktik Ibrahims (a.s) sein Volk zum Denken zu bringen, hörte es auf sein Gewissen und bemerkte, dass es sich tatsächlich in einem großen Irrtum befunden hatte. Aber da diese offenbare Tatsache zu ihren Interessen und Traditionen und mit ihrer Ordnung im Widerspruch stand, wendeten sich die Menschen erneut ab.

 

Da wandten sie sich selbst zu und sprachen: “Seht, ihr selbst seid im Unrecht!” Dann aber wurden sie rückfällig (und sprachen:) “Du weißt genau, dass diese nicht reden können!” Er fragte: “Verehrt ihr etwa außer Gott, was euch weder etwas nützen noch schaden kann? Pfui über euch und über das, was ihr statt Gott anbetet! Habt ihr denn keine Einsicht?” Sie riefen: “Verbrennt ihn und verteidigt euere Götter, falls ihr etwas tun wollt.” Wir sprachen: “O Feuer, sei kühl und unschädlich für Ibrahim!” Und sie suchten, ihm zu schaden, doch Wir machten sie zu den Verlierern. (Sure 21:64-70 – al-Anbiya)

 

Ibrahim (a.s) gab ein Beispiel für die Gläubigen

indem er auf Gott vertraute und sich ihm auch

in den schwersten Lebenslagen unterwarf

Ibrahim (a.s) ist mit seinem mutigen Kampf, den er gegen sein eigenes Volk geführt hat, für die Gläubigen ein gutes Beispiel. Obwohl er von seinem Volk bedroht wurde, man werde ihn ins Feuer werfen, hat er sein Vertrauen auf Gott und seine Ergebenheit zu Ihm nie aufgegeben. Seine Antwort lautete:

 

... “Seht, ich begebe mich zu meinem Herrn. Er wird mich rechtleiten.” (Sure 37:99 – as-Saffat)

 

Diese Worte Ibrahims (a.s) erinnern alle Gläubigen an diese wichtige Tatsache. Es ist Gott, Der alle Menschen erschaffen hat, und alle Menschen werden zu einer Zeit sterben, die Gott vorherbestimmt hat, und sie werden zu Gott zurückkehren. Indem Ibrahim (a.s) sagte, ‘’Ich begebe mich zu meinem Herrn’’, hat er sein Volk daran erinnert, dass der Tod eine Heimkehr zu Gott ist. Muslime sollten in jeder Lebenslage ihr standhaftes Vertrauen auf Gott ausdrücken und die anderen Menschen dazu auffordern, dasselbe zu tun.

 

Gott nennt Ibrahim (a.s) und seine Gefährten

als Vorbild für alle Gläubigen

Der Prophet Ibrahim (a.s) ist mit seiner hohen moralischen Eigenschaften ein vortreffliches Beispiel sowohl für sein Volk als auch für die nach ihm kommenden Völker. Gott hat den Gläubigen durch einen Quranvers verdeutlicht, dass es an Ibrahim, der zu Ihm mit reinem Herzen gekommen ist, ein gutes Beispiel hat:

 

Ihr habt ein schönes Beispiel an Ibrahim und den seinigen, als sie zu ihrem Volk sprachen: “Seht, wir haben nichts mit euch und mit dem, was ihr außer Gott anbetet, zu schaffen. Wir wollen nichts von euch wissen. Und zwischen uns und euch herrscht Feindschaft und Haß so lange, bis ihr an Gott alleine glaubt”; dies abgesehen von Ibrahims äußerung zu seinem Vater: “Ich werde bestimmt für dich um Verzeihung bitten, aber ich kann für dich nichts von Gott erlangen.” “O unser Herr! Auf Dich vertrauen wir, und Dir wenden wir uns reuig zu, und zu Dir ist die Heimkehr.” (Sure 60:4 – al-Mumtahina)

 

Folgende Verse berichten von der Überlegenheit und der hohen Moral Ibrahims (a.s) :

 

Und wer hätte einen schöneren Glauben als wer sich Gott hingibt und das Gute tut und die Religion Ibrahims, des Lauteren im Glauben, befolgt; denn Gott nahm sich Ibrahim zum Freund. (Sure 4:125 – an-Nisa)

 

Und auch Ibrahim betete um Verzeihung für seinen Vater nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als ihm aber klar wurde, dass er ein Feind Gottes war, sagte er sich von ihm los. Siehe, Ibrahim war fürwahr mitleidsvoll und milde. (Sure 9:114 – at-Tauba)

 

Ibrahim war weder Jude noch Christ; vielmehr war er rechtgläubig - ein Gottergebener und keiner derer, die Gott Gefährten geben. (Sure 3:67 – Al-‘Imran)

 

Ibrahim war fürwahr ein Vorbild der Tugend, gehorsam gegen Gott, lauter im Glauben und kein Götzendiener. Er war für Seinen Gnadenerweis dankbar, und Er erwählte ihn und leitete ihn auf einen geraden Pfad. (Sure 16:120, 121 – an-Nahl)

 

Und zu seiner Glaubensgemeinde gehörte auch Ibrahim, als er mit reinem Herzen zu Seinem Herrn kam. (Sure 37:83, 84 – as-Saffat)

 

Und erinnere im Buch an Ibrahim. Siehe, er war aufrichtig, ein Prophet. (Sure 19:41 – Maryam)

 

Denn Ibrahim war nachsichtig, mitleidig und sühnebereit. (Sure 11:75 – Hud)

 

Und bewahrten sein Ansehen unter den nachfolgenden (Generationen). Friede sei mit Ibrahim! So belohnen Wir die Rechtschaffenen. Er gehörte gewiss zu Unseren gläubigen Dienern. (Sure 37:108-111 – as-Saffat)

 

Und wer außer dem, der töricht ist, verschmäht die Religion Ibrahims? Fürwahr, Wir wählten ihn in dieser Welt aus und, wahrlich, im Jenseits gehört er zu den Rechtschaffenen. Als sein Herr zu ihm sprach: “Ergib dich (Mir)!”, sprach er: “Ich gebe mich völlig dem Herrn der Welten hin.” (Sure 2:130, 131 – al-Baqara)

Und wahrlich, dem Ibrahim gewährten Wir bereits zuvor Rechtleitung; denn Wir kannten ihn wohl. (Sure 21:51 – al-Anbiya)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37576/ibrahim-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37576/ibrahim-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11581HZ._IBRAHIM.jpgWed, 26 Jan 2011 02:02:34 +0200
Salih (a.s) Gott sandte Salih (a.s) als Gesandten zu den Thamud. Der Quran berichtet, er habe sein Volk aufgefordert, allein Gott anzubeten:

 

Und wahrlich, Wir entsandten zu den Thamud ihren Bruder Salih: “Dient Gott!” Doch sie wurden darüber zu zwei miteinander streitenden Parteien. (Sure 27:45 – an-Naml)

 

Wie alle Gesandten machte Salih (a.s) seinem Volk klar, dass er ein vertrauenswürdiger Gesandter sei, und er rief es zur Gottesfurcht auf:

 

Die Thamud bezichtigten die Gesandten der Lüge. (Damals) als ihr Bruder Salih zu ihnen sprach: “Wollt ihr denn nicht Gottsfürchtig sein? Seht, ich bin euch ein getreuer Gesandter. So fürchtet Gott und gehorcht mir!” (Sure 26:141-144 – asch-Schu’ara’)

 

Auch Salih (a.s) verlangte keinerlei Lohn von seinem Volk.

 

Salih (a.s) belehrte sein Volk über Gottes Größe und

er forderte es auf, um Vergebung zu bitten

Während ihrer Verkündigung haben die Gesandten Gottes immer auf die Zeichen von Gottes Existenz hingewiesen und die Menschen an das vollkommene Gleichgewicht der Natur und die wunderbaren Eigenschaften der Lebewesen erinnert, die Gott erschaffen hat.

Salih (a.s) ist einer der Gesandten, die ihre Völker zum Denken leiteten, indem sie ihnen die Schöpfungsbeweise erzählten. Er hat sein Volk an die erste Schöpfungsphase des Menschen erinnert, damit sie das endlose Wissen, die endlose Weisheit und Größe Gottes begreifen konnten:

 

Und zu den Thamud (entsandten Wir) ihren Bruder Salih. Er sprach: “O mein Volk! Dient Gott! Ihr habt keinen andern Gott als Ihn. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und hat euch dort Wohnung gegeben. Darum bittet Ihn um Verzeihung, alsdann wendet euch Ihm reumütig zu. Siehe, mein Herr ist nahe und zu erhören bereit.” (Sure 11:61 – Hud)

 

Salih (a.s) rief sein Volk auf, ihm als

Gesandtem Gottes zu gehorchen

Salih (a.s) hat sein Volk daran erinnert, Gott zu fürchten, Der der wahre Besitzer von allem Existierenden ist, auf der Erde kein Unheil zu stiften und ihm selbst zu gehorchen. Für den Fall ihres Ungehorsams machte er klar, dass Gott die Menschen nicht in Sicherheit leben lassen würde:

 

“Wird man euch etwa in dem (Genuß dessen), was ihr hier habt, ungestört belassen, mit Gärten und Quellen und Getreidefeldern und Dattelpalmen mit zarter Blütenscheide? Und aus den Bergen werdet ihr euch weiterhin geschickt Wohnungen aushöhlen? So fürchtet Gott und gehorcht mir! Und gehorcht nicht dem Befehl der Maßlosen, die auf Erden statt Heil Unheil sitften.” (Sure 26:146-152 – asch-Schu’ara’)

 

Gott hat Seine Gesandten verpflichtet, die Menschen zur wahren Religion aufzurufen und auf der Erde Heil und Ordnung zu richten. Die Warnungen des Propheten Salih (a.s) ist ein Ruf, diese Pflicht zu erfüllen.

 

Salih (a.s) sagte seinem Volk, es müsse Gottes

Segnungen bedenken und auf Erde kein Unheil stiften

 

Und zu den Thamud (entsandten wir) ihren Bruder Salih. Er sprach: “Mein Volk, dient Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Schon kam zu euch ein deutlicher Beweis von unserem Herrn. Diese Kamelin AIlahs ist euch ein Zeichen; darum laßt sie in Gottes Land weiden, und rührt sie nicht in böser Absicht an, sonst erfaßt euch schmerzliche Strafe. Und bedenkt, wie Er euch zu Nachfolgern der Ad machte und euch eine Wohnstätte auf Erden gab, auf deren Ebenen ihr euch Schlösser bautet und euch Wohnungen in deren Berge grubt. Und gedenkt der Wohltaten Gottes und stiftet auf Erden kein Verderben.” (Sure 7:73, 74 – al-A’raf)

 

Salih (a.s) erinnerte sein Volk an die gefährliche

Konsequenz des Ungehorsams gegen Gott

Doch die Thamud widersetzten sich ihm: „Salih, wir hatten grosse Hoffnungen in dich gesetzt, bevor dies geschah. Willst du uns verbieten, anzubeten was schon unsere Väter anbeteten? Wir haben grosse Zweifel an den Glauben, den du uns aufdrängen willst.“ (Sure Hud, 62) Salih (a.s) antwortete, es gebe keinen Menschen, der ihm helfen könne, falls er ungehorsam sei gegen Gott.

 

Er sprach: “O mein Volk! Was meint ihr wohl? Da ich zweifellos einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit erwiesen hat, wer würde mich da vor Gott retten, wenn ich Ihm den Gehorsam versagte? So brächtet ihr nur größeres Verderben über mich.” (Sure 11:63 – Hud)

 

Niemand kann denen helfen, die sich gegen Gott auflehnen. Und wie im oben erwähnten Vers mit den Worten des Propheten Salih (a.s) gesagt wird, wird auch derjenige einen sicheren Schaden erleiden, der dem folgt, der gegen Gott rebelliert.

 

Salih (a.s) riet seinem Volk,

die Strafe Gottes zu bedenken

Da die wahre Religion, die die Gesandten Gottes gebracht haben, zu den Vorteilen der Ungläubigen im Widerspruch steht, wollten diese Menschen den Gesandten nicht glauben. Sie fanden es unbequem, dass die Gesandten Gottes sie an die Existenz Gottes und an das Jenseits erinnerten. In der Vergangenheit war diese Eigenschaft bei den leugnenden Völkern oft zu sehen. Auch die Thamud haben nicht auf die Mahnungen des Propheten Salih (a.s) gehört:

 

Und so wandte er sich von ihnen ab und sprach: “O mein Volk! Wahrlich, ich bestellte euch die Botschaft meines Herrn und riet euch gut, ihr aber liebt keine Ratgeber.” (Sure 7:79 – al-A’raf)

 

Salih (a.s) hat sich sehr ernsthaft bemüht, sein Volk zum richtigen Weg zu leiten. Doch sein Volk bestand beharrlich auf dem Unglauben. Gott hat dieses Volk auf die Probe gestellt, indem Er ihnen eine Kamelstute sandte und hat ihnen befohlen, diesem Kamel nichts Schlechtes anzutun. Er hat ihnen auch gesagt, dass sie eine peinvolle Strafe erleiden werden, wenn sie diesem Befehl nicht gehorchen würden.

Das Volk, verstieß gegen Gottes Befehl und tötete das von Gott gesandte Kamel. So sind sie wie jedes andere Volk, das Gottes Befehl missachtete, mit einer schweren Strafe belegt und vernichtet worden.

 

Und als Unser Befehl erging, retteten Wir in Unserer Barmherzigkeit Salih und die Gläubigen, die bei ihm waren, vor der Schande jenes Tages. Siehe, dein Herr, Er ist der Starke, der Gewaltige. Da erfaßte die Sünder der Schrei, und sie lagen in ihren Wohnungen leblos am Boden als hätten sie nie darin gewohnt. Siehe, die Thamud verleugneten ihren Herrn. Fort mit den Thamud! (Sure 11:66-68 – Hud)

 

Wie wir in diesem Beispiel vom Propheten Salih (a.s) sehen können, haben die Gesandten Gottes ihren Völkern die Religion Gottes bekannt gemacht, sie daran erinnert, dass das diesseitige Leben ein Ort der Prüfung ist und ihnen erklärt, dass nur solche Menschen vor der unendlichen Qual gerettet werden können, die Gottes Befehlen gehorchen. Sie haben weiter deutlich gemacht, dass jeder, der beharrlich auf dem Unglauben besteht, von Gott eine schwere Strafe zu erwarten hat.

Doch diese großen Anstrengungen der Gesandten haben nur wenige Menschen beeinflusst, die an Gott glaubten. Die Mehrheit der Menschen wollten sich nicht ermahnen lassen. Als Ergebnis ihres beharrlichen Unglaubens sind sie die Verlierer gewesen und sind der Qual entgegengegangen. Im Jenseits jedoch werden sie mit einer noch größeren Qual bestraft werden.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37575/salih-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37575/salih-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11580HZ._SALIH.jpgWed, 26 Jan 2011 01:57:30 +0200
Hud (a.s) Gott hat den Propheten Hud (a.s) zum Volk von Ad entsandt. Nachdem er seinem Volk mitgeteilt hatte, dass er ein vertrauenswürdiger Gesandter Gottes sei und dass er keinen Lohn für seine Verkündigung verlangte, forderte er die Menschen auf, Gott zu fürchten.

Während seiner Verkündigung wurde er auch wie die anderen Propheten auf unterschiedliche Weise verleumdet. Beispielsweise behauptete sein Volk, dass an ihm Falschheit sei. Gegen diese hässlichen Beschuldigungen antwortete Hud (a.s) seinem Volk mit moralischer Überlegenheit und einer sehr vernünftigen und gütigen Haltung:

 

Er sprach: “O mein Volk! An mir ist keine Torheit, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Ich bestelle euch die Botschaft meines Herrn, und ich bin euch ein treuer Berater.” (Sure 7:67, 68 – al-A’raf)

 

Der Prophet Hud betonte, er wolle keinen

Lohn für die Verbreitung der Botschaft

 

O mein Volk! Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist bei Dem, Der mich erschuf. Begreift ihr denn nicht? (Sure 11:51 – Hud)

 

Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch; mein Lohn ist allein bei dem Herrn der Welten. (Sure 26:127 – asch-Schu’ara’)

 

Am Leben aller Gesandten Gottes können wir sehen, dass es ein wichtiges Merkmal eines Gläubigen ist, ein ganzes Leben lang den Menschen die Offenbarung Gottes zu übermitteln und dafür keinen Lohn zu verlangen. Ganz gleich, in welcher Epoche ein Gläubiger lebt, oder mit wem er zusammen ist, er ist immer dafür verantwortlich, die Menschen zu der Moral aufzufordern, die Gott gefällt und sie an den immer näher kommenden Tag des Gerichts zu erinnern. Dafür verlangt er von niemandem einen Lohn, er will diese Aufgabe nur auf das Beste erfüllen und Gottes Wohlgefallen erwerben.

 

Während er die Menschen zur Anbetung Gottes aufrief,

warnte er sie vor schmerzlicher Strafe

Wie die anderen Gesandten forderte Hud (a.s) sein Volk auf, zu Gotte allein zu beten, und er sagte, er fürchte Strafe, falls es dies nicht beherzige:

 

Gedenke auch des Bruders der Ad, als er sein Volk bei den Sanddünen warnte - schon vor Ihm, aber auch nach ihm gab es Warner -: “Dient allein Gott! Ich befürchte für euch wirklich das Strafgericht eines gewaltigen Tages!” (Sure 46:21 – al-Ahqaf)

Er erinnerte auch daran, dass die Dinge, die sie in dieser Welt für wertvoll hielten, vergänglicher Natur seien:

 

Baut ihr euch aus Frivolität auf jedem Hügel ein Denkmal und errichtet Prachtbauten, als wolltet ihr unsterblich werden? (Sure 26:128, 129 – asch-Schu’ara’)

 

Dann sagte er, sie sollten Gott fürchten, Seine Gebote befolgen und andere nicht unterdrücken. Auch warnte er sie vor der Strafe, falls sie dem zuwider handelten:

 

“Und wenn immer ihr zupackt, seid ihr maßlos grausam und gewaltsam. So fürchtet Gott und gehorcht mir! Und fürchtet Den, Der euch reichlich mit all dem versorgte, was euch wohlbekannt ist, euch reichlich versorgte, was euch wohlbekannt ist, euch reichlich versorgte mit Viehherden und Kindern und Gärten und Quellen. Seht, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages.” (Sure 26:130-135 – asch-Schu’ara’)

 

Hud (a.s) erinnerte sein Volk an Gottes Segnungen

Gottes Segnungen sind zu zahlreich, als dass wir sie aufzählen könnten, wie bei der 18. Vers der Sure an-Nahl mitgeteilt wurde. Viele Menschen jedoch erinnern sich nicht daran, dass es Gott ist, Der diese Segnungen gibt und dass sie Ihm dafür dankbar sein sollten. Sie denken auch nicht daran, dass Gott ihnen jederzeit alles wegnehmen kann, wenn Er will. Aus diesem Grund erinnern die Gesandten Gottes die Völker immer daran, sich zu Gott zu wenden, dass alles, was sie besitzen, eine Segnung Gottes ist und dass sie Ihm für diese Segnungen dankbar sein sollten. Auch Hud (a.s) erinnerte sein Volk an die Segnungen, die Gott ihm gegeben hatte und er rief dazu auf, Gott zu fürchten:

 

“Wundert ihr euch etwa, dass eine Mahnung von euerem Herrn zu euch kommt, durch einen Mann aus euerer Mitte, damit er euch warne? Und bedenkt, dass Er euch als Nachfolger des Volkes von Noah eingesetzt hat und euere Macht vergrößerte. Darum gedenkt der Wohltaten Gottes, damit es euch wohl ergehe.” (Sure 7:69 – al-A’raf)

 

Hud (a.s) forderte sein Volk auch auf, von Gott Vergebung zu erbitten. Er sagte, Gott würde seine Segnungen noch verstärken, falls die Menschen bereuten und bei Ihm Zuflucht suchten.

 

“O mein Volk! Bittet euren Herrn um Verzeihung für euch. Dann wendet euch reuevoll zu Ihm. Er wird auf euch Regengüsse vom Himmel herabsenden und wird eure Kraft mit (noch mehr) Kraft mehren. Und wendet euch nicht in Sünde ab!” (Sure 11:52 – Hud)

 

Hud (a.s) warnte sein Volk vor der Unwissenheit

Der Begriff „Unwissenheit“ wird im Quran benutzt, um die Menschen zu beschreiben, die die Religion nicht kennen und weit von der Religion entfernt leben. Beispielsweise, kann jemand eine gute Ausbildung haben, doch wenn er Gott nicht erkennt, wenn er Gottes Buch nicht kennt und diesem Buch nicht folgt, dann ist er gemäß dem Quran „unwissend“. Ein Mensch kann über viele Dinge eine reiche Kenntnis haben, doch wenn er nicht darüber nachdenkt, wer er ist und wieso er erschaffen wurde, wenn er nicht erkennt, Wer ihn erschaffen hat und aus diesem Grund nicht tut, was Gott von ihm verlangt, dann ist er unter den Unwissenden.

Wenn man diese Menschen fragt, sagen sie meistens, dass sie der Religion folgen. Doch die Religion, die sie meinen, ist nichts anderes als die Religion der Unwissenden, die sie von ihren Vorfahren ererbt und in ihrer Umgebung gesehen haben. Diese Religion hat mit dem Buch Gottes nichts zu tun.

Wie Gott in den Erzählungen des Quran erwähnt hat, haben die Gesandten im Lauf der Geschichte den unwissenden Gesellschaften die wahre Religion verkündet. Doch obwohl ihre Seelen überzeugt waren, haben sie sie wegen ihrer Unwissenheit in Böswilligkeit und Hochmut verleugnet. Trotz aller Warnungen haben sie – mit Ausnahme weniger - ihre abergläubische Religion weiter verteidigt.

Auch das Volk Hud’s (a.s) weigerte sich, aus ihrem Stadium der Unwissenheit herauszutreten und dem Gesandten zu gehorchen.

 

Er sagte: “Das Wissen (davon) ist allein bei Gott. Ich richte euch nur das aus, womit ich gesandt bin. Jedoch sehe ich, dass ihr ein ahnungsloses Volk seid!” (Sure 46:23 – al – Ahqaf)

 

Hud (a.s) machte den Ungläubigen in seinem Volk klar,

dass er sich vor ihnen nicht fürchte, sondern auf Gott vertraue

Trotz seines Drängens hat sich das Volk Hud (a.s) widersetzt. Es folgte nicht dem Weg, zu dem der Prophet aufgerufen hatte. Wie alle anderen Ungläubigen im Laufe der Geschichte, haben auch diese Menschen von ihrem Propheten ein Wunder erwartet und ihm gesagt, dass sie sonst nicht glauben würden:

 

Sie sprachen: “O Hud! Du kamst nicht mit einem deutlichen Wunder zu uns. Und wir wollen unsere Götter nicht auf dein Wort hin verlassen. Wir glauben dir nicht.” (Sure 11:53 – Hud)

 

Hud (a.s) sagte daraufhin, er beteilige sich nicht daran, wenn sie Gott Götzen beigesellten und er fürchte sich nicht vor ihren Verschwörungen:

 

... Er sprach: “Siehe, ich nehme Gott zum Zeugen, und bezeugt auch ihr, dass ich nichts mit den Götzen zu schaffen habe, die ihr Ihm zur Seite setzt. So macht halt allemsamt euere Pläne gegen mich, und gebt mir keinen Aufschub.” (Sure 11:54, 55 – Hud)

 

Hud (a.s) war ein Prophet Gottes, und ihm war vollständig bewusst, dass Gott alle Dinge erschaffen hat und dass Er Seine aufrichtigen Diener verteidigt. Er war sicher, alle gegen ihn gerichteten Unternehmungen würden fehlschlagen und er drückte sein Gottvertrauen so aus:

 

"Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade." (Sure 11:56 – Hud)

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37574/hud-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37574/hud-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11579HZ._HUD.jpgWed, 26 Jan 2011 01:53:06 +0200
Noah (a.s) Der Prophet Noah (a.s) wird in zahlreichen Versen des Qurans gepriesen:

 

“O ihr Nachkommen derer, die Wir mit Noah (in der Arche) getragen wurden - er war fürwahr ein dankbarer Diener.” (Sure 17:3 – al-Isra’)

 

Schon Noah rief Uns an und Unsere Antwort war fürwahr schön. Wir erretteten ihn und seine Familie aus großer Drangsal. So ließen Wir seine Nachkommen überleben und bewahrten Wir sein Ansehen unter den nachfolgenden (Geschlechtern). “Frieden sei auf Noah in aller Welt!” So belohnen Wir fürwahr die Rechtschaffenen. (Sure 37:75-79 – as-Saffat)

 

Siehe, Gott erwählte Adam und Noah und das Haus Ibrahim und das Haus ‘Imran vor allen Menschen. (Sure 3:33 – Al-‘Imran)

 

Wir haben fürwahr Noah seinem Volk entsandt: “Warne dein Volk, bevor eine schmerzliche Strafe über sie kommt!” (Sure 71:1 – Noah)

 

Gott sandte den Propheten Noah (a.s) als Seinen Botschafter. Um Noah (a.s) und jene, die ihm folgten, vom rechten Weg abzubringen, verschworen sich die herrschende Kreise der Ungläubigen seines Volkes gegen ihn, sie diffamierten und verleumdeten ihn und machten sich über ihn und seine Anhänger lustig. Doch Gott bestrafte diese Menschen für ihre Taten, indem Er eine alles vertilgende Flut über sie sandte.

 

Noah (a.s) empfahl sich seinem Volk als

Gesandter, der Vertrauen verdient

Menschen, die sich vor Gott nicht fürchten, können einander nicht im wahren Sinn trauen. Denn in einer solchen Gesellschaft kann man selbst von Menschen verletzt werden, von denen man glaubt, sie gehörten zum allernächsten Umfeld. In einer solchen Gesellschaft handeln die Menschen sehr zurückhaltend und versuchen, anderen keine Schwächen zu zeigen. Darum wollen die Menschen wahre Freunde haben, auf die sie sich verlassen können.

Die Gesandten hingegen fürchten sich vor Gott und sind deswegen absolut vertrauenswürdige Menschen. Die Anerkennung dieser Vertrauenswürdigkeit ist von großer Bedeutung, darum betonen die Gesandten diese Qualität ganz besonders, wenn sie die Botschaft Gottes überbringen:

 

Das Volk Noahs bezichtigte die Gesandten der Lüge, (damals) als ihr Bruder Noah zu ihnen sprach: “Wollt ihr denn nicht Gottsfürchtig sein? Seht, ich bin für euch ein getreuer Gesandter. So fürchtet Gott und gehorcht mir!” (Sure 26:105-108 – asch-Schu’ara’)

 

Machtgier, Habsucht, Besitzstreben und Eitelkeit halten die Menschen davon ab, einander zu trauen, in einem solchen Maß, dass sie gar nicht erst erwarten, einen Gefallen getan zu bekommen, ohne dass ein persönliches Interesse anderer dabei im Spiel wäre. Die Propheten jedoch erwarten ihre Vergeltung von Gott allein und verlangen von den Menschen überhaupt nichts. So sprach Noah (a.s) zu seinem Volk:

 

“Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch; mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten.” (Sure 26:109 – asch-Schu’ara’)

 

“Und wenn ihr euch abkehrt, verlange ich keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist allein bei Gott. Und mir ist befohlen worden, gottergeben zu sein.” (Sure 10:72 – Yunus)

 

 

Noah (a.s) forderte sein Volk dazu auf,

allein Gott zu dienen

Noah (a.s) forderte sein Volk auf, sich aus dem Sumpf der Falschheit, in dem sie versunken waren, zu befreien und Gott anzubeten. Er erinnerte sein Volk daran, dass es keinen anderen Gott außer Gott gibt und er warnte sie vor einer schrecklichen Strafe in der Zukunft, falls sie diese Tatsache nicht begreifen. So mahnte er und lieferte verschiedene Erklärungen, damit sein Volk glauben konnte.

Hier sind zwei der relevanten Verse:

 

Und Wir entsandten Noah zu seinem Volk, und er sprach: “O mein Volk! Dient Gott! Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Wollt ihr (Ihn) denn nicht fürchten?” (Sure 23:23 – al-Mu’minun)

 

Und wahrlich, Wir entsandten den Noah zu seinem Volk: “Seht, ich (komme) zu euch als ein eindringlicher Warner, dass ihr keinen außer Gott anbetet. Ich fürchte für euch tatsächlich die Strafe eines schmerzlichen Tages.” (Sure 11:25, 26 – Hud)

 

Auch unser Prophet (s.a.w.s) zitiert Noah’s (a.s) Rat in einem seiner Hadithen: „Als der Tod Noah’s, (a.s) des Gesandten Gottes, nahte, ermahnte er sein Volk: ‚Ich gebe euch den guten Rat, zwei bestimmte Dinge zu tun, und ich warne euch vor zwei Dingen. Ich verlange von euch, daran zu glauben, dass es keinen Gott gibt außer Gott und daran, dass wenn die sieben Himmel und die sieben Erden in eine Waagschale getan würden und die Worte ‚Es gibt keinen Gott außer Gott’ in die andere Waagschale, dann würde die letztere Waagschale sich senken. Ich warne euch, Gott Götzen beizugesellen und ich warne euch vor dem Hochmut.’“ (Sahih al-Bukhari)

 

Noah (a.s) rief sein Volk zu Gott und mahnte,

von Ihm Vergebung zu erbitten

Nachdem er daran erinnert hatte, dass Gott der einzige und alleinige Gott ist, drängte Noah (a.s) sein Volk, von Ihm Vergebung zu erbitten, und er überbrachte die frohe Botschaft des Segens, den Gott spenden würde, falls sie sich zu Ihm wenden:

 

Und sagte: “Bittet eueren Herrn um Verzeihung! Er ist ja wirklich bereit zu verzeihen! Er wird den Himmel in Strömen auf euch regnen lassen und euch reich an Besitz und Kindern machen und euch Gärten und fließende Gewässer geben.” (Sure 71:10-12 – Noah)

 

In zahlreichen Versen verspricht Gott die Gläubigen ein sorgenfreies Leben. Deswegen haben auch die Gesandten beim Aufruf an ihre Völker betont, dass Gott ihnen Segnungen zukommen lassen würde. Sie beschrieben diese Segnungen in allen Einzelheiten, damit die Menschen eine Vorstellung bekommen konnten von Seiner Großherzigkeit und damit sie Gottes Wohlwollen und Mitgefühl für sie erkennen konnten. Noah (a.s) sprach zu seinem Volk:

 

“Was fehlt euch nur, dass ihr euch Gottes Majestät nicht bewußt seid, wo Er euch doch Schritt für Schritt erschaffen hat? Seht ihr denn nicht, wie Gott einen über dem anderen sieben Himmel erschaffen und in sie den Mond als Licht und die Sonne als Leuchte gesetzt hat? Und Gott ließ euch Pflanzen gleich aus der Erde herauswachsen; dann wird Er euch wieder in sie zurückbringen und (schließlich) von neuem hervorbringen. Gott hat die Erde für euch fürwahr zu einem Teppich gemacht, damit ihr euch darauf auf breiten Wegen bewegen könnt.” (Sure 71:13-20 – Noah)

 

Die Gläubigen sollten Gott danken und andere drängen, ebenfalls dankbar zu sein, indem sie Gottes Segnungen gedachten, wie die Propheten es getan haben.

 

Auf die Verleumdungen gegen ihn antwortete Noah (a.s),

indem er sein Volk an Gott erinnerte

In der gesamten Geschichte sind alle Gesandten Gottes in ähnlicher Weise verleumdet worden. Auch dass Volk Noah’s (a.s) verweigerte seinem Propheten den Gehorsam und setzte zahlreiche Intrigen in die Welt, die ihn einschüchtern sollten. So warfen sie ihm Falschheit vor:

 

Die Vornehmen seines Volkes sprachen: “Siehe, wir sehen dich in offenkundigem Irrtum.” (Sure 7:60 – al-A’raf)

 

Die herausragenden Eigenschaften der Gesandten sind deren unerschütterliche Beharrlichkeit, feste Entschlossenheit und ihr festhalten an hohen moralischen Standards, ganz gleich, unter welchen Umständen. Angesichts der Anklagen, die ihnen zu Unrecht vorgeworfen wurden, handelten sie weise und setzten ihr Vertrauen in Gott. Ein gutes Beispiel für alle Gläubigen ist, wie Noah (a.s) auf die Diffamierungen durch sein Volk antwortete:

 

Er sprach: “O mein Volk! Ich befinde mich nicht im Irrtum, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Ich bestelle euch die Botschaft meines Herrn und rate euch gut und weiß von Gott, was ihr nicht wißt.” (Sure 7:61, 62 – al-A’raf)

 

Noah (a.s) antwortete denen, die ihn der Lüge bezichtigten:

 

...“O mein Volk! Was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit gezeigt hat, gegen die ihr blind seid, sollen wir sie euch dann aufzwingen, obwohl ihr sie gar nicht wollt? O mein Volk! Ich verlange dafür kein Entgeld von euch; mein Lohn ist allein bei Gott. Und ich verstoße Gläubige nicht. Seht, sie werden ihrem Herrn begegnen. Jedoch sehe ich, dass ihr ein unwissendes Volk seid.” (Sure 11:27-29 – Hud)

 

Noah (a.s) verwies auf die Unaufrichtigkeit derer,

die Wunder verlangten, bevor sie glauben wollten

Die Ungläubigen erfanden zu allen Zeiten Ausreden, die ihnen gestatten sollten, ihren Gesandten den Gehorsam zu verweigern. Sie verlangten, die Gesandten sollten mehr Reichtum besitzen als sie selbst oder sie sollten Wunder wirken. Sie behaupteten sogar, Menschen könnten keine Gesandten sein, nur Engeln stünde dies zu. Noah (a.s) antwortete auf solche Erwartungen:

 

Und ich sage nicht zu euch: »Ich verfüge über Gottes Schätze«, und auch nicht: »Ich kenne das Verborgene«, auch sage ich nicht: »Ich bin ein Engel.« Und ich sage über die, die aus euerer Sicht verächtlich sind, nicht: »Gott wird ihnen nichts Gutes geben.« Gott weiß wohl, was in ihren Seelen vorgeht. Siehe, sonst gehörte ich zu den Sündern. (Sure 11:31 – Hud)

 

Es ist typisch für die Ungläubigen, dass sie von den Gesandten erwarteten, über persönlichen materiellen Reichtum zu verfügen, und dass sie in der Lage sein sollten, Wunder zu vollbringen. Worin die Gesandten anderen Menschen tatsächlich überlegen sind, ist ihre Gottesfurcht. Bei jeder ihrer Handlungen und in jedem Augenblick ihres Lebens wenden sie sich an Gott; sie unterwerfen sich Gott, vertrauen auf Ihn und verlieren niemals ihre Beharrlichkeit und Standhaftigkeit. Gott kann den Menschen Reichtum geben, Besitztümer, angesehene Stellungen, Wissen und all die anderen weltlichen Werte. Doch all dies ist kein Maßstab für Überlegenheit, sondern ein Mittel zum Zweck der Versuchung. Nur wer sich von der Religion abgewandt hat, hält solche weltlichen Werte für ein Zeichen der Überlegenheit in den Augen Gottes.

 

Kam zu euch nicht die Nachricht von jenen, die vor euch lebten, von dem Volke Noahs und der Ad und der Thamud und von denen, die nach ihnen lebten? Gott allein kennt sie. Zu ihnen kamen ihre Gesandten mit deutlichen Beweisen, doch sie bedeckten ihren Mund mit der Hand und sprachen: “Wir glauben nicht an euere Sendung! Wir sind tatsächlich in starkem Zweifel über das, wozu ihr uns einladet.” Ihre Gesandten sprachen: “Gibt es etwa einen Zweifel an Gott, dem Schöpfer der Himmel und der Erde? Er ruft euch (in der Absicht), euch euere Sünden zu vergeben und euch bis zu einem bestimmten Termin Aufschub zu gewähren.” Sie aber antworteten: “Ihr seid nur Menschen wie wir. Ihr wollt uns von dem abwendig machen, was unsere Väter verehrten. Bringt uns einen deutlichen Beweis!” Ihre Gesandten sprachen zu ihnen: “Wir sind zwar nur Menschen wie ihr. Jedoch ist Gott gnädig gegen wen von Seinen Dienern Er will. Und es ist nicht an uns, euch einen Beweis zu bringen, außer mit Gottes Erlaubnis. Und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen.” (Sure 14:9-11 – Ibrahim)

 

Noah (a.s) nutzte alle verfügbaren Möglichkeiten,

Gottes Botschaft zu verbreiten

Wie alle Gesandten versuchte Noah (a.s) jede Möglichkeit, sein Volk zum Glauben zu führen. Trotz seiner Bemühungen bestand das Volk auf seinem Unglauben. Noah (a.s) beschreibt die Starrsinnigkeit seines Volkes.

 

Er sprach: “O mein Herr! Ich rief mein Volk gewiß bei Nacht und bei Tag. Doch mein Aufruf bestärkte sie noch in ihrer Flucht (vor Dir). Wenn immer ich sie aufrief, damit Du ihnen vergibst, steckten sie ihre Finger in ihre Ohren und verhüllten sich in ihren Kleidern und verharrten im Eigensinn und verhielten sich hochtrabend. Dann appellierte ich öffentlich an sie. Schließlich redete ich sowohl offen wie vertraulich auf sie ein.” (Sure 71:5-9 – Noah)

 

Aus diesen Worten Noah’s (a.s) ist zu ersehen, wie die Propheten die Menschen unermüdlich auf Gottes Weg riefen und wie sie verschiedene Methoden anwandten, das Gewissen der Menschen wachzurufen. Den wahren Gläubigen wie den Propheten obliegt die Verantwortung, angesichts der Reaktionen der Menschen unbeugsam zu sein und sich strikt an den Befehl Gottes zu halten, der da lautet: „Gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte!“

 

Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird. (Sure 3:104 – Al-‘Imran)

 

Die sich Bekehrenden, die (Gott) Dienenden, die Lobpreisenden, die Fastenden, die sich Beugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Unrechte Verbietenden, die Gottes Gebote Beobachtenden... verkünde den Gläubigen Heil! (Sure 9:112 – at-Tauba)

 

Noah (a.s) war standhaft gegen sein Volk

Die Gesandten wussten, dass Gott der alleinige Besitzer von allem ist, was auf dieser Welt vorhanden ist und dass niemand außer Gott die Macht hat, ihnen zu schaden oder zu nützen. Aus diesem Grund haben sie auch bei den Bedrohungen durch ihr eigenes Volk niemals verzagt. Trotz aller Widrigkeiten haben sie immer auf Gott vertraut. Auch Noah (a.s) hat gegen die Führer der Ungläubigen einen mutigen Kampf geführt, und er hat deutlich gemacht, dass er sich nicht vor den Verleumdungen und Angriffen seines Volkes fürchtete:

 

Und trage ihnen die Geschichte Noahs vor, als er zu seinem Volke sprach: “O mein Volk! Wenn euch mein Aufenthalt und mein Ermahnen mit Gottes Botschaft auch lästig ist, so vertraue ich doch auf Gott. Ihr und euere Götten, einigt euch unbeirrt über euer Vorgehen. Entscheidet über mich und gebt mir keine Frist.” (Sure 10:71 – Yunus)

 

In derselben Weise sind auch die Gläubigen, die die Propheten zum Vorbild nehmen, standhaft gegenüber allen Widrigkeiten und sie geben ihren Feinden niemals nach. Sie wissen, dass Gottes Hilfe mit ihnen ist und dass der endgültige Sieg immer mit von den Gläubigen errungen werden wird. Im Quran wird dies garantiert:

 

Und seid nicht verzagt und traurig. Wenn ihr gläubig seid, werdet ihr obsiegen. (Sure 3:139 – Al-‘Imran)

 

... Und Gott wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben, gegen die Gläubigen vorzugehen. (Sure 4:141 – an-Nisa)

 

Noah (a.s) warnte die Menschen vor

schmerzlicher Strafe

Viele Völker wurden durch Gottes Strafe vernichtet, die Er gegen jene richtete, die gegen die Gesandten opponierten und die Gläubigen bekämpften.

Die Gesandten warnten ihre Völker vor der Strafe und riefen sie auf den Weg Gottes, wie es auch der Prophet tat.

 

Wahrlich, Wir entsandten schon Noah zu seinem Volk, und er sprach: “O mein Volk! Dient Gott; ihr habt keinen anderen Gott. Seht, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages.” (Sure 7:59 – al-A’raf)

 

Noah’s (a.s) Antwort an

die Verspötter der Gläubigen

Gott erwähnt in vielen Quranversen Menschen, die die Gläubigen verspotten. Doch Gott hat die Menschen, die sich über die Gläubigen lustig machen wollten, zu allen Zeiten selbst zum Gespött gemacht. Die Demütigung dieser Menschen im Jenseits wird noch viel größer sein. Gott erwähnt im Quran, während diese Menschen in der Hölle gequält würden, würden die Gläubigen im Paradies sie betrachten und verlachen:

 

Doch an diesem Tag werden die Gläubigen die Ungläubigen verlachen. (Sure 83:34 – al- Mutaffifin)

 

Als Noah (a.s) und die Gläubigen verhöhnt wurden, gab er eine besondere Antwort:

 

Und er machte die Arche, und wenn immer die Anführer seines Volkes an ihm vorübergingen, verspotteten sie ihn. Er sprach: “Verspottet ihr uns? Siehe, wir werden über euch spotten, wie ihr (jetzt) spottet. Und wahrlich, dann werdet ihr erfahren, wen eine Strafe erfasst, die ihn mit Schande bedeckt, und wen eine immerwährende Strafe trifft.” (Sure 11:38, 39 – Hud)

 

Noah (a.s) rief Gott um Hilfe an,

als sein Volk im Unglauben verharrte

Wie die Verse zeigen, warnte Noah (a.s) sein Leben lang das Volk vor der Strafe Gottes. Als sein irrwegiges Volk auf seinem Unglauben bestand, betete er zu Gott:

 

Und Noah sprach: “O mein Herr! Laß keinen der Ungläubigen auf Erden! Denn wenn Du sie (hier) beläßt, werden sie Deine Diener irreführen und nur schamlose und undankbare (Nachkommen) zeugen.” (Sure 71:26, 27 – Noah)

 

Gläubige, die den Beispielen der Gesandten folgen, sollten die Botschaft der Religion verbreiten, mündlich und schriftlich, sie sollten auf die Zeichen von Gottes Existenz hinweisen und das Bewusstsein schaffen, dass der Tag des Gerichts, des Paradieses oder der Hölle, nah ist... Sollte es Menschen geben, die immer noch nicht glauben wollen, so beten die Gläubigen, Gott möge jenen anderen angemessen vergelten, in dieser Welt und im Jenseits.

 

Noah's (a.s) Sohn war unter den Ungläubigen

Gott sandte dem Volk Noahs (a.s) eine große Katastrophe, denn es verdiente Strafe für seinen Unglauben, seine Verhöhnungen und Angriffe. So gingen die, die dem Gesandten nicht glaubten, unter, und die Gläubigen, die Noah (a.s) folgten, bestiegen mit ihm die Arche und wurden vor der Strafe gerettet. Unter denen, die vernichtet wurden, befand sich auch Noah’s (a.s) Sohn; dass er der Sohne eines Propheten war, hat ihn nicht gerettet.

Heutzutage sind manche Menschen stolz darauf, dass ihre Verwandten gläubig sind, obwohl sie selber nicht gläubig sind. Worte wie “Mein Vater ist ein Pilger”, “mein Großvater ist ein großer Gelehrter” kann man öfter hören. Doch im Jenseits wird der Mensch nur für das verantwortlich sein, was er selbst getan hat. Die besonderen Fähigkeiten und der Glaube ihrer Verwandten werden ihnen keinen Nutzen bringen. Im Quran hat Gott die Menschen daran erinnert:

 

Gott führt ein Beispiel für die Ungläubigen an: Die Frau Noahs und die Frau von Lot. Beide waren zwei Unserer rechtschaffenen Diener angetraut, doch verrieten sie sie beide; und beide vemochten für sie nichts bei Gott. Und gesprochen wurde: “Geht ins Feuer ein, mit den übrigen dort Eingehenden.” (Sure 66:10 – at-Tahrim)

 

Noah (a.s) warnte seinen Sohn bis zum letzten Moment vor dem Unglauben, doch seine Warnungen fanden kein Gehör.

 

Und sie trieb mit ihnen auf Wogen dahin, hoch wie Berge. Und Noah rief seinem Sohn, der sich abseits hielt, zu: “O mein lieber Sohn! Steige mit uns ein, und bleibe nicht bei den Ungläubigen.” Er sprach: “Ich will einen Berg besteigen, der mich vor dem Wasser schützen wird.” Er sprach: “Keiner ist heute vor Gottes Urteil geschützt, außer dem, dessen Er sich erbarmt.” Und eine Woge trennte beide, und er ertrank. (Sure 11:42, 43 – Hud)

 

Noah (a.s) betete für die Gläubigen

Noah (a.s) betete auch um die Vergebung der Sünden der Gläubigen:

 

“O mein Herr! Verzeihe mir und meinen Eltern und jedem Gläubigen, der mein Haus betritt, und den gläubigen Männern und Frauen. Und gib, dass über die Übeltäter mehr und mehr Verderben kommt!” (Sure 71:28 – Noah)

 

Dieses Gebet ist ein weiteres Beispiel, dem die Gläubigen folgen sollten. Die an Gott glauben, sind einander wahre Freunde und Helfer. Daher ist es sein Zeichen ihres Glaubens, wenn sie für das gegenseitige Wohlergehen im Jenseits beten.

]]>
http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37573/noah-(as)http://harunyahya.de/de/Unsere-Gesandten-sagen/37573/noah-(as)http://imgaws1.fmanager.net/Image/objects/37-resullerimiz-diyor-ki/11578HZ._NUH.jpgWed, 26 Jan 2011 01:49:12 +0200